[VDS] Der Infobrief vom Sonntag, 18. Februar 2024

Die Texte finden sich hier.

1. Presseschau
• Der verdrängte Doktor
• GKI als Übersetzer
• Sprachförderung abgelehnt
• Bürokraten-Deutsch
• 2026 beginnt der globale Inzest
2. Gendersprache
• Gendern an Bayerns Hochschulen
• Sprachgewaltige Zuschauer
• Ein Reim gegen das Gendern
3. Sprachspiele: Phrasen der Neuzeit
• Mut zur Lücke: Unvollständiges über das Lückendenken in Linguistik, Ökonomie und Justiz.
4. Kultur
• Ein Hund als Lernhilfe
• Sprache lehrt Demut und Empathie
5. Denglisch
• Englisch lernen mit dem ultimativen Spießer
• Denglisch für Paare
6. Soziale Medien
• Was ist Meinung – und was Hass?
• Sonstiges
7. Kommentar
• Zur Verhütung von Blödsinn
8. Termine

Der Stricker auf der Hörbahn-Bühne

Was wäre Münchens Kulturszene ohne Tiny Stricker?
Nix.
Gar nix.
Kann man bestreiten. Kann man aber auch lassen.
Jedenfalls liest und spricht er wieder über sein aktuelles Buch »Hotel Amir Kabir«, einmal mehr mit Uwe Kullnick auf der Hörbahn-Bühne: hier.

Stricker, Tiny, HOTEL AMIR KABIR

 

Zielscheibe Böhmermann: Volltreffer

Ich liebe Böhmermann. Hassliebe. Der Mann hat es mit seinen zweifelhaft kabarettistischen (und oft genug dreckschleudernden) Beiträgen verdient, aufs Korn genommen werden. Zuletzt hat ihm nicht nur ein Imker, sondern auch das Landgericht Dresden — Kompliment, Leute, Kompliment! — eine Breitseite verpasst. Sehr schön.

Jan Böhmermann geht gegen Imker vor: Bienen-Streit um "Beewashing" | Anwalt Christian Solmecke

Und ein Textbeitrag dazu von wbs.legal: hier.


Und ja, ihr Böhmermann-Fans, ihr dürft hier gerne kommentieren. Ob ich die Kommentare veröffentliche, wird sich zeigen. Eure Chancen steigen, je plakativer ihr euch wie Böhmermann zeigt. Versucht einfach euer Glück, wenn ihr wollt.

Werbung und Hoffnung

Manche Werbung macht einfach Hoffnung. Hoffnung darauf, dass Denglisch und Gendern doch nicht so wichtig sind. Dass es vielmehr um Witz geht, um Humor – und ein Produkt, einen Klassiker mit einem Werbespruch, der uralt scheint und vermutlich auch ist. — Die schon länger auf Erwachsene mit Kinderstimmen ausgelegte Haribo-Werbung ist immer wieder … herrlich. Positiv.

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Neue Ausschreibungen in der p.machinery

Es gibt zwei neue Ausschreibungen in der p.machinery. Die erste ist »p.ray – 20 Jahre p.machinery« betitelt und wird als AndroSF 200 zum 20jährigen Jubiläum des Verlages erscheinen – teilnehmende Autoren mit ihren Geschichten vorausgesetzt. Die Ausschreibung richtet sich an Science-Fiction-Autoren. Keine Fantasy, kein Horror, nichts als Science-Fiction. Alle Details finden sich unter https://www.pmachinery.de/archive/11194.

Die zweite Ausschreibung heißt »Let’s Tango« und wird als Band 21 der Literaturzeitschrift HALLER veröffentlicht werden. Hier gibt es vom Genre her keine Einschränkungen, aber das Thema »Tango« wirkt von sich aus als solche, ist anzunehmen. Alle Details hierzu finden sich unter https://haller.pmachinery.de/wordpress/archive/1017.

[VDS] Infobrief vom 11.02.2024

Zu den Inhalten: hier entlang.

1. Presseschau
• Erste Schule nur für Flüchtlinge
• Verständlich am Flughafen
• Mehr Interesse an Chinesisch
• Antisemitische Alltagssprache
• Sprachbildung reicht nicht
• „Rasse“ bleibt im Grundgesetz
• Geld sparen durch verständliche Sprache
2. Gendersprache
• Thüringer Initiative gegen Gendern in Schulen und Behörden
• Verbände gegen Genderverbot
• Linke sollen nicht gendern
3. Kultur
• Aufstand an der Ruhr
4. Berichte
• Vortrag in Würzburg
5. (D)englisch
• Welche Sprache in internationalen Unternehmen?
6. Kommentar
• Wieder mal nett gemeint
7. Termine

[VDS] Infobrief vom 04.02.2024

Normalerweise bekomme ich vom Verein Deutsche Sprache (VDS) jeweils eine E-Mail, wenn ein neuer Infobrief zur Veröffentlichung gekommen ist. Im Falle des Infobriefs vom 04.02. hat das offensichtlich nicht geklappt, sodass ich an dieser Stelle nur auf die Inhalte verweisen kann. Die findet man hier.

Angeblich lästerlich

Angeblich hat sich irgendwann schon mal jemand lästerlich darüber geäußert, welch umfangreiche Plätze die Werke von Jörg und Karla Weigand im Programm meiner p.machinery einnehmen. Jörg, der nicht nur als Autor, sondern auch als Herausgeber, beinahe täglicher Anrufer, Föhr-Urlauber und reichhaltiger Ideengeber, seinen Einfluss geltend macht, und dem ich zu verdanken habe, eine Autorin wie Karla Weigand im Programm zu haben, die selbst thematisch und genretechnisch eine große Bandbreite zu präsentieren hat.
Andere Verlage machen das auch. Jeder Verlag hat so seine Stammautoren – und wenn noch nicht, dann wünscht er sich welche und arbeitet dran. Und niemand meckert darüber. Na gut, bei meiner p.machinery wird auch nicht gemeckert. Der eingangs erwähnte Lästerer war ein Einzelfall.
Und bei Karla Weigands Werken gibt es eh nix zu meckern. Es sei denn, man hat einen ganz anderen Genregeschmack, sodass die, die sie bedient, nicht passen: Fantastik, SF, auch historische Romane (und vor allem die) sind ihr Metier. Krimis gab es auch (nur noch nicht in der p.machinery, die hat’s nicht so mit Krimis) und Gespenstergeschichten wohl auch (da ist auf das Programm des Kelter-Verlages zu verweisen).
Wie auch immer: In der p.machinery hat Karla Weigand ihren Platz. Und mit »Die böse Frau« legt sie mal eine Kurz- und Kürzestgeschichtensammlung vor, die nicht nur, aber vor allem ihre Veröffentlichungen in den Miniaturen der Phantastischen Bibliothek Wetzlar zusammenfasst. Es ist nicht die erste Sammlung dieser Art – aber eine weitere sehr gelungene –, aber auch ein weiterer Stein zum Gebäude meiner Idee, mich eines Tages, wenn Thomas Le Blanc das Ruder der Phantastischen Bibliothek aus der Hand gegeben haben wird, als Verlag für die Bibliothek zu bewerben, denn das kann der Laden brauchen. Die Miniaturen der Bibliothek quasi unvermarktet zu belassen, ist letztlich kein Zustand. Keiner, den ich hinnehmen würde, wenn ich könnte.
Aber bis dahin bleibt es erst mal bei Sammlungen wie der aktuellen von Karla Weigand …

Weigand, Karla, DIE BÖSE FRAU