Es war nicht ganz unerwartet, und es ist vor allem nicht mein alleiniger Verdienst, aber es freut mich schon, dass wir (!) – Ralf Boldt und Wolfgang Jeschke als Herausgeber, der SFCD und letztlich auch meine Wenigkeit als Verleger – den Kurd-Laßwitz-Preis 2013 gewonnen haben, genauer: den Sonderpreis für einmalige herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen SF 2012. Zu verdanken haben wir (!) diesen Preis unserem Anthologieprojekt »Die Stille nach dem Ton …«, das 2012 als AndroSF 20 in meinem Verlag p.machinery erschienen ist.
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Wenn ich nicht so faul wäre …
… gäbe es mehr von diesen Büchern. Nunja. Faul bin ich nicht. Oder doch. Jedenfalls hat es länger gedauert als beabsichtigt, bis dieses Buch das Licht der Welt erblickte (und in Wirklichkeit kommt es auch erst in den nächsten Tagen wirklich heraus). Aber egal. Es ist da. Punkt. Ende, Gelände. Aus die Maus.
Sina Schneider & Teresa Ginsberg (Hrsg.)
PragMagisch
Geschichten aus der Goldenen Stadt
Außer der Reihe 6
p.machinery, Murnau, April 2013, 104 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978 3 942533 60 7 – EUR 7,90 (DE)
eBook (in Vorbereitung)
Für mehr Details: aufs Bild klicken. – Das stammt übrigens von der absolut sensationellen Sarah Richter. Ich weiß gar nicht mehr, wie wir miteinander in Kontakt geraten sind, aber da kommt noch mehr. Versprochen.
Raum machen: Erinnerungen an BoD
Die Erinnerungen an Books on Demand waren bei diesem ersten Buch über CreateSpace allgegenwärtig, führten aber nicht zu Wehmut oder ließen Dinge aufscheinen, die ich vermissen müsste. Eher noch im Gegenteil:
Die Geschwindigkeit, mit der der Titel auf amazon.de auftauchte, war frappierend. CreateSpace gibt an, es könne fünf bis sieben Werktage dauern; tatsächlich hat es nicht einmal einen Tag gedauert (und das am Wochenende!). Und da das Buch von Amazon gedruckt wird, ist es von Anfang an sofort »auf Lager« (nicht wie im Falle von BoD, wo die ersten Lieferzeitangaben auf amazon.de eher furchterregend wirken).
Angenehm wirken auch die Kosten. Bei Books on Demand zahlt man für das Mastering (EUR 39,00) und mindestens fünf Jahre lang für die Datenhaltungskosten. Bei CreateSpace zahlt man nur für »Expanded Distribution« extra; bei dieser wird das Buch Buchhändlern und »Online Retailers« – auch über die Amazon-Websites – für die Vermarktung verfügbar gemacht – allerdings nur in den USA, sodass ich mir diese Kosten b. a. w. sparen kann.
Und ganz entgegen der derzeit unter Kleinverlegern gängigen Kritik an Amazon, man würde dort unverschämt hohe Anteile verlangen, konnte ich feststellen, dass die Marge, die ich von Amazon für das erste Buch bekommen soll, ziemlich genau doppelt so hoch ist (ohne Mehrwertsteuer) wie die, die Books on Demand (inkl. Mehrwertsteuer) für das Buch zahlen würde.
Und erfreut hat mich auch der erste Eindruck des Supports. Schnell, persönlich: keine Textbausteine, ein namentlich benannter Ansprechpartner, Wünsche, die mir bei BoD nicht erfüllt wurden. Dass auch CreateSpace mit einer zentralen Emailadresse arbeitet, kann ich verkraften, solange der Support ansonsten gut funktioniert.
Von der Qualität der Bücher werde ich mich demnächst selbst noch einmal überzeugen. Ich habe inzwischen eine Reihe von CreateSpace-Büchern gesehen, die bei Amazon in Deutschland gedruckt wurden, und sie sahen alle gut aus. Schlechter als die von Books on Demand auf jeden Fall nicht.
Raum machen: Und sonst?
Nach den großflächigen Vertragskündigungen gegenüber BoD gab es noch ein Telefonat, in dem ich natürlich gebeten wurde, noch einmal über die Entscheidung nachzudenken. Es wurden auch noch einmal die unterschiedlichen Standpunkte in Sachen Kommunikation und Produktionsqualität ausgetauscht, und es wurde mir auch ein Angebot gemacht, das ich unter anderen Umständen sicherlich berücksichtigt hätte.
Letztlich war das zuletzt gehabte Qualitätsproblem ein Auslöser für eine Entscheidung – nämlich Verträge zu kündigen –, die ich so oder so zum Ende der allermeisten Verträge getroffen hätte. Denn schon heute gehen einige Titel überhaupt nicht mehr, weil sich der Markt versorgt hat. Und das wird bei neueren Titeln am Ende vermutlich nicht anders sein. Die »Bestseller« aus meinem Programm wird es auch nach dem Vertragsablauf mit BoD noch geben – so oder so.
Für den Augenblick bin ich zufrieden mit meiner Entscheidung, mich nicht ganz auf eigene Beine zu stellen, sondern CreateSpace als Dienstleister zu nutzen.
Was daraus wird … wir werden es sehen.
Raum machen: Tatortreiniger
Nachdem die letzten Unstimmigkeiten bei CreateSpace behoben waren, machte ich mich dann an die üblichen Restarbeiten (die auch alle nichts mit CreateSpace direkt zu tun haben); es gibt da so eine hübsche Checkliste.
Sogenannte Marketinginfos (Buchdaten, Klappentext, Links auf Bilder und Amazon-Bestellmöglichkeiten) mussten zusammengestellt werden. Das endgültige Cover musste erstellt und auf die Website hochgeladen werden. Nachfolgend galt es, der Welt mitzuteilen, dass das Buch erschienen ist. Und natürlich galt es, noch einige Exemplare zu bestellen, die die Autorin auf Lesungen anbieten kann, Belegexemplare, Pflichtstücke usw. usf.
Raum machen: Was vom Tage übrig bleibt
Und bei diesem letzten Punkt zeigte sich ein grundsätzliches Problem, wenn man CreateSpace als Herstellmöglichkeit nutzt.
Man kann Autorenexemplare zu einem durchaus attraktiven Preis bestellen. Das Problem ist: Der attraktive Preis bleibt nicht allein. Die Autorenexemplare werden in den USA hergestellt – und für 75 Stück eines 60seitigen Büchleins fallen für einen Standardversand nahezu neunzig US-Dollar Frachtkosten an, was den attraktiven Einstandspreis immens unattraktiv werden ließ. Und noch dazu: Ein Standardversand hätte mehr als sechs (!) Wochen (!!) Lieferzeit bedeutet – Zollabwicklung und Transport im Empfangsland (Deutschland bzw. in diesem Fall Schweiz) noch nicht mitgerechnet.
Die Autorin, die mir CreateSpace empfohlen hatte, bestätigte mir, dass ich das abhaken könne. Sie kaufe ihre eigenen Bücher über amazon.de. Dabei habe sie ja ihre Marge.
An diesem Punkt kam dann der Schaltungsdienst Lange (wieder) ins Spiel und bekam seinen Auftrag für die Startauflage. (Diese Bücher werden auf der Rückseite übrigens keinen Barcode mehr haben. Den Barcode fügt CreateSpace automatisch ein – für die Bücher, die Amazon druckt. Und da meine Bücher wohl zu 99,9 % niemals ein Buchladenregal sehen werden, spielt das Fehlen des Barcodes wohl keine große Rolle.)
Auch bei einem weiteren Punkt erlebte ich eine Enttäuschung, wenn auch keine große. Zu den einfachen, nicht kostenpflichtigen Vertriebskanälen gehört ein CreateSpace eStore, den man ganz einfach aufsetzen kann – der aber offensichtlich eher für den amerikanischen Vertrieb ausgelegt ist. Erkennbar ist dies an dem Preis in US-Dollar und der fehlenden Möglichkeit, auch in anderen Währungen zu bestellen. Und richtig: Der Einkaufskorb läuft auf createspace.com, also nicht im »normalen« Amazon-Umfeld. Aber gut …
Das ist, wie gesagt, nicht tragisch. Ich hatte zwar gehofft, auf diesem Weg (endlich) zu einem direkt bei Amazon laufenden Verlagsshop zu kommen (anstatt die Bücher mit einzelnen Links auf meiner Website verlinken zu müssen), aber gut. Es soll noch nicht so sein.
Ein kleiner Wermutstropfen ist vielleicht auch, dass die über CreateSpace produzierten Bücher nur noch bei Amazon zu bekommen sein werden, sofern ich nicht selbst für den übrigen Buchmarkt (beim Schaltungsdienst) herstellen lasse. Aber damit kann ich irgendwie leben. Denn im Falle von »Die Stille nach dem Ton …« (AndroSF 20) konnte ich selbst die Erfahrung machen, dass der Buchhandel gegenüber Direktbestellungen an den Verlag und über Amazon (hier: amazon.de, und: trotz 3 Euro Aufschlag für Versand und Verpackung im Amazon Marketplace) der deutlich schwächere Kanal zu sein scheint. Es wird sich zeigen, aber ich denke nicht, dass der Wegfall dieses Kanals zu großen Einbußen führen wird.
Raum machen: Don’t let me be misunderstood
Ja, das war einfach, aber doch nicht ganz fehlerfrei. Denn es gibt doch ein paar Unterschiede, an die man nach einigen Jahren Arbeit mit BoD nicht gleich denkt; oder eigentlich Flüchtigkeitsfehler, wenn man es genau nimmt:
Auf der Seite der »Title Information« gibt die Möglichkeit, das Buch einer Serie zuzuordnen: »Series Title« und »Volume« werden abgefragt. Die Informationen hinter dem »What’s this?« habe ich schlicht missverstanden und für das erste Buch bei CreateSpace wahrheitsgemäß – wie ich glaubte – »Außer der Reihe« und die Nummer 5 eingegeben.
Das war ein Fehler. Das Buch erschien bei amazon.de daraufhin mit dem Titel: »Doris Hauser: Geschichten: 5« und sah – wie auch die Autorin zu Recht bemerkte – damit aus, als wäre es Band 5 einer »Geschichten« genannten Serie, der »Doris Hauser« hieß.
Das Problem war schnell behoben: »Contact Support«, eine Mail geschrieben, die nicht innerhalb von (vorgewarnten) vierundzwanzig Stunden, sondern innerhalb von nicht mal drei Stunden nicht nur beantwortet, sondern durch Problembehebung auch erledigt war.
Ich war offiziell erfreut.
Der zweite Punkt war kein Fehler, eher eine Irritation. In den Beschreibungen verlangt CreateSpace den Umschlag, wie dies auch in Deutschland üblich ist, in Form einer Datei, einer Seite PDF, eines Bild, wie auch immer – jedenfalls sollen sich Front- und Backcover sowie Buchrücken (»spine«) auf einer Seite wiederfinden.
Wie BoD bietet auch CreateSpace an, das Cover online zu konfigurieren, und vermutlich kommt daher die (vermeintliche) Fehlermeldung, ich hätte nur das Frontcover hochgeladen und CreateSpace hätte ein weißes Backcover und einen weißen Buchrücken automatisch eingefügt.
In der Vorschau zeigte sich dann, dass alles seine Richtigkeit hatte – und nur die Fehlermeldung irreführend ist.
Ein letztes Problem entstand bei der Festlegung des Preises. CreateSpace geht von einem USD-Preis aus, der auch dann festzulegen ist, wenn man ein Buch gar nicht über amazon.com vermarkten wollte. Von diesem ausgehend kann man sich Preise in GBP und EUR vorschlagen lassen; man kann diese aber auch selbst festlegen.
Was bekannt sein muss, wenn man keinen Fehler machen möchte, das ist, dass Mehrwertsteuer offensichtlich eine europäische Erfindung ist. Denn die Amerikaner wie auch die Briten – die sich ja selbst eher ungern Europa zurechnen zu lassen scheinen – zahlen auf Bücher keine Mehrwertsteuer. Wir Deutschen aber sehr wohl (wenn auch nur 7 %).
Ausgehend von einem Buchpreis von EUR 3,90 (für Anna Veens Doris-Hauser-Geschichten) errechnete ich einen USD-Preis von USD 5,00 – und gab diesen im entsprechenden Feld ein. Die Briten werden GBP 3,30 für den Titel zahlen müssen, sofern sie ihn besprechen. Und die Deutschen eben die EUR 3,90.
Schon am nächsten Tag erschien das Buch bei amazon.de – jedoch mit einem Preis von EUR 4,18. Ich checkte meine Daten im »Dashboard« und fand die gewünschten EUR 3,90. Bis mir dann einfiel, woran es liegen könnte – und richtig: Inzwischen ist der Preis im Titelsetup auf EUR 3,64 eingestellt, und wird bei amazon.de nun richtig angezeigt.
Raum machen: Der Prozess
Zu den Vorbereitungen gehörte die Umstellung der Buchformate. Die bisherigen Standardformate (120 x 190 mm für alle Reihen außer »Außer der Reihe« [135 x 215 mm] und »ErlebnisWelten« [170 x 170 mm]) wären technisch immer noch machbar, sind jedoch aus Sicht von CreateSpace Sonderformate, die vermutlich ein wenig teurer als die (amerikanischen!) »Industry standards« ausfallen und möglicherweise irgendwann bei der Vermarktung über Amazon-Kanäle zu Problemen führen könnten. (So kann man schon heute solche Sonderformate über Amazon in den USA nicht in den regulären Buchhandel bringen.)
Die neuen Formate waren jedoch schnell gefunden: 5“ x 8“ (127 x 203,2 mm) für alle Reihen außer »ErlebnisWelten« (die kommen dann mit 8,25“ x 8,25“, also 209,55 x 209,55 mm).
Der Rest des ersten CreateSpace-Buches war Routine: Layout des Buchblocks, Layout des Umschlags, Testdrucke, Korrekturlesung der Druckfahne usw. usf.
Auch der weitere Ablauf entspricht im Grunde dem bei Books on Demand:
Einen CreateSpace-Account zu bekommen, ist nicht schwer – und geht schnell. Den ersten Titel kann man sofort starten. Es werden übliche Informationen zum Titel und zur ISBN (man kann eigene ISBN nutzen!) abgefragt, man lädt den Innenteil und das Cover hoch, man speist Informationstexte zum Inhalt und zum Autor ein – voilà!
Danach greift sich die Mannschaft von CreateSpace die Daten und verspricht einen »File Review« innerhalb von 24 Stunden. ›Am Wochenende auch?‹, überlegte ich. Ja, am Wochenende auch.
Mein erstes Buch war fehlerfrei, was die Druckvorlagen anging. Am Ende bestätigt man, dass das Buch so veröffentlicht werden soll, entscheidet, auf welchen Kanälen dies der Fall sein soll (Amazon.com, Amazon Europe [d. i. Amazon in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien], CreateSpace eStore) und legt die Preisgestaltung (in USD, GBP und EUR) fest – et voilà encore!
Wow. Das war jetzt einfach.
Raum machen: Das unbekannte Land
Books on Demand ist ein deutscher Anbieter mit einer deutschen Website, alles ist deutsch. CreateSpace ist ein amerikanischer Laden, ein amerikanischer Ableger von Amazon (und es dauert ein Weilchen, bis man als durchaus regelmäßiger amazon.de-Nutzer wirklich realisiert, dass amazon.de einfach nur ein Ableger ist, ein Zugeständnis dieser Amazon-Amis an den deutschen Markt, den Deutschen einen Shop zu bieten, in dem sie sich sprachlich daheim fühlen können).
Mein Englisch ist nicht bemerkenswert, aber es funktioniert. Ich kann mich verständlich machen und ich kann verstehen, was man mir sagt, was ich lese. Zur Not gibt es leo.org und den Google Translator.
Aber die Seiten von CreateSpace sind so schwierig gar nicht. Nicht, wenn man sich wirklich die Zeit nimmt, sich hineinzulesen. Man lernt viele neue Begriffe: »spine« (Buchrücken), »trim size« (das Endformat nach dem Beschnitt), »bleed« (Beschnittzone), »safe zone« (der Bereich, in dem sich alle Elemente der Seite befinden sollten, die nicht angeschnitten werden dürfen; das ist genau der Bereich, den BoD jahrelang verheimlichte); und auch den anfangs etwas ungewohnten Umgang mit Zoll- bzw. Inch-Maßangaben (1“ = 2,54 cm) lernt man schnell.
Am Ende stand als erste grundsätzliche Erkenntnis, dass Bücher in den USA letztlich genauso hergestellt werden wie in Deutschland. Nur eben in Englisch.
Raum machen: Go West!
Früher war Books on Demand. Die Gründe, warum ich mich von Books on Demand verabschiedet habe, habe ich hier schon beschrieben.
Einige Tage hat mich die Frage beschäftigt, wie ich weitermachen soll. Eine reine Zusammenarbeit mit einer Druckerei – wie dem derzeit favorisierten Schaltungsdienst Lange (www.sdl-online.de) – hätte neben der vollständig wegfallenden Vertriebsunterstützung (ich müsste alles selber machen!) noch einen weiteren gravierenden Nachteil: die Vorfinanzierung. Ein Grund, der mich seinerzeit dazu veranlasste, mit BoD zu arbeiten. Ein Grund, der auch heute noch seine Wirkung hat, denn als ehemaliger Privatinsolvenzler (mit einem garantiert miserablen SCHUFA-Scoring bis 31.12.2014) ist es schwierig, große Sprünge zu machen. (Ganz unabhängig von der Frage, ob ich mich für meine Verlegertätigkeiten überhaupt verschulden wollte. Was vermutlich nicht der Fall ist.)
Am Ende gab es eine Mail von einer (zukünftigen) Autorin (das Buch ist noch in der Pipeline), die selbst schon mit CreateSpace (www.createspace.com) gearbeitet hat und fand, dass das gut funktionierte. Sie beschrieb kurz, worum es ging, wie es gehen konnte, und –
Ich beschloss schließlich, es einfach auszuprobieren. Mit wenigstens einem Buch. Einfach so. Was konnte es schon schaden? Die wichtigen Exemplare konnte ich immer noch beim Schaltungsdienst drucken lassen, wenn es hart auf hart käme.
Und so war es ein kleines Büchlein von einer Deutschen, in der Schweiz lebend, von Heike Henzmann, die als Anna Veen sechzehn knuffige, ganz tolle, weil höchst amüsante Geschichten um »Doris Hauser«, ihren Hund, ihren Thomas und dessen Hund, und das ganze Umfeld geschrieben hatte, mit spitzer, versierter Feder, so war es also dieses Büchlein, das ich auserkor, den Anfang mit CreateSpace zu machen – und möglicherweise auch das Ende, wenn es nicht gehen sollte.
Was Planung so alles ausmacht
Im Augenblick fluppt es bei mir so richtig. Eine Woche mache ich Korrekturlesungen und Lektorate, die nächste Woche Layouts und Druckvorlagen, immer hübsch im Wechsel und immer hübsch auch durchsetzt von Emailbeantwortungsorgien.
Meine letzten Aktivitäten hatten alle mit einem Autor zu tun, der seine Episodenromane, wie es scheint, nur bei mir veröffentlicht: Axel Kruse. Er ist Steuerberater im Ruhrgebiet, leidenschaftlicher Schreiber von erzählender, klassischer Science Fiction ohne Schnickschnack und moderne Stilabtörner. In diesen Tagen bringe ich seinen dritten Episodenroman heraus, »Geschichten aus Joaquins Bar«, eine Mischung ziemlich skurriler SF-Geschichten, die aber diesmal nichts mit Weltraumimperien, fremden Welten und fremden Wesen zu tun haben, sondern eher bodenständig, eher erdverbunden ausgefallen sind. Nicht minder lesenswert, wie ich bei der Korrekturlesung fand. (Details zum Buch hier, Titelbild siehe unten.)
Gleichzeitig habe ich das Layout seines ersten Episodenromans, »Unter dem weiten Sternenzelt« umgebaut, da das ursprüngliche Outfit zu einem Umfang von 400 Seiten und damit zu einem recht hohen Preis führte; die neue Auflage hat ein Viertel weniger Umfang und einen um 6 Euro niedrigeren Preis. (Details zum Buch hier.) Und für diesen Episodenroman, wie auch für den zweiten, »ASTROMINC« (Details zum Buch hier) habe ich gleichzeitig die eBooks in Auftrag gegeben.
Tjaaa … der Kruse … Ich bin guter Dinge, ihn dieses Jahr auf dem DORT.Con endlich auch einmal persönlich zu treffen.
Sind deutsche SF-Fans peinlich?
Ja. Eindeutig.

