Widerstand zwecklos

Eigentlich ist meine Fantasy-Reihe bei p.machinery ja eher auf Märchen oder Märchenhaftes ausgelegt. Aber als ich den ersten Roman von Julia Beylouny bekam (»Weltenreise«, Band 1 des Zyklus‘ »Durch die Flut«, veröffentlicht als Band 8 meiner Fantasy-Reihe), da wurde ich dann doch weich. Und es war eh klar, dass Julias Folgebände auch bei mir herauskommen würden. Band 2 ist unter dem Titel »Das Flüstern der See« ja gerade als Fantasy 11 erschienen. Beide Bücher – wie wohl auch der dritte Band – dürften sich vorrangig an eine weibliche Zielgruppe wenden, in Julias Fall wohl ein wenig älter, ich würde schätzen 12–15, vielleicht auch 12–16.

Schon nach Julias erstem Band bekam ich das Manuskript »Ozeanaugen« von Sofie Capasso in die Finger, und mir war irgendwie klar: Wenn das kein Trend ist, ist es ein Trendchen, und wenn auch nicht das, dann passt das jedenfalls gut zusammen. Denn auch in Sofies Werk geht es um eine ozeanische Rasse, die zeitweise unter Menschen auf dem Land lebt und damit so das eine oder andere Problemchen entstehen lässt. Sofies Zielgruppe ist einen Tick jünger als die von Julias Büchern, aber nur einen Tick: 11–13, 11–14. Oder so. Und Mädchen. Natürlich.

Wobei in beiden Fällen nicht ausgeschlossen ist, dass auch männliche Lebewesen Gefallen an den Texten finden. Naja, mir ist es so gegangen, sonst hätte ich die Bücher nicht herausgebracht. Aber vielleicht bin ich ja auch nicht repräsentativ …

Ausschreibung HALLER 10: Verborgene Fantasien

Eine Info von meiner Lieblingsliteraturzeitschriftenherausgeberin Corinna Griesbach:

Das Thema der 10. Ausgabe der Literaturzeitschrift HALLER lautet: Verborgene Fantasien.
Mit Bildern von Hajo Latzel (www.atelier.hajo-latzel.de)

Fantasie ist unsere Fähigkeit, Dinge in der Vorstellung zu erschaffen, sich Unmögliches vorzustellen und zu erträumen.
In der Einbildung Ihrer Figuren geschehen Dinge, die nicht geschehen dürften? Sie träumen von Mord, Ruhm, der unerreichbaren Frau an der Bar gegenüber? Von grünen Männchen oder dem ewigen Leben? Ihre Protagonisten verlieren sich in Fantasien, flüchten hinein – und finden den Weg in die Realität nicht mehr? Sie liegen im Fieberwahn?
Wenn diese Fantasien nur im Verborgenen erlebt werden dürfen, die Wünsche Ihrer Figuren unerkannt bleiben müssen, weil sie so abseitig, hoffnungslos, absurd, böse, gottverlassen, mysteriös, rätselhaft und unergründlich sind, dann schicken Sie Ihren Text an:

info@literaturzeitschrift-haller.de

Bitte senden Sie bis Ende Februar 2014 in jeweils eigener Datei

  • Ihren Text
  • Ihre Vita mit Adresse
  • Ihr Foto (JPG)

Umfang: 1–20 Normseiten (oder nach Absprache). Dateiformat: DOC, DOCX. Formatierung: Times New Roman 12, keine Fettschrift, keine Unterstreichung, keine Sperrung, keine Zeilennummerierungen, keine Spalten-, Abschnitts-, Seitenwechsel.
Voraussichtlich erscheint HALLER 10 im Frühjahr 2014. Alle Autoren, deren Text in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht wird, erhalten ein Freiexemplar.

HALLER 10 »Verborgene Fantasien« wird bei einer Lesung in den Atelierräumen von Hajo Latzel in Aachen vorgestellt. Mit Ihrer Einsendung erklären Sie sich bereit, Ihre Texte bei der Lesung zu präsentieren bzw. ihre Texte zum Vortragen durch einen Vortragskünstler zur Verfügung zu stellen.
Auf der Homepage www.literaturzeitschrift-haller.de finden Sie Informationen zu unserer Literaturzeitschrift, den bereits erschienenen Ausgaben und einen kleinen Überblick zu unseren Veranstaltungen.

Das Ende einer Hoffnung

Ja, zugegeben, ich hatte die Hoffnung, mit CreateSpace einen Partner für meine Buchproduktion (unter dem Verlagsnamen p.machinery, wie ihr wisst) dahin gehend gefunden zu haben, meine Bücher effektiv und einfach über – wenigstens – Amazon vermarkten zu können.
Aber die Erkenntnis, so hart sie ist, ist genauso einfach: Es geht nicht.

Lies weiter … →

Ein hartes Stück Arbeit? Wirklich?

Nein, das war es eigentlich nicht. Nicht das Buch an sich. Aber der Weg dort hin. Ich will die Geschichte nicht noch einmal erzählen, aber sie hatte etwas mit dem vorherigen Buch der Reihe »ErlebnisWelten« zu tun (sprich: Band 6, Peter Kiefer, »TREIBGUT. Vom Verreisen«), das ich in meinem Verlag veröffentlichte, das dem Autor nicht wirklich gut gefiel – und mir eigentlich auch nicht. Die Druckerei konnte nichts dafür, eigentlich waren es Fehlentscheidungen meinerseits. Jedenfalls stand am Ende einer Reihe langer Überlegungen, die ich natürlich immer wieder mit der Arbeit an anderen Büchern unterbrach, eine Entscheidung, die möglicherweise nur meine Verlegerverluste erhöht.

Das Buch »TRINAKRIA. Aufzeichnungen von der Insel der Löwen« musste unter dem langen Entscheidungsfindungsprozess leiden. Matthias Falke hat dennoch Geduld bewiesen und wird hoffentlich noch vor Weihnachten mit seinen Exemplaren belohnt (die Druckerei ist dran). Das Buch ist sehr schön geworden, auf jeder zweiten Seite findet sich ein Farbfoto, seitenfüllend, das Papier ist wundervoll, und es ist ein Hardcover, etwas, das gut in der Hand liegen wird (ich selbst habe es auch noch nicht in der Hand, ich kenne nur das Buchblockpapier – 120 g/qm!), und ich freue mich sehr darauf.

Und ich weiß leider, dass es sich auch diesmal nicht sehr gut verkaufen wird. Es gibt Dinge, die man tun möchte, die man tun muss, auch wenn man dafür nicht entlohnt, nicht belohnt wird.

Details zum Buch: hier.

Durchgeknallt geht’s weiter

Thomas R. P. Mielke war es, glaube ich, der über »Die Stille nach dem Ton« (AndroSF 20, p.machinery, Murnau) schimpfte, weil ihm die Schrift zu klein und das Format (150 x 297 mm, das Hardcover noch einen Tick größer) zu durchgeknallt war. Möglicherweise war auch das einer der Auslöser, warum Ralf Boldt – einer der Herausgeber von AndroSF 20 und Herausgeber der weiteren Reihe) – und ich uns gedacht haben, dass wir das, was mit den Gewinnerkurzgeschichten des Deutschen Science-Fiction-Preises so schön funktioniert hat, auch mit den Gewinnerromanen fortsetzen könnten. Und auch wenn es natürlich keine Garantie gibt, dass wir bei den Romanen die Reihe wirklich jemals vollständig zusammen bekommen werden, ein Anfang ist gemacht:

Details zum Buch finden sich hier; es gibt ein Subskriptionsangebot: hier.

Die Reihe wird fortgesetzt: gleiche Formate, ggf. jeweils mit einer limitierten Hardcoverauflage, alle mit Titelbildern von Lothar Bauer, allesamt gedruckt vom Schaltungsdienst Lange (von denen auch AndroSF 20 schon in mehreren Auflagen in bewundernswert gleichbleibender Qualität geliefert wurde). Für zwei weitere Gewinnerromane (1985, »Die Kälte des Weltraums«, und 1991, »Zentrum der Milchstraße«, beide von Herbert W. Franke) liegen die Rechte in Form unterschriebener Verträge schon vor; sie erscheinen beide 2014.

Wen die Arbeitswut packt

Manch einer hält mich wohl für einen Workaholic, und ich denke manchmal, dass das vielleicht noch nicht reicht. Aber wie auch immer: In diesen Tagen erscheinen vier neue Bände der AndroSF-Reihe meines Verlages p.machinery (Details zu den Büchern findet man, wenn man auf das Titelbild klickt):

Angst vor NSA? Wozu?

Ich zweifle immer mehr daran, dass irgendjemand wirklich Angst vor NSA & Co. haben kann. Haben muss. Die Amerikaner sind nicht wirklich dumm, obwohl es oberflächlich betrachtet genau so aussehen muss. Das eigentliche Problem ist wohl eher, dass das amerikanische Weltbild so egozentriert ist, dass sie nicht mal ihren Schwanz (bzw. das weibliche Pendant) sehen können, weil es einfach zu weit von ihrer mentalen Mitte ist.

Lies weiter … →