Verhinderungen

Sollte sich jemand wundern – was mich vielleicht wundern sollte -, dass es hier in den vergangenen Tagen so ruhig war … Ich saufe. Wie ein Loch. Nein, keinen Alkohol. Arbeit. Ich habe eine ganze Reihe Beiträge für diesen Blog in der Pipeline, aber die brauchen noch ein wenig Zeit. Mehr, weil schneller, geht derzeit in diversen Foren (vor allem im SF-Netzwerk) und bei Facebook.

Schwere Brocken

Der Biber
(The Beaver, Jodie Foster, USA/UAE 2011)

Walter Black (Mel Gibson) ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und sich selbst verloren gegangen. Der letzte Ausweg aus einer tiefen Depression ist ihm eine Handpuppe, ein Biber, die er für seine Kommunikation mit der Welt verwendet. Diese Welt reagiert wie erwartet – von völliger Nichtakzeptanz seitens der Familie bis zu Unverständnis und dem Gesichtsausdruck, den jemand annimmt, wenn er glaubt, dass jemand anders einen Vogel hat. Und selbst Walter Black hat seine Schwierigkeiten mit diesem Biber, der immer mehr die Kontrolle auch über ihn selbst übernimmt.
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Wege in den dramatischen Abgrund

Larry Crowne
(Larry Crowne, Tom Hanks, USA 2011)

Larry Crowne (Tom Hanks) verliert seinen Job und weiß nicht recht, was er mit seiner Freizeit anfangen soll. Er beginnt bei einem lokalen College zu unterrichten und findet sich in einer bunten Gemeinschaft von Außenseitern wieder, zu der auch die Lehrerin Mercedes Tainot (Julia Roberts) gehört, in die er sich verliebt. Und als er eigentlich schon denkt, sein Leben sein letztlich ins Stocken geraten und zum Stillstand gekommen, stellt er fest, dass er gerade dabei ist, den eigentlichen Grund für sein Leben zu finden.
Nette Komödie mit Anspruch und Gefühl. Obwohl ich Julia Roberts nicht wirklich mag, hat sie mir hier vor allem im Stadium der Resignation und Miesepetrigkeit ihrer Figur sehr gut gefallen.

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Sehr unterschiedliche Gewichtungen

Source Code
(Source Code, Duncan Jones, USA/FR 2011)

Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) wacht in einem amerikanischen Vorortzug auf, obwohl er gerade eben noch in Afghanistan einen Hubschrauber geflogen ist. Die nächsten acht Minuten, die er erlebt, enden mit einem furiosen Bombenattentat, dem viele Menschen – ihn eingeschlossen – zum Opfer fallen.
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Lauter schöne englische Titel

The Way Back – Der lange Weg
(The Way Back, Peter Weir, USA/UAE/PL 2010)

Colin Farrell und Ed Harris sind die einzigen einigermaßen bekannten Namen in diesem Film von Peter Weir, dessen Name mir schon vorher hätte signalisieren können, was mich erwarten würde. Die Story von einigen grundverschiedenen Männern, die aus einem sibirischen Gefängnis fliehen und über viertausend Meilen (! – das sind weit über sechstausend Kilometer) zu Fuß bis nach Indien wandern, klang in der Beschreibung eher nach mehr Action denn nach so viel Nachdenklichkeit tarkowskijscher Prägung, wie ich hier vorfand. Aber das Stück ist durchaus ergreifend. Selbst der leicht Antipathien hervorrufende Colin Farrell spielte seine Rolle so ausgezeichnet, dass man über seine Arschlochfigur hinwegsehen konnte.
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Gangster auf der einen, Bullen auf der anderen Seite

Wall Street
(Wall Street, Oliver Stone, USA 1987)

Der Film von 1987 – mit Michael Douglas und Charlie Sheen – hat natürlich Ähnlichkeiten mit dem 2010er Streifen »Wall Street: Geld schläft nicht«, das liegt schon an der Thematik, aber das liegt auch am Fortsetzungscharakter des letztgenannten Films. Obwohl ich Shia LaBeouf gerne sehe, finde ich den älteren Film insgesamt spannender und runder – und interessanter, nach wie vor, was vielleicht auch mit daran liegen mag, dass die ganze Börsenthematik heutzutage schon dadurch ziemlich ausgelutscht ist, weil man sie ständig – im Radio, im Fernsehen, im Internet letztlich auch – um die Ohren geblasen bekommt. Auch fand ich die Schilderung der Auswirkungen des Treibens von Bankern und Finanzmanagern auf die »normale« Gesellschaft – hier repräsentiert durch Bud Fox’ (Charlie Sheen) Vater (gespielt von Martin Sheen – wie schön!) und seinen Arbeitgeber, eine Airline mit erkennbarem Bedarf, wieder auf die Beine gestellt zu werden – ausgeprägter und wichtiger, als das doch eher »klasseninterne« Problemgebäude des neueren Werkes.
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Ohne Rätsels Lösung

Rolf Meisinger
DES ZEICHNERS GEHEIMNIS
Ancient Mail Verlag Werner Betz, Groß-Gerau, April 2011 (2. Aufl.), Paperback, 278 Seiten, ISBN 978 3 935910 40 8

VORBEMERKUNG
Der Ancient Mail Verlag veröffentlicht keine Prosa, insofern muss dieses Buch als das gesehen werden, als das es dargereicht wird: eine Autobiografie. Auch, wenn einem das recht bald eher seltsam vorkommen mag.

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