Bin ich stolz? Ein Deutscher zu sein? Weil Deutschland die Fußballweltmeisterschaft 2014 gewonnen hat? Nein. Nicht mehr als sonst. Der Stolz, ein Deutscher zu sein, ist nicht nur ein Gefühl, das mir nicht wichtig ist; ich bin froh, ein lebender, gesunder Mensch zu sein, das ist mir wichtig. Aber zugegebenermaßen hat mir das Spiel gegen Brasilien gefallen, und auch der gestrige Radiogenuss des Endspiels war gut. Und ich freue mich für die deutsche Mannschaft und für die deutschen Fußballfans, dass es gelungen ist. Und das ist doch immerhin auch was, oder? :)
Archiv der Kategorie: Neuigkeiten
Zwischen Genua und Korsika, Mittelmeer, 01.06.
Irgendwann vor Wochen war ein Teil meines Navigationsequipments im Passat ausgefallen. Nicht komplett. Eigentlich funktionierte alles. Radio, Telefon, DVDplayer, alles. Außer, dass der Navi keine Satelliten mehr zu erkennen schien (GPSviewer: 0/0) und ständig neben der Spur lief. Der Kompass zeigte Richtung Nordost, wenn ich Richtung Süden fuhr. Und der Navi führte mich nirgendwo mehr hin. Routen einzugeben, ergab keinen Sinn mehr, weil ich zu den unsinnigsten Zeitpunkten zu Wendemanövern aufgefordert wurde, die nicht nur in der Realität nicht machbar gewesen wären, sondern auch nicht zum Bild auf der Navikarte passten. Eigentlich könnte das amüsant sein, wenn es nicht lästig wäre (denn eigentlich ist der Navi im VW-RNS 510 sehr gut).
Bemerkenswert immerhin ist, dass wir am 01.06., während das Auto körperlich in Schülp im Landkreis Dithmarschen stand, laut Navi im Mittelmeer ziemlich genau in der Mitte zwischen Genua und Korsika schwammen.
Heiliger Peter!, Sankt Peter-Ording, 01.06.
Erster Tag, erster Ort: Sankt Peter-Ording. Der Roman einer meiner Autorinnen spielt in Sankt Peter-Ording, leider, was die Ortsbeschreibungen angeht, so unspezifisch, dass ich so oder so nichts hätte wiedererkennen können. Aber gut.
Wir suchten uns einen Parkplatz im Ortsteil Dorf, was irgendwie nicht so ganz einfach schien, dann aber doch ging. Auf unserem Weg durch eine kleine, mit Touristeninteressen gewidmeten Läden lag zunächst ein Markt, den ich zunächst für einen dieser Grattlermärkte hielt, auf dem einem überteuertes Zeug, Messer, Billigschmuck, Gedöns, Touristenkram angeboten wird. Tatsächlich handelte es sich um einen kleinen Kunstmarkt. Nicht, dass mich irgendetwas wirklich glücklich gemacht hätte – außer vielleicht einer Currywurst -, aber immerhin gab es mal etwas anderes zu sehen als eben auf diesen Grattlermärkten.
Meer Wind!, Büsum, 31.05.
Es war klar, dass wir am allerersten Tag noch ans Meer fahren würden. Büsum liegt Schülp am nächsten, also ging es nach Büsum.
Völlig unvorbereitet landeten wir in einer Ecke von Büsum, die sich letztlich als zunächst wenig attraktiv erwies. Die Parkplatzsituation war eher prekär, aber zu bewältigen. Uns lag eine Deichbaustelle im Weg, noch frisch wie eine offene Wunde. Sand, teilweise festgefahren, Baumaschinen, Verbotsschilder – vor allem für Fußgänger. Und jede Menge Fußgänger auf der Baustelle.
Lies weiter … →
Fahrten, Murnau – Langenfeld – Schülp, 30./31.05.
Ich erinnerte mich noch an die Ostseetour 2011. Damals waren es so um die neunhundert Kilometer – und ich war am Ende, als wir ankamen.
Diesmal waren es fast elfhundert Kilometer, von Murnau nach Schülp. Und auf diese Strecke an einem Stück hatte ich überhaupt keine Lust.
Was bisher geschah, Murnau, vor dem 30.05.
Es ging um die Frage, wohin im Urlaub. Weil wir im Urlaub schauen wollten, wo wir eines Tages leben wollten. Eigentlich war das mal Malta, wenn es nach mir gegangen wäre. Aber nach mir ging es dann irgendwann nur noch insoweit, dass ich mir klarmachen musste, dass ich mit fortschreitendem Alter zunehmend Probleme mit großer Hitze bekam. Und der Hund – Kim – war schwarz; wenn man die im Januar bei -20 Grad in die Sonne stellte, dauerte es drei, höchstens vier Minuten, bis sie hechelte, als wären es 30 Grad im Schatten. (Und Naomi, die Neue, ist auch schwarz.)
Also woanders hin. Für den Urlaub. Und den Rest des Lebens.
Fischfutter für’n Urlaub
Marie Matisek
MUTTER BEI DIE FISCHE
Ein Küsten-Roman
Ullstein Buchverlage/List Verlag, Berlin, Mai 2014, Taschenbuch, 267 Seiten, ISBN 978 3 548 28632 7
VORBEMERKUNG
Das Buch kaufte ich im Urlaub in Schleswig-Holstein, als ich das einzige andere Werk, das ich mitgenommen hatte, ausgelesen hatte. Normalerweise lese ich im Urlaub wie ein Verrückter. Diesmal nicht. Warum auch immer. (Vermutungen lassen sich vielleicht anhand der Blogeinträge zum Urlaub anstellen. Vielleicht auch nicht.)

Phantom! – Der Opa!
V. K. Ludewig
OPER DER PHANTOME
Deutscher Taschenbuchverlag, München, 2013, Taschenbuch, 336 Seiten, ISBN 978 3 423 21469 8
VORBEMERKUNG
Zu diesem Buch gibt es einen Vorgänger, »Ashby House«. Ganz selten nur kam es mir so vor, als wäre die vorherige Lektüre desselben sinnvoll gewesen, aber wirklich gefehlt hat sie nicht.

In klassischem Gewande
Paul Alfred Müller
FALSCHE MESONEN
Zukunftsroman aus dem Nachlass
DvR Dieter von Reeken, Lüneburg, 2013, Broschur (großformatig), 158 Seiten, ISBN 978 3 940679 77 2
VORBEMERKUNG
Paul Alfred Müller dürfte inzwischen auch unter seinem bürgerlichen Namen bekannt sein. Freder van Holk und Lok Myler sind es gleichermaßen.
Die Rechte am Werk des 1970 verstorbenen Autors, der einen Großteil seines Lebens hier in Murnau zubrachte, liegen heute bei Heinz J. Galle, einem bekannten Sammler und Literaturkenner auf dem fantastischen Sektor. Er hat bei diesem Buch – wie auch bei anderen Werken Müllers, die bei DvR erschienen und erscheinen – als Herausgeber fungiert und das Buch mit einem der üblichen fundierten Nachworte geziert.
Der Roman selbst war bisher nie veröffentlicht worden.

Erster Streich nach dem Urlaub
ANDROMEDA NACHRICHTEN 246, SFCD E.V., Murnau, April 2014, 112 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu
Maison d’Ailleurs: Der Superheld als Kunstobjekt – Oki Stanwer, der Mythos – – Löcher im Bauch: Interviews – Edgar Güttke – Merlin Thomas – Erik Hauser – Achim Hildebrand – Nina Allan – Ralph Doege – Ulrike Jonack – Ralf Steinberg – Die Interviews führte Michael Schmidt – – Conventions – Jürgen Lautner: Sturm über Stade – Jürgen Lautner: Tinnitus coloniae – Jürgen Lautner: Science Fiction – gibt’s das noch? – – dsfp: Die Gewinner des DSFP 2014 – Karl E. Aulbach: Fantasy – Hermann Urbanek: LiteraTour – Jörg Krömer: Cinema – Gerd Frey: eGames – Ralf Boldt: Perry Rhodan – Robert Hector: Science – Armin Möhle & Co.: FanzineKurier – Michael Baumgartner & Co.: Reissswolf – – StoryFiles – Alexander Knörr: Zu spät! – – Das Titelbild stammt von Alexander Preuss.
Ich freue mich ganz besonders, dass Armin Möhle mit seinem »FanzineKurier« als erster Mitarbeiter des mit Ausgabe 300 eingestellten »Fandom Observer« zu uns »übergelaufen« ist! – Wir haben in den ANDROMEDA NACHRICHTEN Platz für jeden weiteren Mitarbeiter – ohne Zwang. Eine Mitgliedschaft im SFCD kann, muss aber nicht eingegangen werden!