Seewaldweg, so heißt der Weg am südlichen Ende des Staffelsees. Am Anfang noch asphaltiert, mit Grundstücken, besetzt von mehr oder minder luxuriösen Gebäuden, deren Inhaber mit Duldung oder gar Genehmigung der Behörden Seehausens – bekannt auch als das Testgelände für deutsche Verbotsschilderhersteller – sogar ihre Verbotsschilder noch in den See stecken durften. Damit Hunde dort nicht baden. Die Hygiene gewahrt wird. Freilich kontrolliert niemand aus der Obrigkeit, ob nicht die Menschen die Hygiene des Sees versauen.
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It’s time to get naked
Die meisten Menschen, die mich von Bildern im Internet her kennen, kennen mich vielleicht so:

Oder manchmal auch so, mit richtig viel Matte:
Freude im Wald
Uns armen Seelen in Oberbayern war ja diesen Sommer alles beschert, nur kein Sommer. Schöne Bescherung. Dennoch gab es einige Tage, an denen die Hunde froh waren, mittags auf einem schattigen Weg Gassi geführt zu werden.
Fahrradhelmophobiker, Karlsruhe, 17.06.
Heute hatte der Bundesgerichtshof entschieden, dass ein Radfahrer auch dann auf vollen Schadenersatz Anspruch hat, wenn er bei einem unverschuldeten Unfall keinen Helm trug. Fein. Juristisch ist das okay. Es gibt keine Helmpflicht in Deutschland.
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Das wurde auch Zeit!, die Treene bei Fresendelf, 16.06.
Jetzt fahre ich meinen VW Passat 3C 2.0 TDI Bluemotion schon fast zwei Jahre und habe noch nicht ein Foto davon geschossen. Das wurde auch Zeit. (Man sieht zwar den Insektendreck von den zurückliegenden fast dreitausendfünfhundert Kilometern – inklusive der Fahrt von Bayern her -, die wir schon rumgegurkt sind, aber dafür nicht die kleinen Dullen des Hagelschadens, die den Kaufpreis um glatt sechstausend Euro haben günstiger ausfallen lassen – und die man eh nur sieht, wenn man nicht im Auto sitzt.)
Sankt Olz
Bin ich stolz? Ein Deutscher zu sein? Weil Deutschland die Fußballweltmeisterschaft 2014 gewonnen hat? Nein. Nicht mehr als sonst. Der Stolz, ein Deutscher zu sein, ist nicht nur ein Gefühl, das mir nicht wichtig ist; ich bin froh, ein lebender, gesunder Mensch zu sein, das ist mir wichtig. Aber zugegebenermaßen hat mir das Spiel gegen Brasilien gefallen, und auch der gestrige Radiogenuss des Endspiels war gut. Und ich freue mich für die deutsche Mannschaft und für die deutschen Fußballfans, dass es gelungen ist. Und das ist doch immerhin auch was, oder? :)
Es hat sich nicht nur nichts geändert –
– es ist eher noch schlimmer geworden.
Der Urlaub ist vorbei, seit gestern Abend sind wir wieder daheim. Wenn man von den Wehen der Rückkehr so reden kann. Auto ausladen, Sachen schleppen, Taschen und Koffer auspacken, die Wohnung wieder auf Vordermann bringen, sich über nicht erbrachte Dienstleistungen um Hilfe Gebetener ärgern und dann die Lösung verarbeiten. Lauter so Dinge.
Ansonsten ist alles wie gehabt. Der erste Kollege kommt um halb sechs, Naomi schlägt zuverlässig an. Die geistesgestörten Raser – allen voran Lkws und Transporter – in der 60er Zone in Westried sind noch geistesgestörter geworden (ich bin ja kein Messgerät, obwohl ich wohl so langsam in die Richtung tendiere, aber der Dachser-Lkw heute hatte locker 95 km/h auf dem Tacho, die Drecksau). Und in der 30er Zone in Westried und Moosrain südlich der Bahnlinie wird nach wie vor auf die Geschwindigkeitsbegrenzung geschissen, heute Abend aktuell von Hamburger und Hannoveraner Vollpfosten. Und das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen duldet das nicht nur nach wie vor, vermutlich unterstützen die es auch noch – jedenfalls durch ihr Stillhalten und Nichtstun.
Und das Wetter. Es ist wie immer. Warm, schwül, windstill. Bayern ist ein Scheißland, um sich dort wohlzufühlen. Und das hat mit hiesiger Politik überhaupt nichts zu tun.
Es war schön, drei Wochen weg zu sein. Ganz woanders. Es hat die Hoffnung genährt, dass es in Deutschland zwar nirgendwo perfekt ist, aber irgendwo nicht ganz so schlecht wie hier. In dieser Gegend.
Wo endet Deutschlands Dummheit?
Wüsste ich es nicht besser, würde ich sagen: an der Grenze zu Österreich. Ich habe keine Beweise, bin aber sicher, dass das nicht stimmt. Nicht nur, aber auch, weil die Dummheit hinter der Grenze nur andere Landesfarben trägt.
Nachbemm, erkungen
Zum vorletzten Post zur Panzersperre wäre noch etwas zu erwähnen. Nämlich, dass ein vermutlich intelligenter Mitarbeiter von welcher für die Entscheidung auch immer zuständigen Institution – Landratsamt Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Murnau, Deutsche Bahn – die Drehkreuze entfernt und die Durchgänge auf beiden Seiten durch Metallstangen blockiert hätte. Vermutlich war allerdings die Frage, wem man die dann übrig bleibenden Drehkreuze wohin stecken sollte. Und an der Antwort auf diese Frage sind dann alle Beteiligten gescheitert.
Zum letzten Post zum Halteverbot wäre auch noch zu erwähnen, dass es vielleicht einfach hilfreich gewesen wäre, hätte man das eigentlich vom Halteverbot betroffene Wiesendreieck (15 bis 20 Meter lang, maximal 5 Meter tief [diese Werte sind geschätzt, aber bis vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen oder der Gemeinde Murnau jemand hingeschickt wird, um das nachzumessen, muss das reichen]) einfach in Parkplätze umgewidmet und mit wenig Aufwand umgebaut. Bislang standen dort nie mehr als drei, vier Autos; mit ein wenig Konstruktivismus könnte man dort einen Parkplatz für sechs bis acht Fahrzeuge machen – und könnte sich automatisch die anderen Halteverbotsschilder auf dem weiteren Verlauf der Moosrainer Straße den Hang hinunter sparen, wo vernünftige Menschen aufgrund eines Grabens eh nur dann parken, wenn sie mit einem Leopard II zuvor über den im vorletzten Post erwähnten Bahnübergang gekommen wären.
Mein Fazit für den Moment: Dummheit ist deutsch. Und ich habe zwar keine Beweise für das Ausmaß der deutschen Dummheit in Flensburg, aber ich gehe mal davon aus, dass Dummheit schwerer ist als Intelligenz, deshalb also auch nach unten, sprich: gen Süden sinkt.
Und mein Versprechen für den nächsten Moment: Das alles wird noch Gegenstand von Geschichten um den guten Herrn Hütter sein. Wahrlich.
Halteverbot für die Nervtöterbahn
Nicht wesentlich intelligenter als die Panzersperre in Westried – siehe vorherigen Post – ist das Halteverbot für die Bahnlinie.
Nun gut, das Halteverbot bezieht sich nicht auf die hier fahrende Bahn, die zwischen Oberammergau und Murnau weniger Passagiere befördert, als sie mit ihren neurotischen und nicht selten wohl eher paranoiden Fanfarensignalen die Menschen, alle Tiere, Pflanzen, Felsen, das Moos, die Berge, die Welt und das Universum – incl. der 42 – terrorisiert. Muss auch nicht sein – ein Durchfahrtverbot wäre viel hilfreicher.
