Die Panzersperre von Westried

Während ich in den letzten rund anderthalb Jahren darauf gewartet habe, dass das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen seine leeren Versprechungen mit Vakuum füllte, in der 60er Zone in Westried Geschwindigkeitsmessungen und andere Maßnahmen gegen Raser zu ergreifen (die entsprechenden Posts findet man im November 2012, hier), kam irgendjemand – ich vermute eine Kooperation zwischen Landratsamt* und Deutsche Bahn – auf diese geniale Idee:

Auf meine Anfrage, ob über diesen Übergang zukünftig nur noch die LKWs der Spedition Wixxwer, Rinderherden, Panzerbrigaden und tieffliegende Rettungshubschrauber auf dem Weg zum UKM** die Bahnlinie zwischen Oberammergau und Murnau überqueren dürften, habe ich erwartungsgemäß keine Antwort erhalten.

* Das Landratsamt ist in Bayern nicht das Amt des Landrats, sondern das Amt, auf dem man als Bürger seinen mehr oder minder gewinnträchtigen Tipp abgeben kann, in welchem Land die Ar***löcher, die den eigenen Landkreis terrorisieren, eigentlich arbeiten sollten. (Wenn man das überhaupt Arbeit nennen kann, was die tun. Oder auch nicht tun.)
** Vulgo: Unfallkrankenhaus Murnau.

Wortgewalt, möglicherweise cholerisch

Jochen Malmsheimer. Dass er am 05.02. im Murnauer Kultur- und Tagungszentrum (kurz KTM) spielen würde, bekam ich nur durch Zufall mit, weil ich ausnahmsweise mal das Murnauer Regierungsorgan … äh, Gemeindekäseblatt durchblätterte. Die Entscheidung war schnell gefallen. Ich kannte Malmsheimer vor allem aus der Priolschen Reihe »Neues aus der Anstalt«, wo er die Figur des Hausmeisters ausfüllte. Und ich mochte ihn vom ersten Halbsatz an, den ich vernahm.


(Fotoquelle: www.jochenmalmsheimer.de/fuer-der-presse.html, Motiv: Malmsheimer schaut aus Hemd; ein Copyright ist nicht angegeben)

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Tarkovskij im Kopf

In der Nähe von Ohlstadt, da, wo die Bundesstraße 2 die Autobahn 95 kreuzt, gibt es einen Parkplatz und direkt daneben eine Abzweigung. Die Straße führt an einem Wohnhaus vorbei, zu einem Bauernhof mit Pferden und Kühen, und dann über eine Brücke über die A95. Fährt man trotz des Durchfahrtverbotes – außer für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr – noch ein Stück, kommt man zum Flugplatz, einer einfachen Betonpiste für Segelflieger und vielleicht auch Motorflieger.
Der Asphalt führt weiter ins Murnauer Moos hinein, immer weiter, meist asphaltiert, manchmal auch nur geschottert, aber bis auf eine kleine schmale Brücke zwischendrin immer in Fahrzeugbreite.
Dort gehe ich gerne mit unserem Hund, wenn das Wetter eher herbstlich ist.

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Herr Hütter und die Staatsstraße

Herr Hütter war alles, nur kein politisch aktiver Mensch. Politik interessierte ihn nicht. Ihn interessierte nicht einmal, ob Politiker korrupt waren, ob er von der Politik ausgenutzt wurde. Es interessierte ihn nicht. Politiker waren keine Menschen. Herrn Hütter interessierten ja nicht einmal Menschen, die nachweisen konnte, welche zu sein.
Es gab Dinge, die beurteilte Herr Hütter ganz gefühlsmäßig. Einfach so.

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Cool im Frühjahr

In der Sache der Geschwindigkeitsübertretungen in der Murnau-Westrieder 60er-Zone (siehe hier, hier und hier) hat es heute einen Email-Zwischenbescheid gegeben. Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen hat mitgeteilt, dass man die von mir geschilderte Situation im Frühjahr 2013 mittels Geschwindigkeitsmessungen überprüfen wird.

Cool. Oder?

Hauptsache, es zuckt was

Das Murnauer Tagblatt ist eine Regionalzeitung des Münchner Merkur. Gestern abend erschien der angekündigte Artikel zum Thema der Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Westrieder 60er Zone (siehe auch hier) online beim Merkur: hier – und heute morgen war der Artikel im Murnauer Tagblatt im Print.

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