Offener Brief an den Landrat Anton Speer, den Landrat des Landkreises Garmisch-Partenkirchen

Sehr geehrter Herr Landrat Anton Speer,

wann nehmen Sie nun endlich Ihre Arbeit auf? Wann hören Sie auf, sich auf Ihren Steuereinnahmen in Ihrem Bürosessel und Ihrem Dienstfahrzeug auszuruhen? Wann endlich tun Sie etwas für die Wähler, die Ihnen zu Ihrem Posten verholfen haben? Oder anders ausgedrückt: Wann hören Sie auf, sich zu benehmen, als seien Sie ein Politiker mit dem falschen Parteibutton auf der Brust?

Warum man nicht immer auf seine Frau hören sollte

Unsere Hunde sind nicht ganz gesund. Kim hat eine offensichtlich chronische Entzündung der Vagina. Ist in Behandlung. Nach ein büschen Antibiotika nun homöopathisch. Sieht auch eigentlich ganz gut aus. Naomi hat Giardien. Und Kim vermutlich auch. Seit gestern gibt es dagegen Medizin. Laut Anweisung der holden Gattin:

Nach dem Essen zwei Tabletten (länglich; es ist schon nicht klar, was mit »zwei Tabletten« gemeint ist, weil eine Tablette keine Tablette ist, sondern ein zweigeteiltes Dragee), zerstoßen, dazu ein wenig Pulver von irgendwelchen Dummstippenmuscheln (oder Dünnlippenschnuffeln, ich habe keine Ahnung, steht nicht auf dem Gefäß; aber die Hunde rasten bei dem stinkenden Zeug völlig aus), und oben drauf Leinöl, das Ganze ein büschen mischen und dann aufschlabbern lassen.

Bei Naomi – null problemo. Kim sitzt daneben und sabbert sich einen (ihren Gesichtsausdruck kann man nicht beschreiben). Ich hab Kim dann einfach die beiden Tabletten gegeben, ohne Gedöns. Chrapp, chrapp, weg waren sie. (Sie hat Leinöl und Muschelmuschel separat hintendrauf bekommen.)

Wenn im menschlichen Leben nur alles so einfach wäre. Grins.

Es hat sich nicht nur nichts geändert –

– es ist eher noch schlimmer geworden.

Der Urlaub ist vorbei, seit gestern Abend sind wir wieder daheim. Wenn man von den Wehen der Rückkehr so reden kann. Auto ausladen, Sachen schleppen, Taschen und Koffer auspacken, die Wohnung wieder auf Vordermann bringen, sich über nicht erbrachte Dienstleistungen um Hilfe Gebetener ärgern und dann die Lösung verarbeiten. Lauter so Dinge.

Ansonsten ist alles wie gehabt. Der erste Kollege kommt um halb sechs, Naomi schlägt zuverlässig an. Die geistesgestörten Raser – allen voran Lkws und Transporter – in der 60er Zone in Westried sind noch geistesgestörter geworden (ich bin ja kein Messgerät, obwohl ich wohl so langsam in die Richtung tendiere, aber der Dachser-Lkw heute hatte locker 95 km/h auf dem Tacho, die Drecksau). Und in der 30er Zone in Westried und Moosrain südlich der Bahnlinie wird nach wie vor auf die Geschwindigkeitsbegrenzung geschissen, heute Abend aktuell von Hamburger und Hannoveraner Vollpfosten. Und das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen duldet das nicht nur nach wie vor, vermutlich unterstützen die es auch noch – jedenfalls durch ihr Stillhalten und Nichtstun.

Und das Wetter. Es ist wie immer. Warm, schwül, windstill. Bayern ist ein Scheißland, um sich dort wohlzufühlen. Und das hat mit hiesiger Politik überhaupt nichts zu tun.

Es war schön, drei Wochen weg zu sein. Ganz woanders. Es hat die Hoffnung genährt, dass es in Deutschland zwar nirgendwo perfekt ist, aber irgendwo nicht ganz so schlecht wie hier. In dieser Gegend.

Danke, Freund

Heute vor einem Monat hatte ich Geburtstag. Den 55sten. Nein, nein, das ist keine Suchanzeige nach Nachträglichglückwünschen. Aber ich habe lange, und wenn man es genau nimmt, eigentlich noch nie eine Geburtstagskarte bekommen, die mich so ergriffen hat:

Und dann der Satz innen drin, handgeschrieben: »Altes Haus. Wenn es dich nicht gäbe, dann wäre mein Leben ärmer.« – Danke, Freund.

Hundegeheimnisse

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Ich bin Hundefan. Liebhaber. Leidenschaftler. Ich mag die Viecher. Alle. Auch die, die ich vielleicht nicht gleich mögen sollte. Weil sie doofe Herrschaften haben. Schlecht erzogen sind. Weil sie vielleicht einem kruden Schönheitsideal entsprechen. Egal. Sie sind alle Hunde. Sie sind alle knuffig. Liebenswert. Wundervolle Geschöpfe. Wie die hier:

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Halteverbot für die Nervtöterbahn

Nicht wesentlich intelligenter als die Panzersperre in Westried – siehe vorherigen Post – ist das Halteverbot für die Bahnlinie.

Nun gut, das Halteverbot bezieht sich nicht auf die hier fahrende Bahn, die zwischen Oberammergau und Murnau weniger Passagiere befördert, als sie mit ihren neurotischen und nicht selten wohl eher paranoiden Fanfarensignalen die Menschen, alle Tiere, Pflanzen, Felsen, das Moos, die Berge, die Welt und das Universum – incl. der 42 – terrorisiert. Muss auch nicht sein – ein Durchfahrtverbot wäre viel hilfreicher.

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