Dabei fahre ich inzwischen wie auf rohen Eiern. Nein, nicht wie mit rohen Eiern, als Ladung zum Beispiel. Sondern so, als wären die Räder meines Passats rohe Eier. Vorsichtig anfahren, vorausschauend fahren, großen Abstand halten, vorsichtig bremsen, keine scharfen Kurven zu schnell fahren, insgesamt nicht zu schnell fahren. Wie auf Eiern eben.
Und trotzdem spuckt sie manchmal, vor allem, wenn sie vor einer Fahrt etwas zu sich genommen hat. Und vor allem, wenn die Fahrt eine halbe Stunde und länger dauert. Und vor allem, wenn die Fahrstrecke dann doch eine Reihe von Kurven aufzuweisen hat, was nicht nur in Bayern, sondern letztlich auch in Schleswig-Holstein unausweichlich der Fall ist.
Und wenn sie nicht spuckt, dann hechelt sie. Und sabbert. Aber richtig. Das Handtuch, das bei ihr liegt, ist richtig nass. Nicht feucht. Nass.
Und sie sieht unglücklich aus. Und man merkt ihr an, dass sie sich ungern in den Wagen heben lässt. (Während Kim am liebsten vor Öffnen der Heckklappe durch die Gummidichtung ins Wagenheck diffundieren würde, ist es uns bislang nicht gelungen, Naomi dazu zu bewegen, aus eigener Kraft in den Wagen zu klettern oder gar zu springen.)
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Schweizer Vorlieben
Eigentlich habe ich ja zur Schweiz und ihren Bürgern ein eher zwiespältiges Verhältnis. Mit ihrem Anti-EU-Gehabe, ihrer beinahe schon übertriebenen Neutralität allem und jedem gegenüber und ihrer bald schon Außenseiterrolle in Europa wirken sie auf mich ein wenig wie Aliens. – Aber ich habe gute Erfahrungen mit Schweizer Autorinnen gemacht: Heike Henzmann aka Anna Veen ist einfach wundervoll, wenn man als Verlegerlein mit einer Autorin zusammenarbeiten soll, und auch wenn Judith Faller nicht ganz so einfach zu handhaben war – gnichel –, ihr Büchlein »Nachtgedanken«, das nun als Band 11 der Reihe »Außer der Reihe« meines Verlages p.machinery erscheinen wird, hat für alle kleinen Haken und Ösen, die es auf dem Weg zum Buch gab, voll und ganz entschädigt. Und – Judith hat mit Kerstin Broska eine Fotografin und Bildbearbeiterin gefunden, die die ursprüngliche, allerdings urheberrechtlich problematische Bildidee wunderbar neu umgesetzt und realisiert hat. Um es auf Bayerisch zu formulieren: I gfrei mi goar sakrisch!
Details zum Buch findet ihr hier.

Du hast doch Urlaub, Schülp, 04.06.
»Soll ich mit den Hunden rausgehen?«, krächzte meine erkältete Gattin am Morgen. Ich verstand: »Wirst du mit den Hunden rausgehen?«
»Sicher«, sagte ich brav.
»Wieso ist das sicher?«, krächzte sie zurück.
Ich überlegte einen Augenblick. Dann: »Ich verstehe die Frage nicht.«
»Ich fragte, ob ich mit den Hunden rausgehen soll.«
Ach so, dachte ich.
Gummigeruch. Warum Auslüften kein Allheilmittel ist, Schülp, 03.06.
Naomi mag Autofahren nicht. Noch nicht. Hoffentlich nur »noch nicht«. Anfangs hat sie gespuckt, inzwischen sabbert sie nur noch. Aber das Tuch unter ihr ist immer feucht, wenn wir irgendwo angekommen sind. Sie bekommt drei Mal täglich Cocculus-Globuli, was Homöopathisches, das offensichtlich gegen die Spuckerei wirkt. Insofern will ich nicht lästern. Aber wir haben inzwischen Zewa hinten im Auto, und das Handtuch, auf dem Naomi in ihrer Box liegt, muss dann schon einigermaßen regelmäßig gewechselt werden. Was ja auch kein Problem ist –
Und wieder einmal ein Buch
In meinem Verlag p.machinery gibt es auch sogenannte Imprints. Ableger. Zwei davon sind inzwischen aktiv: die Zusammenarbeit mit Michael Weisser unter dem Titel »Die QR-Edition« sowie Sven Klöppings »sternwerk«. Klöpping will sich in seiner Edition vor allem auf E-Books spezialisieren und hat mit den sogenannten »9-Cent-Storys« auch schon vorgelegt, aber auch bei »sternwerk« wird es Printtitel geben.
Den ersten – die Geschichtensammlung »Der Durst der Stadt« mit Geschichten von Norbert Stöbe – habe ich inzwischen beim Schaltungsdienst Lange zum Druck ebenso platziert wie heute bei CreateSpace, um die Verfügbarkeit bei Amazon zu gewährleisten:
Norbert Stöbe
DER DURST DER STADT
sternwerk 1
Sven Klöppings sternwerk @ p.machinery, Murnau, Juli 2014, 296 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978 3 95765 000 9 – EUR 11,90 (DE)
als eBook: in Vorbereitung

Zehn SF-Storys von Norbert Stöbe – zehn gute Gründe, dieses Buch zu lesen. Mit den Gewinnerstorys »Der Durst der Stadt« (KLP 1995) und »Zehn Punkte« (DSFP 1992). Stöbe beschreibt in seinen Geschichten Skurriles, Phantastisches und entrückt das Alltägliche dabei stets der Ultima Ratio.
Details auch hier.
Das deutsche SF-Fandom präsentiert sich in London und Dublin
ANDROMEDA SF MAGAZIN 152: Science Fiction in Germany
Spezialausgabe zum LonCon 2014 über die SF-Szene in Deutschland
SFCD e.V., Murnau, Juli 2014, 64 Seiten DIN A5, ISSN 0934-330X
EUR 5,90 incl. Versand (für SFCD-Mitglieder und Besucher des
LonCon 2014 sowie Shamrokon 2014 kostenlos)
Vom Fahren auf schleswig-holsteinischen Straßen, zwischen Schülp und Brunsbüttel, 03.06.
Ich mochte das Fahren auf norddeutschen Straßen schon, als ich zwischen 1978 und 1980 im Landkreis Rotenburg/Wümme beim Bund war. Da freilich erst ab 1979, nach der erfolgreichen Fahrprüfung. Und später immer wieder, wenn ich dort oben war. So zum Beispiel 2006 während meines zweiwöchigen Urlaubs in Mecklenburg-Vorpommern (zu dem es irgendwann vielleicht doch noch ein Reisetagebuch geben wird).
Und auch hier, in Schleswig-Holstein, ist das Fahren auf deutschen Straßen ein ganz anderes.
Abgehakt, Brunsbüttel, 03.06.
Brunsbüttel kann von sich nicht das Gleiche behaupten wie Meldorf. Keine Position auf der Positivliste. Abgehakt.
Domzentriert, Meldorf, 03.06.
Meldorf konnte gefallen. Im Zentrum ein hübscher Ort mit einer großen, als »Dithmarscher Dom« bezeichneten Basilika – die leider teilweise in Renovierung befindlich war, durchgeführt von völlig unkirchlich lärmenden Handwerkern und zwei bis drei Ökotussis, wie es den Anschein hatte -, einem ebenso großen Marktplatz – leider auch hier wieder vorrangig als Parkplatz genutzt – und einem durchaus ansehnlichen »Hinterland« mit hübschen, kleinen Häusern, manche alt, manche nicht so alt, in typischer Klinkerbauweise, hübsch eben.
Am Anfang war ich gar nicht so angetan, was aber nicht am Ort, sondern eher an meiner Gattin lag. Aber das ist ein anderes Thema.
Schlussendlich blieb ein positiver Eindruck. Den auch die jammernden Hunde in der kleinen Mineralienausstellung im Keller eines Juweliers nicht schmälern konnten. Meldorf kommt jedenfalls mal mit auf die Positivliste.
Hier durften Hunde natürlich nicht rein …
Jäger jagen, Katinger Watt, 01.06.
Als wir am Rand des Katinger Watts noch einen Spaziergang einlegten, kamen wir an einigen Häusern vorbei, darunter das Wirtshaus von Andresen, das sogar in einem Reiseführer erwähnt wird (und das laut diesem im Winter gemütlicher sein soll als im Sommer). An einem dieser Häuser fand sich in einem Kasten ein Flugblatt mit dem Titel »Was sie über Jagd und Jäger wissen sollten …«. Meine Gattin nahm es mit.
Ich las es erst später. Es ging um Hunde und Katzen, die von Jägern erschossen werden, darum, dass der Haustierabschuss in Deutschland legal ist, um die Jagd mit Totschlagfallen, um Drück- und Treibjagden und die daraus resultierenden Wildunfälle und das Leid der Tiere, um Jagdreisen allgemein – auch und gerade nach Afrika -, und um den Jagdtourismus nach Deutschland aus dem umliegenden Ausland, und auf der letzten Seite um noch einige Fakten mehr.