Diesmal am Freitag: VDS-Infobrief vom 06.05.2022

Der neue VDS-Infobrief kam diesmal schon am Freitag. Mit diesem Inhalt:

1. Presseschau
• Bindestrich oder nicht Bindestrich
• Passiv-aggressive Phrasen
• Sprachwandel in Mustern
2. Gendersprache
• Kaskaden von Irrungen
• Umfrage zum Gendern und zu Anglizismen
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• Millionär
4. Kultur
• Familiennamen
• Fest der Sprache
• Nordeuropäische Rhetorik-Meisterschaft in Lübeck
5. Berichte
• Offener Brief an Mönchengladbachs Oberbürgermeister
6. Denglisch
• Anne Vogds Gedanken
• Zwei Sprachen, zwei Farben
7. Soziale Medien
• Pronomen-Frage
8. Termine

Science-Fiction mit Thrill

Die Geschichte beginnt mit einer beinahe klassischen Szene: Ein Arzt tötet mehrere Menschen, während er die Veränderungen ihres Gewichts durch den Tod aufzeichnet. Prompt denken wir an die Geschichte mit dem Gewicht der menschlichen Seele – und sind schon auf einem Irrweg. Denn dem Arzt – der sich dann selbst tötet – geht es um etwas ganz anderes.
Um was genau, das erfährt der Leser in einem spannenden und ordentlich mit wissenschaftlichen Fragen und Geheimnissen gewürzten Thriller. Das Buch ist endlich einmal wieder ein ordentliches Stück Science-Fiction, wie man es erwartet: viel Science, ordentliche Fiction, eine spannende Handlung und eine angemessene Auflösung des Ganzen.

Als Verleger muss ich ja auch Spaß an der Arbeit haben. Und abgesehen von der Produktion der Druckdaten – die mir eigentlich immer Spaß macht -, habe ich auch mit diesem Buch meinen Spaß gehabt. Während ich mehr und mehr auch Werke anderer Genres lese – schon aus beruflichen Gründen –, hat mich dieser Roman wieder einmal zu meiner alten Leidenschaft, der Science-Fiction zurückgeführt.

Müller, Ron, DAS ZWILLINGSPARADOXON

Und diesmal rechtzeitig: VDS-Infobrief vom 30.04.2022

Und diesmal rechtzeitig: der VDS-Infobrief vom 30.04.2022. Man findet ihn hier – mit diesem Inhalt:

1. Presseschau
• Algorithmen erkennen Hassrede
• Schwimmen und Sprache
• Sprachschüler meiden Russisch
• Zuhören kommt gut an
2. Gendersprache
• Wie alt ist das generische Maskulinum?
• Gegenderte Jünger
3. Kultur
• Krieg beschädigt Sprache
• Beim Deudaades!
4. Berichte
• Keineswegs inklusiv
5. Denglisch
• Über den Wolken
6. Soziale Medien
• Wieviel verdient eigentlich ein Zimmer?
7. Kommentar
8. Termine

Wundervoll ausführlich

Yvonne Tunnat nennt sich Rezensionsnerdista und absolviert ein Lesepensum, bei dem ich blass werde. Und ich lese auch nicht wenig.
Gleichzeitig schreibt sie Rezensionen, die sich nicht auf wenige Sätze und die Wiedergabe des Klappentextes beschränken — ganz im Gegenteil. Ihre Besprechungen sind tief gehend und ausführlich, sie sind allein ein echtes Lesevergnügen. Und sie tun jedem besprochenen Buch wirklich gut.
Erwischt hat es zuletzt Bernhard Kempens »AURA«, den dritten Band der auf dem textilfreien Planeten Arkadia spielenden Reihe um Adrian und Greedy. Die Rezension sollte man sich wirklich gönnen — wie auch das Buch.

Kempen, Bernhard, AURA

Nichts geht verloren: VDS-Infobrief vom 25.04.2022

Nichts geht verloren, auch nicht mit Verspätung: der VDS-Infobrief vom 25.04.2022. Hier nachzulesen. Mit diesem Inhalt:

1. Presseschau
• Algeriens Abkehr vom Französischen
• Sprachliche Niederschläge
• Betonung und Bedeutung
2. Gendersprache
• Gendern an Schweizer Hochschulen in der Kritik
• Alicia Joe bleibt gender-skeptisch
• Gendern in Stellenanzeigen
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• Meister statt Master?
4. Kultur
• Taylor Swift auf Latein
• Falsche Fährten
5. Berichte
• Hamburger Plattdeutsch-Tag wieder aufgelegt
• Tag des Buches und des Urheberrechts
• IFB-Verlag im Netz
6. Denglisch
• Hubs in Hamburg
7. Termine

Das Kalenderblatt für Mai

Gerd Frey hat für 2022 einen Kalender geschaffen, mit einer Auswahl der in den letzten zwanzig (!) Jahren entstandenen Illustrationen und Titelbildern verschiedener Publikationen, darunter EXODUS und NOVA. Der Kalender für 2022 wird in DIN A3 (EUR 25,- incl. Versand) und DIN A4 (EUR 15,- incl. Versand) geliefert – solange der Vorrat reicht; die Preise sind Selbstkostenpreise. Bestellen kann man den Kalender bei G.R.I.M.M. ScanPlot & DigiDruck, am besten per E-Mail an gf@grimm-repro.de.

Ich habe vom Künstler die Erlaubnis, das Kalenderblatt für den nächsten Monat zum Download anzubieten. Einfach auf das Kalenderblatt klicken und die angezeigte Grafik im A3-Format abspeichern.

https://www.pmachinery.de/?s=Frey%2C+Gerd

Keine Frage

Texte von Gabriele Behrend zu veröffentlichen, ist für mich keine Frage mehr. Die Frage ist nur, wann der nächste Text kommt, wann ich ihr nächstes Buch machen kann. Eine andere Frage ist, in welcher Reihe das nächste Buch erscheint; während die beiden Sammlungen »die Liebesmaschine« und »Humanoid 2.0« 2021 in der Reihe »AndroSF« erschienen und dort bestens platziert sind, habe ich für den neuen Roman »Das Dorf am Grunde des Sees« ein weiteres Mal – nach »Salzgras & Lavendel« – entschieden, die Reihe »Außer der Reihe« zu bemühen. Bei dem 2020er-Roman »Salzgras & Lavendel« war das eine gute Entscheidung, und vielleicht bewährt sich das auch beim »Seedorf« (so der Kurzarbeitstitel des neuen Buches).
Die neue Geschichte jedenfalls ist schlicht zauberhaft. Ein wundervoll be- und umschriebener Mikrokosmos eines Dorfes am Seegrund, das durch eine Blase davor geschützt wird, abzusaufen. Und wie in jedem Mikrokosmos gibt es nicht nur im umgebenden Wasser Störmungen …
Ich weiß, dass die Werbung eines Verlegers für sein Buch nichts wert ist, weil jedermann denkt, dass ein Verleger sein Produkt nicht schlechtreden würde. Das ist vermutlich auch so – und im Falle von Gabriele Behrends neuem Werk ist das Schlechtreden nicht nur nicht nötig, sondern wäre auch grob gelogen!

Behrend, Gabriele, Das Dorf am Grunde des Sees

Debütant mit Hintergrund

Adrian Urban durfte ich seinerzeit in Murnau noch persönlich kennenlernen, woran man ablesen kann, wie lange die ersten Manuskripte schon hier liegen. »Die Killer-App« ist Band 1 einer Reihe um die Hauptfigur Ram Collins, die im Premierenband in Großbritannien nach einer dubiosen, nach einer Phantomfirma suchen muss, um eine App loszuwerden, die er sich – leichtsinnigerweise – auf seinem implantierten Cyberport – moderner Nachfolge eines Smartphones, kann man sagen – installiert hat und die ihm dann doch nicht so gut gefällt. Eine Deinstallationsroutine indes gibt es nicht, also kann nur der Hersteller helfen …
Adrian Urban ist hauptberuflich Psychotherapeut und als Autor nicht unerfahren, denn er hat zahlreiche Sachbücher zu einschlägigen Themen mit populärwissenschaftlichem Œuvre geschrieben, wie man leicht nicht nur bei Amazon herausfinden kann.
Die abenteuerlichen Geschichten von Ram Collins gehen jedenfalls weiter – nach »Die Killer-App« liegen bereits vier weitere Manuskripte vor.

Urban, Adrian, DIE KILLER-APP. Ram Collins 1