Geplant war das nicht

Jedenfalls nicht von Anfang an.

Im Februar 2018 erschien mit »99NOTES« die erste Sammlung verstreut veröffentlichter Texte des Autors Dirk C. Fleck, wobei schon damals in erster Linie Texte aus dem Internet zwischen die Buchdeckel gesteckt wurden. Damals war zwar klar, dass der preisgekrönte Schreiber nicht aufhören würde, zu schreiben — aber über eine weitere Sammlung solcher Texte haben wir damals noch nicht nachgedacht.

Die neue Sammlung »THE NOTES 66« kam ein wenig chaotisch zustande. Dirk Fleck hat mehrfach Texte ausgetauscht, Reihenfolgen neu festgelegt, auch mal einen Text komplett verworfen. Ein ganz normaler Ablauf, wenn man es genau nimmt — aber für jemanden wie mich, der das Buch dann zusammenbauen darf, schon spannend. Kann man sagen. — Und eigentlich hatte ich ein ganz anderes Titelbild im Auge. Ich hatte überlegt, das Logo der US-amerikanischen »Route 66« herzunehmen und abzuwandeln, aber das scheiterte letztlich schon daran, dass sich in den einschlägigen Fotopools im Internet kein vernünftiges Ausgangsmotiv fand. — Und Dirk Fleck hatte sich für den Nachfolger ein Bild gewünscht, wo das Meer nicht wie auf dem Titel von »99NOTES« hübsch ruhig und flach aussieht, sondern wild und aufgewühlt. Et voilà:

Fleck, Dirk C., THE NOTES 66

Wir schreiben den 23.10.2022, der neue VDS-Infobrief ist da

Komplett: hier.

1. Presseschau
• Rechtschreibung weiterhin schlecht
• Muttersprache statt Elternsprache
• Kompromiss beim Sprach-Kita-Programm
• Fälschende Sprache
• Körpersprache lügt nicht
2. Gendersprache
• Juli Zeh findet Gender-Regeln übergriffig
• Uwe Tellkamp gegen das Gendern
• Gendern in Prüfungen nicht bestrafen
3. Kultur
• Deutscher Buchpreis für Kim de l’Horizon
• Woke tötet Kultur
• Mundart in der Kirche
4. Berichte
• Neue Wettbewerbe
5. Denglisch
• Denglisch und Tschörmen
6. Soziale Medien
• Sehr geehrter Penis!
7. Kommentar
8. Termine

Wer sie Pseudolinke nennt

Letztens schrieb ich in diesem Blog von Pseudolinken. Hier. Das hatte zur Folge, dass einige wenige eifrige Leser meines Blogs meinten, wer den Begriff »Pseudolinke« benutze, müsse aus der rechten Ecke zu hören sein. Das ist die Ecke, in der einige Zeitgenossen seit einiger Zeit glauben, mich orten zu können.

Es ist gewissermaßen bodenlose Dummheit, in der heutigen Zeit nicht zu recherchieren. Was Pseudolinke sind, ist ganz eindeutig beschrieben. Sehr ausführlich und ganz klar auf der Website des Internationale Komitees der Vierten Internationale (IKVI). Genau hier.

Indes gebe ich zu, dass ich den Begriff an der genannten Stelle – hier, wie gesagt – durchaus falsch verwendete. Denn für mich sind Pseudolinke noch viel schlimmer: Es sind Faschisten aller Art, die ihre rechte Gesinnung mit (pseudo-) [sic!] linken Gedankengängen und Argumentationsketten zu verschleiern suchen. Und eine rechte Gesinnung findet man heutzutage nicht mehr nur unter Neonazis, AfD-Mitgliedern und Erzkonservativen. Die rechte Gesinnung verbirgt sich auch an ganz anderen Orten. Im Feminismus zum Beispiel. Im Sprachgendersumpf. In der Cancel Culture.

Es täte der Menschheit sicherlich gut, über sich selbst und die eigene Gesinnung nachzudenken. Statt die grundsätzlich Missverständnissen Raum bietenden Auswürfe anderer Menschen einer vermeintlich vollständigen und ebenso vermeintlich richtigen Analyse zu unterziehen, gilt es, für sich selbst zu prüfen und zu entscheiden, welcher Gesinnung man nachhängt. Und wenn man meint, die Zeit dafür nicht zu haben, oder grundsätzlich unwillig ist, sich selbst zu prüfen, dann tut man gut daran, auch andere Mitmenschen in Ruhe zu lassen.