Mit dem Bowie-Messer ins Hinterland

Karla Schmidt (Hrsg.)
HINTERLAND
Erzählungen, inspiriert von der Musik David Bowies
Wurdack Verlag, Nittendorf, 2010, Paperback mit Klappbroschur, 383 Seiten, ISBN 978 3 938065 69 3

VORBEMERKUNG
Ich hatte es nie sonderlich mit David Bowie. Seine Hochphase in den 70ern war meine Jazzrock-, Rockjazz- und am Ende Disco-Phase; allenfalls mit ein wenig Hardrock in Gestalt von »Deep Purple« war ich bereit, mich auseinanderzusetzen; Chick Corea, Weather Report, Al di Meola, die waren mehr mein Ding. Anfang der 80er war es dann eher NDW, noch später die ersten Ausflüge in Richtung Black Music und am häufigsten noch elektronische Musik. Natürlich kenne ich die Ohrwürmer, die Bowie im Laufe der Zeit immer wieder produzierte, und die für mich die unangenehme Angewohnheit hatten, bis auf die Knochen abgenudelt zu werden, bis ich sie – selbst heute noch – nicht mehr hören konnte. Insofern ist dieses Buch für mich nicht das, was es für die Autoren gewesen sein dürfte, was es für Bowie-Fans unter den Lesern darstellen sollte. Für mich ist es einfach nur eine Kurzgeschichtensammlung.

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Ameisenficken auf hohem Niveau

Ronald M. Hahn, Frank Hebben, Michael K. Iwoleit (Hrsg.)
NOVA 17
Das Magazin für Science Fiction & Spekulation
Wuppertal, Dezember 2010, Paperback, 231 Seiten, ISSN 1864-2829

VORBEMERKUNG
Mein zweites NOVA. Und ich kann vorweg verraten, dass mir die 17 deutlich besser gefallen hat, als die Nummer 16. Deutlich. – Was mir weniger gefällt, sind – natürlich – Ameisenfickereien. Inzwischen hat NOVA jedenfalls nicht mal mehr einen Verlag. Da steht nur noch eine »Gesamtredaktion und Vertrieb« im Impressum zur Verfügung (Ronald M. Hahn), sonst nichts. Dass das die Grundanforderung des – in diesem Falle – nordrhein-westfälischen Presserechts –, das sich von anderen Bundesländervarianten in der Frage nicht unterscheidet –, scheint hier niemanden zu stören. Nun gut.

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Irreführend, aber nur ganz leicht

Uwe Post
WALPAR TONNRAFFIR UND DER ZEIGEFINGER GOTTES
Atlantis Verlag, Stolberg, August 2010, Paperback, 175 Seiten, ISBN 978 3 941258 27 3

VORBEMERKUNG
Ich war auf dieses Buch sehr, sehr gespannt. Auch dies eine Premiere: Von Uwe Post habe ich bislang nichts gelesen, höchstens eine Kurzgeschichte, die mir aber nicht in Erinnerung geblieben ist. Inzwischen habe ich mit Uwe durch die gemeinsame Arbeit im DSFP-Komitee ein wenig Kontakt, und so war ich eben gespannt. Kommt ja mal vor.

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RaPo 2 ist fertig

Soeben habe ich die Druckvorlagen für den zweiten Band der neuen Serie RAUMSCHIFF POSEIDON fertiggestellt, die der Complett-Verlag für den Perry-Rhodan-Briefclub Bullys Schreibtisch (PRBCBS)  produziert und verlegt. Die Story ist diesmal von Frank Jürgens und heißt »CHLOROPSYCHOSE«, ein richtig schönes Stückchen SF, wie man sich das in so einem Heftroman vorstellt. – Der Band 2 der Reihe kostet EUR 3,50 und ist wie gehabt bei Armin Würfl zu bekommen; am besten via www.complettdruck.de.

Klein, aber knuffig

Uwe Schimunek
DAS THÜRINGEN-PROJEKT
Eine Liebesnovelle
fhl Verlag, Leipzig, 2010, Taschenbuch, 110 Seiten, ISBN 978 3 942025 22 5

VORBEMERKUNG
Der fhl Verlag, Leipzig, war mir bislang völlig unbekannt. Uwe Schimunek auch, dachte ich. Bis ich vorhin das Titelbild des Buches aus dem Netz holte und über ein Bild des Autors stolperte.

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Nicht preiswürzig

Achim Havemann (Hrsg.)
PHANTASTISCH! 37–40
Verlag Achim Havemann, 2010, Magazinformat mit Rückenstich, je 68 Seiten, ISSN 1616-8437

VORBEMERKUNG
Als Angehöriger des Literaturpreiskomitees des Deutschen Science-Fiction-Preises bin ich gehalten, mich an der Komiteearbeit zu beteiligen. Das mache ich für den DSFP 2010 das erste Mal wieder einigermaßen gezielt und mit Absicht. Im Rahmen dieser Arbeit gab es die Gelegenheit, die in »phantastisch!« erscheinenden üblicherweise zwei Kurzgeschichten zu lesen.

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Auch Profis können’s nicht

Ronald M. Hahn, Frank Hebben, Michael K. Iwoleit (Hrsg.)
NOVA 16
Das Magazin für Science Fiction & Spekulation
Wuppertal, 2010, 182 Seiten, Paperback (DIN A5), ISSN 1864-2829

VORBEMERKUNG
Meine erste NOVA-Ausgabe. Mei. Ich war schon immer Spätzünder. – Ich frage mich, warum NOVA als Zeitschrift erscheint, jedoch ansonsten alle Merkmale eines Buches aufweist. Außer Kostenvermeidungserwägungen – eine ISSN kostet nichts, eine ISBN schon – gibt es dafür keine Gründe. Böse wäre, wer dächte, die NOVA-Macher wollten keine Käufer.
Nun gut. Meine erste NOVA-Ausgabe. Gelesen für den DSFP, zugegeben.

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Alexandra musste damals sterben

Bernd Walter (Hrsg.)
ALEXANDRA
und andere Kurzgeschichten, XUN-Taschenbuch der Fantastik 03, Freie Redaktion Xun, Heilbronn & Books on Demand, Norderstedt, Februar 2010, Paperback, 100 Seiten, ISBN 978 3 8391 5388 8

VORBEMERKUNG
Wie auch den zuvor rezensierten Jubiläumsband »Jubiläen und andere Katastrophen« habe ich diese Anthologie gelesen, um die eventuelle Eignung einzelner Werke für die nähere Beurteilung im Deutschen Science-Fiction-Preis zu überprüfen.
Das Ergebnis immerhin ist eindeutig.

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Selbsterfüllende Katastrophezeiungen?

Bernd Walter (Hrsg.)
JUBILÄEN UND ANDERE KATASTROPHEN
XUN präsentiert 09, Freie Redaktion Xun, Heilbronn & Books on Demand, Norderstedt, Oktober 2010, Paperback, 132 Seiten, ISBN 978 3 8423 0726 1

VORBEMERKUNG
Bernd Walter ist einer dieser »Altachtziger Fans«, die mal eine Pause einlegten und irgendwann zurückkehrten, der Fantastik auf die Beine zu helfen. XUN ist eine alte Hausnummer, und das erste Blättchen mit diesen drei Buchstaben erschien 1980 – also vor dreißig Jahren. Und die im Folgenden besprochene Anthologie ist die Jubiläumsparty zu »30 Jahren XUN«. Wie auch immer meine Rezi ausfallen wird: herzlichen Glühstrumpf. Denn dreißig Jahre sind immer – bemerkenswert.

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