Alexandra musste damals sterben

Bernd Walter (Hrsg.)
ALEXANDRA
und andere Kurzgeschichten, XUN-Taschenbuch der Fantastik 03, Freie Redaktion Xun, Heilbronn & Books on Demand, Norderstedt, Februar 2010, Paperback, 100 Seiten, ISBN 978 3 8391 5388 8

VORBEMERKUNG
Wie auch den zuvor rezensierten Jubiläumsband »Jubiläen und andere Katastrophen« habe ich diese Anthologie gelesen, um die eventuelle Eignung einzelner Werke für die nähere Beurteilung im Deutschen Science-Fiction-Preis zu überprüfen.
Das Ergebnis immerhin ist eindeutig.

WORUM GEHT ES?
Wiederum fantastische Kurzgeschichten. Diesmal etwas umfangreicher, daher weniger zahlreich. Bemerkenswert ist Marc Steins »Pianoforte«, in der der Tod die Erfüllung eines Vertrags fordert, eine neue Variante eines uralten Themas liefernd. Nett gemacht und immerhin 7 von 10 Punkten wert.

WIE IST DER STIL?
Wie gehabt: Amateure, Anfänger. Okay.

WAS GEFIEL NICHT?
Die anderen Geschichten. – Monika Diecks »Virtual Beuner« dreht sich um Computer, Frauen und Bioviren und präsentiert ein unausgegorenes SF-Stückchen, das vielleicht als Exposé-Entwurf noch gewinnen könnte (3 von 10). – Roman Schaupps »Ende einer Heimfahrt« ist eine 5 von 10 Punkten werte Horrorstory um Realitätswahrnehmungsprobleme. – In der Titelgeschichte »Alexandra« von W. Berner begegnet ein Junge dem Geist eines umgekommenen Mädchens; leider lauwarme Hausmannskost (3 von 10). – Rainer Wißmanns Abschlußwerk »Drachensänger« könnte Fantasy sein, vielleicht auch nur Horror: insgesamt ist die Story einfach zu undurchsichtig und konfus (2 von 10).

WAS GEFIEL?
Immer noch die Idee.

EIN PAAR ZITATE GEFÄLLIG?
Nein.

ZU EMPFEHLEN?
Jein. Wie gehabt.

NOCH WAS?
Ja. Wie gehabt.