Neueröffnung

Es hätte genauso gut eine nie endende Geschichte werden können.
Seit wann ich den WordPress-Blog auf pmachinery.de betreibe, kann ich nicht mehr so leicht nachvollziehen; das liegt unter anderem daran, dass ich vor Kurzem die Blogdaten der Website nova-sf.de integriert habe, und die datieren bis zum Dezember 2002 zurück, als es meinen Verlag noch nicht gab. Aber das ist auch nicht wichtig.
Lange genug hatte ich auf meiner Verlagswebsite pmachinery.de zwar Bücher im Angebot, aber keinen Shop, keinen Buchladen (wie ich es lieber nenne). Wenn man also meine Bücher bestellen wollte, musste man entweder irgendwo im Internet suchen – Stichwort: Amazon & Co. – oder in den Buchhandel gehen. Oder – was noch schlimmer war, wie es manchmal den Anschein hatte – eine E-Mail schreiben. Oder gar anrufen – igitt.

Lies weiter … →

Noch eins nachgelegt

Wolfram Hirches »Spottlichter« sollten eigentlich nur als Hardcover erscheinen. Hatte ich mir eingebildet und der Autor hat nicht widersprochen. Das erwies sich dann kalkulatorisch als ein wenig problematisch. Denn der Preis sollte nicht höher als 15,90 oder 16,90 Euro liegen – und zu dem Preis lässt sich das Buch beim Schaltungsdienst nicht machen.
Nach einigem Hin und Her, mit der Überlegung, das Hardcover auf 29,90 Euro anzuheben, und dann wieder doch nicht, habe ich entschieden, ein Paperback nachzulegen, das mit 13,90 Euro preislich gut machbar ist, und vom Hardcover wurde noch eine kleine Auflage von 25 Stück als limitierte Auflage nachgedruckt — allerdings erstmals nicht beim Schaltungsdienst, sondern bei CPI in Leck, hier in Nordfriesland. Was aber eine Ausnahme bleiben wird.
So oder so ist das Buch nun sowohl als Paperback als auch als Hardcover lieferbar. Auch im Buchladen der p.machinery natürlich.

Hirche, Wolfram, SPOTTLICHTER

Gut muss es sein

Wenn ich nach meinem Fernsehkonsum gehe, mag ich eigentlich keine französischen Krimis; andererseits mag ich die englischen auch nicht wirklich. Aber immerhin sind die Jean-Reno-Filme »Die purpurnen Flüsse« echte Brecher, Meisterwerke, wie man sie von einem Luc Besson und einem Jean Reno zu erwarten hat. Und wenn man es wirklich ganz genau nimmt, ist mir die Herkunft eines Krimis eigentlich schnurz. Gut muss er sein.

Das gilt auch für Karla Weigands erstes Buch in meinem Verlag bzw. im Verlagsimprint »Zwischen den Stühlen«. Hätte es Letzteres nicht gegeben, wäre der Roman »Außer der Reihe« erschienen, aber Kai Beisswenger, meinem Partner »zwischen den Stühlen« hat das Buch auch gefallen und wir waren uns einig, es in unserem Multigenreimprint (ähm …) zu veröffentlichen. Und dann haben wir es auch noch vorgezogen, nachdem sich der erste Marketingansatz seitens Ray Müller, des Autors des ersten ZdS-Bandes »Odyssee eines Unvernünftigen«, ein wenig sperrig entwickelte.
Wie auch immer: Der Kontakt zu Karla läuft in der Regel über ihren Gatten Jörg und das ist okay so. Das Buch wurde mir angeboten, und obwohl ich damals noch keinen von Karlas historischen Romanen kannte, war mir klar, dass ich den veröffentlichen wollte. Am Ende gilt das Prinzip: Ein Weigand ist ein Weigand ist ein Weigand.
Und so präsentiere ich in meinem Verlag »zwischen den Stühlen« nun den ersten Band um den französischen Polizisten Lavalle, der während des Beginns der Französischen Revolution einen Serienmörder fassen muss. Ein zweiter Band liegt bereits vor, und auch diesen wird es – wie alle Bücher des Imprints »Zwischen den Stühlen« als Softcover und als Hardcover geben.

Weigand, Karla, Kommissar Lavalle und der Seinemörder

NOVA 32 und seine Storys

Die zweiunddreißigste Ausgabe von NOVA, nunmehr das Magazin für spekulative Literatur, soll im Herbst 2022 erscheinen, und soeben verkündet Michael Iwoleit, welche Erzählungen enthalten sein werden. Es handelt sich um:

  • Thomas Grüter »Auf eigene Gefahr”
  • Benjamin Hirth »The War Is Over«
  • Karsten Lorenz »Geliebte Savona«
  • Aiki Mira »Nicht von dieser Welt«
  • Victoria Sack »Obsoleszenz«
  • Ricky Wilhelmson »Planetare Verteidigung«
  • Wolf Welling »Im Tulou«
  • Frank W. Haubold »Das Mädchen aus dem Jenseits« (Novelle)
  • Brandon Crilly (Kanada) »Remembrance« (Gaststory)

Der Sekundärteil steht noch nicht fest. Und das Titelbild — das bei einer bestimmten Klientel für große Begeisterung sorgen wird — stammt von Andreas Schwietzke — und ist hier noch geheim.

Ein Hinweis zum Buchverkauf

Ich habe hier bislang nichts dazu geschrieben, dass Die|QR|Edition, die ich gemeinsam mit Michael Weisser ins Leben rief, Anfang 2022 das Zeitliche segnete, nachdem Weisser den zugrundeliegenden Vertrag kündigte. Einer der Gründe für mein hiesiges Schweigen war die Tatsache, dass ich die Geschichte der QR|Edition nicht erzählen wollte. Nicht damals, nicht jetzt. Vielleicht niemals. Oder doch irgendwann. Man wird sehen.

In diesem Augenblick möchte ich nur darauf hinweisen, dass die Restbestände der erschienenen Bücher zu deutlich günstigeren Preisen angeboten werden. Diese Bücher sind:

Und man kann diese Bücher zu diesen Preisen — siehe Spalte »Angebot« — auch im neuen Buchladen der p.machinery bestellen. Die Preise gelten, solange der Vorrat reicht – ist der Bestand auf null, war’s das halt.
Nebenbei bemerkt sind die Hardcover aus der Produktion des Schaltungsdienst Lange schöne Sammelobjekte, aber das muss natürlich jedermann selbst entscheiden.

Weitere Details: hier; Buchladen: hier.

Klare Entscheidung

Mit Corinna Griesbach arbeite ich inzwischen so lange schon zusammen, dass ich ernsthaft überlegen müsste, wann das angefangen hat. Ich erinnere mich an eine Kurzgeschichte von ihr in einer meiner frühen Anthologien. Und an die Übernahme der Layoutarbeiten der Literaturzeitschrift HALLER, die ich später auch als Imprint in meinen Verlag übernahm. Und so gab es keinen Zweifel, dass ich ihre Science-Fiction-Kurzgeschichtensammlung »ALIEN LOVE« veröffentlichen würde, was nun — schon im März — geschehen ist. Durch den Titel sollte man sich nicht täuschen lassen — die meisten der dreizehn Storys haben mit Liebesgeschichten nichts zu tun.

Die Titelgeschichte »Alien Love« indes hat Corinna vor laufender Kamera gelesen:

Griesbach, Corinna, ALIEN LOVE

Ich mag solche Geschichten nicht

Solche Geschichten, meist kurz nach irgendeiner Katastrophe von jemandem geschrieben, der nicht betroffen ist, triefen allzu oft vor infamer Betroffenheitsheuchelei. Die Medien mit ihrer verkappten Mitleidsorgie sind schon schlimm genug, aber irgendjemand ist da immer, der meint, noch einen drauflegen zu müssen. Seuchengeschichten, Kriegsstorys, all das bekommt einen unverdienten Hype. Nur die guten Dinge, die beschreibt niemand. Die interessieren auch niemanden.

Aber man kann auch anders damit umgehen:

Meine Hand umklammert ein Hasenohr. Der Plüschhase mit den langen Beinen und Armen, den umgeklappten Ohren und dem Puschelschwänzchen ist halb so groß wie ich und schleift mit seinen Hinterpfoten im Dreck, wenn ich mit ihm durch die Straßen ziehe. Der Hase hat vorher einem anderen Kind gehört, das Kind hat ihn nicht mehr genug liebgehabt, also hat es ihn hergegeben. Meine Mutter hat mir gesagt, dass das fremde Kind mich lieber gehabt hätte als den Hasen, und ihn mir deswegen schenken wollte. Aber das glaube ich nicht. Denn wie sollte mich das andere Kind liebhaben? Es kannte mich doch gar nicht. Wir haben uns nie gesehen. Der Hase hatte auf dem Berg anderer Spielzeuge gesessen, er hatte nicht gewusst, dass er zu mir kam, und ich hatte das auch nicht gewusst, aber jetzt hielt ich mich an seinem Hasenohr fest und wanderte durch diesen neuen Platz, der nun mein Platz werden sollte, so lange, bis wir einen besseren fanden.

Gabriele Behrend
»Der Ort meiner Träume«
Die ganze Geschichte: hier.