Fleck, Lehrich, Richter, Hambürger 17 – Schule? What Schule?

Dirk Fleck schreibt zur 17. Folge der »Hambürger«:

Nach einer Pause von acht Wochen sind die Hambürger wieder da. Und wie! Zur Folge 17 haben Dirk und Jens Stephanie Richter in den Salon gebeten, um mit ihr über unser Schulsystem zu sprechen, das extrem an den Erfordernissen der Zeit vorbei arbeitet und nur sehr schwer reformierbar scheint. Stephanie weiß das aus eigener Erfahrung. Sie ist Lehrerin und war lange an ganz normalen Grundschulen beschäftigt, bis sie gekündigt hat und mit einem Zirkus durch Frankreich gereist ist, um die Kinder der Schausteller zu unterrichten, wobei auch hier der vorgegebene Lehrplan exakt eingehalten werden musste.
Heute arbeitet Stephanie an einer demokratischen Schule in Nordhessen, in der ein alternatives Konzept umgesetzt wird, das keine »Lernstandserhebungen« mehr betreibt. »Mich interessiert vielmehr der Lernstand der Erwachsenen«, sagt sie in diesem Gespräch und genau darüber sollten wir einmal nachdenken. Stephanie, das haben wir feststellen dürfen, ist eine engagierte Kämpferin für eine Schule im Wandel, die sich in der Initiative #BILDUNGGEHTANDERS an vorderster Front engagiert. Man wünschte sich wirklich mehr Lehrkräfte von ihrer Sorte, dann bräuchte uns um die Zukunft unserer Kinder nicht mehr bange zu sein.

die HAMBÜRGER - FOLGE 16 // WER BRAUCHT NOCH SCHULE! Jens Lehrich & Dirk C. Fleck im Salongespräch!

Sprachschänder-DNB

Manche Menschen sind dumm. Und ahnungslos. Journalisten gehören häufig in eine solche Menschengruppe. Werbefuzzis. Geschäftsleute, sogenanntes »Business-Gesoxx«.

Ich bekomme morgens den täglichen Xing-Newsletter. Meist sind die Nachrichten für mich nicht interessant. Manchmal sind sie einfach nur albern. Manchmal bemerkenswert (z. B. aktuell die Fritz-Kola-Reaktion auf diesen Shitstorm wegen der Trump-Karikatur). Und sehr häufig ärgerlich.

Da wird heute Morgen der Titel »Homeoffice, Vertrauen, flexible Arbeitszeiten: Wie Vaude-Chefin van Dewitz ihre Firmen-DNA verändert hat«. Das Ärgerliche ist nicht der Artikel, den ich nicht gelesen habe, weil mich nicht interessiert, wieso eine Firmenchefin eines »Outdoorausrüsters« (was sind »Outdoors«, die man ausrüsten müsste?) irgendwas macht, was andere auch machen, nur nicht so schnell. Das Ärgerliche ist auch nicht der eigentliche Titel des Beitrages, »Firmenkultur: So schafft Ihr es, Werte wirklich zu leben«, in dem Ihr Idioten »Ihr« groß geschrieben habt, Ihr Idioten!

Nein, das eigentlich Ärgerliche ist dieses Ding mit der »Firmen-DNA«. Nicht nur, dass ich bezweifle, dass eine Firma über so was wie Erbgut verfügen kann (jedenfalls keines, das nicht bei jeder Kündigung und jeder Neueinstellung heftig mutiert), sondern der Text zeigt auch die Desinformiertheit des Schmierfinks: Es heißt nicht DNA, weil wir hier in Deutschland Deutsch schreiben und sprechen, sondern DNS. Für Desoxyribonukleinsäure. Und nur die der deutschen Sprache mehr und mehr unfähigen Schmierfinken, Sprücheklopfer und Abzocker benutzen die Abkürzung des englischen Begriffs – ohne freilich zu wissen, was sie da überhaupt vor sich hin brabbeln (siehe die Frage, wieso eine Firma Erbgut haben soll – sieht man vom Tod des eventuell noch vorhandenen Firmeneigentümers ab).

Was DNB heißt? Desoxyribonukleinblödheit. Wenn Firmen eine DNA haben, dann haben Sprachschänder eine DNB.

Warten. Bis es fertig ist

Nein, das ist kein Hinweis für die Autoren meines Verlages. Obwohl es auch passen könnte. In Wirklichkeit geht es um was anderes.

Schafe. Haben wir ja hinterm Haus. Vormittags grasen sie, wenn sie nicht rempeln – es sind lauter Böcke, Einjährige, wenn ich richtig informiert bin. Und sie kacken. Während sie grasen. Zwischen ihnen stolzieren Krähen herum, mit diesem dämlich-arroganten Gehabe, das Krähen so drauf haben. Und picken aus den Hinterlassenschaften der Schafe irgendwas raus, was ihnen den Aufwand lohnenswert erscheinen lässt.

Krähen gelten als intelligent. Sind es aber wohl nicht. War da doch eine, die sich an frischem Exkrement eines Schafes zu schaffen machen wollte. Also hin, Kopf runter, picken – und pflaatsch! Ganz dumm, wenn das Schaf noch nicht fertig ist. Hähä. (Oder krähä?)

Verzeichnis unsinnigen Denglischs

Das VLB ist das Verzeichnis lieferbarer Bücher, ein Garant dafür, dass ein Buch, das man auf den Markt bringt, auch für Buchhändler zugänglich wird, jedenfalls für die, die nicht nur deppert und damisch in ihre dämliche Barsortimenterdatenbank glotzen. Das VLB-Team der MVB, der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH (nebenbei auch Betreiber der deutschen ISBN-Agentur), macht natürlich auch eigene Aktionen, Veranstaltungen – in neuerer Zeit nicht nur aus gegebenem Anlass auch online.

Eine der »Veranstaltungen« trägt den schönen Titel »Mission Innovation Talk«, und auch wenn manch einer damit argumentieren mag, dass man das auch deutsch aussprechen kann – »Talk« schreibt sich allerdings mit »g« und hat mit Labern nix zu tun –, ist dem nicht so. Vielmehr ist das einer von diesen zwanghaften Anglizismen, mit denen der Schöpfer und Nutzer – das VLB, die MVB, wer auch immer – cool sein will.

Ich empfehle Umbenennung. DAB. Directory of available books. Hört sich auch doof an. Und gibt vermutlich Probleme. Verwechslungsgefahr. Digital Audio Broadcasting. Und dann erinnere ich mich dumpf an eine Brauerei …

Wasn das fürn Film?

Der Typ trägt keine Maske. Grinst blöde. Vermutlich glaubt er, das Recht zu haben, seine Mitmenschen zu gefährden. Ich brauche meine Hände, sonst hätte ich ihm eine getuppt. Aber da kommen schon zwei Mitarbeiter des Supermarkts. Beide könnten Zwillinge sein. Jedenfalls stammen sie aus einem Labor für Kleiderschrankgenetik. Sie greifen sich den Blödgrinser. Der eine Kleiderschrank nutzt den Nackengriff. Wäre der Maskenlose ein Hund, hätte der Schrank ihn am Nackenfell davontragen können. Aber der Grinser hat kein Nackenfell. Er ist nicht feist, auch nicht dürr. Einfach normal. Und normale Menschen haben kein Nackenfell. Blöd gelaufen. Die – übrigens ordentlich maskierten – Kleiderschränke nehmen den Grinser zwischen sich und verfrachten ihn nach draußen. Der Kerl wehrt sich, strampelt, zetert Mordio und Totschlag, aber am Ende schließt sich die Schiebetür hinter ihm – et voilà. Und jetzt dann Virentest, oder?

Der Parkplatz ist großzügig angelegt. Man kann eigentlich gut ein- und ausparken. Wenn man nicht ganz blöde ist, wenn man sein Auto kennt und einen Führerschein, gar Fahrpraxis hat. Aber da gibt es den Klassiker: Tussi, knapp eins fuffzig groß, und ihr ScheißUV von Audi oder BMW. Auf jeden Fall groß. Und scheiße. Und mit rundherum verdunkelten Scheiben. Die Mausetussi zieht die Einsteigehilfe – vier Stufen – in den Wagen und hockt sich hinters Lenkrad. Mithilfe der Plateausohlen kommt sie gerade an die Pedale und mithilfe der fünf Schaumstoffkissen kann sie zwischen oberem Lenkradrund und Armaturenbrettoberkante hindurchsehen. Obwohl sie so nichts sieht. Anstatt einzuschlagen, rauscht sie rückwärts geradeaus aus ihrer Lücke – links und rechts steht kein anderes Fahrzeug – und rammt den gegenüber stehenden Kleinwagen. Und immer noch – die Servolenkung ist für Zwerge einfach zu schwergängig: vorwärts, zurück in die Lücke, rückwärts geradeaus, direkt in den Kleinwagen. Und immer wieder. Am Ende ist der Kleinwagen ein Blechknäuel und der ScheißUV hat einen dreieinhalb Zentimeter langen Kratzer an der Innenseite eines der acht überflüssigen Auspuffrohre, ein Schaden, den der Kleinwagenbesitzer als brutaler Unfallverursacher wird bezahlen müssen.

Wasn das fürn Film? Im Nachspann lese ich es dann. Ein Quedlin-Tarantulina-Film. Naja. Wenn es eine gegeben hätte, hätte ich es an der Musik erkennen können.

Neue Verblödung

Die Meldung zu »Neue Narrative« kam bei Xing, der Beitrag war – aus gutem Grund? – nicht aufzurufen, weil ein Fehler auftrat. Aber es gibt ja Google. Leider. Auf der Website – die ich hier nicht verlinke; wer so einen Unsinn suchen will, soll dafür arbeiten – liest man:

Neue Narrative ist das Magazin für neues Arbeiten

Neue Narrative ist ein Wirtschaftsmagazin, in dem es nicht nur um Wachstum, Rendite und heroische Manager*innen geht. Wir erzählen Geschichten aus einer neuen, egofreien Arbeitswelt, die zum Anpacken, Nachmachen und Weiterdenken einladen.

Schon der Titel ist blödsinnig. »Narrativ« ist ein Adjektiv, für »erzählend« – daraus ein Substantiv zu machen, eine schlechte Angewohnheit, die mehr und mehr um sich greift, ist nicht nur schwachsinnig, sondern auch schädlich. Das Substantiv, das zwingend an eine »Narretei« erinnern würde, würde irgendein Neudeutschlaberer überhaupt noch wissen, was das ist, soll klugscheißerisch die gute, alte »Erzählung« ersetzen – und das ohne jeden Grund. »Wir erzählen Geschichten«, das schreiben die Spacken von der »Neuen Narretei« ja selbst – warum also dieser Umweg?

Zwei weitere Peinlichkeiten lassen die Lektüre wenig empfehlenswert erscheinen: Es wird gegendert, allerdings inkonsequent. Und die Rechtschreibung ist nicht nur uneinheitlich, sondern stellenweise eklatant falsch. Es sei denn, zur Wortneuschöpfung gehört auch die sprachliche Rückkehr in die Neunziger.

Fazit: Man nehme einen Eimer vom benachbarten Bauernhof und kippe ihn über die »Nackte Null« aus. Zumal die meisten Themen mit »Wirtschaft« nichts zu tun haben – nicht mal mit Kneipen. Unter einem »Wirtschaftsmagazin« verstehe ich jedenfalls was anderes.

German is not for cocksuckers

Es gibt Automarken, die ich nicht geschenkt fahren würde. Neben BMW und Mercedes ist das Audi. Eine Automarke, die ich vor allem bei den größeren Modellen ab A6 gerne mit Zuhältern assoziiere. Mit Drogenhändlern.
Autohersteller haben es nötig, Werbung zu machen. Der Branche geht es immer beschissen, selbst bei steigenden Zulassungszahlen brechen Gewinne ein, und die Liste der Argumente und Ausreden der Manageretagen in den Autokonzernen ist lang, um auch den letzten Blödsinn zu rechtfertigen.
So auch Audi.

Wie andere Autohersteller auch, ist auch Audi auf dem Elektrotrip. Und damit auch wirklich niemand die Werbung versteht, wirbt man nicht mit dem Spruch »Zukunft ist eine Haltung«, um das eigene Engagement als zukunftsorientiert darzustellen, nein: »future is an attitude« (nicht mal mit Großbuchstaben geschrieben, wie dies im Englischen bei solchen Slogans richtig ist).
Ganz toll.
Ich bin begeistert. Und erkenne, dass die Werbespruchhandwerker bei Audi eines offensichtlich erkannt und verinnerlicht haben: »Deutsch ist nichts für Schwanzlutscher.«

08.10., Nachtrag

Die technischen Möglichkeiten eines Blogs würden erlauben, diesen Beitrag so einzustellen, als wäre er am 08.10. geschrieben und veröffentlicht worden. Und diejenigen regelmäßigen Besucher – ich tippe derzeit auf vier solche – würden sich Gedanken machen müssen, ob sie unter Sehstörungen, Vergesslichkeit oder Demenz leiden. Oder ob ich sie gelinkt habe.
Nichts dergleichen habe ich im Sinn.

Der gestrige Tag war vor allem feucht. Die beiden Gassigänge – frühmorgens ging Frauchen – mittags und nachmittags waren regnerisch.

Ansonsten gab es Routine. Morgens verkaufte ich – wie eigentlich jeden Tag – Bücher meines Verlages: Rechnungen und Lieferscheine schreiben, an den Schaltungsdienst Lange mailen, Eintragungen in Excel, Kopien in Verzeichnisse, Ausdrucke. Routine. – –
Ein Korrektorat wurde fertiggestellt, gemailt, Rechnung geschrieben. Ein Roman nach wahren Ereignissen, allerdings in Romanform verfasst, literarische Aufbereitung wahrer Geschehnisse, vor allem Erinnerungen, denn es ging um die Zeit des Zweiten Weltkriegs, um eine Familie in Ostfriesland. Beeindruckend und stellenweise bedrückend. Ganz zum Schluss gab es eine kleine Szene, bei der mir eine Träne entfleuchte. – –
Danach stellte ich ein Lektorat fertig. Einmal mehr Military SF, geschrieben von einer bekannten Autorin. Bei Military SF weiß ich manchmal nicht so recht, was ich davon halten soll, was allerdings nichts mit Stil und Können der Autorin zu tun hat (was auch für Petra Jörns gilt, deren ersten Band der Reihe »Im Licht der Horen« ich lektorieren durfte), sondern mit mir. Das aktuelle Buch, das ich gestern fertigstellte und ablieferte, ist gut geschrieben, spannend, eine packende Handlung, ich würde sagen: gute Military SF. Trotzdem … an manchen Stellen überlegte ich, ob ich den Stil nicht … aufgeblasen ist das falsche, weil negative Wort … gewölbt passt besser …, also, ob ich den Text nicht gewölbt finden sollte. Andererseits … vielleicht muss Military SF ja auch so sein und ich habe einfach noch nicht genug solcher Stoffe goutiert, um das wirklich beurteilen zu können. – –
Am Ende habe ich Unterlagen sortiert. Private Unterlagen. Rechnungen, Verträge, Papier, das ich vielleicht nochmal brauche. Wahrscheinlich eher nicht. Aber ganz sicher brauche ich die Unterlagen noch, die ich nicht aufhebe. Obwohl ich Verleger mit einem Faible für gedruckte Bücher bin, hasse ich Papier. Jedenfalls, wenn es unnötigen Platz wegnimmt. Also werden meine Unterlagen mehr oder weniger regelmäßig – d. h., zuletzt 2017 – gescannt. Und das Papier dann geschreddert.
Vorher wird ausgewählt. Was kann doch ohne Scan weg? Die Unterlagen werden in die richtige Reihenfolge – nach Datum, natürlich – gebracht, das erspart späteres Rumsortieren im PDF.
Für Scans war indes keine Zeit.

Denn ab 18 Uhr war eine virtuelle Sitzung des SFCD-Vorstands angesagt. Beinahe gewohnheitsmäßig nur mit drei Leuten. Ein Vierter kandidiert bei den nächsten Wahlen nicht mehr und hat wohl schon gekündigt. Ein Fünfter hat sich wählen lassen, aber noch nie was getan. Und der Sechste kann mich nicht leiden (auch ein guter Grund).
In früheren Jahren waren Vorstandstreffen so was wie richtige Ereignisse. Man traf sich irgendwo in Deutschland. Aber das ist lange her. Heute benutzen wir Skype bzw. ganz aktuell Blizz, und das einmal im Monat.
Gestern gab es nichts Wichtiges zu diskutieren. Ich hatte schlechte Nachrichten bezüglich der Verzögerung bei den ANDROMEDA NACHRICHTEN 271, ansonsten sprachen wir ausführlich über die Idee, Anfang Januar 2021 einen virtuellen Con zu veranstalten. Angepeilt haben wir den 08. und 09. Januar, jeweils für anderthalb bis zwei Stunden. Aber da folgen noch genaue Informationen, vor allem zum Programm.

Alien vs. Amazon

Selbst das Alien kann die Dumpfbacken der neuen Amazon-eigenen Zusteller nicht davon überzeugen, unseren Briefkasten zu verwenden.

Es gehen aber auch wirklich nicht alle Pakete rein.

Der Briefkasten ist übrigens an unserem sogenannten »Gartenhaus« angeschraubt, dessen Tür offensteht, damit intelligente Zusteller wie die von DHL und Hermes Pakete dort abstellen können. Auch für die Zusteller des Deutschen Pappnasen-Dienstes (DPD) haben wir ein Extraschild »Schuppen« an der Tür angebracht, denn die stellen die Pakete gerne im Schuppen ab, was sie unehrlicherweise zu behaupten pflegen.

Unmaskierter Gemeinsinn

Wir leben in schweren Zeiten. Die Bundes- und Landesregierungen beschneiden unsere Menschenrechte, unsere Freiheiten. Die Chinesen verseuchen die Welt. Bill Gates und andere Menschenfeinde kochen ihr eigenes Süppchen, während sie indirekt die Machenschaften der Chinesen unterstützen und Donald Trump Glaubwürdigkeit verschaffen, wo Glaubwürdigkeit eigentlich zu Staub zerfallen müsste.
Schwere Zeiten –

In solch schweren Zeiten, in denen insbesondere unsere Rechte beschnitten werden, ist es freilich auch nicht mehr nötig, auch nur ein Spürchen Gemeinsinn aufrechtzuerhalten:

  • Famila, Husum, länger her: Tussi mit einer seltsamen Konstruktion, die den »Schilden« abgeschaut scheint. Dysfunktional, das Ding. Das Kinn ist perfekt geschützt (man tut sich vermutlich weh, wenn man der Tussi auf die Schnauze haut). Mund frei, Nase frei, dazu noch ein ordentlicher Abstand zum Gfries*, sodass man hier von purer Materialverschwendung sprechen kann. Energieverschwendung auch. Und dann ist das Scheißding auch noch aus Plastik. Was für Nachrichten schauen solche Menschen? RTL? Sat.1? Oder Postillon 24?
  • Famila, Husum, 02.10.: Draußen vorm Eingang stehen wieder die zwei Hanseln mit ihren Desinfektionsutensilien. Drinnen rennt eine Kundin herum. Unmaskiert. Völlig unmaskiert. Und hustet. Hand und Armbeuge funktionieren schon nicht mehr. Das Ende ist nah. Interessiert keine Sau.
  • Famila, Husum, heute Morgen: Ein junger Mann, ordentlich maskiert, mit Einkaufswagen. In dem sitzt ein kleines Kind, ein Stöpsel, vielleicht zwei Jahre alt. Unmaskiert. Klar, woher sollte so ein Kind auch Corona kriegen? Steht es zwischen Erwachsenen herum, schweben die Aerosole ja über es hinweg. Und außerdem sieht das scheiße aus, so ein Kind mit einer Maske XXL. Wozu sollte auch ein Kind in dem Alter schon lernen, woran es sich – wenn’s richtig mies läuft – sein Leben lang gewöhnen muss?

Man kann sich über die sogenannten »Corona-Maßnahmen« streiten. Muss man aber nicht. Sollte man auch nicht, selbst wenn man sich als COVIDiot bekennt. Es ist der Allgemeinheit und vor allem dem Gemeinsinn zuträglicher, wenn man sich von einer Brücke oder einem Hochhaus stürzt, sich von einem Lkw überfahren lässt oder einfach die Scheiße frisst, die einem offensichtlich ständig durch den Kopf geht.

* Gfries, bayerisch für »Gesicht«, gerne auch »Fresse«.