Sprachverkomplifieinfachung?

George Carlin on soft language

Die Sprache wird nicht nur in Deutschland schwammig, schlabbrig, weich, ungenau, komplifieinfach. Auch in den USA geht es zu wie bei Sprachhempels unterm Sofa. Und nicht erst heute (das Video stammt offensichtlich von 1990). Bemerkenswert. Und wenn man mal den Google Übersetzer bemüht, um herauszufinden, was der anfänglich genannte »shell shock« auf Deutsch bedeutet, dann stellt man fest, dass das heutige »posttraumatisches Belastungssyndrom« schlicht und ergreifend »nur« eine Neurose ist. Aber selbstverständlich ist heutzutage ja eine Neurose auch keine Neurose mehr, wie sie mal war.

(Man sollte ein wenig Englisch können, um den Beitrag zu goutieren.)

Ein Treffen in Staufen — leider ohne mich

Der Phantastische Oberrhein — so heißt die Autorengruppe — hat sich in Staufen getroffen.

Und die Teilnehmer sehen aus, als wäre das Treffen gelungen. Von links nach rechts: Frank G. Gerigk, Marianne Labisch, Hans-Dieter Furrer, Karla Weigand, Rainer Schorm, Dr. Jörg Weigand, Hans Jürgen Kugler, Dr. Peter Mathys, Prof. Dr. Werner Zillig. Der Einzige, der gefehlt hat, war der Verleger — denn alle Anwesenden haben schon in der p.machinery veröffentlicht. Und der Verleger lebt und arbeitet unpraktischerweise am anderen Ende von Deutschland :)

Der erste Neuigkeitenbrief der p.machinery

ist erschienen. Den kann jeder bekommen, der möchte und der eine E-Mail mit dem entsprechenden Wunsch an michael[at]haitel.de schickt (und ebenso kann man sich auf diesem Weg auch vom Verteiler abmelden). Wer sich anschauen möchte, wie so ein Neuigkeitenbrief aussieht, kann ihn sich unter www.pmachinery.de/archive/10441 anschauen.

[VDS] Infobrief vom 25.06.2023

Zum vollständigen Inhalt: hier.

1. Presseschau
• Rheinlandpfalz als Zungenbrecher?
• Dekolonisiertes Russisch
• Die Sprache der Bildung für Flüchtlingskinder in Polen
2. Gendersprache
• Gendern ist antifeministisch
• Unschlüssiger Kleiner Parteitag der CDU
• ORF rudert zurück
• Kein Anspruch auf Gendern im Saalekreis
• Innenminister:innenkonferenz
3. Kultur
• Friedenspreis für Salman Rushdie
• Deutschrap als Nachhilfe
4. Denglisch
• Keine Post mehr
• Amazon: Retourenkauf statt Warehouse
5. Termine

Alt und gut

Für mich sind solche Entscheidungen einfach. Nicht nur, weil ich den Spruch »Alt, aber gut« kenne – und beherzige. Beim Zillig fällt es einmal mehr leicht, eine Entscheidung zu treffen. Und nachdem ich den Roman »Die Parzelle« im Rahmen der Produktion dieses Buches gelesen habe, bin ich umso mehr davon überzeugt, dass die Neuausgabe nicht nur eine gute Idee, sondern in unseren Zeiten fast eine Notwendigkeit war.

Das Buch ist politisch. Weil es vierzig Jahre alt ist, geht es natürlich nicht auf aktuelle Ereignisse ein – und das hat es auch Anfang der Achtzigerjahre nicht getan. Aber die Anspielungen waren damals und sind heute durchaus aktuell. Denn in einer Zeit, in der man subjektiv den Eindruck hat, die Zahl der Diktaturen nähmen weltweit quasi täglich zu, die Rechte der Menschen würden immer stärker und immer umfangreicher unterdrückt, die Zahl kriegerischer Konflikte erführen ständigen Zuwachs – in einer solchen Zeit ist eine Utopie, die die Idee menschlicher Freiheiten propagiert, durchaus zeitgemäß. Und notwendig.

Und Werner Zillig macht es dem Leser durchaus nicht einfach. Denn von dieser Freiheitsutopie sollte man sich nicht uneingeschränkt begeistern lassen. Da gibt es durchaus den einen oder anderen Haken. Und Ösen.

Erwähnenswert ist noch eine Anekdote zum Titelbild. Rainer Schorm schuf es eigentlich spiegelverkehrt. Und mit glasklaren Elementen. Vorne drauf das Abbild einer jungen Frau, hinten drauf der Würfel, der nun das Frontcover ziert. Denn Werner Zillig gefiel das Mädchen nicht, der Bezug zur Figur der Eva im Roman schien ihm zu deutlich. Und das Bild war ihm nicht unscharf genug. Am Ende wurde das Cover einfach gespiegelt und es bekam noch einen Filter verpasst, der es – bis auf den Würfel – verschwommener machte. Das Mädchen – das man unten nicht sieht – ist nun praktisch nicht mehr erkennbar, woran dann am Ende auch noch der Text auf der Buchrückseite nicht unschuldig ist. Ja, man könnte das alles kritisieren. Aber so, wie es jetzt ist, passt es. E basta!

Zillig, Werner, DIE PARZELLE

[DSFP 2023] Die Nominierungen

Völlig unerwartet mailt mir Yvonne Tunnat, die unermüdliche Rezensionsnerdista :), gestern abend, dass drei Werke aus meinem Verlagsprogramm für den Deutschen Science-Fiction-Preis (DSFP) 2023 nominiert worden sind, als da wären im Bereich »Beste deutschsprachige Kurzgeschichte«

  • »Fast Forward« von C. M. Dyrnberg, erschienen in »Nova 31«, p.machinery, ISBN-13 978-3-95765-270-6, ISSN 1864-2829
  • »Briefe an eine imaginäre Frau« von Michael K. Iwoleit, erschienen in »Nova 31«, p.machinery, ISBN-13 978-3-95765-270-6, ISSN 1864-2829

und beim »Besten deutschsprachigen Roman«

  • »Titans Kinder« von Aiki Mira, p.machinery, 195 Seiten, ISBN 978-3-95765-294-4

wobei die Romannominierung fast schon als erwartbar eingestuft werden darf.

Ich freue mich natürlich sehr — für meine Autoren und meinen Verlag, und drücke nun im Geiste die Daumen für die Preisvergabe. Die Preise werden auf dem BuCon am 21.10.2023 vergeben.

DSFP 2023: Die Nominierungen

 

[Malta:] Erleben und genießen

Ich liebe Malta. Die Gelegenheiten, dorthin zu reisen, sind viel zu selten. Tatsächlich war ich das letzte Mal 2009 dort — vor 14 Jahren. Mein Gott.
Anke Jablinski, eine Autorin meines Verlags und derzeit praktisch meine Reihe »ErlebnisMalta« dort, ist nicht nur immer wieder — man könnte auch lästern: ständig :) — auf den Inseln, sondern auch daheim in Berlin rührig und aktiv.

Siehe auch hier.

[Fotostrecke:] Focke, Schneidewind und die Volksbad-Lesung

Die beiden haben gelesen – es wurde berichtet (siehe vorherigen Beitrag): Kai Focke (links, ohne Bart) und Friedhelm Schneidewind (rechts, mit Bart <g>). Die Bilder hat Friedhelm eingeschickt. Zum Einstieg der Büchertisch:







Die Links zu den Büchern finden sich im vorherigen Beitrag. Und erwerben kann man sie am einfachsten in unserem Buchladen.

Focke und Schneidewind und Mannheim

Kai Focke hat diese Einladung zu einer gemeinsamen Lesung mit Friedhelm Schneidewind geschickt:

Er hat in einer Begleitmail noch zwei Hinweise angefügt:
Da die Parksituation vor Ort erfahrungsgemäß angespannt ist, empfiehlt sich die Anfahrt mit dem ÖPNV (Haltestelle: Mannheim Neumarkt, RNV-Linie 2).
Getränke bitte selbst mitbringen — es wird vor Ort kein Catering geben.

Frambach, Sabine & Focke, Kai (Hrsg.), STAUBKORNFEE TRIFFT ICH-MASCHINE

Frambach, Sabine & Focke, Kai, TÜREN, TORE & PORTALE

Schneidewind, Friedhelm, BRENNENDE LABYRINTHE

Das ist doch präsentabel

Ich erwähnte — hier –, dass Heribert Kurths »SOUNDCASE« auch im Dürener Plattenladen Sammy-Records mindestens zur Ansicht ausliegt. Kürzlich bekam ich ein Foto von dem Laden zugeschickt, das ich der Gemeinschaft interessierter Blogbesucher nicht vorenthalten möchte:

Praktischerweise lassen sich dem Foto gleich auch die einschlägigen Kontaktdaten entnehmen. Die Adresse ist die Oberstraße 36 in 52349 Düren.

Kurth, Heribert & Friends, SOUNDCASE. The Playlist Book