Der 123. Neuigkeitenbrief der p.machinery ist verfügbar. Hier.
[VDS] Infobrief vom Sonntag, 21. Januar 2024
Zu den Texten: hier entlang.
1. Presseschau
• Verbindung von Kopf zu Kopf und Herz zu Herz
• Unwort des Jahres gekürt
• Chance durch migrationsbedingte Mehrsprachigkeit
• Rentner rettet Sprache
2. Gendersprache
• Aus für Gender-Sonderzeichen
• Feministische Linguistin wird 80
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• Dienstwagenprivileg
4. Kultur
• Sprache der Autofahrer
5. Berichte
• Professor Krämer über die Rolle des VDS
6. Kommentar
• Das generische Femininum als Kompromiss
7. Termine
[VDS] Infobrief vom Samstag, 13. Januar 2024
Zu den Texten geht es diesmal hier entlang.
1. Presseschau
• VDS und der „Geheimplan gegen Deutschland“ (siehe hierzu auch das Update vom 15.01.)
• Über Schmierfinken und komische Käuze
• Gehirn passt sich an
• Die Sprache der Krokodile
2. Gendersprache
• Volksbegehren in Hessen und Baden-Württemberg
• Gendern macht dick
3. Kultur
• Die Rhetorik des „Kaisers“
• Minderheitensprache bewahren
4. Berichte
• Schlagzeile des Jahres 2023
5. Denglisch
• Mangelnde Wertschätzung
6. Soziale Medien
• Sprachwissenschaftler erobert Instagram
7. Kommentar
• Zuständigkeit des Vereins
8. Termine
[Naomi] Elf
Grau bist du geworden, meine kleine Griechin. Und heute feierst du deinen elften Geburtstag. Du erfreut uns an jedem Tag deines Lebens — und ich wünsche mir, dass du dein kommendes Jahr gesund, glücklich, zufrieden und immer satt erleben kannst.

SF international
Die fünfte Onlineausgabe InterNOVAs präsentiert diesmal internationale SF in bunter Mischung — einmal querbeet über den Globus:
Michael K. Iwoleit (Ed.)
UNCOMMON RELATIONSHIPS
International Science Fiction
InterNova Vol. 5 • 2023
p.machinery, Winnert, January 2024, 125 pages, PDF + eBooks
ISBN PDF: 978 3 95765 732 9
ISBN ePub 978 3 95765 733 6

Under the motto „Uncommon Relationships“ it includes the following stories:
Ahmed A. Khan (Canada): »Physiognomy Works!«
C. M. Teodorescu (Romania): »Spin Happy«
Álex Souza (Brazil): »Invisible Bodies«
Bill Kitcher (Canada): »The Last Day On Rigel X«
Sven Kloepping (Germany): »Bloodhound«
Mike Jansen (Netherlands): »Eudaimonia«
Mark Tiedemann (USA): »Rain From Another Country”
Jeremy Szal (Australia): »Dead Man Walking”
Bonnie Jo Stufflebeam (USA): »The Damaged«
Vaughan Stanger (UK): »Star in a Glass«
Thanks to Nicole Ashfield and Tasha Bajpai for proofreading.
InterNova #5 has just been uploaded. This time it’s a mixed issue with storys from eight countries.
Available online at https://internova.worldculturehub.net/2023/12/20/january-2024 or for download (PDF, ePub, mobi, azw3) at https://www.pmachinery.de/internova/online/in05.zip.
#Science-Fiction #Internationale_Kurzgeschichten #International_Short_Stories #Frankreich #France #Canada #Kanada #Romania #Rumänien #Brazil #Brasilien #Germany #Deutschland #Netherlands #Niederlande #USA #Australia #Australien #UK #VereinigtesKönigreich #UnitedKingdom
Kaiserwetter in Winnert
Und natürlich auch drumherum. Kaiserwetter ist laut Wikipedia eine Redensart, die sonniges Wetter bei tiefblauem und wolkenlosem Himmel umschreibt. Und das gab es heute hier in Winnert – und natürlich auch drumherum in Nordfriesland.
Wenn man vom Norderweg aus in die Felder geht, nach Norden, dann landet man schnell in bei diesem Wetter idyllischster … nein, wunderschönster Umgebung. Es ist ein herrlicher Anblick, der blaue Himmel, die Schneeflächen und dazwischen die Windräder.
Beeindruckend auch das Feldstück, auf dem sich seit Wochen mehr und mehr Schwäne versammeln. Sie machen einen Heidenlärm mit ihrem Geschnatter und ihren Unterhaltungen miteinander, und oft kommen neue Grüppchen an, die landen, oder eine kleine Gruppe aus fünf bis acht Tieren fliegt los, verbunden mit typischer Geräuschkulisse, die langen Hälse vornweg. (Ich habe sie nicht fotografiert, weil man sie im Schnee praktisch nicht sieht; das Foto wäre nicht sehr aussagekräftig geworden.)
Im Schnee zu laufen ist nicht ohne Anstrengung. Naomi und Susi laufen geschickt in der Spur eines Autos, das dort langgefahren ist, während ich – um Susi nicht versehentlich ins Heck zu treten oder Naomi hinter mir im Weg zu stehen – im tieferen Schnee (ca. zehn bis fünfzehn Zentimeter liegen da schon) laufen darf. Und an manchen Stellen ist es schon angefroren, was es nicht wirklich einfacher macht.
Es ist einfach ein herrliches Wetter, so wie es heute war und noch ist. Es ist Kaiserwetter, auch wenn es knapp unter null Grad und damit recht kühl ist. Nach dem Gassigang bin ich dann noch mit dem Auto losgefahren, um mit der Canon Fotos zu machen, denn auf dem Handy habe ich in dem extrem hellen Licht schlicht die App nicht gefunden …
Wer die ganzen Aufnahmen anschauen möchte, kann hier ein PDF herunterladen – mit allen Fotos. Aber Vorsicht – das sind über 520 MB.
Jamila tanzt für Blinde
Ellen Norten, Autorin des Romans »Jamila tanzt!« schrieb dieser Tage:
[…] ich bin (und darfst es Verleger auch sein) sehr stolz, dass Jamila tanzt! in die Blindenbibliothek in Münster aufgenommen wurde. Diese für Deutschland größte Blindenbücherei (über 40 000 Titel) ist nur für Blinde und Menschen nutzbar, deren Behinderung eine normale Lektüre nicht zuläßt. Das Buch ist als ungekürztes Hörbuch (über 8 Std.) sorgfältig produziert und nun ausleihbar, eine Weitergabe etc. ist nicht möglich. Nur Mitglieder der Bibliothek können mit Nachweis das Buch, wie bei einer normalen Bücherei ausleihen. Die Produktion von Jamila tanzt! geht auf meine blinden Freunde Günter und Magrit Gajewski zurück, die die Aufnahme des Buches angeregt haben. Ich glaube, dass nur wenige Kleinverlage, wenn überhaupt in dieser Bibliothek vertreten sind. Als Externer kann man zwar reinhören, mehr allerdings nicht:
https://wbh-online.com/hoerbuecher/suchergebnisse/?suchbegriff=Jamila+tanzt%21

[VDS] Infobrief vom Sonntag, 7. Januar 2024
Zu den Texten geht es hier.
1. Presseschau
• Deutsch als Fremdsprache in Tschechien
• Verwandtschaft zwischen Sprache und Biologie
• Das Flüstern der Pferde
• Quasi polyglotte Maschinen
2. Gendersprache
• Gebote sind gut, Verbote verwerflich
• Gendern gegen grammatisches Gespür
• Der stabile Käseladen
• Vernetzt, lautstark und staatlich finanziert
• Jaecki Schwarz findet Gendern grausig
• Gendern = rechter Kulturkampf
• Renitente Lehrer
• Neuer Medikamentenhinweis
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• Gemischter Satz
4. Kultur
• Warnung vor Macho-Gerede im Kino
• Kurioses Deutsch
5. Berichte
• Tag der Deutschen Sprache in Albanien
• Ehrung für die Gebrüder Grimm vom VDS Berlin
6. Denglisch
• Zu viel Denglisch
7. Soziale Medien
• Rückblick 2023
8. Kommentar
• Nazis, überall Nazis
9. Termine
Und nun zum »REISSWOLF« 33!
REISSWOLF 33
Das fantastische Rezensionsmagazin
44 Seiten, DIN A5, Broschur mit Rückenstichheftung
ISSN 2942-1837
ISBN 978 3 95765 374 1 – EUR 4,95

Der »REISSWOLF« 33 enthält auf 44 Seiten Besprechungen zu Büchern von Stephen King, Joseph Delaney, Robert Kraft, Fritz Leiber, Tobias Bachmann, Richard Chizmar, Henrik Hanna, Louis Marvick, Roger Zelazny, Aiki Mira, Samuel R. Delany und Sven Haupt sowie einigen p.machinery-Publikationen.
Das gedruckte Exemplar gibt es beim Verlag und in seinem Buchladen zum Preis von EUR 4,95.
Download unter: https://www.reisswolf-magazin.de/edits/RW33komplett.pdf
#Science-Fiction #Fantastik #Fantasy #Horror #Rezensionen #StephenKing #JosephDelaney #Robert Kraft #FritzLeiber #TobiasBachmann #RichardChizmar #HenrikHanna #LouisMarvick #RogerZelazny #AikiMira #SamuelDelany #SvenHaupt
Im Interview mit Sarah Lutter
Die Weltenportalreporterin Sarah Lutter hat mich interviewt. Das Interview ist auch auf Sarahs Blog nachzulesen: hier.
1) Wie bist du in die Verlagsbranche gekommen?
Durch einen Zufall. Anfang der 2000er fragte mich die Gattin eines damaligen Kollegen, ob ich im Internet schauen könnte, ob ich ein bestimmtes Buch für sie fände. Das Buch war bekannt, aber niemand hatte es, niemand wollte es verkaufen. Ich habe dann recherchiert, wo die Autorin zu finden sei, und es stellte sich heraus, dass sie in Ottobrunn (bei München) wohnte. Die Kontaktaufnahme mit Ayako Graefe war einfach, der Idee einer Neuausgabe ihres 1985 im Ulmer Verlag erschienenen und nicht mehr lieferbaren Buches »Ikebana – Geist und Schönheit japanischer Blumenkunst« stand sie positiv gegenüber – und damit war es praktisch geschehen.
Es verging noch einige Zeit, denn ein professionelles Buch zu layouten war doch etwas anderes, als ein Fanzine zu erstellen – worin ich schon gute Erfahrung hatte –, aber Anfang 2004 erschien die erste Version des Buches (A4-Querformat; die Druckerei fragte mich, wie ich glaubte, dass sie das stabil binden würden), und später kam dann eine »normale« Version dazu, die heute noch bei Books on Demand läuft – und die immer noch richtig gut läuft.
Das Ikebana-Buch ist der Grundstein und gleichzeitig der Bestseller der p.machinery. Während sich die meisten Ikebana-Bücher mit einer bestimmten Stilrichtung beschäftigen, hat Ayako Graefe in ihrem Werk eher Vergleiche zwischen verschiedenen Stilrichtungen angestellt, und das ist vermutlich das Geheimnis des anhaltenden (Verkaufs-) Erfolgs des bald vierzig Jahre alten Werkes.
Es dauerte dann noch ein Weilchen, bis es richtig losging. Es gab zwei Bücher, in denen es um Menschen und ihre Hunde ging, und ein Buch von Bernd Robker (heute bekannt als Robert Corvus) über seine Weltreise. Richtig los ging es dann im Juli 2009 mit Robert Hectors »2500 – Die fiktive Zukunft der Menschheit« (AndroSF 1), einem Werk anlässlich 2500 Bänden »Perry Rhodan«.
2) Hast du selbst auch geschrieben?
Ja, aber das ist lange her. 80er-, 90er-Jahre. Einige Geschichten wurden in Fanzines veröffentlicht, aber so richtig gut war ich nicht. Mein Hauptproblem war, dass ich in meinen eigenen Storys keinen Draht zur Science-Fiction fand, was die Veröffentlichung in SF-Fanzines schwierig gestaltete. Und irgendwann fand ich, dass meine Ideen allenfalls Schnipsel waren, nicht wirklich umsetzbar. Und die Zeit fehlte mir auch.
3) Wie kann man sich deinen Arbeitsalltag vorstellen?
Ich stehe morgens um 6 Uhr auf, schalte den Rechner ein, checke die E-Mails. Zwischen 7 und 8 Uhr gibt es den ersten Gassigang mit meinen Hundemädchen; zwei weitere Folgen gegen Mittag und am Nachmittag. Bearbeitet wird, was zu bearbeiten ist. Auftragsarbeiten – ich arbeite als Lektor, Korrektor und Buchsetzer auch für andere Verlage und Buchmacher –, eigene Projekte, Buchhaltung (am Sonntag), E-Mails (vorrangig auch am Sonntag, es sei denn, es gibt was Dringendes). Feierabend ist meist so um 19.30 Uhr herum.
4) Kommst du bei den ganzen Projekten überhaupt noch zum Schlafen?
Klar. Ich habe einen ziemlich eindeutig strukturierten Tag. Um 19.30 Uhr ist, wie gesagt, Feierabend, danach gibt es noch was in der Flimmerkiste und irgendwann zwischen 22 und 22.30 Uhr geht das Licht aus. Ich kann mich über mangelnden Schlaf nicht beklagen. Ich bin nicht wirklich völlig unflexibel, aber ich mag einen geregelten Tagesablauf J.
5) Neben Büchern bist du auch an der Herausgabe von NOVA und Haller beteiligt. Was reizt dich neben Büchern auch Zeitschriftenformate herauszugeben?
Eigentlich sind es die Kurzgeschichten.
Die Herausgeberin des HALLER kannte ich von einem Anthologieprojekt. Wir kamen dann zusammen, als ich das Layout dieser Literaturzeitschrift – so bezeichnet sich der HALLER – übernahm, und mit Band 11 ging das Werk in ein Imprint der p.machinery über. Der HALLER ist sehr abwechslungsreich, was Genres, Stile und Themen angeht, und ich mag schon ein wenig Abwechslung.
NOVA wurde mir von Michael Iwoleit angeboten, nachdem der Amrûn Verlag von Jürgen Eglseer die Segel streichen wollte. Gelesen hatte ich damals noch keine NOVA-Ausgabe, aber ich wusste um den Ruf und die Qualität der Inhalte, und ich hatte einfach Lust, NOVA zu machen. Wobei ich NOVA nicht als Zeitschrift einstufen würde, aber das ist Erbsenzählerei. NOVA ist NOVA.
Und HALLER ist HALLER :).
6) Neu ist der »Reisswolf« hinzugekommen, bei dem ich auch mitwirken darf. Was hast dich bewogen, noch ein Projekt zu starten?
Der »REISSWOLF« ist ja eher eine Zeitschrift, eben ein Rezensionsmagazin. Mit dem Namen hatte ich schon lange zu tun, nicht direkt, aber ich kannte die Urheber des Magazins, das in den 80ern zuerst erschien, recht gut, wir waren befreundet und sahen uns häufig. Der ursprüngliche »REISSWOLF« starb dann nicht einfach, sondern ging als Sparte in den ANDROMEDA NACHRICHTEN des SFCD auf.
Aktuell gab es ein wenig Gemurre über den Umgang Sylvana Freybergs, derzeitige Chefredakteurin der ANDROMEDA NACHRICHTEN (und meine Nachfolgerin), mit dem Thema Rezensionen. Ein, zwei Leute schrieben mir dazu. Ich weiß nicht, ob sie sich vorstellten, ich könne Einfluss nehmen, was ich aber sowieso nicht getan hätte. Die ANDROMEDA NACHRICHTEN sind Sylvanas Baby, sie macht das auf ihre Weise und ihre Weise ich genau so gut, wie es meine war (wenn überhaupt).
Was ich jedoch zu dem Thema so erfuhr, brachte mich eben auf die Idee, den alten »REISSWOLF« wiederzubeleben. Nicht etwa, um Sylvana indirekt an die Karre zu fahren, sondern um den Autoren, die aus welchen Gründen auch immer mit ihrer Rezi in den ANDROMEDA NACHRICHTEN nicht (mehr) landen konnten, eine Alternative anzubieten. Natürlich gibt es inzwischen Blogs und Rezensionsportale im Internet zuhauf – aber ein Rezensionsmagazin wie den »REISSWOLF« gibt es wohl nicht (jedenfalls fällt mir spontan keiner ein).
Und auch hier ist der eigentliche Grund, den neuen »REISSWOLF« zu machen, einfach, dass ich Lust dazu hatte und habe. Bei der ersten Ausgabe – der Nummer 31 (die an den 80er-Jahre-»REISSWOLF« anschließt, dessen letzte Ausgabe die 30 war) – hatte ich irgendwie das Gefühl, ein Fanzine zu machen. Das war … spannend … schön …
7) Was ist das gewisse Etwas, dass Bücher haben müssen, um bei deinem Verlag eine Chance zu bekommen?
Keine Ahnung. Das sind nicht selten ganz spontane Entscheidungen. Am einfachsten haben es Anthologien oder Sammlungen eines Autors. Ich bin Kurzgeschichtenfan, ich liebe Kurzgeschichten – nicht zuletzt, weil sie meinen eigenen Lesegewohnheiten zupass kommen – und ich finde es wichtig, Kurzgeschichten als solche hochzuhalten. Das soll nicht heißen, dass ich nicht auch Romane veröffentliche – was ja bekannt ist –, aber wirklich bewusste Entscheidungen treffe ich da nicht. Es ist ein bisschen Bauchgefühl, und in manchen Fällen auch Gewohnheit, wenn mir jemand, den ich schon mal veröffentlicht habe, ein anderes seiner Werke anbietet.