Werbung auf dem PentaCon

PentaCon 2021
Dresden
05.-07.11.2021
https://www.palitzschgesellschaft.de

Bedauerlicherweise finden sich auf der Veranstalterseite und auch sonst im Netz nicht sonderlich viele Informationen zum Con. Im SFCDforum gibt es die Abbildung einer Anzeige, mehr aber auch nicht. Vor allem nicht auf sfcdcon.de, wo es wirklich sinnvoll wäre. Aber gut. Das ist ja nicht mehr mein Problem …

Kempen, Bernhard, ARKADIA

Kempen, Bernhard, DARLING

Euer Termin am 03.11.: Der Hübner auf der Hörbahn

Klaus Hübner liest aus dem dritten Band seiner Buchreihe »Kein Twitter, kein Facebook – Von Menschen, Büchern und Bildern«, der den schönen Titel »Bierkämpfe, Barockengel und andere Bavaresken« trägt. Die Lesung findet statt:

Hörbahn on Stage, 3. November 2021
Beginn: 18:00 Uhr
Ort: Bayerische Einigung / Bayerische Volksstiftung, München
Georgenstraße 63, München-Maxvorstadt
U-Bahn Josephsplatz oder Hohenzollernplatz
Eintritt frei

Anmeldung: literaturradio@online.ms

Lob des U

… es lebt sich nicht schlecht an den Ufern der Regnitz. Und dann der Blick von oben auf die Dächer und Türme! Man sitzt und schaut und staunt! Da kommt der Kellner und fragt unseren Bamberger Freund, was es denn sein darf. Der schaut kurz auf und sagt: „A U, bidde!“. Hä? Die Münchner schaun einander an, nicken sich kurz zu und bestellen: „Aa a U!“ und „No a U!“.  „Drei U!“, resümiert der Kellner, und weg ist er. Und als dann drei perfekt temperierte Seidla vor uns stehen, voll mit ungespundetem hellem Bier, ist das Paradies sehr sehr nahe. Aha! „U“ bedeutet „ungespundet“! Ja, was ist jetzt das schon wieder? Egal! Prost! Aaaaah! Bamberg!
Wir reisen an diesem Abend nicht nur nach Bamberg, sondern auch nach Kelheim, Straubing oder Landshut – und paddeln auf der Donau. Wir reisen in die Literaturgeschichte Bayerns, zu Johann Andreas Schmeller oder Lena Christ. Wir reisen auch durch unsere ureigenen wunderlichen Sprachmarotten.  Und vielleicht reisen wir noch weiter.

Hübner, Klaus, BIERKÄMPFE, BAROCKENGEL UND ANDERE BAVARESKEN

Einen Überblick über alle vier Bände der Reihe findet man hier.

Der Autor

Klaus Hübner lebt in München und ist Publizist, Literaturkritiker und Redakteur. Studium der Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaft in Erlangen und München. 1980 Promotion zum Dr. phil., 1981–1983 DAAD-Lektor in Bilbao (Spanien). 1984–2016 Redakteur der monatlich erscheinenden Zeitschrift Fachdienst Germanistik. Lektorats- und PR-Tätigkeit beim iudicium verlag, Lehrbeauftragter für Neuere Deutsche Literatur und Deutsch als Fremdsprache an der Universität München, Dozent für Colleges und Sprachschulen, Schriftsteller-Seminare mit dem Goethe-Institut, Mitarbeit an Literaturlexika und literaturwissenschaftlichen Publikationen, Publizist und Literaturkritiker mit regelmäßiger Mitarbeit an zahlreichen Zeitungen, Zeitschriften und Online-Publikationen. Sekretariat des Adelbert-von-Chamisso-Preises der Robert Bosch Stiftung (2003–2017). Redaktionsmitglied der Zeitschrift Literatur in Bayern (seit 2012). Arbeitet seit 2017 am Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Universität München in der Redaktion der Zeitschrift Spiegelungen; Koordinator des Spiegelungen-Preises 2017, Jurymitglied beim Spiegelungen-Preis 2020.

Literarisch hell

Als Gerd Frey mir seine Sammlung Erzählungen mit dem Titel »OUTPOST« anbot, fragte er auch, ob ich auch seine Sammlung aus den 2000ern, die »DUNKLE SONNE« neu auflegen wolle. Sie war bei Shayol erschienen und längst nicht mehr lieferbar — und vor allem gab es seinerzeit kein E-Book der Kollektion. Und für mich war sofort klar, dass ich Gerds Storys veröffentlichen würde. Die neuen unter dem Titel »OUTPOST« wie auch die alten der »DUNKLEN SONNE«. Und nun gibt es von der Sammlung aus dem Jahre 2002 auch endlich ein E-Book …

Frey, Gerd, DUNKLE SONNE. Fantastische Erzählungen

Unverlangt, und dennoch …

Das Manuskript erreichte mich als eines, das ich gar nicht haben will. Wird jedenfalls auf der Verlagswebsite irgendwo behauptet. Das mit den unverlangten Manuskripten. Kennt man. Ich habe es trotzdem abgespeichert und irgendwann Mitte 2020 auch gelesen. Und siehe da …
Da hatte ich ein Manuskript, das sich bestens lesen ließ. Von einer Autorin, die schreiben kann. Und die — wie sich später herausstellte — auch grafisch talentiert ist. Ein eigener Stil, klar — aber das ist ja auch gewollt, Abwechslung gegenüber dem softwareproduzierten Einheitsbrei gefällt. Mir jedenfalls.
Und so kann ich mit »TITANROT« einen Roman vorlegen, der es in sich hat.

Eine Leseprobe gibt es auch: hier.

Menzel, S. C., TITANROT – Nomaden im All

 

Gendern verletzt Urheberrechte

Pressemitteilung vom 27. Oktober 2021:

Genderklage gegen Zeitschrift wegen Urheberrechtsverletzung

Klägerin: Freiheit des Autors wurde missachtet

Die Autorin Sabine Mertens klagt wegen Urheberrechtsverletzung gegen den Verlag ManagerSeminare (Bonn). Dessen Zeitschrift „Training aktuell“ hatte einen ihrer Artikel gegendert, obwohl die Autorin mehrfach deutlich darauf hingewiesen hatte, keine Gendersprache nutzen zu wollen. Trotz der Zusage, den Artikel in der eingereichten Form abzudrucken, hat der Verlag ihn in der Endversion in sogenannter gendergerechter Sprache veröffentlicht. „Ich erwarte Respekt vor der Freiheit des Autors, umso mehr von der Redaktion eines Magazins, das sich mit Weiterbildung und Lernen beschäftigt“, so Mertens.
Die Klägerin Sabine Mertens ist Autorin und Coach, außerdem leitet sie die AG Gendersprache im Verein Deutsche Sprache (VDS). Anfang Oktober 2021 reichte sie Klage beim Landgericht Hamburg ein. Anlass war die sprachliche Veränderung ihres Textes an zwei Stellen. Statt „Zeichner“ hat der Verlag nach der Korrektur in der überarbeiteten Version den Begriff „zeichnende Person“ veröffentlicht. In der Klageschrift heißt es dazu: „Sprache ist in ihrer Arbeit (Beratung, Coaching, Therapie) von sehr hoher und sehr persönlicher Bedeutung. Eine derart unpersönliche Ausdrucksweise wie ‚Person‘ disqualifiziert die Klägerin in ihren Augen in ihrem Tätigkeitsfeld.“ Trotz mehrfacher Mails im Vorfeld der Veröffentlichung, in der Mertens ihre Sicht deutlich gemacht hatte, hat sich der Verlag dazu entschieden, gegen das Urheberrecht zu verstoßen und seiner eigenen Gender-Ideologie zu folgen.
Sabine Mertens ist von der Vorgehensweise des Verlags enttäuscht und entsetzt zugleich: „Damit hat der Verlag gegen meinen ausdrücklichen Willen die Gendersprachdoktrin durchgesetzt.“ Eine inhaltliche Auseinandersetzung habe nicht stattgefunden, gegen die finale Änderung habe sie sich nicht wehren können. „Ich wurde hintergangen und vor vollendete Tatsachen gestellt. Der Verlag hat seine Stellung missbraucht.“
Der VDS unterstützt Sabine Mertens in der Klage gegen die Zeitschrift. „Das Urheberrecht darf nicht mit Füßen getreten werden“, sagt der VDS-Vorsitzende Prof. Walter Krämer, „wer die eigene Ideologie vor die Persönlichkeitsrechte eines Menschen stellt, zeigt, wie wenig ihm an einem Miteinander gelegen ist.“

Verein Deutsche Sprache e. V.
Vereinssitz: Martin-Schmeißer-Weg 11, D-44227 Dortmund
Für Briefsendungen: Postfach 10 41 28, 44041 Dortmund
Telefon/Telefax: +49 231 7948520
www.vds-ev.de

Kein Skat II: Gassi mit drei

Sonntag. Immer noch schönstes Wetter. Wieder Freilauf auf dem Norderweg. Es ist durchaus angenehm, dass wenigstens den Hunden immer die gleiche Strecke nicht langweilig wird. Für mich ist es schon eine Herausforderung. Aber da muss man durch.

Auf dem Hinweg kommen uns zwei Motorroller entgegen. Ich nehme Kim und Naomi zu mir, Susi an die Seite. Alles gut. Die Motorroller wechseln auf die andere Spur und fahren hintereinander an uns vorbei. Langsam und gesittet. Leider stinken die Dinger wie die Seuche. Finden auch die Hunde, die alle niesen müssen, um den Gestank wieder loszuwerden.

Auf dem Rückweg zwei Radler. Die schaffen es weder, hintereinander auf einer Spur zu fahren noch die Geschwindigkeit zu senken. Sind ja cool, solche Mountainbikerennräder für eierlose Yuppies. Und dann die Klamotten – die sehen so scheiße aus, dass man schnell an jemandem vorbeifahren muss, der sie scheiße finden könnte.

Kein Skat I: Gassi mit drei

Samstag. Bildschönes Wetter. Strahlender Sonnenschein, kühl. Kühl genug für eine ordentliche Jacke. (Hinterher schwitze ich doch, aber egal.) Freilauf im Norderweg. Kim und Naomi laufen frei, mit Tracker. Susi an der langen Leine. Keine Schleppleine, aber schon drei Meter.
Kim ist wie immer scharf auf Leckerlis, aber sie fängt wieder an, sich an die Punkte zu erinnern, an denen es etwas gibt. Zwischendurch hat sie versucht, sie neu zu setzen. Jetzt läuft sie wieder voraus, bis zum nächsten Punkt, bleibt stehen und spaziert uns langsam entgegen. Und muss trotzdem warten, bis wir am nächsten Punkt sind.
Naomi ist wie immer schnüffelfreudig. Susi auch. Bei mir dürfen sie das auch. Ich hasse es, die Hunde wie Säcke Kaffee oder Blumenerde hinter mir her zu schleifen. Sie sollen schnüffeln können. Nicht uferlos. Nach einer guten Minute spreche ich dann schon mal eine Fortsetzung des Gassis an. Nach spätestens zwei Minuten ziehe ich dann auch. Aber Schnüffeln ist erlaubt.
Susi macht sich nicht schlecht. Sie läuft ordentlich an der Leine, hat aber einen Linksdrall, heißt: Sie will immer links von mir gehen. Selten lässt sie sich längere Zeit auf die rechte Seite holen. Auf der Fortsetzung vom Norderweg ist das okay.

Auf dem Rückweg kommt uns ein Auto entgegen. Pkw mit Hänger. Lada, denke ich. Am Steuer ein Arschloch. Zwanzig Meter vor uns hupt er uns an. Völlig sinnlos. Susi ist eh bei mir, Kim und Naomi längst zu mir gekommen. Sie hören ja auf ihren Namen. Arschloch fährt an uns vorbei, pöbelt irgendwas durchs offene Autofenster und fährt weiter. Ohne auch nur für einen Augenblick vom Gas gegangen zu sein. Nun gut: Ich habe mir dein Kennzeichen gemerkt, du dumme Sau.