Wortsport

Gerade zu Ende gegangen ist das Feature »Sport ist Wort. Literaten und ihre Leibesübungen«, eine Sendung auf Bayern 2, die am 30.1.2022 von 20 bis 21 Uhr wiederholt wird. Oder man gönnt sie sich gleich als Podcast: hier. Warum das hier relevant ist? Ganz einfach: Herbert W. Franke ist akustisch mit von der Partie.

Edit 05.02.2023: Der Bayerische Rundfunk stellt den Podcast nicht mehr zur Verfügung. Danke. So viel zur Behauptung, das Internet vergesse nichts.

Hilfe für Galgos in Not

Das Foto stammt von der VETO-Website (veto-tierschutz.de).

Jedes Jahr Anfang Februar werden sie weggeworfen, aussortiert, entsorgt: Galgos. Jagdhunde, die auf der iberischen Halbinsel nur so lange als nützlich betrachtet werden, so lange sie Leistungen erbringen. Ihr Leben ist auch während der Zeit vor ihrer Entsorgung nicht schön – aber danach sind sie Müll, Abfall.
VETO versucht zu helfen. Schaut euch das Video an. Schaut in diese Augen.

El Galgo Español - Ein Leben nach der Jagd / Dokumentarfilm

  • P.S.: In einer der letzten WDR-Sendungen der Reihe »Tiere suchen ein Zuhause« wurden mehrere Galga (d.s. weibliche Galgos) aus einem deutschen Tierheim vorgestellt. Ihre Augen zeigten einen ganz anderen Blick.
  • P.P.S.: Und vielleicht sollte man sich manche Dinge – nicht nur die Seuche – durch den Kopf gehen lassen, wenn man sein Urlaubsziel auswählt …

Raumzeit – eine Lesung

Die p.machinery-Autorinnen S. C. Menzel und Corinna Griesbach geben sich die Ehre – das verkündet Thorsten Küper in verschiedenen Foren:

C. Menzel bringt uns in ihrem Roman »Titanrot: Nomaden im All« weit in den Weltraum, während uns Corinna Griesbach in »Das Prinzip der Mittelmäßigkeit« durch die Zeit führt. Was läge da näher, als ihr gemeinsames Programm »Raumzeit« zu nennen?
Die beiden lesen für uns am 29. Januar live aus ihren Büchern. Die Bühnen dafür baut Barlok Barbosa alias Bernhard Bettschen.
Den Ton bekommt man über den Discord-Server der Brennenden Buchstaben: https://discord.gg/P3x79Xw
Die Live-Video-Übertragung findet auf YouTube unter https://www.youtube.de/brennendebuchstaben statt.
Und die URL ins Second Life lautet https://maps.secondlife.com/secondlife/Port%20Genieva/51/108/22

Wer sich vorab über die Texte informieren möchte: Beide Bücher sind lieferbar. Und lesenswert.

Menzel, S. C., TITANROT – Nomaden im All

Griesbach, Corinna, Das Prinzip der Mittelmäßigkeit

 

Und auch im nordfriesischen Outback

Auch dort. Wird gemordet. Holz, unschuldiges, ökologisch wichtiges Holz. Weil man das so macht. Damit zu den passenden Gelegenheiten der Sturmwind ordentlich übers Land pfeifen kann.

Erklären konnte das bislang noch niemand. Man macht das einfach so. Auch außerhalb von Winnert. Hier am Moorsiekweg Richtung Osterwinnert.

Dieser Knick genannte Wall war dicht bewachsen, ein ordentlicher Windschutz und im Sommer durchaus auch Schattenspender. Aber die Kettensäge muss sich ja amortisieren. Und ich weiß, dass es nichts ändert, dass ich das scheiße finde. Ich finde es trotzdem scheiße. Das mache ich so.

Das macht man so

Im Januar. Jedes Jahr das gleiche Spiel. — Obwohl in diesem Fall vermutlich jemand das Grundstück gekauft hat, denn das Haus machte lange Zeit einen verwaisten Eindruck. Und doch. Das macht man so. Wenn man ein Grundstück gekauft hat.

Links stand eine weitere Reihe Bäume. Gut, man mag sich fragen, wozu eine Doppelreihe solcher Bäume an der Stelle gut gewesen sein sollte. Aber man kann sich auch fragen, wozu die äquatorialen Urwälder gut sind. Ach ja. Die Lunge der Erde. Oder so.

Den Zaun entlang standen große Büsche. Ich bin kein Botaniker, wie die Pflanzen hießen, weiß ich nicht. Sie waren groß, dicht gewachsen. Nun sind sie weg. Nun kann man seinen voyeuristischen Leidenschaften freien Lauf lassen, wenn man zu jeder Tageszeit ins Haus schauen kann.

Der »Abfall« bleibt jetzt erst mal ein Weilchen liegen. Bis die ersten Vögel entschieden haben, dass das hübsche Brutplätze sein könnten. Hierzulande ist es üblich, solche Holzfriedhöfe garantiert erst dann wegzufahren, wenn sich die Natur ihrer bemächtigt hat.

Wenigstens den Rhododendron haben sie stehen lassen. Vielleicht fürs nächste Jahr. Da muss der Holzbestand ja auch wieder dezimiert werden. Denn das macht man so.

Mein Auto ist keine Schnecke

Nein, wirklich nicht. Der Passat, Baujahr 2009, hat einen leistungsfähigen Diesel mit Turbolader, irgendwas knapp über 100 PS und schafft leicht 200 bis 210 km/h, freie Strecke vorausgesetzt. Trotzdem ziehe ich in Erwägung, ihn zum Schneckotop zu erklären. Weil:

Das winzige Schneckerl war keinen Zentimeter lang, so wie es da abgebildet ist. (Und ja, zefix, meine Karre ist dreckig. Das ist sie immer!) Und sie war nicht allein, nein, nein:

Dass Spinnen meine Außenspiegel ganz toll finden, um davor ihr Netz zu spannen und hinter der Spiegelscheibe auf Opfer zu warten, das ist mir längst bekannt. Der Schneckenbesuch indes hat mich durchaus überrascht. Bei der nächsten Gelegenheit — soll heißen: wenn sich wieder so ein Schneckerl blicken lässt — werde ich die Idee diskutieren, den Wagen zum Schneckotop zu erklären. Vielleicht kann ich damit Steuerermäßigungen erwirken …