Das macht man so

Im Januar. Jedes Jahr das gleiche Spiel. — Obwohl in diesem Fall vermutlich jemand das Grundstück gekauft hat, denn das Haus machte lange Zeit einen verwaisten Eindruck. Und doch. Das macht man so. Wenn man ein Grundstück gekauft hat.

Links stand eine weitere Reihe Bäume. Gut, man mag sich fragen, wozu eine Doppelreihe solcher Bäume an der Stelle gut gewesen sein sollte. Aber man kann sich auch fragen, wozu die äquatorialen Urwälder gut sind. Ach ja. Die Lunge der Erde. Oder so.

Den Zaun entlang standen große Büsche. Ich bin kein Botaniker, wie die Pflanzen hießen, weiß ich nicht. Sie waren groß, dicht gewachsen. Nun sind sie weg. Nun kann man seinen voyeuristischen Leidenschaften freien Lauf lassen, wenn man zu jeder Tageszeit ins Haus schauen kann.

Der »Abfall« bleibt jetzt erst mal ein Weilchen liegen. Bis die ersten Vögel entschieden haben, dass das hübsche Brutplätze sein könnten. Hierzulande ist es üblich, solche Holzfriedhöfe garantiert erst dann wegzufahren, wenn sich die Natur ihrer bemächtigt hat.

Wenigstens den Rhododendron haben sie stehen lassen. Vielleicht fürs nächste Jahr. Da muss der Holzbestand ja auch wieder dezimiert werden. Denn das macht man so.

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