Johnny Rieder hat in der Dezember-Ausgabe von »in münchen« diese Besprechung von Tiny Strickers »London, Pop und frühe Liebe« veröffentlicht:

Danke sehr :)
[Don't believe me | just watch]
Johnny Rieder hat in der Dezember-Ausgabe von »in münchen« diese Besprechung von Tiny Strickers »London, Pop und frühe Liebe« veröffentlicht:

Danke sehr :)
Zum zweiten Mal hat Oxfam in Lübeck (Königstr. 123-125) Bücher der p.machinery erhalten, die ich aussortiert habe, weil sie nicht mehr »laufen« und im Lager der Druckerei nur Platz wegnehmen. So bringen sie zwar meiner p.machinery keinen Umsatz mehr, aber sie erfreuen einen Verein, der mit seinen Einnahmen auch Gutes tut. Neben Oxfam in Lübeck haben auch zwei Läden in Hamburg und weitere Einrichtungen (z. B. die Pfennigparade in München sowie zwei Büchertauschregale hier in Schwabstedt und Rantrum) Bücher bekommen. Wie gesagt: Kein Umsatz für die p.machinery, damit de facto ein Verlust, aber immer noch sinnvoller, als die Bücher bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag zu lagern, was am Ende auch noch Kosten erzeugt …

Foto: Thomas Harbach (danke!)
Eigentlich hätte das aktuelle Buch mit Texten und Fragmenten des Hubert Katzmarz pünktlich zu seinem 70. Geburtstag am 03. November 2022 erscheinen sollen, doch wie so oft kam Diverses dazwischen. Nun haben wir — Ellen Norten als Herausgeberin und ich als Verleger — eine rund einmonatige Verspätung hingelegt, aber dem Werk an sich tut das keinen Abbruch. »Im Garten der Ewigkeit« ist eine Sammlung bereits bei uns — und freilich anderswo — veröffentlichter Geschichten und zusätzlich diverser Fragmente, so die Erstveröffentlichungen »Im Garten der Ewigkeit« und »Hinter verschlossenen Türen«. Das Buch ist gegliedert in fünf Themenbereiche, man könnte auch von Genres sprechen. Den detaillierten Inhalt kann man vorab unter dem unten abgebildeten Link nachlesen.
Neben diesem Buch wird es noch zwei weitere Bücher anlässlich Hubert Katzmarz‘ 70. Geburtstag geben, zum einen ein auf Basis eines Katzmarzschen Fragments fertig geschriebener Roman, zum anderen eine Anthologie verschiedener Autoren, die das »Abschied von Bleiwenheim«-Motiv (erstmals als AndroSF 36 veröffentlicht) erneut aufgenommen haben. Aber diese beiden Titel dauern noch ein wenig … Zuerst darf sich der geneigte Leser dem »Garten der Ewigkeit« widmen, den es direkt beim Verlag oder im Buchladen auf Booklooker als hochwertige Hardcoverversion mit Fadenbindung und Schutzumschlag gibt.

Es war in der Tat kein einfacher Job, dieses Buch herzustellen. Nicht, dass es technische Probleme gab, nicht, dass die Texte besondere Herausforderungen bereit gehalten hätten — oder doch, genau das. Denn die Layoutvorbereitungen dauerten länger als sonst, weil ich immer wieder in den Geschichten Horst Pukallus’ regelrecht versank, und später beim Layout der Druckdaten ging es nicht anders. Die Geschichten in diesem Buch sind schon etwas Ausgefallenes, etwas ganz Besonderes – und vor allem »Der Leguan des Mandanten« hat mich fasziniert, denn ich bin ein großer Fan der Cut-Up-Technik des William S. Burroughs und habe sie in lange vergangenen Zeiten — vulgo: Achtziger — selbst angewandt. Das Buch ist jedenfalls eine Sammlung eines begnadeten Profis, ausgewählt und zusammengestellt von einem ebensolchen, von Michael Iwoleit. Ich bin jedenfalls stolz darauf, dieses Buch verlegen zu dürfen.

»Cutting Edge« steht für »innovativ, auf dem neuesten Stand«. Sagt der Google-Übersetzer. Glaube ich ihm. Und auch wenn der erste Band des neuen Imprints meiner p.machinery lauter Geschichten von Thorsten Küper präsentiert, die schon einmal veröffentlicht wurden, birgt er Innovatität auf und zwischen den Buchdeckeln. Und damit ist nicht nur das Titelbild gemeint, das erstmals in der p.machinery unter dem Einsatz sogenannter künstlicher Intelligenz — ein Verfahren, das derzeit ja groß gehypt wird — zustande gekommen ist (ein Umstand, der sich in diesem Imprint wiederholen wird, denn es handelt sich um ein grundsätzliches Gestaltungselement der CI dieses Imprints).
Lesenswert sind die Storys von Thorsten Küper in jedem Fall. Und die gesamte Optik des Buches — die in gemeinschaftlicher Arbeit von Tom Turtschi, Michael Iwoleit und mir zustande gekommen ist — wird hoffentlich überzeugen.


Tiny Stricker liest aus seinem gerade erschienenen Buch „London, Pop und frühe Liebe“, in dem es um eine deutsch-britische Teenage-Affäre vor dem aufregenden Hintergrund der Swinging Sixties geht. Passend dazu werden Musiktitel aus dieser Zeit gespielt (Moderation und DJ: Wolfram Hirche). Außerdem liest Tiny Stricker aus dem noch nicht abgeschlossenen Manuskript „Hippies in Chittagong“.
Die Lesung findet am 25.11.2022 ab 19.30 Uhr im MLb (Münchner Literaturbüro) in der Milchstraße 4 in München statt. Der Eintritt ist frei. Um zahlloses Erscheinen wird gebeten; Bücher zum Erwerb werden vor Ort vorhanden sein.
Weitere Informationen dazu: hier, hier und hier.

Für mich war und ist er eine Legende. Nicht in jeder Beziehung, nicht in allen Aspekten im Umgang mit der deutschen Sprache stimmte und stimme ich mit ihm überein. Aber ich habe viel von ihm gelernt.
Sprachpapst Wolf Schneider gestorben
„Mit Worten ordnen wir die Welt.“ Der Journalist und Sprachkritiker Wolf Schneider hatte stets ein besonderes Gespür für die Feinheiten der Sprache. Waren es einerseits Schachtelsätze, die er für die „akademische Missgeburt schlechthin“ hielt, so waren es einfache, kurze Wörter, die für ihn einen guten Text ausmachten: Einsilber seien das Verständlichste, Natürlichste, Selbstverständlichste und Kraftvollste. Die Natur sei aus Einsilbern beschrieben: Berg und Tal, Wald und Feld. Nach seiner Ausbildung bei der Neuen Zeitung in München war er u. a. bei der Nachrichtenagentur AP, der Süddeutschen Zeitung und beim Stern, zunächst als Chef vom Dienst, später als Verlagsleiter. Schneider leitete von 1978 bis 1995 die Henri-Nannen-Schule in Hamburg und prägte dort mit scharfem Kommando die Ausbildung mehrerer Generationen von Journalisten. Sein Standardwerk „Deutsch für Profis“ steht sicher im Regal eines jeden Journalisten. Er kritisierte sprachliche Schlampigkeiten, ungenaue Sprachbilder, überflüssige Anglizismen und das Gendern der Sprache. Die Frankfurter Rundschau nannte ihn „Sprachpapst“ – und wurde damit seinem Renommee mehr als gerecht.
Schneider war auch dem Verein und insbesondere der Stiftung Deutsche Sprache verbunden. Von 2006 bis 2010 betrieb er mit Josef Kraus, Cornelius Sommer und Walter Krämer die von der Stiftung geförderte Aktion lebendiges Deutsch. Die Autoren erbaten jeden Monat für einen der zahlreichen überflüssigen Anglizismen Übersetzungsvorschläge und suchten den mehrheitsfähigsten aus. Der Rekordhalter war die Frage nach einem deutschen Begriff für „brainstorming“. Die abgeschlossene Arbeit ist in dem Buch Deutsch lebt dokumentiert. Beispiele sind bei der Stiftung Deutsche Sprache nachzulesen. Wir verneigen uns vor einem großen Journalisten, Sprachkritiker und Vereinsmitglied. Er hat bis zuletzt viele Menschen inspiriert. Adieu … (tagesschau.de, stiftung-deutsche-sprache.de)
Quelle: VDS-Infobrief 13.11.2022
Horst Illmer, sittsam bekannt aus der »phantastisch!« und seinem »temporamores«, hat sich die »Gelehrtenrepublik« gegriffen und besprochen – nachzulesen en detail hier – und hat ein nettes Fazit gefunden: »Beide Ausgaben«, schreibt er, »sind in CABRA eingebunden, einem Material, das sich anfühlt, als würde man(n) eine Zentaurin streicheln. Gefühlsecht!« :))

Die »Normalausgabe« ist ja längst lieferbar. Die »Vorzugsausgabe« ist in Produktion. Der Buchdruck beim Schaltungsdienst Lange wird Anfang Dezember fertiggestellt sein, wenn nichts dazwischen kommt. Die Produktion des Schubers wird noch ein wenig dauern. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Vorzugsausgabe zum Preis von EUR 222,- (incl. MwSt. und Versand) spätestens im Januar 2023 verfügbar sein wird. Vielleicht auch früher. Wird man sehen.
Corinna Griesbachs Kurzgeschichtensammlung »Alien Love« ist als Hörbuch in der Produktion. Weitere Infos folgen.

Dieser Tage habe ich mein Buchlager aufgeräumt … ausgeräumt wäre beinahe richtiger. Zahlreiche Bücher sind aus dem Programm geflogen — die Website pmachinery.de wird noch nach und nach aktualisiert, der Buchladen ist es bereits — und die Restbestände wurden verschiedenen Institutionen zur Verfügung gestellt, um damit Sinnvolles für z. B. soziale Projekte zu unterstützen.
Einer der Nutznießer unserer Räumungsaktion ist Uwe Barthel mit seinem »modernen Antiquariat« BUCHTEDDY. Das Antiquariat liegt in Dresden und führt ein umfangreiches Programm nicht nur mit unseren Büchern.