Ein Schritt in die Internationalität

2004 begründete Ayako Graefes Ikebana-Buch die Existenz meines Verlages; 2010 gab es eine neue Version in Zusammenarbeit mit Books on Demand, die heute noch läuft … und läuft … und läuft … 2017 hat Ayako Graefe ein neues, diesmal englisches Ikebana-Buch vorgelegt, das vor einigen Wochen das Licht des Buchmarktes – zuerst in Japan! – erblickt hat und nun erste Anzeichen liefert, kein kleinerer Verkaufsschlager als das »alte« Ikebana-Buch (das immerhin aus dem Jahre 1985 stammte!) werden zu wollen.

Eine Besonderheit an diesem Buch ist die Tatsache, dass es in englischer Sprache verfasst ist. Eine zweite Besonderheit ist, dass es das erste p.machinery-Buch ist, das es bei CreateSpace nicht nur in Farbe, sondern auch im US-amerikanischen Buchgroßhandel gibt (woraus der erheblich höhere US-Preis auf amazon.com resultiert). Und eine dritte Besonderheit ist, dass das Paperback mit einer amerikanischen und einer deutschen ISBN zu bekommen ist; die amerikanische ISBN war notwendig, um dort in den Buchgroßhandel zu kommen.

Ayako Graefe
CONTEMPORARY IKEBANA AND ITS TRADITIONAL BACKGROUND
The Aesthetic and Philosophical Essence of the Japanese Art of Flower Arrangement
Ikebana 2
p.machinery, Murnau am Staffelsee (Germany), March 2017, 208 pp. (156 colored)
Paperback ISBN 978 3 95765 086 3 – EUR 25,90 (DE)
Hardcover ISBN 978 3 95765 087 0 – EUR 35,90 (DE)
CreateSpace/Amazon USA ISBN 978 1 544 74186 4 – USD 39,90 (US)
CreateSpace/Amazon UK ISBN 978 1 544 74186 4 – GBP 18,90 (UK)

Ikebana is the Japanese art of floral arrangement. Many famous masters have developed and refined this art over the centuries and it is full of symbolic content and is strongly intertwined with the cultural and philosophical traditions of Japan. It is much more than a mere decorative art. This rich background makes Ikebana so different from Western floral art, and it is the main topic of this book.

Keine Helden auf der Kippe

Auch die Information, dass es dieses Buch gibt, hat ein wenig unter meiner derzeitigen Lebenslage gelitten. Aber natürlich vergammeln Bücher nicht, und so möchte ich das zweite Werk von Kai Beisswenger erwähnen, das in meinem Verlag erschienen ist und erscheint:

Die Geschichte hat durchaus Thrillerelemente – wenn man sich auch keine falschen Hoffnungen machen sollte, dass es sich hier um ein actiongeladenes Werk handle, das als Film in eine Materialschlacht ausarten würde. Vielmehr spielt sich der Thriller nur zu einem Teil in der physischen Realität ab – vielmehr ist es die Spannung der sich entwickelnden Beziehungen zwischen den Protagonisten, die den Text für mich veröffentlichungswürdig machte. Und ich stufe den Text für mich als Thriller ein.

Weitere Details zum Buch: hier.

Tragische Storys zu Weihnachten

Solche Geschichten sollte man sich verkneifen. Und es war auch nicht tragisch, dass dieses schon im Dezember 2016 erschienene und reich bebilderte Buch von Gabriele Behrend, einer in der fantastischen Szene bestens bekannten Autorin und Zeichnerin, erst jetzt nach und nach öffentlich bekanntgemacht wird. Damals, im Dezember 2016, war die Zeit für eine groß angelegte Verkündungskampagne einfach zu knapp – das Buch wurde erst wenige Tage vor den Feiertagen überhaupt fertig, und so kamen bislang nur Menschen im direkten Umkreis der Autorin in den Genuss des Werkes.

Aber bekanntermaßen wiederholt sich die Geschichte, und so wird es auch 2017 Weihnachten geben. Ich habe schon Vorsorge getroffen, dass das Buch rechtzeitig vor dem Fest noch einmal nach oben geholt wird, damit sich der eine oder andere vielleicht noch entscheiden kann, das kleine, aber feine Werk zum Geschenk zu erwählen.

Weitere Details zum Buch: hier.

Beteiligungsgesellschaft

Gabriele & Arno Behrend, Sabine Seyfarth (Hrsg.)
WELCOME TO EUROPE
U•CON Souvenirbook EuroCon | SFCDcon 2017
ANDROMEDA SF MAGAZIN 156
SFCD e.V., Murnau am Staffelsee, Juni 2017, 180 Seiten 148 x 255 mm
ISSN 0934-330X – EUR 8,00
Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu
Download (ab 19.06.2017): https://www.sfcd.eu/download/pubs/asfm101-200/asfm156dlv.zip

Lies weiter … →

Ein Rekordversuch des SFCD?

Sylvana Freyberg, Jürgen R. Lautner & Martin Stricker (Ed.)
OPERATION ACT OF GRACE
and other stories and essays from the wide area of
German Science Fiction 2017
ANDROMEDA SF MAGAZIN 155
SFCD e.V., Murnau am Staffelsee, Juni 2017, 108 Seiten 148 x 255 mm
ISSN 0934-330X – EUR 6,00
Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu
Download: https://www.sfcd.eu/download/pubs/asfm101-200/asfm155dlv.zip

Lies weiter … →

Der SFCD und sein SF-Magazin

Lange Jahre hatte der SFCD so seine Probleme damit, sein ANDROMEDA SF MAGAZIN in einer einigermaßen ordentlichen Erscheinungsweise zu präsentieren. Nach Jahren, in denen kolportiert wurde, es sei nicht genug Geld da, und Jahren, in denen sich potenzielle Redakteure von der Mitgliederversammlung zur Produktion einer Ausgabe vergattern ließen, die dann nie erschien, änderte sich das nach einer MV-Entscheidung, die Hoheit über das Magazin einem Herausgeber zu übergeben.

Lies weiter … →

Und einfacher wird es auch nicht

Seit Monaten nimmt er zu, der hauptberufliche Ärger, der vermutlich bald in eine Entscheidung münden wird – und seit Monaten nimmt sie ab, die Freizeit, die mir bleibt, um meine durchaus nicht wenigen Projekte vorwärts zu bringen.

Inzwischen im elften Jahr meiner aktuellen Runde als Chefredakteur und Herausgeber der SFCD-Publikationen hat mir die magere Freizeit bei der Herstellung der ANDROMEDA NACHRICHTEN 257 echte Probleme bereitet. An manchen Tagen war ich nicht weit davon entfernt, ernsthaft über Konsequenzen nachdenken zu müssen und zu wollen (was ich auch weiterhin in der Tat tue, allerdings in einer anderen Richtung, als sich dies hier vielleicht lesen mag). Der ganze Ärger um mich herum nahm mir an manchen Tagen auch einfach die Lust, produktiv zu werden – was am Ende noch zusätzlich ärgerlich und frustrierend ist.
Am Ende aber wird dann manchmal doch etwas gut. Nicht alles, nein, davon bin ich derzeit noch weit entfernt. Aber etwas. In diesem Falle einfach die ANDROMEDA NACHRICHTEN 257, die dann doch – o Wunder! – fertiggestellt werden konnten und seit heute dem Drucker zur Verfügung stehen, um sie auf Papier zu bannen.

Hier die Details:

ANDROMEDA NACHRICHTEN 257
SFCD e.V., Murnau, April 2017, 116 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
| Sechs Jahrzehnte im Fandom oder: Von Walter Ernstings Kühlschrank zum umgebauten Besenschrank  Thomas Recktenwald interviewt Gerhard Müller ||Conventions|| Jürgen Lautner: Das einzig Beständige ist der Wandel – Der Buchmessecon am 22. Oktober 2016 | Jürgen Lautner: Der Dampf ist raus || Deutscher Science-Fiction-Preis 2017 – Die Nominierungen || Fantasy || Science-Fiction || Zwielicht || Cinema || e:Games || Perry Rhodan || Science || Zerrspiegel  || FanzineKurier || Reissswolf || StoryFiles || Uwe Lammers: Der Platz der Steine, Teil 3

Das Titelbild stammt von Andreas Schwietzke.

Diese Ausgabe gibt es auch zum Download: https://www.sfcd.eu/download/pubs/an201-300/an257open.zip

Das ist alles nicht so einfach

Wenn ich mir so anschaue, was ich noch an Ideen für Kurzgeschichtenanthologien auf Lager habe, wird mir angst und bange. Ende 2024 will ich meinen Verlag los sein – anderes Thema, diskutieren wir später –, aber wenn ich all diese Ideen noch realisieren möchte, dann brauche ich noch mindestens ein zweites Leben. Seufz.
Und für die ausgeschriebenen, gelaufenen Anthologien habe ich ja auch eine Verantwortung. Es kann ja nicht angehen, Autoren zu einer Geschichte zu animieren und sie dann hängen zu lassen.
Das ist das Kreuz von STORY CENTER. Die Geschichte erzähle ich nicht mehr. SFCD, Arno Behrend, Vorstandsentscheidung, Übernahme durch meinen Verlag. Rablablablah.
Am Anfang sah alles gut aus, dann ging es durcheinander, es gab anderes zu tun, viele Projekte, zu viele Projekte – und inzwischen ist STORY CENTER einfach raus aus der Jahreszählung. Die ursprüngliche 2012er Anthologie erschien nicht wie geplant, als 2014er nach einer Verschiebung auch nicht.
Aber nun. Aber jetzt. Aber:

Um den zwangsläufigen Schnitt abzubilden, heißt STORY CENTER nun nicht mehr nur STORY CENTER, sondern »Michael Haitels STORY CENTER«. Die Jahreszahl lasse ich weg – nicht nur, aber auch, weil ich vorhabe, dieses Jahr 2017 aufzuräumen, abzuarbeiten (und ich bin sicher, es kommt wieder alles andere als geplant – wir werden sehen).

Immerhin ist ein Anfang gemacht. Und ich verspreche, es geht weiter. Keine meiner Anthologien wird gekippt – das ist nicht mein Ding. Und wie sich bei der aktuellen Anthologie »Das Kreuz der Malteser« zeigt, bleiben die Autoren bei der Stange. Was ich toll finde, was ich ihnen hoch anrechne – und was es für mich noch ein Quäntchen schwieriger macht, das einfach so als selbstverständlich wegzustecken.

Wenn CreateSpace über Monster stolpert

Ich glaube, Corinna Griesbach, die Herausgeberin des aktuellen Horror-Bandes 7 in meinem Verlag, hatte die Idee zu der Anthologie »Monster der Woche«. Eigentlich sollte die »Monster of the week« heißen, um die Reminiszenzen an die Pulps der 30er Jahre zu verdeutlichen. Ich war es, der einen deutschen Titel haben wollte – und diesen auch durchsetzte (was im Nachhinein vielleicht so schlecht nicht war).
Wie das mit solchen Projekten so ist – irgendwann sind sie fertig. Und dann geht alles seinen Gang. Die letzten Druckdaten werden erstellt, der Druckauftrag an den Schaltungsdienst Lange erteilt – und parallel dazu wird nicht nur das E-Book bei bookrix hochgeladen, sondern auch die Druckdaten für CreateSpace/Amazon bei CreateSpace.
Und siehe da – CreateSpace sperrt das Buch.

Lies weiter … →

Auch Kleinvieh macht Mist

Als Angehöriger des Literaturpreiskomitees des Deutschen Science-Fiction-Preises erwarte ich nicht, dass die Bücher meines Verlages in besonderer Weise Aufmerksamkeit erlangen. Ich stelle sie dem Komitee natürlich zur Verfügung – das gehört sich so für einen (Klein-) Verleger, und andere Verleger (und sogar Selfpublishing-Autoren) machen das auch so. Allerdings versuche ich, mich bei den Bewertungen und Nominierungen eigener Werke zurückzuhalten. In der Tat ist es auch nicht einfach, da objektiv zu sein – die Werke anderer Autoren und Verlage lese ich ganz anders als die Bücher, die ich selbst gemacht habe. Da bleiben schon ganz andere Eindrücke zurück, die praktisch nicht miteinander vergleichbar sind.

Wie auch immer: Im DSFP 2017, der den Jahrgang 2016 beurteilt, sind nun die Nominierungen veröffentlicht worden (siehe hier), und immerhin hat es – ohne meine Einflussnahme! – eine Geschichte geschafft, in die Nominierungen der Kategorie »beste deutsprachige Kurzgeschichte« zu gelangen: Gemeint ist Frank Lauenroths »Tubes Inc.«, eine Kurzgeschichte aus der von Ralf Boldt herausgegebenen Anthologie »Hauptsache gesund!«, die als AndroSF 57 in meinem Verlag erschienen ist.


Details zum Buch: hier.

Und wäre da nicht mein allerliebster Kleinverlegerverlagskonkurrent Harald Giersche mit der in seinem Begedia-Verlag erschienenen Anthologie »Gamer« und der darin enthaltenen Story »Das Netz der Geächteten« von Michael K. Iwoleit, dann würde ich mir vielleicht sogar Chancen ausrechnen …