Surrealistische Gestalten?

Die surrealistischen Maler vom Anfang des 20. Jahrhunderts haben mich immer fasziniert – nicht nur der sittsam bekannte Salvadore Dalí. Surrealistische Literatur kam mir weniger unter – da habe ich es später eher mit den Beatautoren gehalten, vor allem mit Mr. Burroughs, der mit seinen Werken sicherlich einen längeren Blick auf surrealistische Traditionen zu werfen erlaubte.

Ob ein Text surrealistisch ist, kann ich indes nicht beurteilen – nicht unter den stilistischen Gesichtspunkten literaturwissenschaftlicher Betrachter. Das spielt für mich persönlich aber auch keine Rolle – immerhin kann ich behaupten, bei diesem Buch meiner Autorin voll und ganz vertrauen zu dürfen, die die Geschichten in »Esmeralda in Nöten« nicht nur als surrealistisch, sondern auch expressionistisch bezeichnet. Für mich reichte die Einstufung als »höchst gelungen«, um eine Veröffentlichung als Band 18 der Reihe »Außer der Reihe« meines Verlages ins Auge zu fassen. Und so ist es nun so weit – das Buch ist da:

Alle nötigen Details zum Buch finden sich hier.

Ganz so einfach ist das nicht

Wahrlich nicht. Ein gutes Buch zu machen, ist eine Arbeit mit Anspruch. Nicht nur, aber auch, wenn das Material von Menschen zusammengestellt wird, die nicht ohne Erfahrung sind und die wissen, was sie wollen. Andreas Fieberg und seine Kollegen Michael Awe und Joachim Pack gehören dazu. Ihre E-Book-Reihe »GEGEN UNENDLICH« dürfte inzwischen in der Szene bekannt sein.

Als das zehnte E-Book zur Rede stand, trat Andreas auf mich zu und präsentierte die Idee, eine Art »Best of« aus den bisher erschienen E-Books zu machen – als gedrucktes Buch. Ich war natürlich mit von der Partie.
Und dann begann die Arbeit. Diskussionen, Klärungen, Feinheiten, was immer abzusprechen war. Es war eine erkleckliche Reihe E-Mails, die zwischen den Fronten … äh, Partnern hin und her gingen, und nicht alles ging ohne Widersprüche und gegenteilige Meinungen vonstatten. Da gab es zwei Autoren, bei denen unbedingt eine alte Rechtschreibung berücksichtigt werden musste; der eine hatte es vor seinem Tode verfügt, der andere wäre wohl für alle Zeiten eingeschnappt gewesen (was ich den GU-Machern natürlich nicht antun wollte). Auch das Titelbild bzw. dessen abschließendes Layout war Gegenstand von diversen Diskussionen, und es gab einige Entwurfsideen, die zur Begutachtung kamen.

Am Ende aber war alles gut, und das Buch ist nun verfügbar. Daten und Informationen zum Inhalt findet man hier, und das Titelbild von Stefan Böttcher sieht so aus:

Einmal mehr

Man sagt: »Was lange währt, wird doch noch gut«, oder – wie die Verbalkannibalen sagen würden: – »Was lange gärt, wird endlich Wut«. Letzteres trifft zum Glück nicht zu, aber lange genug hat es gedauert, bis die Anthologie »Schrecken der Vergangenheit« erschienen ist – in diesen Tagen –, die Patrick Schön für das und mit den Autoren des Anthologieforums zusammengestellt hat.

Das Anthologieforum – früher unter www.anthologieforum.de zu finden, derzeit nur bei Facebook und auch nur als geschlossene Gruppe – wurde von Patrick Schön ins Leben gerufen und lange Zeit am Leben erhalten. Wie das Leben so spielt … Er musste das Projekt aufgeben, gab es aber ab – und eine Neueröffnung des Forums steht noch aus. Aber darum geht es gar nicht –

Die Zeichen der Zeit bescheren uns allen heute viel zu wenig Zeit für all die Dinge, die wir gerne tun – und so blieb auch die Anthologie »Schrecken der Vergangenheit« viel zu lange liegen. Glaube ich den Datumsangaben der Dateien auf meinem Server, dann stammen die ersten Texte aus der Mitte des Jahres 2013; andere Daten sprechen vom vierten Quartal 2014. Wie auch immer – es war dann doch genug Zeit.
Und nun erscheinen die Geschichten, die klassischen Horror präsentieren, in Buchform (und natürlich auch als E-Book). Die Geschichten spielen allesamt im 18. Jahrhundert und gönnen dem Leser wahrlich klassischen Grusel. Aber davon sollte sich jeder selbst überzeugen.

Daten zum Buch gibt es hier.
Das sensationelle Cover stammt von Andreas Schwietzke:

Und die Komplettansicht:

Auf den letzten Drücker …

… ist Silvester 2016 noch die 256. Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN des Science Fiction Club Deutschland e.V. (SFCD) fertiggestellt worden. Am gestrigen Neujahrstag hat die Druckerei die Druckdaten und den Druckauftrag erhalten. Nach dem »Brocken« 255 zum BuCon 2016 ist die Ausgabe 256 mit »nur« 100 Seiten erwartungsgemäß schmal(er) ausgefallen.

ANDROMEDA NACHRICHTEN 256
SFCD e.V., Murnau, Januar 2017, 100 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
[[Redaxionelles]] Michael Haitel im Interview mit dem Bücherstadt Kurier — Stöbe im Spektrum — Neustart: SF-Personality — Frank Böhmert in Interview mit Michael Schmidt — Angelika Herzog: Pennemünde 2016 [[Conventions]] Uwe Lammers: Abenteuer Buchmesse-Con. Ein Besuch in Dreieich bei Frankfurt am 22. Oktober 2016 — Jürgen Lautner: Olé – wir fahr’n zum Con nach Barcelona. BCon 2016, Barcelona, 3.–6.11.2016 — Jürgen Lautner: Stairway to Heaven. MediKonOne 12.–14.8.2016 — Jürgen Lautner: Aus und vorbei? Die 10. SpaceDays 15.–16.10.2016 [[Fantasy]] mit Beiträgen von Karl Aulbach und Buchbesprechungen von Angelika Herzog, Manuel Bianchi, Jürgen Schnaus, Uwe Lammers und Martina Schiller-Rall [[Zwielicht]] Der Horror in den ANDROMEDA NACHRICHTEN, von Michael Schmidt [[Cinema]] mit Filmbesprechungen von Jörg Krömer [[e:Games]] mit Spielerezensionen von Gerd Frey [[Perry Rhodan]] Robert Hector: Ein kritischer Rückblick auf den Atopen-Zyklus [[Science]] mit Beiträgen von Robert Hector [[Fanzine Kurier]] mit Rezensionen von Holger Marks, Armin Möhle und Irene Salzmann [[Reissswolf]] zusammengestellt von Michael Baumgartner — Deutschsprachige Originalausgaben – mit Besprechungen von Ekkehardt Brux, Andreas Nordiek, Ralf Boldt, Kai Beisswenger, Michael Haitel — Marko Ferst: Abschied von der Welt des Überflusses — Übersetzungen in die deutsche Sprache – mit Besprechungen von Andreas Nordiek, Angelika Herzog und Jürgen Schnaus — Angelika Herzog: Tad Williams’ Otherland [[StoryFiles]] Uwe Lammers: Der Platz der Steine, Teil 2

Das Titelbild stammt von Frank G. Gerigk.

Diese Ausgabe gibt es auch zum Download: https://www.sfcd.eu/download/pubs/an201-300/an256open.zip.

E-Books nachgereicht

Inzwischen ist mein Workflow in der Produktion von E-Books aus den Printwerken meines Verlags p.machinery so ausgereift, dass es in der Regel nicht lange dauert, auch für ältere Titel ein E-Book nachzuliefern. In der Regel – bei diesen beiden Titeln war der Aufwand aufgrund eines kleinen technischen Problemchens ein wenig aufwendiger, denn der Microsoft Publisher hat die unangenehme Angewohnheit, Publisher-Daten nicht als Word-Dokument abzuspeichern, wenn man mehr als zwei voneinander getrennte Textrahmen für die Layoutarbeit verwendet hat. Und auch die Umwandlung der PDF-Druckdaten zurück ins Word-Format war nicht sinnvoll; die nachfolgend notwendige Handarbeit wäre zu umfangreich gewesen.
Aber letztlich ist es auch hier gelungen, nun die E-Books nachzureichen. Man bekommt sie dank bookrix als Partner auf so ziemlich allen deutschsprachigen E-Book-Portalen, die bekannten Marktführer natürlich mit dabei.

 

Ein kleines Jubiläum

In der Tat ist es das, denn der HALLER 13, der in diesen Tagen erscheinen wird, ist der zehnte HALLER, den ich für und mit Corinna Griesbach, der Herausgeberin der Monschauer Literaturzeitschrift, gemacht habe. Vielleicht gönne ich mir dazu demnächst ein Gläschen alkoholfreien Sektes, wenn der Supermarkt meines Vertrauens mir mal eine Flasche aufhebt …

Corinna Griesbach (Hrsg.)
SCHULD
HALLER 13
HALLER @ p.machinery, Murnau, Oktober 2016, 84 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 073 3 – EUR 7,90 (DE)
E-Book-ISBN 978 3 7396 7829 0 – EUR 3,99 (DE)

Das ist doch nicht meine Schuld – oder doch? Wir werden schuldig, machen Schulden, gehen an unserer Schuld zugrunde, sühnen, bekommen Schulden erlassen, haben Mitschuld oder sind doch unschuldig – an allem?
Deine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld: Das ist das Thema, dem sich acht Autoren gewidmet haben. Surreale, reale, ernste, verzweifelte und manchmal melancholische Geschichten.

Der Inhalt:
Vorwort
Michael Wenzel: Der schlimmste Mensch im Dorf
Maiken Brathe: Dachgedacht
Friedrich Bastian: Stiefel vor der Tür
Anke Küpper: Mit Gepäck
Christian Lange-Hausstein: Kein Loch in der Wand
blume: Hands of Fate
Marlene Schulz: Vom Acker
Kerstin Brichzin: Der Weg
Harald Egerland: »Lange Schatten aus dunklen Zeiten« – Zwei Variationen desselben Themas. Rezension.
Vitae

Illustrationen von Cornelia Arbaoui, blume (Michael Johann Bauer), Manfred A. Kugler, Ruben Brüstle, Sonar Reichert, Tatjana Frey, Wilfriede Weise-Ney.

Noch kein Jubiläum

Wenn ich richtig gerechnet habe, mache ich die ANDROMEDA NACHRICHTEN des SFCD schon wieder seit Ausgabe 216. Oder doch 215? Egal – ich glaube, es spielt kaum eine Rolle, ob es 39 oder 40 Ausgaben an einem Stück sind, die ich schon wieder vorgelegt habe. Summasummarum dürfte mir dieser Rekord in diesem Leben nicht mehr zu nehmen sein. (Und ich bin ja noch nicht fertig …)

Der BuCon steht jedenfalls vor der Tür, und inzwischen traditionell (erstmals 2008) erscheint dazu die passende ANDROMEDA-NACHRICHTEN-Ausgabe, diesmal wieder ein richtiger Brocken mit immerhin 152 Seiten Umfang:

ANDROMEDA NACHRICHTEN 255
SFCD e.V., Murnau, Oktober 2016, 152 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

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In bester Gesellschaft

»Computer sind doof« tönten Spliff in den 80ern, und als IT-Mitarbeiter meines hauptberuflichen Arbeitgebers kann ich vieles, aber nicht widersprechen. Und nicht nur Computer sind doof. Nein, nein, hier sind nicht die Probleme, die vor dem Bildschirm sitzen gemeint. Vielmehr geht es um

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Hinterher gehinkt: Frankes »Stahlwüste«

Mit den Informationen zu den neu erschienenen Büchern meines Verlages p.machinery bin ich ein wenig hinterher – nicht nur »wie es scheint«, sondern definitiv. Deshalb bin ich mit dem fünften Band der SF-Werkausgabe Herbert W. Franke, dem Roman »Die Stahlwüste« (AndroSF 60), deutlich spät dran, denn das Buch gibt es als Paperback und Hardcover schon seit April. Aber gut … die Bücher rennen euch nicht weg, sind problemlos lieferbar. – Details zum Buch: hier.