Noch kein Jubiläum

Wenn ich richtig gerechnet habe, mache ich die ANDROMEDA NACHRICHTEN des SFCD schon wieder seit Ausgabe 216. Oder doch 215? Egal – ich glaube, es spielt kaum eine Rolle, ob es 39 oder 40 Ausgaben an einem Stück sind, die ich schon wieder vorgelegt habe. Summasummarum dürfte mir dieser Rekord in diesem Leben nicht mehr zu nehmen sein. (Und ich bin ja noch nicht fertig …)

Der BuCon steht jedenfalls vor der Tür, und inzwischen traditionell (erstmals 2008) erscheint dazu die passende ANDROMEDA-NACHRICHTEN-Ausgabe, diesmal wieder ein richtiger Brocken mit immerhin 152 Seiten Umfang:

ANDROMEDA NACHRICHTEN 255
SFCD e.V., Murnau, Oktober 2016, 152 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
[[BuchmesseCon]] Das war der BuCon 2015 — Buchmesse:Con 2016 [[Andromeda Nachrichten 255]] Angelika Herzog: In memoriam Doris Lessing — Angelika Herzog: Frau Atwood und das Schicksal der Menschheit [Conventions] Angelika Herzog: MediKonOne: Mein Besuch in Oldenburg [Curt-Siodmak-Preis 2016] [Deutscher Science-Fiction-Preis 2016] [Fantasy] [Zwielicht] [Cinema] [Cinema | Special] Raphael Morisco: Aliens – Das Fremde als extraterrestrische Projektion [e:Games] [Perry Rhodan] [Science] [FanzineKurier] [Reissswolf] [StoryFiles] Uwe Lammers: Der Platz der Steine, Teil 1

Das umlaufende Titelbild stammt von Thomas Franke.

Diese Ausgabe gibt es auch zum Download: hier.

Als kleinen Teaser präsentiere ich hier gerne mein Vorwort, das die kleine Geschichte zum Titelbild von Thomas Franke erzählt:

Dixit Algorismi
Hommage an Carl Hoffmann

Kybernetunische Organismen träumen von persistenten interaktiven virtuellen Umgebungen, in denen sämtliche Positionen von Personenimagitaten – in diesem Fall der Kybertunische Organissimus Carl Friedrich Wilhelm Jordan, Verfasser von »Irdische Phantasie« – und herumfliegenden Einzelelementen zusammen mit den jeweiligen Eigentumsrechten des Demiurgen abgespeichert werden. Sie träumen von Umgebungen, die schön sind wie das zufällige Zusammentreffen eines Purpurschneckenhäusigen und eines Spectrometers auf einem Säulenpostament und in denen die Folge irrationaler Buchstaben wie ebensolcher Zahlen dezimal erbrochen nicht abreißt. Schnöde verschmäht ereignet sich dies alles am als auch noch Mehr.

Sperrig, nicht wahr? Aber besondere Dinge verdienen einen besondern Namen – und dieser Name dort oben ist der Name eines Titelbildes von Thomas Franke (genauer eine Collage: Holzstiche auf Chromolithografie, 26,2 x 20,5 cm, geschaffen 2015). Es ist der Name des umlaufenden (!) Titelbildes dieser Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN – und es ist mir, dem Herausgeber und Chefredakteur sowie bekennenden Franke-Fan (in gleich doppelter Hinsicht, wie man weiß), nicht nur eine besondere Ehre, eine Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN mit einem Meisterwerk von Thomas Franke zieren zu dürfen, sondern gleichermaßen eine Art innerer Reichsparteitag, denn mit diesem Titelbild hat es die besondere Bewandtnis, dass es weiland 2015 von Frank Hebben als Titelbild für sein Werk »Der Algorithmus des Meeres« abgelehnt wurde. Zugunsten eines Ersatzbildes, das diese Bezeichnung verdient, wie mir scheint, wurde es doch genau so geschaffen, darf man dem Künstler Thomas Franke glauben: als Ersatz. Die ANDROMEDA NACHRICHTEN profitieren davon – man sollte immer auch das Positive sehen.

Süffisante Grüße
Michael Haitel
Murnau am Staffelsee
18. September 2016