Häufchen Elend

So sieht ein Hund aus, der Silvester erleben muss:

Susi hat ihre Lieblingsplätze, die Silvester offensichtlich wertlos sind. Leckerlis mag sie nicht. Draußen zerrt sie an der Leine. Und drinnen sucht sie – wie sicherlich viele Haustiere – dunkle Plätze auf (und unser Schlafzimmer, in dem Susi mit uns zu übernachten pflegt, war wie ein fensterloser Bunker verdunkelt). Der Platz, an dem sie hier sitzt, wird im Normalfall von Frauchen benutzt; links im Bild wäre ein Waschbecken zu sehen. — Wenn ich Susi so sehe, blutet mein Herz. Und meine Wut auf die Geldverschwender, Umweltverschmutzer und Tierschänder blüht.

Strickers Nullpunkt

Auf dem Literaturportal Bayern ist unter dem Titel »Wir waren am Nullpunkt, wobei das eine wichtige Erfahrung war« ein Interview mit Tiny Stricker anlässlich seines letzten Romans »Hippies in Chittagong« erschienen: hier.

Stricker, Tiny, HIPPIES IN CHITTAGONG

 

[VDS] Infobrief vom Sonntag, 21. Dezember 2025

Alle Texte: hier.

1. Presseschau
• Universität Frankfurt rudert zurück
• Sprachliche Verharmlosung von Gewalt
• Deutsch lernen zwischen Glühwein und Backfisch
• Mehr Sprache – mehr Wir
• Klingonisch für alle
2. Gendersprache
• Gender-Biber
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• Gemüsesuppe
4. Kultur
• Russisch in schwierigen Zeiten
• Luxemburgisch für das Gemeinschaftsgefühl
• Projekt Heimatsprache-Unterricht
5. Soziale Medien
• Die Weihnachtsgeschichte in Jugendsprache
• Mehr alte Wörter, bitte!
• Faust auf Ton
• Abkürzungs-Wirrwarr
• Weihnachtslieder mit Emojis
• Sächsische Konjugation
• Kein „to go“
6. Buchwelt
• Bloß Unterhaltungsliteratur?
7. Termine

[VDS] Infobriefe durch die Lappen

Ehrlich gesagt verstehe ich die Informationspolitik des VDS nicht wirklich. Ich bin Mitglied und habe die Infobriefe, die eigentlich wöchentlich erscheinen, abonniert — und bekomme sie nicht immer zugemailt.
Diesmal hat es die Infobriefe vom 08. Dezember und vom 12. Dezember erwischt. Daher muss ich diejenigen unter euch, die interessiert sind — genügend Menschen werfen dem VDS und seinen Mitgliedern ja vor, rechtes Gedankengut zu pflegen –, bitten, die Links zu verwenden, um sich die vollständigen Texte einmal mehr ohne Inhaltsverzeichnis an dieser Stelle zu Gemüte zu führen.

REISSWOLF 59

REISSWOLF 59
Das fantastische Rezensionsmagazin
48 Seiten, DIN A5, Broschur mit Rückenstichheftung
ISSN 2942-1837
ISBN 978 3 95765 494 6 – EUR 4,95

Der »REISSWOLF« 59 enthält auf 48 Seiten Besprechungen zu Büchern von Ursula K. Le Guin, James Alistair Henry, I. V. Marie, Michael Marrak, Terry Pratchett, Richard Schwartz, Lars Dangel, Rainer Erler und Monika Niehaus.

Das gedruckte Exemplar gibt es beim Verlag und in seinem Buchladen zum Preis von EUR 4,95.

Download unter: https://www.reisswolf-magazin.de/edits/RW59komplett.pdf

#Science-Fiction #Fantastik #Fantasy #Horror #Rezensionen #LeGuin #Henry #Marie #Marrak #Pratchett #Schwartz #Dangel #Erler #Niehaus

Grafiker vs. Storyautor — was geht?

Frank G. Gerigk (Hrsg.)
CAPRICE 02
Fantastische Geschichten
AndroSF 231
p.machinery, Winnert, Januar 2026, 288 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 488 5 – EUR 20,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 668 1 – EUR 6,99 (DE)

Die Story von der Frau, die in Gallerte verwandelt wird – und sehr froh darüber ist … Die Story von dem Mann, der aufwacht, als die Menschheit schon lange ausgestorben ist – und sofort gejagt wird … Die Story von der Frau, die eine Zahnplombe verliert – und danach plötzlich in einer anderen Welt ist … Die Story von dem Teleskop, das in die Zeit zurücksehen kann – und endlich eine Antwort auf einer der wichtigsten Fragen der Menschheit findet, jedoch …

Diese und andere verblüffende Storys kamen heraus, als der Herausgeber die Autoren fragte, was sie sich zu seinen Grafiken ausdenken könnten. In diesem Band sind die besten Geschichten versammelt von: Axel Aldenhoven, Anja Bagus, Gabriele Behrend, Dieter Bohn, Christian Endres, Jan Gardemann, Gerry Haynaly, Hubert Hug, Jörn Lausen, Thomas Le Blanc, Ellen Norten, Alexander Röder, Guido Rohm, Friedrich Salzmann, Tamara Schinner, Regina Schleheck, Franck Sezelli, Achim Stößer, Mala Jay Suess und Maximilian Wust.

Gerigk, Frank G. (Hrsg.), CAPRICE 02

#ScienceFiction #Fantastik #Gallerte #Menschheit #Zahnplombe #Teleskop #Zeit #Fragen_der_Menschheit

REISSWOLF 58

REISSWOLF 58
Das fantastische Rezensionsmagazin
48 Seiten, DIN A5, Broschur mit Rückenstichheftung
ISSN 2942-1837
ISBN 978 3 95765 493 9 – EUR 4,95

Der »REISSWOLF« 58 enthält auf 48 Seiten Besprechungen zu Büchern von Saara El-Arifi, Petra Hartmann & Thomas Hofmann, Michael Peinkofer, Alastair Reynolds, Andrzej Sapkowski, S. F. Williamson, Pete Farn, Stephen King, Alan Moore, Michael K. Iwoleit, Akram El-Bahay, Elizabeth Hand und Kevin Hearne.

Das gedruckte Exemplar gibt es beim Verlag und in seinem Buchladen zum Preis von EUR 4,95.

Download unter: https://www.reisswolf-magazin.de/edits/RW58komplett.pdf

#Science-Fiction #Fantastik #Fantasy #Horror #Rezensionen #ElArifi #Hartmann #Hofmann #Peinkofer #Reynolds #Sapkowski #Williamson #Farn #King #Moore #Iwoleit #ElBahay #Hand #Hearne

Klassiker 2.0

Das Buch ist eine Neuausgabe. Gründlich überarbeitet, fehlerbereinigt, neu layoutet und mit einem neuen Titelbild (von Klaus Brandt) versehen. Die Erstausgabe war ein Verkaufserfolg. Es wird sich zeigen, wie die Neuausgabe abschneidet. Die Autorin ist in Berlin keine Unbekannte und das könnte sich positiv auswirken. Die Geschichte selbst ist schwer autobiografisch — und streckenweise nichts für schwache Nerven. Aber nur streckenweise. Und insgesamt eine Bereicherung des Marktes für autobiografische Literatur.

Anke Jablinski
KLETTERMAX
Eine wahre Geschichte über Traumata
und die Überwindung von Panikattacken
Außer der Reihe 103
p.machinery, Winnert, Dezember 2025, 254 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 486 1 – EUR 19,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 670 4 – EUR 6,49 (DE)

In einer Zeit, in der die Begriffe Panikattacke, PTBS (posttraumatische Belastungsstörung) und Co-Abhängigkeit noch unbekannt waren und der »Ehemann als Familienoberhaupt« noch das gesellschaftliche Rollenbild prägte, erleidet Anke Jablinski (Jahrgang 1962) schwere Traumatisierungen durch den von extremen Stimmungsschwankungen heimgesuchten, oftmals tyrannischen Vater. Selbst im Zweiten Weltkrieg traumatisiert, psychisch erkrankt und tablettensüchtig, inszeniert dieser »Kriegsspiele« in der elterlichen Wohnung.

Ohne zunächst den Grund für ihre Panikattacken zu kennen, entdeckt die Autorin schon als Kind instinktiv ein Talent und eine Leidenschaft als Ausweg aus ihrem bedrückenden Umfeld: das Klettern. Anfangs klettert sie »nur« auf Bäume, bald schon mit selbst gebastelter Ausrüstung und in Kriegsbemalung an Häuserfassaden. Obwohl sie ihrer älteren Schwester zunächst in die Drogenszene folgt, gelingt es ihr, sich kletternd ihr eigenes Leben zurückzuholen. Nachts, hoch oben auf den Berliner Dächern findet sie ihre persönliche Freiheit.

Klettermax ist die ebenso bewegende wie spannende Geschichte einer Kindheit und Jugend im West-Berlin der 60er- bis Anfang der 80er-Jahre.

Jablinski, Anke, KLETTERMAX

Anke Jablinski (* 25. Juni 1962 in Berlin) ist eine deutsche Schriftstellerin, Künstlerin und Shirt-Designerin.
Anke Jablinski verließ das Berliner Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium kurz vor dem Abitur, verbrachte als Teenager viel Zeit bei dem Kabarettisten Wolfgang Neuss und verarbeitete diese Eindrücke später in ihrem Buch »Klettermax – dem Trauma zum Trotz. Der Roman einer Aufwärtsbewegung«. Sie gründete im Jahr 1980 das T-Shirt-Label AJ und stellt ab 1985 bis heute Zeichnungen, Kunstobjekte und Ölgemälde in Berlin und auf Malta aus. 1987 war sie nach Schauspiel-, Gesangs- und Klavierunterricht als Schauspielerin beim Berliner Kindertheater und als Synchronsprecherin bei Berliner Synchron Wenzel Lüdecke tätig. 1989 holte sie das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach und begann ein Studium für Anglistik und Ur- und Frühgeschichte an der Freien Universität Berlin (FU).
1990 begann ihre schriftstellerische Tätigkeit mit Romanen, Kurzgeschichten und Reiseliteratur mit dem Schwerpunkt Malta & Gozo. In den Jahren 1990 und 1991 erhielt sie Werkverträge der Berliner Künstlerförderung für einen Roman und eine Kurzgeschichte.
Anke Jablinski lebt und arbeitet in Berlin und auf Malta.