Und Würzburg feiert noch immer – das Finale

Und am letzten Tag der Feierlichkeiten zum 42jährigen Jubiläum von Hermkes Romanboutique, im Netz zu finden unter www.comicdealer.de, gibt sich ab 14 Uhr nochmals Aiki Mira die Ehre (im Keller »Fuchsbau«), mit einer Lesung und Signierstunde, danach mit einem Vortrag und evtl. Diskussion. Und ab 16 Uhr liest Petra Jörns mit anschließender Signierstunde und »offenem Künstlergespräch«. — Details hier.

Jörns, Petra E., FREMDE HEIMAT

Schwieriges Thema?

Man könnte meinen, die Ausschreibung sei eindeutig genug gewesen. Gesucht wurden Storys um Traumorte – keine Urlaubsorte, sondern Plätze, die man im Traum aufsucht. Aber in der Anfangszeit, so wurde mir berichtet, kamen vor allem auch Storys um Träume, nicht um Traumorte, sondern um Träume – und ich vermute mal ohne nachzufragen, dass es sich vornehmlich um Albtraumszenarien gehandelt haben dürfte. Marianne Labisch, das weibliche Element im eingespielten Herausgeberteam Labisch & Scherm, war anfangs nicht amüsiert über das, was sie da zugeschickt bekam. Aber offensichtlich blieb das nicht so, denn die nun veröffentlichten Geschichten haben die Themenanforderung einwandfrei und punktgenau umgesetzt.

Gerd Scherm hat einmal mehr als Illustrator seine Arbeit abgeliefert, und diesmal hat er etwas getan, das inzwischen in der Szene von vielen – aber nicht nur – Grafikern kritisiert wird und zu ersten Boykottaufrufen geführt hat: Er hat die Möglichkeiten sogenannter »künstlicher Intelligenz« genutzt, um in Bildwerken das umzusetzen, was Autoren in ihren Texten beschrieben haben. Die Angst der Grafiker, die mit traditionellen und modernen handwerklichen Methoden arbeiten, durch sogenannte KIs ihre Jobs zu verlieren, mag nicht unberechtigt scheinen – andererseits kann man die ersten Reaktionen auch als übertrieben bewerten. Ein Gerd Scherm hat immerhin schon reichlich Gelegenheit gehabt, seine Fähigkeiten zu beweisen – und in der Tat ist es keine einfache Knöpfchendrückerei, aus einer Software mit den zu suchenden und zu findenden richtigen Stichworten ein Ergebnis herauszukitzeln, das sich sehen lassen kann, das man gerne anschaut. Gerd Scherm wird sich nicht selbst arbeitslos machen – und er wird auch keinem anderen Grafiker seinen Job wegnehmen. Denn bei dieser Anthologie gab es zu ihm und seinen Bildern schlicht und ergreifend keine Alternative. Nicht, weil er durch seinen KI-Einsatz besser als andere gewesen wäre, sondern ganz einfach: Weil er der Grafiker sein sollte. Wir wollten ihn haben, Marianne und ich – keinen anderen.

Labisch, Marianne & Scherm, Gerd (Hrsg.), JENSEITS DER TRAUMGRENZE

Im Angesicht des zweiten Bandes

Im Angesicht des zweiten Bandes — der fertig geschrieben und lektoriert vorliegt und wohl im ersten Quartal 2023 erscheinen wird — sei noch einmal auf die erste Geschichte hingewiesen, und darüber geschrieben wurde ausführlich in DIMENSIONS, dem »Magazin von Rheinmetall«: hier.

Bohn, Dieter, Der Zef’ihl, der vom Himmel fiel

 

Hellas! Geschichten kurz von Landgriechen

Online sind die Geschichten schon seit Hoppeditz‘ Erwachen (vulgo: dem 11.11.), aber nun sind sie auch als Download verfügbar (und sogar über Amazon und andere E-Book-Anbieter, dort allerdings mit kleinen Kosten verbunden).

Michael K. Iwoleit (Ed.)
A NEW DAWN. Contemporary Science Fiction from Greece
InterNova Vol. 2 • 2022
p.machinery, Winnert, December 2022, 155 pages, PDF + eBooks
ISBN PDF: 978 3 95765 791 6
ISBN ePub 978 3 95765 792 3

Issue #2 is titled „A NEW DAWN. Contemporary Science Fiction from Greece“ and its content is:

Hephaestion Christopoulos: Editorial
Vasso Christou: Dust and Dreams
Hephaestion Christopoulos: Sins of the Mother
Hephaestion Christopoulos: Lamarck’s Ghost II
Antony Paschos: The 13% Rule
Kostas Charitos: Emotionarium
Christine Malapetsa (Angelsdotter): I Soul You
Kristi Yakumaku: Akane and the Host Hunter
Dimitra Nikolaidou: A Short History of Science Fiction in Greece
Hephaestion Christopoulos: Interview With Nebula Nominee Eugenia Triantafyllou

Available online at https://internova.worldculturehub.net/2022/11/11/november-2022 or for download (PDF, ePub, mobi) at https://www.pmachinery.de/internova/online/in02.zip.

Ehrenhalber

Es war mir einmal mehr eine Ehre, einen QUARBER MERKUR layouten und druckbereit machen zu dürfen. Es ist mein zehnter QUARBER MERKUR, der jetzt versandbereit ist, wie der Verleger Gerhard Lindenstruth mitgeteilt hat:

Franz Rottensteiner (Hrsg.)
QUARBER MERKUR 123
Franz Rottensteiners Literaturzeitschrift für Science Fiction und Phantastik
Verlag Lindenstruth, Giessen, Dezember 2022, 264 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 934273 13 9 – EUR 17,00 (Ausland: EUR 24,00)

Franz Rottensteiner: Herbert Werner Franke (Nachruf)
Boris Strugatzki: Faschismus ist sehr einfach. Epidemologisches Merkblatt
Boris Strugatzki: Von der Gestalt der Erde
Wladimir Borissow: Seltsame Blütenblätter aus den uferlosen Weiten des Unbekannten
Peter Schattschneider: Interview mit Albert A. Jackson, Februar 2022
Albert A. Jackson: Zum 70. Jahrestag von »Destination Moon«
Fritz Heidorn: Die Zukunft, die es niemals gab
Michael Noetzel: Unmögliches Denken. Die Utopie »The Dispossessed«
Robert M. Christ: »Uriel Birnbaum – Maler, Dichter, Visionär«
Hans Esselborn: Hans Freys politische Geschichte der deutschen Science Fiction für die ›Community‹
Detlef Thiel: Kosmopsychologie um 1900 – Paul Scheerbart
Michael K. Hageböck: E. M. Forster, »Die Maschine steht still«
Holger Wacker: Pure Moon Reflected in Black Water – Über zwei Fantasy-Bücher von Zen Cho
Christian Hoffmann, Franz Rottensteiner, Matthias Schmid, Ulrich Spiegel, Holger Wacker: Der Seziertisch

Das Titelbild stammt von Paul Scheerbart.

Schmidts Gelehrtenrepublik: Die Vorzugsausgabe ist nun lieferbar

Und wer ein Exemplar haben will, sollte sich sputen … Die 11 römisch nummerierten Exemplare sind sowieso schon weg. Und von den 100 arabisch nummerierten Exemplaren ist schon knapp die Hälfte unters Volk gegangen. Wichtig zu wissen: Diese Vorzugsausgabe ist limitiert, wird keinesfalls nachproduziert (im Gegensatz zur Normalausgabe).
Details zum Buch in beiden Ausgaben finden sich hier.
Das Buch der Vorzugsausgabe ist mit der Normalausgabe identisch — abgesehen von der ISBN –, steckt aber in einem ebenfalls mit Cabra bezogenen Schuber, in dem sich auch eine Mappe mit der nummerierten und signierten Digigrafik von Thomas Franke findet, die wiederum in einem aufwändigen Verfahren in mehreren Arbeitsschritten gedruckt wurde.
Einen optischen Eindruck der Vorzugsausgabe bieten die folgenden Fotos:

Und die Digigrafik sieht so aus (wobei bei dieser Abbildung die Rahmengrafik um das zu sehende Motiv fehlt, ebenso ist die Farbigkeit des Originals herabgestuft — ihr sollt die Vorzugsausgabe kaufen, nicht im Netz herunterladen …):

NOVA 32 kommt

Anfang Januar 2023 erscheint die 32. Ausgabe von NOVA und damit die zweite Ausgabe des nunmehrigen Magazins für spekulative Literatur. Nicht nur der Inhalt, der vorab verkündet wurde, wurde schon kontrovers aufgenommen — die üblichen Kritiker stürzten sich einmal mehr auf die Geschichte von Frank W. Haubold, ohne diese überhaupt zu kennen –, auch das Titelbild war geeignet, Kritik und kritische Anmerkungen hervorzurufen. Dabei ist die Aussage der Grafik von Andreas Schwietzke ziemlich eindeutig, zeigt sie doch leicht erkennbar schlicht einen alten weißen Mann in einem Shitstorm, der aus unbekannten Gründen, möglicherweise aber auch wegen der vermeintlich leicht bekleideten Androidin an seiner Seite auf ihn herabregnet. Böse Zungen haben schon vermutet, dass das Bild — eine Auftragsarbeit — eine Retourkutsche sein soll, adressiert an die Kritiker des von unten beleuchteten Popos auf Lothar Bauers Titelbild der Ausgabe NOVA 29. Aber wie auch immer man das Titelbild interpretieren möchte — es repräsentiert bis zum Erscheinen der Ausgabe 33 den aktuellen Stand der spekulativen Kurzgeschichten und Essays — mit unter anderem drei Nachrufen auf Herbert W. Franke aus berufenen Mündern (Hans Esselborn, Franz Rottensteiner und Dietmar Dath) — und die Gemeinschaft der Freunde fantastischer und spekulativer Literatur werden damit zu leben haben. È basta!

NOVA 32

Auch 2023: Frey für die Wand

Auch fürs nächste Jahr präsentiert Gerd Frey in einem »Kalender 2023. Phantastik und Science Fiction« seine grafischen Arbeiten. Den Kalender gibt es wieder im Format A3 für EUR 29,00 und in A4 für EUR 17,00, jeweils incl. Versandkosten (per DHL bzw. Post). Bestellen kann man das Werk über G.R.I.M.M. ScanPlot&DigiDruck, am sinnvollsten per Mail: gf@grimm-repro.de. Die Lieferanschrift sollte nicht vergessen werden.