Kai Beisswenger, Kompagnon »zwischen den Stühlen«, ist auch am Wochenende nicht müde, für die »Stühle« und die Propagandamaschinerie zu kämpfen. So zum Beispiel gestern, 05.11.2022, auf dem Künstlermarkt in Hückelhoven.



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Kai Beisswenger, Kompagnon »zwischen den Stühlen«, ist auch am Wochenende nicht müde, für die »Stühle« und die Propagandamaschinerie zu kämpfen. So zum Beispiel gestern, 05.11.2022, auf dem Künstlermarkt in Hückelhoven.



Am Freitag, den 04.11.2022, 19 Uhr, findet im Pfarrzentrum Unkelbach (Remagen) eine Weihnachtslesung von Anne Labus und Udo Weinbörner statt. Anne Labus wird vor allem aus ihren Irlandromanen lesen und Udo Weinbörner wird Unterhaltsames in Form von Kurzgeschichten frei nach dem Motto »Eine Leiche zum Dessert« (aus dem Band mit Storys »Bei Sonnenaufgang sind wir zurück« p.machinery Verlag) und Abschnitte aus seinem neuen Roman »Das Feuer, die Schuld und das Schweigen« (Wellhöfer Verlag) vortragen. Dauer 2 Std. Auskunft in der Pfarrbücherei Unkelbach.

Und dabei herausgekommen ist die achte Ausgabe meines »AntiquaRIOT«: hier nachzulesen. Wer’s lesen mag.

Jedenfalls nicht von Anfang an.
Im Februar 2018 erschien mit »99NOTES« die erste Sammlung verstreut veröffentlichter Texte des Autors Dirk C. Fleck, wobei schon damals in erster Linie Texte aus dem Internet zwischen die Buchdeckel gesteckt wurden. Damals war zwar klar, dass der preisgekrönte Schreiber nicht aufhören würde, zu schreiben — aber über eine weitere Sammlung solcher Texte haben wir damals noch nicht nachgedacht.
Die neue Sammlung »THE NOTES 66« kam ein wenig chaotisch zustande. Dirk Fleck hat mehrfach Texte ausgetauscht, Reihenfolgen neu festgelegt, auch mal einen Text komplett verworfen. Ein ganz normaler Ablauf, wenn man es genau nimmt — aber für jemanden wie mich, der das Buch dann zusammenbauen darf, schon spannend. Kann man sagen. — Und eigentlich hatte ich ein ganz anderes Titelbild im Auge. Ich hatte überlegt, das Logo der US-amerikanischen »Route 66« herzunehmen und abzuwandeln, aber das scheiterte letztlich schon daran, dass sich in den einschlägigen Fotopools im Internet kein vernünftiges Ausgangsmotiv fand. — Und Dirk Fleck hatte sich für den Nachfolger ein Bild gewünscht, wo das Meer nicht wie auf dem Titel von »99NOTES« hübsch ruhig und flach aussieht, sondern wild und aufgewühlt. Et voilà:


Norbert Reichel hat Thomas Franke ausführlich präsentiert und interviewt. Das reich bebilderte und sehr lesenswerte Ergebnis findet man im »Demokratischen Salon«, genau hier.

Hey, sieht der nicht gut aus, der Mann? :)
So muss das sein. Die »Werkausgabe Tiny Stricker« wächst und wächst. Ganz alte Titel fehlen noch – die Genehmigung des Maro Verlags zur Neuausgabe durch meine p.machinery liegt vor, allein: Es fehlt wieder an der Zeit. Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben – oder war das umgekehrt?
Das aktuelle Werk, Band 12 der Werkausgabe, führt den Leser nach London und in eine Zeit, in der Angehörige meines Jahrgangs – 1959 – und drumherum schlicht zu jung waren, um noch ein sogenannter Achtundsechziger zu werden und zu sein. Und dennoch hat man ja auch als Kind und Jugendlicher etwas mitbekommen von der damaligen Zeit, und wenn es nur die Musik war, die dank der Mama gehört werden konnte, wenn sie Zeit und Gelegenheit hatte, sich dem Musikgenuss zu widmen. Ich erinnere mich jedenfalls, dass sie auf die Band mit dem Bandwurmnamen »Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich« stand und deren Titel »Bend It!« als gern gehörter Ohrwurm fungieren durfte.
Geprägt haben mich dann eigentlich die Siebziger, aber heute aus der großen zeitlichen Entfernung über die Jahre davor zu lesen und etwas von den damaligen Stimmungen und Strömungen zu erfahren, das hat schon etwas … hm, Beeindruckendes.

Will man vier Abstände »zwischen den Stühlen« haben, braucht man fünf Stühle. Und mit dem fünften Stuhl ist das vierte Buch des Imprints »Zwischen den Stühlen« meiner p.machinery erschienen, des Imprints, das ich gemeinsam mit Kai Beisswenger verlege. Diesmal handelt es sich um einen satirischen Krimi, und die Autorin Katja Kleiber schrieb in ihrem Newsletter dazu:
Einige Jahre meines Lebens war ich gezwungen, in einem Unternehmen zu arbeiten, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Dabei habe ich allerhand seltsame menschliche Verhaltensweisen kennengelernt, die ich in einem satirischen Krimi beschrieben habe. Das Ergebnis siehst Du oben: „Ein Controller weniger“, frisch erschienen im Verlag „Zwischen den Stühlen“. Der Verlag publiziert Bücher, die keinem Genre so richtig zuzuordnen sind, hier also einen Roman, der zwar ein Krimi ist, aber auch Satire.
Wenn Du jemand in dem Buch wiedererkennst: Nein, ich war nicht bei Deinem Arbeitgeber tätig, aber Bürojobs ähneln sich in mancher Hinsicht nun mal.
Psst! Nicht verraten! Ich habe das Manuskript zu großen Teilen während meiner Bürotätigkeit verfasst. Immer in Häppchen. Wenn mir eine Szene einfiel, habe ich sie in das Mailprogramm geschrieben und an meine private Mailadresse versandt. Ich wirkte immer eifrig beschäftigt. Nach und nach ist so das ganze Manuskript entstanden, Dir kann ich es ja sagen, zumal die Tat verjährt ist.
Der Text lagerte in einer Schublade, wurde entstaubt und frisch überarbeitet. Wenn Dich Dein Bürojob mal wieder frustriert, ist der richtige Zeitpunkt für diese Lektüre gekommen.

Unter Punkt 5 wird auf ohfamoos, einer Website für Umdenker, der »U-Bahn-Reiter« von Tiny Stricker erwähnt. Leider ohne direkten Hinweis auf das Buch, seine Daten, die p.machinery als Verlag. Das kommt vor. Aber immerhin — das Buch wird erwähnt. Und das aus gutem Grund. Wie man dort auch nachlesen kann. — An der Stelle findet man auch einen Audiolink zu einer Lesung aus dem Buch.
