[Kim] Ein neues Plätzchen

Kim ist nach – inzwischen, o mein Gott – einigen Monaten noch einmal umgezogen. Ich habe in meinem Regal in meinem Arbeitszimmer ein ganzes Fach freigeräumt, nur für sie. Und die Gegenstände dort um ihre Urne herum ein wenig großzügiger angeordnet.

Von links nach rechts: Vor dem Foto, das ich zum Geburtstag bekam, steht ihr Tasso-Ausweis, davor liegen Tasso- und Steuermarke. Vor der Urne ihr Name auf einem Stück Stoff, das sich an einem ihrer Geschirre befand. Der kleine Anhänger stammt von einer Autorin und Verlegerin, mit der ich arbeite und deren Hündin kurze Zeit vor Kim gegangen war. Der grüne Frosch war Kims Lieblingsapportel. Die Bierflasche stammt von einem Besuch in der Krombacher Brauerei im Siegerland; damals waren wir dort, weil Kim mit Frauchen an einem Hundetrainerkurs teilnahm, und wir lernten auch Martin Schmidt kennen, der als Künstler unter dem Namen Crossvalley Smith besser bekannt war; von ihm stammten die sechs Flaschen mit dem Kim-Label (damals war Naomi noch nicht da). Und der Efeu ist neu, natürlich.

[Malta:] Erleben und genießen

Ich liebe Malta. Die Gelegenheiten, dorthin zu reisen, sind viel zu selten. Tatsächlich war ich das letzte Mal 2009 dort — vor 14 Jahren. Mein Gott.
Anke Jablinski, eine Autorin meines Verlags und derzeit praktisch meine Reihe »ErlebnisMalta« dort, ist nicht nur immer wieder — man könnte auch lästern: ständig :) — auf den Inseln, sondern auch daheim in Berlin rührig und aktiv.

Siehe auch hier.

[Kim] Faible fürs Apporteln

»Apporteln« ist der leicht bayerisch angehauchte Fachbegriff für das Apportieren von Gegenständen durch den Hund. Kim war nie ein verspielter Hund. Sie besaß keine Spielzeuge und hatte auch nie das Bedürfnis, sich Gegenstände anzueignen und sie als ihr Eigentum zu betrachten und zu bewahren. Aber sie hatte indirekt schon solche Spielzeuge, Gegenstände, die sie apportieren sollte. Und das machte sie sehr gut (und deutlich motivierter als Naomi zum Beispiel). Und sie stellte sich auch anspruchsvolleren Herausforderungen:

Das Video wurde im September 2016 in Murnau aufgenommen.

[Kim] Heute vor 12 Jahren

Ja, heute vor 12 Jahren, am 28.05.2011, haben wir Kim in Odelzhausen bei München aus einem kleinen Tierheim geholt. Auf dem Foto war sie noch nicht einmal in Deutschland. Wenn ich mich recht entsinne, war sie gerade am Vortag, am 27.05., mit dem Transporter aus Ungarn gekommen. Und da hieß sie auch noch Gigi – ein Name, den wir nie benutzt haben. Bei uns hieß sie von Anfang an Kim.

P.S.: Und vor vier Monaten und drei Tagen haben wir sie gehen lassen …

Keine anderen Helden

Nun hat auch sie diese Welt verlassen: Tina Turner. Gestern abend schon kam die Meldung, auf NDRinfo habe ich es soeben gehört. Mehr dazu: hier. — Ich war nie ein beinharter Fan ihrer Musik, aber sie war allgegenwärtig und gehörte zum Alltag. Und auch wenn ich gar nicht mehr viel Musik höre — die meisten ihrer Lieder sind immer noch im Ohr. — R.I.P., Tina. Und wenn du Ike triffst … vertragt euch …

Sechsundneunzig

Wir schreiben den 14. Mai 2023 und heute hätte Herbert W. Franke, SF-Autor und Multitalent in vielen Themenbereichen, seinen 96. Geburtstag gefeiert. Nachdem er unsere Welt verlassen musste, kann er das nicht mehr — aber wir können den Geburtstag feiern und nicht nur seiner gedenken, sondern uns auch an sein Werk erinnern.

Susanne Päch hat eine Liste anstehender Events der »art meets science-Stiftung Herbert W. Franke« veröffentlicht — man kann sie hier nachlesen — und schreibt einleitend:

Herbert W. Franke, 2022 im Alter von 95 Jahren gestorben, war ein Pionier des Brückenschlages von Wissenschaft und Kunst. Der promovierte theoretische Physiker hat seit den fünfziger Jahren als freischaffender Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler ein umfangsreiches Oeuvre geschaffen. Er war Wegbereiter der deutschen Nachkriegs-Science Fiction, gilt weltweit als Pionier der Computerkunst, hat 1952 im Bereich der Höhlenforschung die C14-Methode zur Altersbestimmung entdeckt und in der Folge zahlreiche wichtige wissenschaftliche Beiträge zur Sinter-Datierung und -Chronologie geleistet.

Die p.machinery feiert mit. Nicht nur mit der »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke«, sondern heute nachmittag auch mit einem Gläschen alkoholfreiem Sekt. Herbert, wo auch immer du jetzt bist – wir sind in Gedanken bei dir.

AndroSF – die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke

[Kim] DORNs »The Way Back Home«

Kim, Weihnachten 2012

Natürlich wird sie den Heimweg nicht mehr finden. Aber darum geht es auch nicht in dem Lied von DORN (siehe hier). Und dennoch …

It is hurting that you have to go (…)
I’m sorry that you couldn’t stay, (…)

Oh i miss you more than words can say (…)

DORN - The Way Back Home

Durchschlagend

Weil ich die Folgen »Criminal Intent« auf Vox schon kannte, habe ich auf RTL umgeschaltet. Dort gab es »Enzo und die wundersame Welt der Menschen« (The Art of Racing in the Rain, USA 2019, https://www.imdb.com/title/tt1478839), ein Film um einen Golden Retriever, der die Legende glaubt, er könne als Mensch wiedergeboren werden, wenn er bereit dazu sei. Ein Film mit einer wundervollen Amanda Seyfried und einem wunderschönen Golden Retriever. Ein Film, den ich mir nicht anschauen konnte …

The Art of Racing in the Rain | Official Trailer [HD] | 20th Century FOX

Herrchen ist unterwegs. Frauchen geht es schlecht. Sie nimmt ihre Tochter und geht zu den Großeltern. Enzo bleibt zurück. Tagelang. Er beginnt zu halluzinieren und zerlegt die Stofftiersammlung der Tochter. Als die Familie zurückkehrt, wird Enzo gemaßregelt. Er versteht die Welt nicht, denkt, eines der Stofftiere hätte die anderen getötet …

An der Stelle bin ich ausgestiegen. Ich stelle immer häufiger fest, dass ich Filme – nicht einmal TV-Dokumentationen wie die »Die Tierärzte – Retter mit Herz« (freitags auf NDR 3) – mit Hunden nicht mehr anschauen kann, ohne dass die Erinnerungen an Kim wüst und sehr heftig durchschlagen.

Und es sind vor allem auch die Erinnerungen daran, wie oft man selbst zu seinem eigenen, geliebten Tier ungerecht gewesen ist …

[Susi] Tag 1, Klarstellung

Hätte die Videodatei keine eindeutigen Daten, würde ich nicht glauben, dass diese Aufnahme vom ersten Tag stammt, den Susi bei uns war:

So schüchtern und schreckhaft sie ganz am Anfang noch war — schüchtern ist sie nicht mehr, schreckhaft manchmal immer noch –, so hat sie doch eines klargemacht: „Hier wird gewohnt, wie ich das will!“ :) [Wobei festzuhalten ist, dass Susi kein Hund ist, der die Wohnung umdekoriert.]