Da hat man mal ein Vorbild

Und sieht es nicht. Der LKW im Hintergrund, ein ehemaliges Bundeswehrfahrzeug, stand dort einige Tage. Ordentlich hingestellt. Perfekt. Der Fahrer des Seat Ibiza im Vordergrund des Bildes war dieser LKW offensichtlich nicht Vorbild genug. Kein Problem: SOG ist das wiederbelebte alte Kennzeichen für Schongau und stand schon immer für »Schwaben ohne Gehirn«.

Wie schön, wenn man mal einen Vogel hat

In den letzten Junitagen ging es los. Das mit dem Vogel. Oder besser: den Vögeln.
Unsere Wohnung verfügt über fünf Balkone: einer geht Richtung Westen, einer in Richtung Osten, drei in Richtung Süden. Auf den Balkonen stehen Pflanzkübel, Blumenkästen, jede Menge Pflanzen. Und meine Frau ist die Gießmeisterin.
Auf einem Südbalkon, direkt hinter der Satellitenschüssel, steht ein Blumenkasten mit einem großen Lavendel.

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Gone Japanese

Deep Purples »Made in Japan« war meine erste selbst gekaufte Schallplatte, wenn ich mich recht entsinne. Angefixt wurde ich – nebst diversen meiner Mitschüler – durch den damaligen Englischlehrer, der nach getaner, erfolgreicher Arbeit im Sprachlabor immer wieder einen Track von der Scheibe abspielte.
Heute gehört die Scheibe zu den wenigen Musikwerken, die ich ab und zu noch goutiere – und wenn, dann vorzugsweise über den Kopfhörer, denn auch wenn ich nur eine durchgeknallte Nachbarin habe … da ist noch meine Gattin, die mit so einer Musik so überhaupt nichts anfangen kann …

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Dirk C. Fleck: NUR FLIEGE IST SCHÖNER

Normalerweise schreibe ich meine Blogbeiträge ja ganz selbst, sieht man von mehr oder minder umfangreichen Zitaten ab. Aber dieser Text gefiel mir so gut, dass ich Dirk C. Fleck – der mit inzwischen drei Büchern auch Autor meines Verlages p.machinery ist – um Erlaubnis bat, den Text, der zuerst auf KenFM (hier https://kenfm.de/nur-fliege-ist-schoener) veröffentlicht wurde, auch in meinem Blog präsentieren zu dürfen. (Danke, Dirk.)

NUR FLIEGE IST SCHÖNER
Von Dirk C. Fleck

Mir ist bewusst, dass ich mich mit diesem Artikel lächerlich machen könnte. In gewisser Weise verstehe ich das, denn die einwöchige Liebesaffäre mit einer Fliege, von der ich berichten möchte, ist einem Menschen, der so etwas noch nie erlebt hat (und das dürften die meisten von uns sein) nur schwer zu vermitteln – wenn überhaupt. Ich versuche es trotzdem.

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Rise of European Moments

Ich glaube, der Fall der Mauer und der Untergang der DDR hat uns allen irgendeinen europäischen Moment beschert. Grenzen fielen, Mauern verschwanden – nicht für jeden Europäer, nicht gleich, manch einer baute erst einmal Mauern auf, vor allem in Deutschland. »Waaah, die Ossis kommen!«
Klaus Frick schrieb heute in seinem Blog von einem europäischen Moment in den 80er Jahren. Hier.

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Wenn nicht nur Menschen gehen

Während um mich herum immer mehr Menschen sterben, mit deren Präsenz ich aufgewachsen und auch älter geworden bin – zuletzt Götz George und Bud Spencer –, gibt es auch Institutionen aus meinem Leben, die an irgendeinem Tag verschwinden. Während Menschen oft genug überraschend sterben – und auch wenn sie lange krank waren, kam der genaue Zeitpunkt doch immer unerwartet –, kann man bei Einrichtungen davon ausgehen, dass der Termin angekündigt wird. Und so war es auch bei der »Zwiebel« in der Düsseldorfer Altstadt:

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Wertvolles aus Hundesteuer

So was kriegt man mit der Post: so was. Ich nehme an, das wird aus Hundesteuern finanziert. Ich nehme nicht an, dass die Besitzer(innen) von Pferden ein solches Schreiben erhalten; Pferde sind ja nie krank, und Fleischlieferanten fressen ja auch nicht die Pferdescheiße von Wanderwegen oder meinen Stiefelsohlen. Ich nehme auch nicht an, dass die Eigentümer von Rinderherden einen solchen Brief bekommen, vor, während oder nachdem sie ihre Rinderherde vom Stall zur Weide oder zurück getrieben und vergessen haben, die Hinterlassenschaften ihrer Milchlieferanten zu beseitigen. Und ich nehme an, dass die reine Interpretation von Gesetzen und deren Inhalten in der Bekanntmachung auf der zweiten Seite des Schreibens niemandem auffallen. (Ich musste mich immerhin vergewissern, dass es ein »Landesstraf- und Verordnungsgesetz zum Schutz von Feld und Flur« nicht gibt; der »Schutz von Feld und Flur« ist nur ein Teil dieses Gesetzes, und sein Inhalt ist deutlich anders formuliert, als das, was einem hier mitgeteilt wird.)

Jedenfalls ist es sinnlos, dass einem so was mitgeteilt wird. Ich weiß als Hundebesitzer, der sich bemüht, seine Hunde ebenso zu erziehen wie sich selbst, was bestimmte Dinge (z. B. die Beseitigung hündischer Hinterlassenschaften) angeht, dass es mehr als genug Hunde besitzender Arschlöcher gibt, die auf die Erfüllung einer solchen sinnvollen Pflicht nur scheißen – sic! -, und das ganz unabhängig von so einem Schreiben. Das Geld für so eine Briefaktion jedenfalls wäre – wenn man schon Tieren Gutes tun will – sinnvoller eingesetzt, würde man sie in das Budget von Tierheimen stecken.

Supermarktstorys

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Murnau, Ostern 2016. Ich fahre gerne ganz früh morgens zum Einkauf. Um 7 Uhr macht der Tengelmann in Murnau auf. Der Netto nebenan auch. Aber ich bevorzuge den Tengelmann. An den Wochentagen bin ich oft der Erste, an den Sonnabenden nicht. Da kommen ganz früh auch die ersten Panikeinkäufer, um sich für den Sonntag einzudecken und die Monate danach, denn ab Montag gibt es ja nichts mehr.
Wenn man früh morgens zum Einkauf fährt, lernt man die Leute, die dort arbeiten, viel besser kennen. Sie sind noch entspannt, nicht gestresst. Sie lächeln, grüßen, und die Kassiererinnen merken sich schnell deinen Namen. Ich zahle regelmäßig mit EC-Karte. Da steht der Name drauf.

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Piekfein renoviert

Über den Zustand des Waldweges, der von Murnau-Westried zum Staffelsee führt, habe ich schon geschrieben: im Oktober 2014 hier und im August 2015 hier. Inzwischen wurde der Aufstieg auf diese kleine Erhebung renoviert (zunächst der Blick von unten):

Man kann nicht nur recht schön die Steinstufen erkennen, die die früheren Holzstufen ersetzten, sondern auch den eleganten Schwung der Treppe nach oben, um die Steilheit des früheren Auf- bzw. Abstiegs zu mindern. Sehr gelungen.
Das Geländer kam zuletzt und wurde erst heute entdeckt. Bemerkenswert – und ein Beweis dafür, dass es doch noch Menschen gibt, die nachzudenken in der Lage und willens sind – ist die Schleuse, die verhindern soll, dass Pferde und Mountainbiker den Weg benutzen. Nun, für Mountainbiker ist die Schleuse vermutlich nicht eng genug – aber dass Pferde wieder neben dem Weg geführt werden müssen, kann man an Spuren schon erkennen.
Hier noch ein Blick von oben:

Ich bin hochoffiziell beeindruckt und erfreut.
Wenn man sich am oberen Ende des Neubaus umdreht, um seinen Weg fortzusetzen, erblickt man das hier:

Dergleichen Spuren von Pferden – und nicht selten auch von Mountainbikern – finden sich auf der ganzen Fläche des flacher verlaufenden Abhangs gen Norden. Selbstverständlich sind es gerade die ganz leichten, mit nur vier Beinen ausgerüsteten Pferde und die in der Regel nicht geländegängigen Mountainbikes, die die Fußpfade der Wanderer benutzen müssen. Aber vielleicht wird hier ja noch eine Selbstschussanlage nachgerüstet. Ich bin da ganz optimistisch.