Das Ende kommt näher

Es ist so weit, ein weiterer Schritt zum Ende unserer Sprache – der Sprache der Dichter und Denker – ist Opfer von undichten Genderschwänzen und denkunfähigen Gendermösen (oder umgekehrt? Gleichberechtigung! Gleichberechtigung!) geworden:

Gesprochen wird das: »… und fragen Sie Ihre Ärzt innen oder Apotheker innen« – und verdammt, für diese Missachtung meines Mannseins und für diese Schändung der deutschen Sprache hoffe ich, dass euch die Eier verfaulen. Alle Eier – Gleichberechtigung! Gleichberechtigung!

Kahlschlag II

Und weiter geht es in der Moorchaussee in Winnert, ortsauswärts. Grund? Unbekannt. Frage an einen der Arbeiter: „Warum wird das gemacht?“ „Wir haben den Auftrag.“ „Von wem?“ Keine Antwort. — Die Bäume haben vor allem im Sommer schönen Schatten gespendet. Braucht man ja heutzutage nicht mehr.

Kahlschlag

Der alljährliche Baumfällwahnsinn grassiert wieder.

In Winnert steht an der Hauptstraße, Ecke Süderweg eine Gedächtnissäule. Irgendwas mit Kaiser Wilhelm, dem zweiten, glaube ich. Die war umgeben von Büschen und Bäumen, nicht besonders ansehnlich, aber eben grün. Gestern fielen die Pflanzen Wahnsinnigen zum Opfer, die offensichtlich das Ziel hatten, der kackbraunen Halle neben dem kleinen Grundstückchen mit der Säule zu größerer optischer Bedeutung zu verhelfen. Sehr gelungen (nicht zuletzt auch im Zusammenspiel mit den weiter den Süderweg hinunter durchgeführten Holzvernichtungsaktionen, durch die eine kotzgrüne Blechhalle nun jedem Gassigänger plakativ ins Auge fällt).

Und nicht nur das. Auf der Landstraße zwischen Winnert und Oldersbek, auf einer ziemlich genau drei Kilometer langen Strecke, wurden – mit ganz wenigen Ausnahmen – auf beiden Seiten der Landstraße alle Bäume und größeren Sträucher (und die kleinen natürlich auch) vernichtet. Für mich der Anlass, der bislang vom aktuellen Schneechaos vollständig verschont gebliebenen Gegend einen tagelangen heftigen Schneesturm mit so effizienten Schneeverwehungen zu wünschen, dass im Schneechaos die Winterdienstler in ihren Karren erfrieren.

Das Problem: Es ist nicht herauszufinden, welchem Zweck diese Vollidiotie dient. Niemand weiß das. Nur im letzten Winter meinte ein befragter Bauer auf Lütt Dörp: »Das macht man halt so.«

P.S.: Die nachfolgenden Fotos von Lütt Dörp stammen vom 02.02.2020, sind also rund ein Jahr alt. So sieht es nun zwischen Winnert und Oldersbek auch aus. Und ganz sicher an vielen anderen Orten in Baummordfriesland auch.

Sprachvergewaltiger machtlos?

Deutlich interessanter als die wie abgeschrieben wirkende Erklärung der Dame sind die Kommentare, die genau das darstellen, was die Frau negieren will: Niemand will gendern, niemand will Gendern. Jedenfalls nicht, wenn er noch alle Synapsen richtig miteinander verknüpft hat.

https://www.xing.com/news/articles/link/3798827
oder
https://www.welt.de/kultur/article225885603/Duden-Chefredakteurin-verteidigt-das-Gendern-in-der-Online-Ausgabe.html

P.S.: Wieso „wie abgeschrieben“, denkt der aufmerksame Leser? Nun — man nehme die Argumente der Gegner des Duden-Vorgehens und drehe die einfach um. Et voilà!

Astern im All

Ich bin mit den guten alten Meteoren und Meteoriten aufgewachsen. Heute habe ich gelernt, dass die nur noch in der Erdatmosphäre und auf dem Erdboden so heißen. Taumeln sie im All rum, nennt man sie jetzt – nahezu zungenbrecherisch – Meteoroide.

Die Logik dahinter hat allerdings einen Bruch:

  • Meteoroid –> Meteor
  • Planetoid –> Planet
  • Asteroid –> Aster?

Der heutzutage vorherrschende Zwang, in der deutschen Sprache alles zu regulieren und zu vereinheitlichen, ist schlicht idiotoid. Finde ich.

P.S.:  Astern sind hauptsächlich bekannt als Herbstblüher. Ihr wisst schon, die hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Astern.