Die DSFP-2021-Nominierungen sind da

Die Nominierungen zum Deutschen Science-Fiction-Preis 2021 wurden veröffentlicht. Mein Verlag ist auch wieder dabei: T. Ellings Story »Die letzte Jungfrau« aus NOVA 29 wurde als »beste deutschsprachige Kurzgeschichte« ebenso nominiert wie Gabriele Behrends Roman »Salzgras und Lavendel« als »bester deutschsprachiger Roman«. Die Konkurrenz ist groß, jetzt gilt es, Daumen zu drücken. Weitere Details: hier.

Behrend, Gabriele, Salzgras & Lavendel

 

Franke fürs Gehör

Genau, und zwar der Herbert W. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, wird der Bayerische Rundfunk in seinem 2. Programm (vulgo: Bayern 2) drei Hörspiele des deutschen SF-Altmeisters neu ausstrahlen. Die ersten beiden Termine stehen schon fest (siehe unten); 2022 soll noch ein drittes Hörspiel gesendet werden.
Vor den jeweiligen Sendeterminen werde ich diese Information noch einmal wiederholen.

NOVA 30 + Norbert Stöbe: RITA flies at 5 p.m.

»Einen Panda in freier Wildbahn sehen, das passiert mir vielleicht einmal im Leben«, sagte sie. »Nur fünf Minuten!« Die Angst, die sie während des Anmarsches verspürt hatte, war verflogen. Sie richtete sich auf und schlich hinter Hong her durch den Bambus. Es wurde immer heller, dann auf einmal hatte sie freie Sicht auf den Felsvorsprung. Sie kauerte sich neben Hong hinter einen Farn. Die Abschussvorrichtung mit der NH13 leuchtete in der Morgensonne wie ein Alienartefakt. Sie war ein Fremdkörper inmitten des grünen Bambuswalds. NH13 sei der kleinste Marschflugkörper der chinesischen Marine, hatte Kenshou erklärt, kaum zweieinhalb Meter lang. Die Reichweite betrage lediglich 120 Kilometer, doch für ihre Zwecke sei das mehr als genug …

NOVA 30 – das Jubiläum

Ein neues Baby ist im Haus

Nach einem Päuschen

Durch die beiden fotolastigen Bücher »DIE ZUKUNFT …« und »KINDERGEFÄNGNIS und andere verlassene Orte«, die zwar keine HALLER-Ausgaben darstellen, aber im Grunde aus dieser Werkstatt stammen, entstand eine Pause, bis nun der siebzehnte HALLER mit dem Thema »SPAM!« erschienen ist. Details findet man unter dem unten stehenden Link:

Es ist soweit! HALLER 17 „SPAM!“ erscheint jetzt!

Unschön

sind manche Gassigänge. Aus verschiedenen Gründen.

  • Lehmsiek ist eine gute Gassigegend. Vor allem nachmittags sind die Wege schattig, auch die, die nicht direkt durch den Wald führen, sondern am äußeren Rand entlang. Es gibt einen schönen Rundweg, den ich nachmittags vorzugsweise gehe.
  • Irgendwo in der Ferne, über Husum, zieht ein Gewitter vorbei. Es donnert.
  • Kim schaltet sofort in den Panikmodus. Sie sieht sich ruckartig um – es gibt nichts zu entdecken, die Wolken sind nicht zu sehen, die Sonne scheint durch die Blätter der Bäume und Büsche. Sie zerrt an der Leine. Die ganze Runde lang. Und sogar noch daheim ist die Panik nicht abgeklungen.
  • Naomi reagiert auch, wenn auch nicht direkt panisch. Aber sie schnüffelt weniger als sonst.
  • Beide nehmen keine Leckerlis, sind unaufmerksam und reagieren praktisch nicht auf Ansprache.
  • Irgendein Arschloch hat auf dem ersten Teil des Weges, einer geschotterten Fahrstraße, Kot verteilt. Systematisch. Immer wieder Pflatschen von der Größe eines Bierdeckel. Über manche ist schon jemand drüber gefahren, andere haben noch die Form von Frikadellen (sorry für das Bild). Das wäre noch nicht störend, wenn nicht auf den meisten dieser Hinterlassenschaften haufenweise Fliegen säßen, die aufstieben, wenn man sich nähert. Insbesondere Kim findet das nicht toll, weicht ruckartig aus, läuft mir vor die Füße.
  • Andere Arschlöcher besitzen Pferde. Diese Arschlöcher sind nicht in der Lage, ihre Gäule neben einem Wanderweg kacken zu lassen, neben einem Wanderweg, neben dem sich Gras, Farn, altes Laub findet, durch das niemand wirklich stiefeln will. Nein, die mitunter erheblichen Haufen müssen mitten auf dem Weg liegen und natürlich liegen bleiben, weil Arschloch Pferdebesitzer kein Werkzeug dabei hat – einen Spaten zum Beispiel –, um die Scheiße beiseite zu räumen. Und auch hier sind das Hauptproblem die Milliarden Fliegen auf dem Scheißhaufen, die auffliegen und alles umschwirren, weil den Fehler gemacht hat, Arschloch Pferdebesitzer nicht zu verprügeln, bevor er mit seinem Gaul in den Wald gegangen ist.
  • Und das letzte Arschloch fährt einen BMW. Auf dem Weg, auf dem ich geparkt habe, ist rechts Platz für jede Menge Autos. Als ich ankomme, bin ich allein. Als ich zurückkehre, steht hinter mir ein BMW. Mit Schwanzlutscher-Kennzeichen (SL). Der hat seinen bayerischen Schrott so dicht hinter meinem Passat geparkt, dass ich meinen Wagen nach vorne versetzen muss, um die Heckklappe öffnen und die Rampe für die Hunde anbringen zu können, die die Mädels benutzen, weil sie nicht in den Wagen springen sollen (Kim kann das gar nicht mehr, ihr fehlt längst die Kraft zu so einem Sprung). Ich weiß nicht, was in dem Hirn eines solchen Arschlochs vor sich geht. Offensichtlich aber nichts.

Am Ende bin ich unzufrieden. Ich kann das nicht leiden. Klar, Harmoniesüchtige würden jetzt so was anmerken, wie dass ich ja darüber stehen könnte. Tue ich aber nicht. Muss ich auch nicht. Was ich muss, das ist, Arschlöcher scheiße zu finden.

Verkrampfte Puritaner

Ich dachte ja zuerst, dass Amazon wieder eine neue Macke entwickelt hat, als ich auf Bookwire ein Ticket vorfand, in dem die Entfernung des Titelbildes und der Innenillustrationen aus Bernhard Kempens E-Book »ARKADIA« verlangt wurde, anderenfalls man das E-Book im Shop nicht freigeben würde.
Wir waren seinerzeit durchaus vorsichtig mit der Werbung für das Buch. Auf meiner eigenen Website und in diversen Foren habe ich mich nicht zurückgehalten; ich denke, das ist in der heutigen Zeit nicht mehr notwendig (und einen Sexismusvorwurf kassiert man schon für einen von unten rot beleuchteten Frauenhintern auf einem Buchrücken, bei dem ansonsten nichts außer der hübschen Rundung zu sehen ist). Bei Facebook haben wir – Bernhard Kempen und ich – eine mit einem Banner entschärfte Version eingestellt, und Bernhard hat eine Variante mit den beiden ZDF-Fingern über Greedys Brüsten aufgenommen und zur Verfügung gestellt.
Nun erscheint Band 2 der Trilogie um die Arkadierin Greedy und den Sensationsreporter Adrian unter dem Titel »DARLING«, wobei das der Name der Computerseele eines eigentlich »Daoling« genannten Raumschiffs ist. Das Cover zeigt Greedy wiederum in traditioneller arkadischer Nichtbekleidung, und inhaltlich geht es nun weniger um die gesellschaftlichen Besonderheiten der arkadischen Zivilisation, als vielmehr um Darling – und natürlich um Greedy, die diesmal von einer nicht sehr angenehmen Erkrankung heimgesucht wird.
Der Roman liest sich gefällig und ausgesprochen unterhaltsam, und wem Band 1 gefallen hat, der muss sich hier nicht zurückhalten.

Ach ja, die Forderung, das E-Book »ARKADIA« zu verstümmeln, kam nicht von Amazon, sondern von den verkrampften Puritanern des E-Book-Shops »Apple Books«. Ich habe das E-Book ausgeblendet und werde »DARLING« von vornherein nicht an Apple Books ausliefern lassen. Ich möchte ja nicht, dass am Ende noch irgendein Ami beim Wichsen in Ohnmacht fällt …

Kempen, Bernhard, DARLING

Tiny Stricker in der Hörbahn on stage

Im Literaturradio »Hörbahn on stage« wird man Tiny Stricker am 14.07.2021 ab 18 Uhr hören können – und so die Seuche will, kann man ihn in der Georgenstraße 63 zu München sehen. Es geht vor allem um sein aktuelles Buch »U-Bahn-Reiter« und er wird über die Entstehung des Buches, sich selbst und seine Odyssee sprechen. Weitere Details zur Veranstaltung: hier. Weitere Informationen zum Buch: hier. Und zur Werkausgabe insgesamt: hier.