Weihnachten, vernetzt

Heute nun ist es so weit – das vierundzwanzigste Adventskalendertürchen ist geöffnet: Hier findet der geneigte Leser den vierundzwanzigsten und letzten Teil von Marianne Labisch Erstlingsroman »VERNETZT«.

Zum Buch geht es hier. Die gedruckte Version ist lieferbar und wird in Kürze auch in den üblichen Internetshops verfügbar sein. Das E-Book indes ist bereits verfügbar und in zahlreichen E-Book-Shops bis zum 26.12. (einschließlich) zum Preis von 0,00 EUR verfügbar, zum Beispiel bei Amazon, Thalia, Hugendubel, Weltbild und ebook.de (und die Liste ließe sich noch deutlich erweitern). Ab 27.12. kostet das E-Book dann EUR 4,99.

Weihnachten? Zeit für Tiere

Auch dieses Jahr werden zu Weihnachten sicher wieder Tiere verschenkt, die am Ende so oder so im Tierheim landen. Oder auf der Straße. In einem Müllcontainer. In einem See, verpackt in einem Plastiksack. Oder wo auch immer. — Das muss nicht sein. Wenn man schenken will, dann sollte man Tieren schenken. Ein Leben, ein Heim, eine Zukunft.

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Filmisches fürs Herz

Wer sich in der vorweihnachtlichen Zeit mal etwas Filmisches fürs Herz ohne Schnee und Weihnachtsgedöns gönnen möchte, sollte sich »Süßer September« mit Caroline Peters anschauen. Mir hat der Film sehr gut gefallen. Schön gezeichnete Charaktere, eine letztlich vorhersehbare, aber doch gerne mal wendende Handlung, insgesamt ein sonntägliches Filmvergnügen, das ich mir gönnte. Zu sehen gibt’s den Streifen in der ARD-Mediathek, entweder beim Hessischen Rundfunk oder bei ONE.


Edit 18.03.2022: Der September ist vorbei und so hat auch das angeblich nicht vergessende Internet sein Gedächtnis verloren: Die Mediatheken-Links sind gelöscht. Und auf Silberscheibe gibt es den Film auch nicht (jedenfalls nicht bei Amazon zum Beispiel, und auch nicht bei Videobuster zum Ausleihen).

DPDS 21/12 – der Designpreis für Designscheiß

Es ist mal wieder Zeit für einen Designpreis. Für Designscheiß.

»Kesium« ist ein Antibiotikum für Hunde, der Wirkstoff ist Amoxicillin. Inhaber der Zulassung ist die Firma Biokema SA in Crissier (Schweiz), den Vertrieb in Deutschland hat die Ceva Tiergesundheit GmbH in Düsseldorf. Beiden Firmen wird hiermit der

Designpreis für Designscheiß 21/12

verliehen.

Zur Begründung:

»Kesium« wird in der Variante »Kesium 250« bei Hunden mit einem Gewicht zwischen 20,1 und 25 kg zweimal täglich in Form von 1 ¼ Tabletten gegeben. Es handelt sich um Kautabletten. Um die Viertelung der recht großen Tabletten zu ermöglichen, gibt es dank der Geistesgegenwart eines an der Designentwicklung beteiligten Wichtes eine entsprechende Einkerbung.
Damit hatte Intelligenz allerdings ihren ganzen Auftritt. Denn: Die Tabletten werden in einer Blisterverpackung geliefert, deren Folie so stark ist, dass die mit ungeeigneten Füllstoffen designten Tabletten zerbröseln (und zwar nicht in Viertelstückchen), bevor man sie herausnehmen kann. (Es empfiehlt sich, die Blisterfolie mit einem spitzen Messer einzuschneiden und mit dem Fingernagel hochzuknibbeln; ein intelligenter Designer hätte ich einer Masturbationspause eine Perforation vorgesehen oder eine dünnere Folie genommen.)

Es handelt sich, wie gesagt, um Kautabletten. Es gibt Hunde, die bei der Aufnahme von Leckerlis – die jeder Hund deutlich von anderen Leckerlis, die er normalerweise bekommt, unterscheiden kann – ein wenig mäkelig sind und nicht alles in sich aufnehmen wollen, was ihnen angeboten wird. Es stellt sich daher die Frage, warum ein Produktdesigner für ein Hundearzneimittel nicht darüber nachdenkt, wie er das Arzneimittel für jeden Hund olfaktorisch und lukullisch so attraktiv machen kann, dass man kein Joghurt, keinen Käse und keine Leberwurst benötigt, das Arzneimittel erfolgreich zu verabreichen.

Einem Hund Arzneimittel geben zu müssen, ist traurig genug (Naomi hat sich eine Kralle abgerissen, sodass nur das Krallenbein übrig geblieben ist; das ist eine schmerzhafte Angelegenheit, sowieso …), aber immerhin eine Frage des Tierschutzes. Produkte wie »Kesium« verstoßen meiner Ansicht nach gegen jeden Grundgedanken des Tierschutzes, weshalb der DPDS als minimalste Würdigung solchen Unsinns angemessen erscheint.