Was lange gärt, wird nicht zwingend Wut

In einer Rundmail habe ich mich bei den Autoren schon entschuldigt, dass es so lange gedauert hat. Die  ursprüngliche Version der Anthologie »2112« erschien schon 2011 als E-Book im WortKuss-Verlag. Wie einige andere Anthologien auch sollte »2112« dort ein Erscheinen als Printbuch nicht mehr erleben, und als ich mich 2012 anbot, das Werk auf Papier gedruckt herauszubringen, war mir nicht klar, dass der Manuskriptstau auf meinem Schreibtisch (bzw. auf meinem Server) so immens riesig war.
Aber nun ist es so weit: Die Geschichten, die beschreiben, was 100 Jahre nach der Erfüllung der Maya-Propheziungen auf unserem blauen Planeten so abgeht, wurden von Patrick Schön zusammengestellt und von mir noch einmal einer ordentlichen Korrekturlesung, einer vollständigen und konsequenten Umstellung auf neue deutsche Rechtschreibung und einem ordentlichen Layout unterzogen. Et voilà – endlich ist es da.

Nicht nur durch ein neues Korrektorat und Lektorat unterscheidet sich das Buch von der immer noch auf dem Markt befindlichen E-Book-Version des WortKuss-Verlages. Die Texte der Autorin Inga Westermann fehlen; sie zog sie ohne Angabe von Gründen zurück. Und die Geschichte von Julia Müller ist eine Version, die der Autorin besser gefallen hat.

Weitere Details zum Buch finden sich hier.

Das Buch hat mich überrascht

Arno Behrend kenne ich ein Weilchen. Interessanterweise haben wir uns erst richtig kennengelernt, miteinander gesprochen und uns gegenseitig auf Cons wiedererkannt <g>, als ich schon lange aus Düsseldorf weggezogen war. Aber so spielt das Leben manchmal.
Ich weiß nicht mehr, wer die Idee zu einer Arno-Behrend-Kurzgeschichtensammlung hatte. Er oder ich. Keine Ahnung. Möglicherweise er, nachdem ich für seine Gattin Gabriele deren Sammlung »Humanoid« aufgelegt hatte (siehe hier).

Die Arbeit an dem Buch hat großen Spaß gemacht. Nicht nur, dass Arno ein hochprofessionell arbeitender, bestens handhabbarer Autor ist. Nicht nur, dass Lothar Bauer Bilder abgeliefert hat, die den von ihm gewohnten »Augenmagnetismus« enthalten. Nein, ich war auch schwer überrascht: Mir war einfach nicht klar, dass Arno nicht nur seit vielen Jahren – zwanzig, sagt er – SF-Kurzgeschichten schreibt, mir war vor allem auch völlig entgangen, wie gut mir die Geschichten gefallen könnten, haben sie doch alle einen Krimi-Background. Ließe man die SF-Elemente weg, würden die Geschichten als Krimis immer noch funktionieren. Und ich bin Krimifan.

Weitere Details zum Buch hier.

Ende einer Ära, Internet, 11.06.

Der FANDOM OBSERVER 300 ist erschienen, und damit die letzte Ausgabe dieser 25 Jahre lang regelmäßig erschienenen Institution des deutschen SF-Fandoms. Hätte ich gewusst, dass die letzte Nummer von Manfred Müller, dieser kleinen, revanchistischen Ratte, gemacht wird, hätte ich mir meinen Beitrag gespart. Dass der nicht veröffentlicht werden würde, wäre mir klar gewesen. Naja, Ei drüber.
Dass der FANDOM OBSERVER nicht mehr erscheint, ist schade. Andererseits wird die Welt trotzdem nicht besser, Putin fällt nicht tot um, Nazis werden nicht vernünftig, Obama wird nicht weiser, Merkel nicht klüger, und mein Morgenschiss wird nicht weniger stinken. Was soll’s also?

Und wieder einmal ein Buch

In meinem Verlag p.machinery gibt es auch sogenannte Imprints. Ableger. Zwei davon sind inzwischen aktiv: die Zusammenarbeit mit Michael Weisser unter dem Titel »Die QR-Edition« sowie Sven Klöppings »sternwerk«. Klöpping will sich in seiner Edition vor allem auf E-Books spezialisieren und hat mit den sogenannten »9-Cent-Storys« auch schon vorgelegt, aber auch bei »sternwerk« wird es Printtitel geben.

Den ersten – die Geschichtensammlung »Der Durst der Stadt« mit Geschichten von Norbert Stöbe – habe ich inzwischen beim Schaltungsdienst Lange zum Druck ebenso platziert wie heute bei CreateSpace, um die Verfügbarkeit bei Amazon zu gewährleisten:

Norbert Stöbe
DER DURST DER STADT
sternwerk 1
Sven Klöppings sternwerk @ p.machinery, Murnau, Juli 2014, 296 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978 3 95765 000 9 – EUR 11,90 (DE)
als eBook: in Vorbereitung

Zehn SF-Storys von Norbert Stöbe – zehn gute Gründe, dieses Buch zu lesen. Mit den Gewinnerstorys »Der Durst der Stadt« (KLP 1995) und »Zehn Punkte« (DSFP 1992). Stöbe beschreibt in seinen Geschichten Skurriles, Phantastisches und entrückt das Alltägliche dabei stets der Ultima Ratio.

Details auch hier.

Das deutsche SF-Fandom präsentiert sich in London und Dublin

ANDROMEDA SF MAGAZIN 152: Science Fiction in Germany
Spezialausgabe zum LonCon 2014 über die SF-Szene in Deutschland
SFCD e.V., Murnau, Juli 2014, 64 Seiten  DIN A5, ISSN 0934-330X
EUR 5,90 incl. Versand (für SFCD-Mitglieder und Besucher des
LonCon 2014 sowie Shamrokon 2014 kostenlos)

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In klassischem Gewande

Paul Alfred Müller
FALSCHE MESONEN
Zukunftsroman aus dem Nachlass
DvR Dieter von Reeken, Lüneburg, 2013, Broschur (großformatig), 158 Seiten, ISBN 978 3 940679 77 2

VORBEMERKUNG
Paul Alfred Müller dürfte inzwischen auch unter seinem bürgerlichen Namen bekannt sein. Freder van Holk und Lok Myler sind es gleichermaßen.
Die Rechte am Werk des 1970 verstorbenen Autors, der einen Großteil seines Lebens hier in Murnau zubrachte, liegen heute bei Heinz J. Galle, einem bekannten Sammler und Literaturkenner auf dem fantastischen Sektor. Er hat bei diesem Buch – wie auch bei anderen Werken Müllers, die bei DvR erschienen und erscheinen – als Herausgeber fungiert und das Buch mit einem der üblichen fundierten Nachworte geziert.
Der Roman selbst war bisher nie veröffentlicht worden.

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Erster Streich nach dem Urlaub

ANDROMEDA NACHRICHTEN 246, SFCD E.V., Murnau, April 2014, 112 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Maison d’Ailleurs: Der Superheld als Kunstobjekt – Oki Stanwer, der Mythos – – Löcher im Bauch: Interviews – Edgar Güttke – Merlin Thomas – Erik Hauser  – Achim Hildebrand – Nina Allan – Ralph Doege – Ulrike Jonack – Ralf Steinberg – Die Interviews führte Michael Schmidt – – Conventions – Jürgen Lautner: Sturm über Stade – Jürgen Lautner: Tinnitus coloniae – Jürgen Lautner: Science Fiction – gibt’s das noch? – – dsfp: Die Gewinner des DSFP 2014 – Karl E. Aulbach: Fantasy – Hermann Urbanek: LiteraTour – Jörg Krömer: Cinema – Gerd Frey: eGames – Ralf Boldt: Perry Rhodan – Robert Hector: Science – Armin Möhle & Co.: FanzineKurier – Michael Baumgartner & Co.: Reissswolf – – StoryFiles – Alexander Knörr: Zu spät! – – Das Titelbild stammt von Alexander Preuss.

Ich freue mich ganz besonders, dass Armin Möhle mit seinem »FanzineKurier« als erster Mitarbeiter des mit Ausgabe 300 eingestellten »Fandom Observer« zu uns »übergelaufen« ist! – Wir haben in den ANDROMEDA NACHRICHTEN Platz für jeden weiteren Mitarbeiter – ohne Zwang. Eine Mitgliedschaft im SFCD kann, muss aber nicht eingegangen werden!