Der Fleiß ist heiß

Eigentlich bringt die PRFZ, die Perry-Rhodan-FanZentrale e.V., ja nur einen Band der FanEdition pro Jahr heraus. Das war jedenfalls bis 2013 so. 2014 gab es erstmals zwei Bände – neben dem wirklich genialen »Mein Freund Perry« von Ben Calvin Hary (der dieser Tage seine Zweitauflage erlebte) gab es den nicht minder genialen Romane »Die Telepathin« von Christina Hacker. 2015 sieht es nun so aus, als ginge es mit zwei Bänden pro Jahr weiter. Denn zum 1. Perry-Rhodan-Tag in Osnabrück am 16.05.2015 erscheint:

Angelika Rützel
DER WEG DER BEWÄHRUNG
Perry Rhodan FanEdition 16
Perry Rhodan FanZentrale e.V., April 2015, Paperback, 136 Seiten DIN A5
EUR 8,50 (EUR 5,50 für PRFZ-Mitglieder)

Der Verkaufsstart erfolgt auf dem 1. Perry-Rhodan-Tag Osnabrück am 16.05.2015. Ab 19.05.2015 dann Verkauf über den Space Shop der PRFZ (www.prfz.de/space-shop.html).

Jedem, der die Abenteuer von Perry Rhodans Sohn Michael gelesen hat, sind seine außergewöhnlichen Führungsfähigkeiten und seine militärischen Qualifikationen aufgefallen. Daraus ergibt sich die Frage, wo und durch wen er die dafür erforderliche Ausbildung erhalten hat.
Hier ist die Antwort!
Und da Michael schon seit frühester Jugend ein Draufgänger mit rebellischem Charakter war, gerät er dabei in lebensgefährliche Situationen und muss erfahren, was es wirklich bedeutet, die eigenen Grenzen kennenzulernen.
Gleichzeitig muss Perry Rhodan erkennen, dass er zwar als Flottenchef und Staatsmann fast perfekt agiert, jedoch in der Vaterrolle größere emotionale Defizite aufweist.

Über die Autorin:
Angelika Rützel wurde 1954 in Kiel geboren und studierte dort Psychologie. Heute wohnt sie an der Nordsee und arbeitet mit Freude und Engagement im Patientenservice eines großen Klinikums.
Mit dem Lesen von Science-Fiction und besonders »Perry Rhodan« begann sie bereits als Zwölfjährige mit dem MdI-Zyklus, mit dem Schreiben von »kleinen Geschichten« als Fünfzehnjährige. Dabei pendelte sie zwischen Perry Rhodan und historischen Themen. Die ersten Geschichten schrieb sie mühsam mit der Hand, bis ihre Eltern ihr eine nagelneue Kugelkopfschreibmaschine schenkten – für die damalige Zeit ein sehr teures und wertvolles Geschenk.
Mit dem Beginn des Studiums ließ das Leben ihr für dieses Hobby keine Zeit mehr. Erst vor knapp zwei Jahren kam sie nach ihrem bewegten und erfahrungsreichen Leben ein wenig zur Ruhe. Sie entschloss sich, neben ihrem Job nur noch das zu machen, was ihr gut tut und ihr Freude bereitet. Daher begann sie wieder mit dem Schreiben von Perry-Rhodan-Storys.
Dabei faszinieren sie besonders Personen, die genug Raum für psychologische Tiefe und Empathie bieten. Ihre Favoriten dabei sind Perrys Sohn Michael und der Arkonide Atlan.

Über den Grafiker:
Martin Sickinger ist Jahrgang 1980 und lebt in Stuttgart. Er hat Maschinenbau studiert und arbeitet als Ingenieur in der Entwicklung. Schon als Kind haben ihn fremde Welten und Technik in ihren Bann gezogen. Gezeichnet hat er schon immer gerne, aber erst als er die digitale Malerei entdeckt hat, gab er diesem Hobby mehr Raum. Seine erste Begegnung mit dem Perry-Rhodan-Universum hatte er vor fünf Jahren, als ein Kollege ihm die ersten Silberbände ausgeliehen hat. Seitdem liest er sich fleißig durch die Hefte.

Kurz vorm Jubiläum

ANDROMEDA NACHRICHTEN 249
SFCD e.V., Murnau, April 2015, 86 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
Nachruf: Zum Tod von Werner Fleischer
In memoriam: Im Gedenken an Walter Ernsting zum 10. Todestag
Interviews von Michael Schmidt mit Michael Marrak, Erik Hantsch, Michael Haitel
Conventions besucht von Jürgen Lautner:     Steampunk-Festival Anno 1990, September 2014; Elstercon 12, September 2014; FaRK, September 2014; Ausstellung »Outer Space – Faszination Weltraum«; SciFi Days, Juli 2014; Spacedays, Oktober 2014; Steampunk-Jahrmarkt 1, Februar 2015
dsfp 2015, die Nominierungen
klp 2015, die Nominierungen
Karl E. Aulbachs »Fantasy«
Hermann Urbaneks »LiteraTour«
Jörg Krömers »Cinema«
Gerd Freys »eGames«
Robert Hectors »Science«
Klaus Marions »Die Asimov-Kellerbar«
Armin Möhles »FanzineKurier«
Michael Baumgartners »Reissswolf«
StoryFiles: Uwe Lammers’ »Wächter wider Willen«

Das Titelbild stammt von Crossvalley Smith.

Diese Ausgabe gibt es auch zum Download. Downloadlink und Kennwort finden sich im Impressum der Printausgabe.

Es gibt keinen blauweißen Himmel über Bayern

Anna Mocikat
MUC
Knaur, München, 2014, Paperback, 368 Seiten, ISBN 978 3 427 51540 2

VORBEMERKUNG
Ich habe das Buch aus zwei Gründen gelesen.
Zum einen lebe ich seit über 30 Jahren in Bayern, in der Nähe von München, und es wurde mir zugetragen, dass das Buch für jemanden, der sich hier auskennen würde, interessant sein könnte.
Zum anderen bin ich Mitglied im DSFP-Komitee, zwar nicht sehr aktiv im Augenblick, aber es kann ja nicht schaden, den eigenen Kenntnisstand auf das Level der Komiteekollegen zu heben.
Dank jedenfalls an Hans-Jörg E. für die Buchleihgabe.

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Keiner bleibt zurück

Ridley Scott ist ein Filmemacher, den ich sehr schätze. Nicht nur, aber vor allem auch für seinen »Black Hawk Down« (USA 2001, https://www.imdb.com/title/tt0265086).

»Black Hawk Down« ist ein Kriegsfilm nach klassischem amerikanischem Muster. Er steht eindeutig in der Tradition von Filmen wie »Platoon« und »Apocalypse Now«, und selbst mit Filmen wie »Full Metal Jacket«, »Good Morning, Vietnam« und den »Rambo«-Filmen kann er eine gewisse Verwandtschaft nicht leugnen.
Während Filme wie »Battleship« den US-amerikanischen Patriotismus nur in einer gewissen, recht begrenzten Perspektive transportieren, spiegeln Filme wie »Black Hawk Down« einen Widerspruch wider – den zwischen dem Patriotismus des amerikanischen Soldaten, dem Wunsch, seinem Land zu dienen, für die amerikanischen Ideen einzustehen, und dem eigenen Leid, dem eigenen Schicksal auf der anderen Seite.

»Black Hawk Down« lebt als Film vordergründig von einem sehr realistisch angelegten Plot. Natürlich weiß niemand in der westlichen Welt, der sich den Streifen im Kino oder auf dem Fernsehschirm angeschaut hat, wie realistisch das Ganze wirklich ist. Aber der Film lässt wenig Zweifel daran, dass der Spielraum für Fantasien sehr, sehr klein ist.
Gleichzeitig ist die Geschichte, die »Black Hawk Down« erzählt, von einer fast schon komischen Tragik geprägt: Einer der Auslöser des ganzen Problems, aufgrund dessen einer der amerikanischen Hubschrauber in Mogadischu notlanden muss, ist ein Soldat namens Blackburn, der schlicht und ergreifend aus dem Black Hawk fällt – und getreu der US-amerikanischen Devise, dass niemand zurückgelassen wird, eine Folge von nötigen Schritten auslöst, die nicht nur einen, sondern sogar zwei Black Hawks auf den Boden zwingen.

Am Ende des Films hat man weniger amerikanischen Patriotismus in einer Großpackung kennengelernt, auch nicht amerikanische Politik, wo auch immer das Militär seinen Auftritt hat. Man hat vielmehr sehr viele amerikanische Soldaten kennengelernt. Keine wirklichen persönlichen Schicksale – oder doch auch. Aber vor allem amerikanische Soldaten in ihrer Rolle als Soldaten und in ihrer Rolle als die eigentlichen Träger des amerikanischen patriotischen Gedankens, der zu solchen Ideen wie »Keiner bleibt zurück« führt, zu einem Gedanken, der, wenn man es genau nimmt, eigentlich der menschlichen Natur vollkommen zuwiderläuft und wirklich nur befohlen werden kann. Und der dann, wenn er, der befohlene Gedanke, auf die richtige Erde trifft, zu einem fruchtbaren Gedanken wird, der umgesetzt wird, der zu dem wird, was die Amerikaner auch unter Patriotismus verstehen – und das ich nicht nur an Filmen wie »Battleship«, sondern eben auch an »Black Hawk Down« ungemein faszinierend finde.

Die Amerikaner haben es drauf, ihre Sicht der Welt zu verkaufen. Man mag über die globale Politik der Amerikaner anderer Meinung sein. Es ist sicher so, dass man sich als Nation namens USA nicht überall einmischen muss – und unter Obama ist das ja auch nicht mehr der Fall (Stichwort Ukraine). Aber andererseits sollte es einer Nation zustehen, sich in Angelegenheiten einzumischen, wenn es um die Welt geht, in der wir leben, und wenn diese Nation meint, sie könne die Ressourcen und Fähigkeiten aufbringen, eine bestimmte Aufgabe zu stemmen. Und wenn es nur um die Rettung der Welt geht.

Nebenbei: Wie faszinierend ich »Black Hawk Down« als Film finde, kann man auch daran erkennen, dass ich in meinem Verlag p.machinery eine kleine Anthologie verlegt habe, die den Titel »Blackburn« trägt. Wer mehr wissen möchte: https://www.pmachinery.de/unsere-bucher/androsf-die-sf-reihe-des-sfcd/androsf-band-31-40/2087-2. Das Buch ist lieferbar.

Sollte das peinlich sein?

Die Nominierungen zum Deutschen Science-Fiction-Preis 2015 wurden veröffentlicht; Details hier.
Im letzten Jahr waren vier von fünf nominierten Kurzgeschichten in Büchern in meinem Verlag p.machinery veröffentlicht worden; dieses Jahr ist das Verhältnis nicht ganz so krass: Es sind nur vier von sechs nominierten Geschichten, die ich 2014 in Büchern verlegen durfte.
Ich freue mich für meine Autoren.
Ich bin natürlich auch stolz.
Aber irgendwie hege ich auch zwiespältige Gefühle, die mich überlegen lassen, ob mir eine solche Quote nicht peinlich sein sollte – nicht zuletzt, weil das zum zweiten Mal nacheinander geschehen ist. Und immerhin bin ich Mitglied im DSFP-Komitee, wenn ich auch für den DSFP 2015 nicht mitgelesen und mitnominiert habe (und meine »Unterstützung« in zweiten Gang für zwei Geschichten hat am letztlichen Ergebnis nicht den Ausschlag gegeben); das könnte natürlich auch komisch aussehen (und diese Gefahr hat seinerzeit Uwe Post veranlasst, das Komitee zu verlassen).

Nun, letzten Endes ist das Komitee eine sehr souveräne Einrichtung, gespickt mit Leuten, bei denen ich mir sicher bin, dass jeglicher Versuch der Einflussnahme sogar eher dazu führen würde, eben nicht mehr so erfolgreich sein zu können. Daran kann es also so oder so nicht liegen.
Vielmehr ist es wohl doch so, dass die Qualität der Geschichten entscheidend ist – und wo man sie überhaupt noch findet. Schaut man sich die Liste der Geschichten an, die zur Findung der endgültigen Nominierungen im »engeren Kreis« gelandet waren, so finden sich neben den nominierten Geschichten – erschienen bei p.machinery, sternwerk@p.machinery und Begedia – nur noch zwei Geschichten aus Exodus 31, eine Story aus der c’t des Heise-Verlages und eine aus einer Anthologie des Arunya-Verlages, sowie weitere Werke aus p.machinery- und Begedia-Werken.
Am Ende gelangt man dann doch nur zu der Erkenntnis, dass der Markt für SF-Kurzgeschichten einfach klein, gar winzig geworden ist, wenn es um hochqualitative Werke dieser Art geht. Ich freue mich darüber, nicht ganz allein auf diesem Markt zu agieren, und ich glaube – ohne meinen eigenen Autoren damit in die Kniekehlen treten zu wollen –, dass es 2015 wohl Begedia sein wird, der gute Harald Giersche, der den Schnitt machen wird. Das wäre völlig in Ordnung: Auch das wäre immerhin eine Form von Abwechslung, die das SF-Kurzgeschichten-Genre gut vertragen kann.

Wiederholungstäter

Captain Yugi Nagata: We’re going to die!
Alex Hopper: We are going to die. You’re going to die, I’m going to die, we’re all going to die … just not today.

Der Film, den ich in meinem Leben am allermeisten gesehen habe, ist noch nicht alt. »Battleship« (Director: Peter Berg, USA 2012, https://www.imdb.com/title/tt1440129) heißt er. Laut IMDb-Angaben war er finanziell ein Flop. Und auch nach dem, was ich sonst so gelesen und gehört habe, soll der Film nicht gut sein. Ganz im Gegenteil: Als Fan dieses Films hört man vor allem die Unterstellung, dass man ihn ja nur wegen Rihanna gut fände und anschauen würde, was völliger Blödsinn ist, es sei denn, man fährt auf farbige Mädchen in US-amerikanischen Navy-Uniformen ab.
Wie auch immer: Ich habe diesen Film inzwischen weit über 120mal gesehen. Und das Videofile liegt auf meiner Festplatte an einem der schnellstmöglich zugänglichen Orte, so dass ich ihn jederzeit wieder sehen kann. Und immer wieder.

Und seltsamerweise wird er nicht langweilig, eher noch im Gegenteil. Inzwischen kann ich ganze Dialoge auswendig mitsprechen. Ich kenne die Szenen und wann sie in der Timeline auftauchen – sekundengenau. Und dennoch – der Film wird nicht langweilig.
Und ich kann nicht sagen, woran es liegt, dass ich diesen Film mag, immer wieder gerne anschaue – und woran die Faszination festzumachen wäre, die der Streifen auf mich ausübt. Die Figuren sind nicht über das in US-amerikanischen Spielfilmen mit hohem Actiongehalt hinausgehend detailliert gestaltet. Die Handlung ist klar, zielgerichtet, es gibt keine wirklich überraschenden Wendungen, ein paar Haken vielleicht, wie sie ein Hase auf dem Feld schlagen mag, aber nichts Weltbewegendes. Im Grunde ist die Handlung sogar … klischeehaft.

Und das ist möglicherweise eine der Erklärungen. Denn zu den Klischees US-amerikanischer Filme mit hohem Actiongehalt, gerade solche, die etwas mit dem Militär, mit Kriegen u. ä. zu tun haben, gehört das Bild des Patriotismus, das diese Filme vermitteln. Die Amerikaner haben zu ihrem Land und zu ihrer Rolle in der Welt eine ganz besondere Beziehung, die wir Europäer meist nicht nachvollziehen können, oder jedenfalls eher belächeln als verstehen. Die Deutschen sind in Bezug auf das Unverständnis des amerikanischen patriotischen Bildes besondere Vorreiter, denn aufgrund ihrer heute noch ungemein wichtigen Historie ist es dem Deutschen nahezu unmöglich gemacht, patriotische Gefühle zu entwickeln, patriotische Gedanken zu hegen, ohne gleichzeitig auch ein schlechtes Gewissen zu haben. Die Israelis – nur als Beispiel, weil man die Israelis als Nation gerne mit den Juden als Volk gleichsetzt, obwohl Juden kein Volk, sondern Angehörige einer Religionsgemeinschaft sind – haben wiederum eine andere Einstellung zum Patriotismus, sind sie doch von ständigen Anfeindungen und Angriffen umgeben, die mehr als genug Leben kosten, und wenn sie sich ihres Patriotismus’ bewusst werden, dann müssen sie sich am Ende dadurch entschuldigen, dass die Deutschen einen Großteil Schuld daran mittragen, dass die Israelis so sind, wie sie sind (obwohl die Existenz Israels den Briten zuzuschreiben wäre).

Wie auch immer: In den allermeisten Fällen wirkt der in US-amerikanischen Filmen vermittelte Patriotismus rein, sauber, ehrlich, direkt, man verbindet ihn beinahe zwangsläufig mit lauter Adjektiven, die man in einem deutschen Film ähnlicher Ausprägung nicht zu finden glauben würde und einem russischen Film von vornherein gar nicht erst zuzusprechen bereit wäre.
Dass aber auch solche US-amerikanischen Filme, bei denen der Patriotismus so eine mehr oder minder große Rolle spielt, während die Handlung scheinbar eher die Action als Mittelpunkt hat, rassistische Elemente haben, steht außer Frage. In »Battleship« sind die Bösen die Aliens, und sie sind böse, ja. Aber die Art, wie die Menschen, die sich – durchaus mit Fug und Recht – verteidigen, mit den Aliens umgehen, das wäre in vielen Gegenden der Welt – und nicht zuletzt eigentlich auch im sogenannten Westen – kritikwürdig, herablassend, rassistisch. Ich spreche der einen Seite, die von der anderen angegriffen wird, nicht das Recht auf Selbstverteidigung ab. Aber es gibt eine dünne und nicht selten schlecht zu erkennende Grenze, jenseits der Selbstverteidigung eine solche nicht mehr ist.

Und dennoch bezieht ein Film wie »Battleship« seine Faszination aus genau diesem latenten, vielleicht nur minimalen Rassismus. Im Grunde ähnelt er den Rachefilmen wie »Ein Mann sieht Rot« und all den anderen Filmen dieser Art, denn Rache ist es im Grunde genommen, die die Menschen in »Battleship« antreibt, um die Aliens zu vernichten. Vorzugeben, dass die Menschheit zu retten sei, ist nett, gut und ein hehres Ziel. Es ist vermutlich auch ein wahres Ziel. Aber die Antriebskraft, die es Menschen wie den Navy-Soldaten in »Battleship« erlaubt, bis zum Sieg zu kämpfen, ist mehr: Es ist vielleicht nicht nur, aber es ist auch Rache.
Und ich selbst spreche mich nicht davon frei, Rachegefühlen in mir selbst Raum geben zu wollen, Raum zu geben. Ganz im Gegenteil. Ich bin zwar kein nachtragender Mensch, wie manch einer, der mich kennt, wird bezeugen können, aber ich besitze immer und grundsätzlich die Bereitschaft, mich auch zu revanchieren, wenn es sich anbietet und vielleicht sogar sinnvoll erscheint.

Was das mit »Battleship« zu tun hat? Vielleicht nicht viel. Vielleicht alles. Keine Ahnung. Vielleicht ist es heute nur noch ein Magnetismus der Gewohnheit, der mich immer wieder diesen Film anschauen lässt. Es ist ein wenig so, als würde man sich eine lang laufende Serie anschauen. Auch wenn sie in diesem Falle nur aus einer Folge besteht.

Und noch ein Fleißbeitrag

ANDROMEDA NACHRICHTEN 248, SFCD e.V., Murnau, Januar 2015, 110 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt: 7 Jeschke & seine Preise. 8 Wolfgang Thadewald; Nachruf von Ulrich Blode. 10 Interviews: 10 Sven Klöpping 10 Michael Tillmann 12 Hannes Riffel 13 Daniel Neugebauer 14 Uwe Voehl 15 Dominik Grittner. 18 Ich, einfach neunzig. Waldemar Kumming zum 90. Geburtstag. 30 Cons: 30 SweCon 2014 34 Back from Nerdistan; LonCon 3 & Shamrokon 2014 41 EuroCon 2017 in Dortmund? 42 DORT.con 2015. 44 Fantasy. 48 LiteraTour. 59 Cinema. 73 eGames. 79 Perry Rhodan. 84 Science. 89 Neues aus der Asimov-Kellerbar. 91 FanzineKurier. 95 Reissswolf. 103 Landfrieden; Kurzgeschichte von Johannes Tosin.

Das Titelbild stammt von Lothar Bauer und ist das Grafiklogo des DORT.con 2015. Die ANDROMEDA NACHRICHTEN-Chefredaktion und der Herausgeber danken dem DORT.con-2015-Team für die Zuverfügungstellung dieses Titelbildes und möchten zum Ausdruck bringen, dass es uns eine Freude war, auf der Titelseite der ANDROMEDA NACHRICHTEN 248 auf diese Veranstaltung hinweisen zu dürfen.

Diese Ausgabe gibt es auch zum Download. Downloadlink und Kennwort finden sich im Impressum der Printausgabe.

Telepolis und der grüne Komet

Des Heise-Verlags »Telepolis« hat den ersten Band der »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke«, »Der grüne Komet« vorgestellt: hier. Anlass ist nicht zuletzt das Erscheinen des Kometen »Lovejoy« der »als diffus leuchtender grüner Fleck am westlichen Nachthimmel« sichtbar ist (und schon im August 2014 entdeckt wurde): »Natürlich Zufall – oder hat sich da eine Vision erfüllt? Science-Fiction-Autoren wie Herbert W. Franke haben keine Visionen mit der Aussicht auf Erfüllung, aber immerhin genug Phantasie, um Situationen zu beschreiben, die phantastisch, aber prinzipiell möglich sind.«

Warum ich den Quarber Merkur mag

Gerhard Lindenstruth, Chef des Lindenstruth-Verlages, hat eine Rundmail verschickt, nach der in den nächsten Tagen der QUARBER MERKUR 115 erscheinen wird. Und das hat mich daran erinnert, dass ich in meinem Blog ein paar Zeilen schreiben wollte, warum ich den QUARBER MERKUR mag.

Bevor Franz Schröpf, einer der beiden »Großen Alten« im EDFC, mir letztes Jahr das Layout des QUARBER MERKUR quasi verehrt hat, habe ich dieses Werk namentlich gekannt, aber nie in der Hand gehabt und demzufolge auch nie auch nur eine Zeile daraus gelesen. Der QUARBER MERKUR war für mich immer so etwas, wie die c’t in meiner Anfangszeit als sich mit Computern, Hard- und Software beschäftigender Neunerd. Und im Grunde hat sich das bestätigt, als ich letztes Jahr die Ausgabe 114 und dieses Jahr die Ausgabe 115 machen durfte.
Aber – die Beiträge sind interessant. Während ich sie durchkorrigiere, lese ich sie auch, was ich nicht mit allen Texten, die ich durchkorrigieren muss, wirklich tue. Und ich finde sie mitunter richtig spannend. Darüber hinaus liege ich es ja, Layouts zu machen. Und auch, wenn der QUARBER MERKUR mit seinem an DIN A5 heranreichenden Format und seinem aus alten EDFC-Zeiten stammenden Zweispaltenlayout so kompliziert nicht aussieht, es ist durchaus anspruchsvoll, die oft sehr unterschiedlich strukturierten Texte angemessen zu layouten – und die nicht seltenen Fußnotensalate mit einem entsprechenden optischen Dressing zu versehen.
Als ich dieses Jahr – vor einigen Wochen – mit der Ausgabe 115 fertig war und Franz Rottensteiner – übrigens ein wirklich toller Herausgeber, mit dem es richtig Spaß macht, zusammenzuarbeiten! – und Gerhard Lindenstruth Vollzug melden konnte, hätte ich nicht übel Lust gehabt, gleich mit der nächsten Ausgabe fortzusetzen.

Wie auch immer: Der QUARBER MERKUR 115 ist in der Kömme, wie man so schön sagt. Und er ist beim Verlag zu bekommen:

Franz Rottensteiner (Hrsg.)
QUARBER MERKUR 115
Franz Rottensteiners Literaturzeitschrift für Science Fiction und Phantastik
Verlag Lindenstruth, Giessen, November 2014, 280 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978 3 934273 94 8 – EUR 16,00 (DE)

Richard-Philipp Fahrbach: Lovecraft-Verfilmungen oder Der Fluch des Unverfilmbaren? »Intermedialität des Schreckens: Parameter des Grauens bei H. P. Lovecraft«, Teil 3 * Maria Galina: Das Macondo, das uns entgangen ist * Christian Hoffmann: Neue afrikanische SF und Phantastik * Thomas Ballhausen: Trauma, Hysterie, Archiv. Ein Versuch über »Orlacs Hände« * Stefan Tuczek, Torsten Ehlers: »Vernichten, was unwert ist, ausrotten den Aberglauben von Wissenschaft, Technik und falschen Religionen« – Die Welteislehre als Phantasma * Simon Spiegel: »A film is no place for argument«. William Cameron Menzies’ Things to Come * Sven Klöpping: Bonjour SF! Ein kurzer Überblick zur frankofonen Science-Fiction * Michael K. Hageböck: Jules Verne: verkannt, verändert, vergriffen. Ein Interview mit Volker Dehs über den französischen Futuristen * Stefan Hantke: Runter von der Insel, zurück nach Hause: Bush, Science-Fiction und das Fernsehen * Wolfgang Both: Edith oder die mörderische Frage, wer bei wem abschrieb * Torsten Ehlers, Christian Hoffmann, Franz Rottensteiner, Jacek Rzeszotnik, Erik Simon, Stefan Tuczek, Holger Wacker: Der Seziertisch * Karsten Kruschel: Dirk van den Boom und Niklas Peinecke beginnen DIE NEUNTE EXPANSION