Sterne mit Verzögerung

Phase X gibt es nach wie vor, und die Verzögerungen im Erscheinungsrhythmus pendeln sich langsam auf den Status »regelmäßig« ein. Macht aber nichts. Die aktuelle Ausgabe 11, die in einigen Tagen aus der Druckerei kommen wird – so Guido Latz, Chef vons Verlach, und SdL, Druckerei, wollen – dreht sich rund ums Thema »Astronomie«.

Ulrich Blode, Michael Haitel, Guido Latz (Hrsg.)
PHASE X – Das Magazin für Phantastik # 11 – Astronomie
Atlantis Verlag, Stolberg, Juli 2015, Paperback, 108 Seiten, ISBN 978 3 86402 225 8
EUR 7,90 (DE)

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Scheinbar fast an mir vorbei

Scheinbar ist es fast an mir vorbeigegangen. Das Jubiläum der 250sten Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN des SFCD e.V. Es ist eine schöne runde Zahl. Mehr aber auch nicht. Oder doch: Die ANDROMEDA NACHRICHTEN 250 erscheinen einigermaßen pünktlich zum 60jährigen Jubiläum des SFCD e.V., das an diesem Wochenende in Wetzlar auf dem WetzKon II gefeiert werden wird. Aber das ist auch alles. Immerhin sind die ANDROMEDA NACHRICHTEN erstmals 1970 erschienen – da war der SFCD schon lockere 15 Jahre alt.

Trotzdem ist eine recht hübsche Nummer daraus geworden, wenn auch nicht mit durchgängig fröhlichem Inhalt, denn unter anderem geht es auf einer breiten Textstrecke um den Tod von Wolfgang Jeschke.

Und dennoch … Wenn ich richtig gerechnet habe, ist die Ausgabe 250 die 34ste Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN, die ich in meiner zweiten Amtszeit als ANDROMEDA-NACHRICHTEN-Chefmaxe gemacht habe, seit ich 2006 wieder in den Laden SFCD eingestiegen bin.

ANDROMEDA NACHRICHTEN 250
SFCD e.V., Murnau, Juli 2015, 100 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
Ian Watson: Gigamesh. Die größte Buchhandlung in Europa
Gerd Maximovic: Statt eines Vorworts
Nachrufe: Crossvalley Smith, Wolfgang Jeschke
Interview: Michael Schmidt interviewt Ulrich Blode
Conventions: PentaCon 2015, Kamuran Sezer: DortCon 2015, EuroCon 2017 in Dortmund!, Jürgen Lautner: Close Encounters of the Strange Kind – My SFCD 60
Preise: CSP 2015, DSFP 2015, KLP 2015
Karl E. Aulbachs »Fantasy«
Hermann Urbaneks letzte »LiteraTour«
Jörg Krömers »Cinema«
Gerd Freys »eGames«
Robert Hectors »Science«
Klaus Marions »Asimov-Kellerbar«
Armin Möhles »FanzineKurier«
Michael Baumgartners »Reissswolf«
StoryFiles: Bernd Schulze-Bauer: Der fremde Planet

Das Titelbild stammt von Andreas Schwietzke.

Ein Magazin zum Jubeljahr

Der SFCD feiert in diesem Jahr nicht nur seinen 60sten Gründungstag, sondern auch das 30jährige Jubiläum des Deutschen Science-Fiction-Preises (DSFP), der 1985 erstmals unter damaligen Namen »SFCD-Literaturpreis« vergeben wurde. Zu diesem Anlass gibt es ein ANDROMEDA SF MAGAZIN mit der Nummer 153, das ich erstellen durfte:

ANDROMEDA SF MAGAZIN 153
SFCD e.V., Murnau, Juni 2015, 44 Seiten A4, EUR 5,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
Thomas Recktenwald zu 60 Jahren SFCD
Ralf Boldt zu 30 Jahren DSFP
Reprint von ANDROmeda 1 (September 1955)
Reprint von »Die Zukunft im Buch. Liste der deutschen Zukunftsromane« (und Nachtrag, 1955)

Das Titelbild stammt von Alexander Preuss.

Der Fünfte vom Kruse

Axel hat mich mit seinem »Glühsterne« ziemlich genervt. Nicht absichtlich, natürlich nicht. Als einer meiner p.machinery-Stammautoren – der treueste von allen, denke ich – hatte er natürlich gute Gründe, immer wieder nachzufragen, was nun gehen würde.
Dann packte ich das Buch an. Das Problem ist meine Arbeitsweise: Ich beschäftige mich mit einzelnen Büchern eigentlich erst dann wirklich, wenn ich beginne, das Korrektorat und Lektorat zu machen. Ich überfliege Manuskripte zuvor, ich lese sie an, ich bilde mir eine Meinung und treffe eine Entscheidung, aber mehr, als dass ich eine Meinung gebildet und eine Entscheidung getroffen habe, sagt das nicht.
Axels »Glühsterne« gefiel mir nicht. Sein Stil war grottig, unter aller Sau, Endzeit, ich dachte, so schlecht hat er noch nie geschrieben. Ich korrigierte – und lektorierte vor allem – eine ganze Reihe von Seiten (ich weiß nicht mehr, ob es 20 oder 40 waren, ist auch egal), schickte ihm das Ergebnis und versuchte, ihm klarzumachen, was mir nicht gefiel.
Er reagierte als Autor. Er hing an dem Buch, wie es war, er hatte auch keine Zeit, es neu zu schreiben, sähe auch nicht ein, warum er das tun solle, auf gut deutsch: »Fick dich ins Knie, ich such mir halt einen anderen Verlag.«
Das ging natürlich gar nicht. Und so traf ich eine Entscheidung, mir das Buch noch einmal vorzuknöpfen und meine eigenen Ansprüche völlig außen vor zu lassen. Ich nahm mir vor, ausschließlich zu korrigieren: Rechtschreibung, Tippfehler, evtl. noch den einen oder anderen Satzstellungslapsus. Und siehe da –
Es ging. Und lustigerweise stelle ich heute, da ich das Buch insgesamt drei Mal gelesen habe (Korrektor & Lektorat, Layout, Korrekturfahne auf Papier), fest, dass es mir gefällt. Wie es ist. Ohne Rechtschreibfehler, ohne Tippfehler. Aber auch ohne das, was ich mir ursprünglich vorgestellt hatte, beim Autor als die »Glühsterne« durchzusetzen, die ich in meinem Verlag veröffentlichen wollte.
Am Ende bin ich mir unsicher, wer nun recht hatte: der Autor oder ich. Ich weiß auch nicht, wer am Ende wirklich nachgegeben hat. Und schon gar nicht weiß ich, ob die Leser das Buch mögen werden. Ich habe meine eigenen Ansprüche in diesem Fall erfolgreich in den Arsch getreten und meinen Frieden mit diesem Buch geschlossen. Ich bin nicht sicher, wie ich es rezensieren würde, käme es aus einem anderen Verlag als Rezensionsexemplar zu mir, aber jetzt, in diesem Augenblick, da bin ich von diesem Buch so überzeugt, dass ich sogar erwarten würde, dass es eine Nominierung beim DSFP 2016 bekommen könnte – wenn die übrige Szene weiter so schwächelt, wie sie dies in den letzten Jahren des öfteren getan hat <g>.

Axel Kruse
GLÜHSTERNE
AndroSF 48
p.machinery, Murnau, Mai 2015, 216 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978 3 95765 032 0 – EUR 8,90 (DE)

Schlag die Vier

Vier auf einmal sind es natürlich nicht, denn klarerweise sind die Bücher nacheinander entstanden und fertiggestellt worden. Aber diese vier Bücher sind in diesen Tagen in kurzer Abfolge in meinem Verlag p.machinery erschienen:

Und das Ganze war ein … hm, anstrengender? interessanter? witziger Mix aus verschiedenen Büchern, die unterschiedlich lange schon auf meinem Server lagerten (der Beisswenger hat, glaube ich, das größte Opfer gebracht), aus sehr unterschiedlichen Büchern, die auch bei mir als Korrektor, Lektor, Druckvorlagenmacher und Verleger sehr unterschiedliche Aspekte meiner Leseleidenschaften angesprochen haben.
Auf der Verlagsseite erscheinen in den folgenden vier Tagen die offiziellen Infos zu den Büchern; wer sich hier für die Bücher direkt und ohne Geschwafel interessiert, der klicke einfach auf die Cover oben und landet direkt auf den Buchseiten auf der Verlagswebsite – incl. Amazon-Bestelllink. Wer noch ein wenig zusätzliche Informationen zu den Büchern lesen möchte – aus meiner Feder, die ich mir als Verleger nur privat erlauben kann, der schaue in den nächsten vier Tagen immer wieder mal hier vorbei.

Schnellschuss für einen guten Auftraggeber

Denn das ist die PRFZ e.V., die Perry-Rhodan-FanZentrale. Dass ich Redakteur der FanEdition geworden bin (und das Lektorat, Korrektorat, Layout, die Druckerei usw. mache), hat mich seinerzeit sehr geehrt, und irgendwie habe ich die Zusammenarbeit mit Herbert Keßel – meinem Hauptkontakt – und dem eher schweigsamen :) André Boyens sehr liebgewonnen. Insofern war es kein langes Hin und Her von E-Mails, bis klar war, dass ich auch das Conbuch für den 1. Perry-Rhodan-Tag in Osnabrück, der am 16.05.2015 sattfinden wird, gestalten, zusammenbauen und drucken lassen werde. Et voilà:

André Boyens & Herbert Keßel (Hrsg.)
DAS CONBUCH
zum 1. Perry-Rhodan-Tag Osnabrück am 16.05.2015
Der Con von Perry-Rhodan- und SF-Fans für Perry-Rhodan- und SF-Fans
Perry-Rhodan-FanZentrale (PRFZ), April 2015, 76 Seiten DIN A5, Paperback
EUR 7,00 (EUR 4,00 für PRFZ-Mitglieder)

Sofern das Conbuch nach dem 1. Perry-Rhodan-Tag Osnabrück am 16.05.2016 noch lieferbar sein sollte, kann man es ab 19.05.2015 über den Space Shop der PRFZ (https://www.prfz.de/space-shop.html) bestellen.

Das Titelbild stammt von Raimund Peter. Zum Inhalt:

Ein Traum wird wahr. Vorwort
Ernestine Gohr. Die Freiheit des grenzenlosen Fanseins. Der Atlan Club Deutschland
Alligator Farm Verlag. Skizzen zum Vortrag von Maikel Das
Claudia Hagedorn. Ein Leuchtturm der Zukunft in Norddeutschland. Der Förderverein Phantastika Raum & Zeit e. V. Braunschweig
Uwe Lammers. Der Oki-Stanwer-Mythos: Ein ambitioniertes E-Book-Projekt, gefördert vom Förderverein Phantastika Raum & Zeit e. V. Braunschweig
Nils Hirseland. PERRY RHODAN Online Club (PROC)
Ralf Boldt. PERRY RHODAN und der SFCD. Eine Geschichte voll Missverständnissen?
Roman Schleifer. Der Zahn des Weisen (Story)
Andreas Schweitzer. Eine Geschichte aus dem Universum. Der Science Fiction Club Universum (SFCU)
Gerhard Huber. Atopie war gestern. Ein Streifzug durch die raumzeitlichen Befindlichkeiten eines PERRY-RHODAN-Stammtischs
Gerhard Huber. Showdown (Story)
Michael Pfrommer. »Das Andromeda-Backup«. Making-of des TCE-Fanromans von Michael Pfrommer und Kurt Kobler
Michael Pfrommer. »Andromeda-Timeshift«. Making-of des TCE-Fanromans von Michael Pfrommer und Kurt Kobler
Christiane Lieke. Die Anstalt (Story)
Herbert Keßel. Zurück zu den Wurzeln! Die Perry-Rhodan-FanZentrale (PRFZ) – warum sie gegründet wurde, was sie ist, was sie werden könnte