Ich war das nicht!

Das könnte derjenige sagen, den ich für den Schuldigen an der immensen Verzögerung des Erscheinens des Bandes 25 der Reihe »AndroSF« meines Verlages p.machinery halte. Zur Erinnerung: Im Dezember 2014 erschien zum 10jährigen Bestehen des Verlages Band 50 der gleichen Reihe. Es gilt also, einen Schuldigen zu markieren.
Aber ich würde ihm unrecht tun, denke ich. Immerhin war ich als Verleger derjenige, der immer wieder die Entscheidung fällte, dem Autor, der die Bibliografie zu George R. R. Martins Werken erstellen wollte, noch eine Chance zu geben. Noch eine. Und noch eine. Bis dieses Projekt seinerseits wohl endgültig in Vergessenheit geraten war, und ich eine ganze Weile nicht mehr so recht wusste, was ich jetzt tun sollte.

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Vorsichtige Zerfledderung

David Schwertgen
QUANTUM SUICIDE
Du-Lac-Verlag, Kassel, 2015, E-Book, ISBN 978 3 9816543 7 0

VORBEMERKUNG
Nach den negativen Erfahrungen mit Miguel de Torres’ »Neulich in der Galaktischen Union. Das erste Buch Abdullah« aus dem Du-Lac-Verlag war ich bei dem zweiten Titel zunächst vorsichtig. Ich begann die Lektüre mit der unterschwelligen Gewissheit, auch diese Lektüre nicht zu Ende zu bringen.
Ich wurde getäuscht.

VORWARNUNG
Auch bei diesem Buch ist an dieser Stelle eine Spoilerwarnung auszusprechen.

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Ich mach das – ungelesen!

Dirk C. Fleck erlebte ich zuerst in persona auf dem SFCD-JahresCon, auf dem ihm der DSFP für seinen Roman »Das Tahiti-Projekt« verliehen wurde.
Danach hatte ich indirekt mit ihm zu tun, als es darum ging, seinen Roman »GO! – Die Ökodiktatur« (AndroSF 38) – der ebenfalls einen DSFP gewonnen hatte – im Rahmen der DSFP-Neuausgaben wieder aufzulegen.
»Das Tahiti-Projekt« und »Maeva!« (später bei Piper als »Das Südsee-Virus« erschienen) habe ich bis heute noch nicht lesen können. Zeit, Gelegenheit, man kennt das. Aber das war alles kein Argument, nicht zu reagieren, als Dirk C. Fleck sich in seinem Facebook-Profil (oder war’s sein Blog) darüber beschwerte, dass Piper den dritten Teil der Trilogie – »Feuer am Fuß« – ohne Angabe von Gründen nicht veröffentlichen wollte. Er dachte daran, einen eigenen Verlag zu gründen, um das Buch herauszubringen. Und ich mailte ihm kurz und bündig: »Ich mach das – ungelesen!«

So kam ich zu einem neuen Autor. Kurz nach dieser Mail trafen wir uns in Murnau im literarisch nicht unbeleckten »Griesbräu« zu einem Meeting: Dirk C. Fleck als Autor, Kai Mellahn als Marketingmann, Eric Bihl vom Verein Equilibrismus e.V., der Dirks Ideen zugetan ist, und meine Wenigkeit. Und es war ein schönes Treffen, erfüllt von Übereinstimmung miteinander, vielen Ideen, guten Weißwürschten und ebenso guten Weißbieren.
Seitdem bin ich Mitglied eines kleinen Teams, das sich nicht nur um Dirks neuen Titel »Feuer am Fuß«, sondern auch um die Trilogie als Gesamtes kümmert. (So hat der Equilibrismus e.V. die Restbestände der Piper-Taschenbücher »Das Tahiti-Projekt« und »Das Südsee-Virus« aufgekauft, beides je etwa 1500 Exemplare.)

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Erstlingswerk mit Spoilernotwendigkeit

Arno Endler
PARACELSUS
Atlantis-Verlag, Stolberg, März 2015, E-Book, ISBN 978 3 86402 237 1

VORBEMERKUNG
Arno Endler ist der Mann, wegen dem im Heise-Verlag schon eine Umbenennung der c’t in ae’t o. ä. nachgedacht wurde; seine Erfolgsquote bei der Platzierung von Kurzgeschichten in diesem Computertechnikmagazin lässt auf einen nicht unerheblichen Fankreis im Heise-Verlag schließen.
Arno Endler ist der Mann, dem ich böse sein sollte, weil er mir seinen ersten Roman nicht auch angeboten hat, nachdem wir mit »Am Anfang« (AndroSF 44) schon eine gemeinsame Storysammlung veröffentlicht hatten. Aber wozu sollte das gut sein? Zumal ich Guido Latz und seinen Atlantis-Verlag mag.

VORWARNUNG
Wichtig für den Leser dieser Rezension an dieser Stelle ist, dass in dieser Rezension zwangsläufig gespoilert wird. Die Handlung des Buches erzwingt es, möchte ich nicht mit inhaltslosen Plattitüden und Ausreden daherkommen. Wer das Buch also noch nicht kennt und ungetrübt die Spannung des Werkes genießen möchte, sollte sich hier verabschieden.

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Wegen Slapsticküberdosierung abgebrochen

Miguel de Torres
Neulich in der Galaktischen Union
Das erste Buch Abdullah
E-Book, Du-Lac-Verlag, Kassel, 2015, ca. 201 Seiten (lt. E-Book-Reader-Anzeige), ISBN E-Book lt. Impressum 978 3 9816543 3 2 (lt. Amazon ohne ISBN), ISBN der broschierten Printausgabe (lt. Amazon) 978 3 9816543 2 5

VORBEMERKUNG
Das E-Book war mir für den DSFP 2016 angeboten worden. Eine Lektüre hätte also nicht geschadet.

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Babys erstes Baby

In meinem Verlag gibt es ja sogenannte Imprints. Das sternwerk von Sven Klöpping, Haller von Corinna Griesbach. Und auch Die|QR|Edition. Die hat nun die erste Ausschreibung aufgelegt:

Unter dem Titel »QR|codes – Wir. Sind die Zukunft.« präsentiert Die|QR|Edition ihre erste Ausschreibung zu einem Literaturwettbewerb zur Zukunft der digitalen Gesellschaft und der Intervention der Spezies »i:Code«. Innovation, Provokation, Vision, Spannung – und die praktische Definition des Begriffs der »Literatur 4.0« sind das Ziel. – Alle wichtigen Details finden sich hier.

(Die einzelnen QR|codes in der obigen Abbildung können mit der gratis verfügbaren App i-nigma problemlos gelesen werden. Probieren Sie es mal aus …).

Langeweile? Pah!

Nicht nur ich habe Langeweile, weshalb ich mich mit Arbeit zuschütten lasse – Ellen Norten offensichtlich auch. Sie hat sich eine Anthologieidee einfallen lassen, die aktuell auf pmachinery.de ausgeschrieben wurde und wird:

Das Alien tanzt Kasatschok
Komische Geschichten aus einem lustigen Universum

Weltuntergangsszenarien gibt es in der Science-Fiction zuhauf, Prognosen für eine düstere Zukunft ebenfalls. Doch wie könnte das Gegenteil aussehen?
»Good news« gelten gemeinhin als uninteressant, die Storys sollen deshalb zeigen, dass das nicht stimmt. Hier geht es um Geschichten, die skurril und ungewöhnlich, vor allen Dingen aber lustig sein sollen, dazu aus dem Bereich der Science-Fiction, Fantastik oder sogar dem Horror stammen dürfen. Comedy und Satire sind angesagt – Klamauk ist unerwünscht. Finstere Aliens finden in dieser Anthologie keinen Platz – es sei denn, sie reizen die Lachmuskeln. Die Länge der Geschichten ist nicht limitiert, sollte aber für eine Anthologie noch vertretbar sein.

Die Manuskripte sind bitte bis zum 31.03.2016 an Ellen Norten (ellen.norten@gmx.de) zu senden.

Die Anthologie wird von Ellen Norten herausgegeben und im Verlag p.machinery zu Murnau am Staffelsee in der Reihe »AndroSF« verlegt werden. Sofern oben nicht anders genannt, gelten die Bedingungen für Ausschreibungen unter www.pmachinery.de/unsere-projekte/projektbedingungen und die Anforderungen an Manuskripte unter www.pmachinery.de/unsere-projekte/manuskripte. Der zugrunde zu legende Autorenvertrag findet sich unter www.pmachinery.de/unsere-projekte/vertraege.

Jegliche Korrespondenz wird bitte mit der Herausgeberin geführt.

Da ist ein Banner an der Wand

Es gibt viele Bibliotheken in der Welt, angefangen von den großen Nationalbibliotheken (wie der Deutschen in Frankfurt und Leipzig, der Library of Congress in Washington und vielen anderen) bis hin zu spezialisierten Bibliotheken wie der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar und – der Villa Fantastica in Wien.

Dieser Bibliothek bin ich aus verschiedenen Gründen zugetan. Zum einen bin ich aktives SFCD-Mitglied, und der SFCD e.V. unterstützt nach seinen Möglichkeiten alle Projekte, die wiederum der Unterstützung der fantastischen Literatur dienlich sind. Zum anderen bin ich Verleger (mit dem Verlag p.machinery) fantastischer Buchreihen und ich gönne mir den Luxus, die Villa Fantastica mit jeweils zwei (selbst erwählten) »Pflichtstücken« zu bedienen (wie es die Deutsche Nationalbibliothek und die für meinen Verlag zuständige Bayerische Staatsbibliothek von Gesetzes wegen verlangen). Und wenn sich Gelegenheiten bieten, noch mehr für die Villa F. zu tun, dann bin ich dem nicht abgeneigt.

Vor geraumer Weile kam Helmuth W. Mommers auf mich zu, ob ich der Villa ein Grafikmotiv für ein Banner beschaffen könnte, das man an der Straße aufspannen wollte, um mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Kein Problem, das wusste ich, und natürlich wusste ich auch, dass mein Haus-, Hof- und Lieblingsgrafiker Lothar Bauer mit von der Partie sein würde. Et voilà – das ist das Ergebnis:

Das Bild gibt es auch in größer – und in ganz groß.

Bis mich das Foto erreichte, hat es ein wenig gedauert – die Villa-F.-Mitarbeiter haben sicherlich einiges zu tun. Aber es ist mir dauerhaft eine Ehre, geholfen haben zu dürfen. Das Bild stammt, wie gesagt, von Lothar Bauer; die Titelei habe ich aufgebracht, und das Banner selbst haben die Villa-F.-Mitstreiter selbst herstellen lassen.