Ohne Worte :)

Naomi und Susi
[Don't believe me | just watch]
Ohne Worte :)

Naomi und Susi
Während Susi mir gegenüber immer noch zurückhaltend ist, ist das bei Frauchen anders. Sie lässt sich auch von mir bekuscheln, aber bei Frauchen fordert sie die Kuscheleinheiten auch schon mal ein. Mit der Pfote. – Aber so oder so: Niemand kann behaupten, es ginge Susi bei uns nicht gut. Nicht angesichts eines solchen Fotos …

P.S.: Susi so zu fotografieren, ist nicht einfach. Sie mag die schwarzen Kameras nicht, gleich, ob es die große Canon oder der unauffälligere Blackberry ist. Das Fotos entstand – mit einer ganzen Reihe weiterer – quasi heimlich, indem ich so tat, als würde ich mit meinem Blackberry irgendwas anderes tun.
Das war mal ein Haufen Dreck. Naja, Erde. Der wurde irgendwann da hingeschmissen. Und liegen gelassen. Vor einem landwirtschaftlichen Gebäude. Direkt an der Straße. Dem Straußweg. Einfach so. Zuerst war das nur dieser Dreck. Gut, Erde. Irgendwann sprossen die ersten Halme. Im nächsten Jahr waren es schon mehr. Immer mehr. Und nicht nur Gras, nein. Eher noch irgendwelche Grünpflanzen. Es steht kein Name dran. Und ich habe keine Ahnung. Inzwischen ist das fast schon ein Biotop. Könnte man meinen. Aber das täuscht. Denn in Wirklichkeit ist das der CND, der Canide Nachrichtendienst. Jeder Hund – ja, jeder! –, der dort vorbeikommt, hinterlässt eine Nachricht. Eine Signatur. Einen Spritzer Geruch. Mit allen nötigen Informationen. Und Susi natürlich auch.

Lange Gassigänge sind mit Kim nicht mehr drin. Zwanzig Minuten, manchmal dreißig, im Schneckentempo. Die Gassigänge morgens mit Frauchen sind fast schon rekordverdächtig.
Und wenn Frauchen nicht arbeitet und Schwimmen angesagt ist, geht Naomi mit – denn das Schwimmen kann der Maus nicht schaden.
Diese Szenarien sind für mich die Gelegenheit, mit Susi lange Gassigänge zu machen. Sie sind auch der Beweis, dass Susi nicht nur »Strecke macht« wenn sie – zusammen mit Naomi – abhaut und »auf Tour geht« (siehe hier, hier und hier).
Am letzten Freitag war wieder einmal so ein Tag. Susi und ich gingen Gassi. Allein. Miteinander. Und die Strecke bin ich lange nicht gegangen. (Unterwegs erinnerte ich mich daran, dass ich noch vor einem Jahr die Strecke mit Naomi und einer völlig fitten Kim gelaufen bin. Wie schnell das geht … das mit Kim … Aber das ist hier nicht das Thema.)
1 Wir starteten natürlich daheim im Norderweg 31. Dann in den Süderweg, an der Feuerwehr und der alten Schule vorbei, ein Stück die Hauptstraße entlang und dann in den Straußweg.
2 Hier musste sich entscheiden, wie der Weg weitergehen würde. Dort ist eine der Zufahrten zur zweiten Winnerter Biogasanlage, deren Betreiber ein wenig seltsam ist. Er – oder einer seiner Leute – fährt ganzjährig mit einem der hier üblichen riesigen Traktoren und einem Gülleanhänger durch die Gegend, ob nun geodelt wird oder nicht. Immer mit Anhänger, immer zu schnell. Und dann gibt es noch ein paar Geschichten.
An der Stelle jedenfalls gibt es ein Gatter. Oft ist es geschlossen, aber nicht immer. Seit einigen Monaten ist ein Betreten-verboten-Schild angebracht. Sinnigerweise. Der Weg führt links zur Biogasanlage, rechts herum geht es Richtung Süden, zwischen Feldern hindurch. Der Witz an dem Gatter und dem Verbotsschild ist ein schlechter: Denn kommt man aus der anderen Richtung, gibt es keine Schilder, keine Gatter, keine Sperren, nichts.
Diesmal war das Gatter offen und ich entschloss mich, das Verbotsschild so zu interpretieren, dass es ja nur gültig sein konnte, wenn das Gatter geschlossen war. Außerdem … Egal.
Der Feldweg nach dem Gatter und vor dem Punkt 3 auf der folgenden Karte lässt sich mit Google Maps nicht markieren. Vermutlich, weil es sich um ein Privatgrundstück handelt.
3 Dort betrifft man wieder die Welt, die Google Maps für Routenplanungen berücksichtigen kann.
Dort findet sich ein kleines Gebäude, das möglicherweise sogar bewohnt ist. Genaues weiß man nicht.
4 Hier befindet man sich an einem neuralgischen Punkt. Denkbarerweise nicht ungefährlich. Ginge man links herum, käme man an einem Grundstück vorbei, auf dem ein Hund lebt, der in Winnert als gefährlich bezeichnet wird und es wohl auch ist. Hannelore heißt die Hündin, ist ein sogenannter Listenhund, ein sehr großes Exemplar, vermutlich ein American Staffordshire oder ein Pitbull. Angeblich hat der Hund schon andere Hunde angegriffen und verletzt. Und die wenigen Male, bei denen ich Hannelore und ihren Haltern begegnete, hat sich für mich vor allem die Erkenntnis durchgesetzt, dass Herrchen zwar kräftig, aber wie Frauchen erzieherisch mit dem Mädchen leicht überfordert scheint.
Wie auch immer: Ich wollte sowieso rechts herum. Aber aus unerfindlichem Grund kam mir in den Sinn, was geschehen könnte, würde sich Hannelore losgerissen haben und uns verfolgen. Und ich hatte Carbönchen nicht mitgenommen. Irgendwie schien sich das auf Susi zu übertragen, denn sie blickte sich dauernd um, immer wieder, bis wir an der nächsten Ecke links abbogen und die Verlängerung von De Beck – so heißt die Straße, an der Hannelore wohnt – verließen.
5 Ein Stück Landstraße. Gut gehbar. Vor allem, wenn kein Verkehr ist. Wie überall im Lande gibt es auch auf dieser Strecke Idioten, die weder richtig ausweichen können noch es für möglich halten, den Fuß kurz vom Gas zu nehmen, geschweige denn zu bremsen.
Am Ende waren wir eine Stunde und fünfzehn Minuten unterwegs. Susi war noch fit, ich auch – obwohl ich lange nicht mehr so lange Gassigänge gemacht habe. Und es war ein schöner Gassigang. Wenn Susi allein mitgeht, dann läuft sie mehr; ist Naomi dabei, wird mehr geschnüffelt. Und so freue ich mich schon auf den nächsten Gang mit Susi …
Ich: »Was ist los bei euch?«
Frau: »Naomi läuft einen Meter hinter mir.«
Wer’s glaubt …
Zwischen Hude und Süderhoft … (Susi war an der Leine :)
Es ist wohl nicht ungewöhnlich, aber ich empfinde es als unangenehm, immer öfter darüber nachzudenken, wie lange Kim wohl noch bei uns sein wird. Sie ist alt geworden. »Nur« 12 ½ Jahre alt – und doch. Sie schläft tiefer als früher, sie schwankt, wackelt, stolpert, wenn sie lange gelegen hat und aufsteht. Sie zeigt die gleichen Symptome wie Menschen, die ein gewisses Alter erreicht haben und physisch nicht mehr unbeeinträchtigt sind. Und doch …
Seit einigen Tagen verliert sie ihre Leistungsfähigkeit. Sie geht immer noch gerne los zum Gassigang, so ist es nicht. Und sie bemüht sich auch, aber man merkt, dass es nicht mehr so geht. Was möglicherweise auch mit den steigenden Temperaturen und dem Sonnenschein zu tun hat (ein schwarzer Hund lädt sich halt schneller auf als ein hellerer). Oder eben einfach damit, dass es nun langsam so weit ist.
Am Ostersamstag gingen wir mittags eine der Standardstrecken, aber es dauerte deutlich länger als sonst, denn Kim ging langsam, legte sich sogar einmal hin und setzte sich zur Leckerligabe von sich aus, was sie sonst nie tat. Nachmittags ließ ich sie frei laufen, und als sie sichtlich nicht mehr konnte, brachten wir sie heim und ich drehte noch eine Runde mit Naomi und Susi allein.
Am Sonntag ließ ich sie mittags weiterschlafen, weil sie von selbst nicht wach wurde, und ging mit Naomi und Susi eine Runde allein. Als wir heimkehrten, war Kim wach, machte aber keine Anstalten, noch hinaus zu wollen. Der Nachmittagsgang war dann kurz. Ich ließ Kim wieder frei laufen, weil sie dabei noch am agilsten wirkte – aber die Strecke war nicht lang.
Und am Montag war das Bild unverändert. Die Mittagsstrecke war kurz und Kim sichtlich erschöpft. Sie stürzte zwei Mal und kam von selbst nicht wieder hoch, und ich traf die Entscheidung, zukünftig die Gassigänge aufzuteilen: Eine kurze Runde im Freilauf für Kim, danach eine große Runde für Naomi und Susi (die beide sowieso nicht wirklich ausgelastet sind, was die Gassigänge angeht).
Am Montagnachmittag funktionierte das dann ganz gut: Kims Strecke war kurz, wie gehabt, aber sie lief ganz ordentlich, wenn auch nur mit zusätzlichem Leckerli-Antrieb – ein Leckerli, zehn Meter zügig laufen, langsamer werden, Herrchen vorbei lassen, nächstes Leckerli. Müde war sie trotzdem, aber sicher nicht mehr hungrig. Und Naomi und Susi hatten danach auch ihren Spaß …
Ich denke, ich werde diese Aufteilung beibehalten. Mit drei Hunden an der Leine zu laufen, ist sowieso nicht das Einfachste. Aber wenn eine der Moize nicht mehr richtig mitziehen kann, dann ist das auch kein Spaß mehr. Und vielleicht tut es Kim am Ende doch ganz gut …
Frau arbeitet. Ich auch. Es gibt also Brotzeit. Vielleicht auch nur ein paar Kekse. Obwohl ich kein Vegetarier und auch kein Veganer bin.
Nur die Hunde bekommen Fleisch.
Das kommt dabei heraus, wenn man den Satz „Susi hat Freilaufverbot“ nicht versteht:
Susi
Naomi
Bei den mit X bezeichneten Stellen haben wir die Hunde aufgegriffen.
P.S.: Den Gassigang habe nicht ich gemacht.
Man fragt sich unweigerlich, wozu Montage gut sind. Nicht nur als angestellter Arbeitnehmer. Aber die meisten Montage sind dann doch harmlos. Die meisten. Nicht alle.
Wie im Vormonat zeichnet der
einen Anbieter aus, der Plastik offensichtlich für ein ultimatives Verpackungsmaterial hält.

Ecuphars Produkt OROZYME ist ein Zahnpflegeprodukt für Hunde. Unterschiedlich dick, nicht immer gleich groß, jedenfalls aber hart und zäh sind die Kaustreifen nicht für jeden Hund die richtige Wahl. Eine meiner Hündinnen lehnt den Aufwand, sich des Kaustreifens endgültig zu bemächtigen, schlicht und ergreifend ab (sprich: es ist ihr zu anstrengend). Immerhin nennt Ecuphar die Zusammensetzung des Produktes auf der Außenverpackung.

OROZYME ist ein Warenzeichen der belgischen Firma Ecuphar, die den Vertrieb einem deutschen Ableger in Greifswald übertragen hat. Hergestellt wird das Produkt in Mexiko, wobei die Herstellerangabe auf der Verpackung irreführend ist:

»Apelso Camino a la Libertad« ist möglicherweise keine Firma, jedenfalls findet man im Internet nichts zu einem solchen Hersteller.

Aber wie auch immer: Grund für die Preisverleihung ist das, was man in der Verpackung aus Pappe findet – eine Plastikverpackung, nicht von Hand, sondern nur mit Hilfsmitteln (wie Schere oder Messer) zu öffnen, darin die Kaustreifen, die man leicht auch in einer Papierverpackung hätte liefern können. Auch diese Verpackung ist stark metallhaltig und damit nicht nur als Plastik eine Umweltsünde. Dafür hat Ecuphar meiner Ansicht nach den DPDS 22/04 mehr als verdient.