Polizeiliche Erfahrungen

Der deutsche Bürger im Allgemeinen und der Wutbürger im Speziellen denkt ja gerne, dass die Polizei nichts tauge. Sie benutze Tränengas und Wasserwerfer bei rechtschaffenen Demonstrationen gegen Monsterprojekte wie St. Uttgart 23. Sie prügle auf Castor-Gegner ein, die mit vollem Recht Gleisanlagen zerstören und Steuergelder verpulvern. Sie blitze an allen möglichen und unmöglichen Stellen Autofahrer, nur nicht dort, wo es sinnvoll wäre. (Tatsächlich macht das nicht die Polizei, sondern meist längst ein umfangreiches Gesocks aus Gewerblichen für irgendwelche Gemeinden; und genau deshalb wird auch an lukrativen, aber nicht an sinnvollen Verkehrspunkten geblitzt.) Sie komme mit einem korrupten Staatsanwalt vorbei und durchsuche deine Wohnung (das ist mir vor vielen Jahren passiert, wobei der Staatsanwalt eher doof denn korrupt gewesen sein dürfte). Und vieles mehr. Die Polizei hat keinen guten Ruf in diesem Land. Die meisten Polizisten machen ihren Job für ein letztlich eher klägliches Salär und lassen sich dafür verhauen, beleidigen, anpöbeln und dergleichen mehr.

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Ohne Fassung

Edit 29.06.2011: Das Foto stammt von Tillmann Uhrmachers Seite; wenn man darauf klickt, gelangt man dort hin. Ich habe mich eben ins Kondolenzbuch eingetragen. Das ursprüngliche Bild war inzwischen nicht mehr vorhanden, so daß ich den Eintrag eben aktualisiert habe. – Zu seinem Tod will ich hier nicht viel sagen. Ich habe ins Kondolenzbuch geschrieben:

Es ist der 29.06., und immer noch weiß ich nicht wirklich, was ich sagen soll. Ich war kein beinharter Uhrmacher-Fan, aber ich mochte die Musik, die Sendung auf Sunshine Live, und ich weiß manchmal nicht, wo das alles hinführen soll, wenn alle sterben, einfach so, außer ins Grab, wo wir ja alle eigentlich nicht hin wollen. Ich bin auch nicht mehr so jung, ich habe keine Angst vor dem Tod an sich, aber mich erschüttern die Lücken, die da bleiben, die Löcher, die keiner füllen kann, weil irgendwann einfach für all die Löcher nicht mehr genug Menschen da sind, um sie auszufüllen.

Einmal pleite, nie wieder pleite

Gestern, am 27. Mai 2011, hatte ich ein kleines Jubiläum. Ein Jahr zuvor, am 27. Mai 2010, wäre es eigentlich zu Ende gewesen. Sieben Jahre zuvor, am 27. Mai 2004, begann es. Es gab ein Vorspiel, natürlich, und es lief nicht alles so, wie es eigentlich hätte laufen sollen, aber das war eigentlich meine Schuld – und es gab nichts, das nicht am Ende doch positiv gewesen wäre.

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At home (Bad Füssing VI)

Tag 4

Gut schlafen, spät aufstehen, Sachen packen, ins Auto verladen. Wo muss eigentlich der Schlüssel hin? Er landete im Briefkasten. Es hätte, wie sich zeigte, gereicht, ihn im Zimmer liegen zu lassen. Aber ich kenne das. Schlüssel liegt, alles draußen, alles klar, Tür zuziehen, klack, fuck – da war noch was …
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Still at Passau (Bad Füssing V)

Tag 3, immer noch

Da hatten Hans T. und Nicky B. lange Jahre gewohnt. Da waren wir oft gewesen, zahlreiche Wochenenden. Da hatten wir Fanzines gemacht. A & P (oder AP – Agent Provocateur). Da hatten wir auf einem XT McCracken gespielt. Da hatten wir Pizza vom Lieferdienst. Da bin ich das erste Mal in meinem Leben fremdgegangen. Und habe es gleich bereut. Da hatten wir eine tolle Zeit. Sogar meine Mutter und meine Schwester waren mal da. Von da aus waren wir ewig oft im »Landsknecht«, der irgendwann unsere Rezeptur einer »Goaß« übernahm (1/2 Liter Cola, 1/2 Liter Aventinus [ein Weizendoppelbock von Schneider] und Eckes Edelkirsch, das alles in einem Maßkrug), der Einfachheit halber. Das war die Zeit mit Ünver H., mit Hans T., mit Nicky B., Frank L. und anderen, die ich nicht vergesse.
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