Wenn Exkremente in den Hirnen schwabbeln …

Angehörige der Werbebranche weisen offensichtlich besondere biologische Eigenschaften auf, damit sie ihren Beruf ordentlich ausführen können; das, was bei normalen Menschen eine graue Masse ist, ist bei solchen Leuten braun. Anders ist das hier nicht zu erklären:

Durstlöscher:in

Im Rahmen einer Werbeaktion hatte der Spirituosenhersteller Schilkin in den vergangenen Wochen 500.000 Flaschen seines Pfefferminzlikörs „Berliner Luft“ in „Berliner*innen Luft“ umbenannt. Nun erhält ein weiteres Kultgetränk eine gegenderte Variante. Das „Durstlöscher“-Trinkpäckchen wird nun als „Durstlöscher:in“ in den Regalen stehen. Diese Sonderedition solle ebenfalls in Regenbogenfarben gestaltet werden und auch der Spruch „Love is Love“ werde auf der Verpackung abgedruckt sein. Im Netz sorgte die Aktion jedoch wieder einmal für Kritik. Einige Twitter-Nutzer bezeichnen den Gendertrend der Getränkehersteller als „verkaufte Emanzipation“ und kritisieren, dass gesellschaftliche Bewegungen für wirtschaftliche Zwecke missbraucht werden. (ruhr24.de)

Aus dem VDS-Infobrief vom 07.05.2023.

[VDS] Infobrief vom 07.05.2023

Der Link zum Inhalt: hier.

1. Presseschau
• Prestige-Sprachen
• Gedachtes vor dem Aussprechen dekodiert
• Schimpansensprache
• Bremer Verfassung in „Einfacher Sprache“
2. Gendersprache
• Berliner Gender-Urteil widersprüchlich
• Gendersprache in der Medikamentenwerbung
• Wie Gendern sich aufs Theater auswirkt
• Durstlöscher:in
• Zuschriften nach Zeitungs-Kommentar
3. Kultur
• Umfrage zur Videospielvertonung
• Grammatik-Schutz-Gruppe 9
• Bis Spätersilie!
4. Berichte
• Initiative gegen das Gendern in Hamburg auf Kurs
• VDS in Cottbus
• Germanistik an der Elfenbeinküste
5. Denglisch
• Englisch als Voraussetzung
• Mit Büchern Englisch lernen
6. Kommentar
• Demokratisches Gespür
7. Termine

London immer wieder

Klaus Hübner, mit seiner Quadrologie »Kein Twitter, kein Facebook – Von Menschen, Büchern und Bildern« selbst Autor in der p.machinery, hat sich des aktuellen Werkes »London, Pop und frühe Liebe« seines Münchner Textgefährten Tiny Stricker angenommen und seine Rezension auf literaturkritik.de mit dem Fazit

Das pulsierende Lebensgefühl von Teenagern der damaligen Zeit, ihre Euphorie und ihren Blues, ihre manchmal kurios anmutende Aufmüpfigkeit gegen die Welt der Eltern und der Lehrer und ihre kaum zu bändigende Sehnsucht nach Sprengung aller sie hindernden Ketten – Tiny Stricker schildert das alles intensiv und eindringlich. Der in München lebende Autor, der sich als junger Mann in den Blumenkinder-Hotspots zwischen Essaouira und Chittagong herumgetrieben hat und den man heute den seriösesten Hippie aller Zeiten nennen darf, hat sein umfangreiches erzählerisches Werk um einen liebens- und lesenswerten Prosa-Edelstein bereichert. Yeah! Yeah! Yeah!

abgerundet. Herzlichen Dank dafür, herzlichen Dank.

Stricker, Tiny, LONDON, POP UND FRÜHE LIEBE

 

Sechsundneunzig

Wir schreiben den 14. Mai 2023 und heute hätte Herbert W. Franke, SF-Autor und Multitalent in vielen Themenbereichen, seinen 96. Geburtstag gefeiert. Nachdem er unsere Welt verlassen musste, kann er das nicht mehr — aber wir können den Geburtstag feiern und nicht nur seiner gedenken, sondern uns auch an sein Werk erinnern.

Susanne Päch hat eine Liste anstehender Events der »art meets science-Stiftung Herbert W. Franke« veröffentlicht — man kann sie hier nachlesen — und schreibt einleitend:

Herbert W. Franke, 2022 im Alter von 95 Jahren gestorben, war ein Pionier des Brückenschlages von Wissenschaft und Kunst. Der promovierte theoretische Physiker hat seit den fünfziger Jahren als freischaffender Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler ein umfangsreiches Oeuvre geschaffen. Er war Wegbereiter der deutschen Nachkriegs-Science Fiction, gilt weltweit als Pionier der Computerkunst, hat 1952 im Bereich der Höhlenforschung die C14-Methode zur Altersbestimmung entdeckt und in der Folge zahlreiche wichtige wissenschaftliche Beiträge zur Sinter-Datierung und -Chronologie geleistet.

Die p.machinery feiert mit. Nicht nur mit der »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke«, sondern heute nachmittag auch mit einem Gläschen alkoholfreiem Sekt. Herbert, wo auch immer du jetzt bist – wir sind in Gedanken bei dir.

AndroSF – die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke

[VDS] Infobrief vom 01.05.2023

Die Tage sind kurz, die Zeit ist knapp — und neben der Arbeit gibt es angeblich auch noch ein Privatleben, das bei mir zu einem nicht unerheblichen Teil aus den Gassigängen mit den Hundemädchen besteht. Viele Dinge bleiben liegen, lassen sich vor mir her schieben, finden niemals statt.
Die Infobriefe des VDS, des Vereins Deutsche Sprache, die ich hier präsentiere, kommen derzeit nicht immer »zeitnah«, wie es (dummdeutsch, wie ich finde) gerne heißt. Aber ich will sie auch nachliefern, denn die Themen sind (mir) wichtig, und ich finde die Arbeit des Vereins wichtig, auch wenn mich einige Zeitgenossen wegen meiner Mitgliedschaft und meiner Veröffentlichungen aus den Infobriefen hier schon in die rechte Ecke gerückt haben, weil ja auch der VDS in den Augen derjenigen, die sich offensichtlich aus guten Gründen — z. B. einer eigenen entsprechenden Gesinnung — damit auskennen, ins rechte politische Spektrum unseres Landes gehört.
Das ist trauriger Schwachsinn, denn es geht hier schlicht um ein hohes Gut unserer Gesellschaft, unseres Volkes — um seine Sprache. Und wenn sich ein Verein darum bemüht, dass die eigene Sprache nicht durch unnötige und unpassende Fremdwörter verdünnt und verseucht wird, und am Ende gar durch nicht auszusprechende Grafikzeichen unlesbar gemacht wird, dann ist das ein Bemühen, das zu unterstützen ist. Denn wenn wir uns eines Tages nicht mehr in einer gemeinsamen Sprache unterhalten können, dann ist dies nur ein weiterer Schritt zu einer Diversifizierung der Gesellschaft, zum Verlust von Gemeinsamkeiten und Solidarität.

Aber gut, hier also der Inhalt des Infobriefs vom 01. Mai. Und zum Inhalt geht es hier.

1. Presseschau
• VDS gut besucht auf Leipziger Buchmesse
• KI kann singen
• Musikfähigkeit abhängig von Muttersprache
2. Gendersprache
• Genderzwang für Kommunen in Brandenburg
• Dem Volk aufs Maul schauen
• Gender-Diskussion mit Michael Kretschmer
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• schwindeln
4. Kultur
• Digitales Lachen
• Mundartfest im Saarland
5. Berichte
• Regionalgruppe Bergisch-Land im Radio
6. Denglisch
• Anglizismen-Index 2023
7. Termine

Keine Langeweile am 13. Mai

Was macht ihr am Samstag, den 13. Mai? Dieter Rieken lädt euch ein! Genauer gesagt: Der rührige Thorsten Küper lädt ein, und zwar zum Literaturevent »Space, Crime and Monsters«, der ab 20 Uhr bei YouTube, auf Discord und im Second Life stattfinden wird.

Sarah Lutter, Christoph Grimm und Jürgen Bärbig stellen an diesem Abend die Anthologie »En Passant – Die Reisen des Sherlock Holmes« vor. Dieter Rieken liest aus »Jonas und der Held Terranovas« (die Geschichte wird in NOVA 33 erscheinen). Sybille Lengauer ist mit einer neuen Kurzgeschichte dabei. Außerdem unterstützt sie Thorsten Küper bei der szenischen Lesung von »Sie werden alle sterben«.

Die »Bühnenbilder« baut Barlok Barbosa.

Bei Interesse hier die Links für die Teilnahme:
YouTube: https://www.youtube.de/brennendebuchstaben
Discord: https://discord.gg/P3x79Xw
Second Life: https://maps.secondlife.com/secondlife/Port%20Genieva/51/108/22