Langsame Überraschung

In den ersten Januartagen 2014 unterschrieb Herbert W. Franke den Vertrag für die »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke«, die in meinem Verlag p.machinery erscheinen sollte und erscheint. Damals ging es ausschließlich um Printwerke, und es war von vornherein klar, dass ich jedes der Bücher als Paperback und als Hardcover in einem etwas ausgefalleneren Format (127 x 216 mm statt meiner üblichen 127 x 203 mm) herausbringen würde. Mit der Agentur AVA International wurde schon im Vorfeld eine Option auf spätere Veröffentlichung der E-Books besprochen, wenn die Vertragsvereinbarung mit Heyne ausgelaufen sei.

Später stellte sich dann heraus, dass Heyne, die sich die Veröffentlichung der Franke-Werke als E-Books gesichert hatten, nicht alle seiner SF-Werke veröffentlichen wollten. Und so fehlen heute – nebst zwei Romanen, die man in München wohl auch nicht interessant fand – die Kurzgeschichtensammlungen im Portfolio von Heyne.
Es gab keinen Grund zur Eile, und so dauerte es eine Weile, bis mit Herbert W. Franke geklärt wurde, ob er mit der Veröffentlichung der nicht bei Heyne verlegten Werke im Verlag p.machinery einverstanden sei. Natürlich war er einverstanden.
Und es dauerte noch eine Weile, bis ich dann verlegerisch zur Tat schritt. Und in diesen Tagen wurden die ersten beiden E-Books der »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke« veröffentlicht: die Sammlung »Der grüne Komet« und die Sammlung »Einsteins Erben«. Und wie angedeutet – es werden weitere folgen.

Im Angesicht des ersten Drittels

In der »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke« nähern wir uns der Vollendung des ersten Drittels: Der aktuelle Band »Einsteins Erben«, eine der Kurzgeschichtensammlungen Frankes, ist Band 9 der Werkausgabe und erscheint in den nächsten Tagen im Lager der Druckerei meines Verlages.

Details zum Buch: hier.

Asiatische Kultur im Quadrat

Die außergewöhnlichen Bücher, die Die|QR|Edition veröffentlicht, dürften zwischenzeitlich bekannt sein. Michael Weisser nennt sie Hybridbücher, weil sie das analoge gedruckte Buch mit dem Internet und anderen elektronischen Sensationen verbinden. Die Themen selbst sind recht verschieden. Nach dem SF-orientierten sechsten Band »Dea Alba« mit dem bekannten Roman von Herbert W. Franke und Michael Weisser in einer überarbeiteten (und erweiterten) Neuausgabe ist das neue Thema völlig anders gelagert.

Feng-Shui kommt aus China – und wird vor allem missverstanden. Das vorliegende Buch präsentiert keine komplexen Berechnungen oder schnelle Tipps, wie man gesund, reich und glücklich wird. Tatsächlich präsentiert der Imperial-Feng-Shui-Master Mark Sakautzky in seinem Interview mit Michael Weisser ausführliche Blicke hinter die Kulissen des klassischen Feng-Shui, das gänzlich ohne esoterisches Gebrabbel und mystische Verbrämung auskommt.

Bislang standen die Titel der QR|Edition terminlich immer ein wenig unter Druck. Mit dem aktuellen siebten Titel »Imperial Feng-Shui« hat es erst mal terminlich »voll hingehauen«. Und ich rechne mir erstmals einen durchschlagenden Verkaufserfolg aus – denn Feng-Shui ist ein »asiatisches Thema«, und wenn ich von den Erfolgen meiner beiden Ikebana-Bücher ausgehe, dann könnte es in Sachen Feng-Shui einen Verkaufserfolg geben, den die Bücher der QR|Edition auch längst verdient hätten.

Weitere Details zum Buch finden sich: hier.

Lange Geschichte

Die Story von STORY CENTER als Anthologienreihe möchte ich nicht erneut erzählen, sie ist bekannt: Angefangen im SFCD, übernommen von meinem Verlag p.machinery, und dann gab es eine lange Pause.
Derzeit erscheint die Reihe eher sporadisch, definitiv ohne Jahreszahl – die früher üblich war – und auch nicht in der Reihenfolge, die durch die verschiedenen Ausschreibungen geplant war.
Aber sicher ist: STORY CENTER ist nicht tot, es geht weiter.

So aktuell mit dem Titel »Spliff 85555: EBERSBERG«. Und mit einem neuen Herausgeber – Gerhard Schneider.
Wie wir auf die Zusammenarbeit gekommen sind, weiß ich nicht mehr. Es ging vermutlich um meinen chronischen Zeitmangel, um eben Anthologien, zu denen er unter seinem Autorenpseudonym Gard Spirlin Texte eingereicht hatte, und irgendwann bot er wohl an, an den Vorarbeiten mitzuwirken.
Gesagt, getan. Die Geschichten zu der durch die Musik der Band Spliff und ihrem Album »85555« inspirierten Anthologie schickte ich ihm, er sah sie durch, lektorierte und korrigierte sie und stelle das Werk zusammen. Wir hatten immer Kontakt in der Sache, aber ich habe ihm alle Freiheiten gelassen, von denen ich glaubte, er müsse sie haben.
Und ich wurde nicht enttäuscht:

Weitere Details zum Buch: hier.

Natürlich gab es auch ein paar Häkchen und Öschen :) Zwei Autoren hatten dann offensichtlich keine Lust mehr, als es darum ging, sich doch noch einmal intensivere Gedanken über ihre Geschichten zu machen. Und wir – Gerhard und ich – vergaßen schlicht, dass es sinnvoll sein könnte, diejenigen Autoren, deren Werke in der Anthologie erscheinen sollten, vorab über diesen Tatbestand zu informieren. So gab es dann einige überraschte Reaktionen, als ich vor einigen Tagen verkünden konnte, dass die Anthologie fertig sei.

Und nun ist sie es auch. Gestern habe ich den Andruck kontrolliert und die Druckfreigabe erteilt.

Das Titelbild und die – mit einer Ausnahme – doppelseitigen Farbillustrationen im Innenteil stammen von Uli Bendick.

Lovecraft in Space

Blöder Titel für diesen Beitrag, ich gebe es zu. Aber ein wenig trifft es die Sache schon, die Detlef Klewer hier für meinen Verlag p.machinery als Ausschreibung vorgelegt hat. »BIOMECHANOMICON – Horror in Space« ist der (Arbeits-?) Titel der Anthologie, und die Ausschreibung findet man in aller Ausführlichkeit: hier.

Franke & Weigand: ASTROPOETICON mit Musik

Dass ich in meinem Verlag p.machinery die »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke« verlege, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben.
Und Frankes Werke der Vergangenheit dürften den SF-Fans auch heutiger Tage wohl bekannt sein.
Zu diesen Werken gehörte indirekt auch »Astropoeticon«, eine »Hommage an Pink Floyd«, die Bilder von Andreas Nottebohm gemeinsam mit Gedichten von Herbert W. Franke präsentierte. Das Buch, das wohl 1979 erschienen ist, ist längst nur noch antiquarisch zu bekommen – je nach Zustand zu deutlich von Sammlern am ehesten goutierten Preisen.

Dieser Tage erschien nun im Freiburger Schillinger Verlag eine CD von Herbert W. Franke und Jörg E. Weigand unter dem Namen »ASTROPOETICON – SF-Gedichte & Weltraummusik«. In einem knapp 20 Minuten langen Track mit weigandscher »Weltraummusik« hat Herbert W. Franke seine Gedichte gesprochen. Quasi als Bonus gibt es noch einen knapp 10minütigen Track mit der Musik ohne gesprochenes Wort.

Die ganzen Details zur CD – wie auch ein Hinweis auf das passende Buch der »SF-Werkausgabe«, nämlich den »Kristallplanet«, in dem die Bilder von Andreas Nottebohm und die Frankeschen Gedichte neu aufgelegt wurden – findet der geneigte Interessent: hier.

Im Übrigen hege ich Überlegungen, das Buch und die CD gemeinsam als Paket anzubieten. Verhandlungen mit Schillinger sind bereits angeleiert.

Weniger Aufwand

Weniger Aufwand war die Produktion des E-Books zu »Lektüren in Sarajevo«, dem Band 7 der »Werkausgabe Tiny Stricker«, der schon im September 2015 erschienen ist – jaja, so schnell geht das. Und immerhin ist das gedruckte Buch ja eben schon ein Weilchen fertig; da gab es nichts mehr nachzuarbeiten. Das E-Book ist jedenfalls nun auch verfügbar und rundet die bislang erschienenen Bände der Werkausgabe ab:

Mehr Details zum Buch: hier.

Mit ordentlichem Aufwand

Wenn ein Autor, der schon in den 70er Jahren selbst heute noch bekannte Werke veröffentlichte, und ein Präzisionsscheißer als Verleger aufeinander treffen, entsteht ein Buch, in dem jede Menge Arbeit steckt. Diskrepanzen zwischen alter und neuer Rechtschreibung, zwischen Bindestricheritis und Zusammenschreibung, zwischen Klammer oder nicht Klammer … Tiny Stricker und ich haben bei diesem Buch ordentlich miteinander gekämpft. Aber es hat sich gelohnt. Als ich letztens die Fahnenkorrektur machte, fand ich gerade noch drei Tippfehler – und die waren nicht mal wirklich tragisch, wären möglicherweise gar nicht aufgefallen.

Das Buch ist Band 10 der »Werkausgabe Tiny Stricker« in meinem Verlag p.machinery, das zweite Buch dieser Werkausgabe – ja, wir veröffentlichen hier ein bisschen durcheinander –, und noch dazu das letzte Werk, das der Autor verfasst hat. Ich bin letztlich nicht nur froh, dass all die Arbeit Früchte trug, sondern auch stolz, das Buch veröffentlichen zu dürfen.

Alle weiteren Details zum Buch finden sich hier.

Ameisen f***en?

Es ist schlimm genug, wenn CreateSpace-Hotliner Textbausteine in die Mailkanäle drücken. Schlimmer wird es, wenn sie nicht nur Unsinn verzapfen – inzwischen heißt es sogar, dass man das Buch (es geht um »Der letzte Turm vor dem Niemandsland«) nicht mehr finden kann. Weitere Autorenstatements liegen vor; andere fehlen noch (ich will nichts unterstellen, aber es sieht so aus, als nähmen einige Autoren das Problem nicht ernst).
Meine letzte Mail – mit allen Anlagen – an die amerikanischen Erbsenzähler:

What’s going on now? Enclosed you’ll find the complete confirmations of all authors of the collection, mentioned below – including […] and […]. You will find also the answer you gave the editor Michael Schmidt, that you couldn’t identify the book.

So … What’s going on? Would you like to do business? Or fucking ants?

CreateSpace und die Folgen der Vertrumpung

Ich glaube, ich werde die Duden-Redaktion kontaktieren und um eine wesentliche Änderung im Duden bitten. Das Wort »dumm« sollte durch »trump« ersetzt werden. Worte, die auf »dumm« basieren, entsprechend: »Verdummung« = »Vertrumpung«, »Dummheit« = »Trumpheit« und so weiter.

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