Und aller guten Dinge sind drei

Bei diesem Buch habe ich mich schwer zusammen gerissen, mich in den Hintern getreten, damit ich eingegangene Versprechen auch wirklich einhalte(n kann). Einfach war das nicht, einfach ist das nie. Zu viele Bücher locken mich, mich mit ihnen zu beschäftigen. Aber am Ende gibt es immer einen guten Grund, Prioritäten zu ändern, Prioritäten zu setzen. Und »Was geschah im Hotel California?« sollte auf jeden Fall so rechtzeitig fertiggestellt werden, dass es auf dem 2014 BuchmesseCon verfügbar sein würde.

Das Buch präsentiert Texte, die entstehen, wenn man sich als Autor durch den Klassiker »Hotel California« der Eagles inspirieren lässt. Ich mag den Song nicht – er ist mir zu abgenudelt. Glaubt man den öffentlich-rechtlichen und privaten Radiosendern weltweit, gibt es von den Eagles nur diesen Song – und das ist einfach nicht richtig. Und immer nur diesen Song abzunudeln, das wird den Eagles als Band nicht gerecht.
Aber immerhin haben sich die Autoren zu Texten inspirieren lassen, die alles andere als abgenudelt sind – und die einen ganz neuen Blick auf den Text, den sogar ich nach all den Abnudeljahren nahezu auswendig kann, erlauben. Das, was da unter der Ägide von Marianne Labisch und Gerd Scherm zusammen gekommen ist, hat dann auch mir gefallen. Auch wenn ich manchmal die Stirn runzeln musste, weil mir beim Lesen der Song ins Gedächtnis kam. Nudel, nudel, nudel …

Eigentlich wollten wir den Songtext vollständig zitieren. Wir machten vermutlich einen Fehler, die Rechteinhaber – irgendeine Musikagentur, oder war es sogar eine Plattenfirma? Egal! – zu fragen, und der Preis, der uns genannt wurde, ließ uns die Idee vergessen.
Es gab auch die Idee, einen Remake des Songs zu produzieren. Eine Band hätte es gegeben, das wäre nicht das Problem gewesen. Dass auch hier die falschen Leute gefragt wurden, muss ich, glaube ich, nicht erwähnen.
Marianne schreibt in ihrem Nachwort: »Eines Tages, wenn dieser Trend sich fortsetzt, werden Musiker keine Musik mehr machen, weil es zu einfach zu gefährlich ist.« Wie traurig, weil: wie wahr.

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Was lange gärt, wird nicht zwingend Wut

In einer Rundmail habe ich mich bei den Autoren schon entschuldigt, dass es so lange gedauert hat. Die  ursprüngliche Version der Anthologie »2112« erschien schon 2011 als E-Book im WortKuss-Verlag. Wie einige andere Anthologien auch sollte »2112« dort ein Erscheinen als Printbuch nicht mehr erleben, und als ich mich 2012 anbot, das Werk auf Papier gedruckt herauszubringen, war mir nicht klar, dass der Manuskriptstau auf meinem Schreibtisch (bzw. auf meinem Server) so immens riesig war.
Aber nun ist es so weit: Die Geschichten, die beschreiben, was 100 Jahre nach der Erfüllung der Maya-Propheziungen auf unserem blauen Planeten so abgeht, wurden von Patrick Schön zusammengestellt und von mir noch einmal einer ordentlichen Korrekturlesung, einer vollständigen und konsequenten Umstellung auf neue deutsche Rechtschreibung und einem ordentlichen Layout unterzogen. Et voilà – endlich ist es da.

Nicht nur durch ein neues Korrektorat und Lektorat unterscheidet sich das Buch von der immer noch auf dem Markt befindlichen E-Book-Version des WortKuss-Verlages. Die Texte der Autorin Inga Westermann fehlen; sie zog sie ohne Angabe von Gründen zurück. Und die Geschichte von Julia Müller ist eine Version, die der Autorin besser gefallen hat.

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Das Buch hat mich überrascht

Arno Behrend kenne ich ein Weilchen. Interessanterweise haben wir uns erst richtig kennengelernt, miteinander gesprochen und uns gegenseitig auf Cons wiedererkannt <g>, als ich schon lange aus Düsseldorf weggezogen war. Aber so spielt das Leben manchmal.
Ich weiß nicht mehr, wer die Idee zu einer Arno-Behrend-Kurzgeschichtensammlung hatte. Er oder ich. Keine Ahnung. Möglicherweise er, nachdem ich für seine Gattin Gabriele deren Sammlung »Humanoid« aufgelegt hatte (siehe hier).

Die Arbeit an dem Buch hat großen Spaß gemacht. Nicht nur, dass Arno ein hochprofessionell arbeitender, bestens handhabbarer Autor ist. Nicht nur, dass Lothar Bauer Bilder abgeliefert hat, die den von ihm gewohnten »Augenmagnetismus« enthalten. Nein, ich war auch schwer überrascht: Mir war einfach nicht klar, dass Arno nicht nur seit vielen Jahren – zwanzig, sagt er – SF-Kurzgeschichten schreibt, mir war vor allem auch völlig entgangen, wie gut mir die Geschichten gefallen könnten, haben sie doch alle einen Krimi-Background. Ließe man die SF-Elemente weg, würden die Geschichten als Krimis immer noch funktionieren. Und ich bin Krimifan.

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Weise Entscheidung

Eigentlich war ich nicht nur nie davon ausgegangen, mehrbändige Romanwerke – gemeinhin als Trilogien auf dem Markt zu finden, wenn es nicht sogar in Richtung einer Pentalogie oder richtigen Serie geht – in meinem Verlag zu veröffentlichen, weil ich in meinem eigenen Leseverhalten solche Serien nicht mag. Nicht immer jedenfalls; es gibt Ausnahmen (Stichwort: Phil Rickman).

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Und dann der Spaß

Ja, und dann gibt es auch Bücher, die richtig Spaß machen. Einfach so. Ohne besonderen Grund. Weder, weil sie besser, toller, erfolgreicher wären als andere, weder, weil der Autor ein besserer Mensch wäre, sondern einfach vom Gefühl her. Ganz spontan. Ohne besonderen Grund. Wenn auch im Hintergrund immer die Freude darüber lauert, dass Torsten Scheib sein Werk, sofern es nicht »nur« eine Kurzgeschichte ist – sprich also: Kollektionen, Novellen, Romane – in meinem Verlag veröffentlichen wird, wie es derzeit aussieht.

Zum Start habe ich mich an der Arbeit seines Werkes »Toxic Lullaby« erfreut, das er auf Basis des gleichnamigen Films von Ralf Kemper geschrieben hat, der aufgrund seines nicht unerheblichen Anteils an diesem Werk auch als Autor genannt ist und wird.

Details zum Buch finden sich hier. Und hier. Und das Titelbild (Abbildung: Ralf Kemper, Layout: meine Wenigkeit) kann man gleich zwei Mal abbilden:

Schweizer Vorlieben

Eigentlich habe ich ja zur Schweiz und ihren Bürgern ein eher zwiespältiges Verhältnis. Mit ihrem Anti-EU-Gehabe, ihrer beinahe schon übertriebenen Neutralität allem und jedem gegenüber und ihrer bald schon Außenseiterrolle in Europa wirken sie auf mich ein wenig wie Aliens. – Aber ich habe gute Erfahrungen mit Schweizer Autorinnen gemacht: Heike Henzmann aka Anna Veen ist einfach wundervoll, wenn man als Verlegerlein mit einer Autorin zusammenarbeiten soll, und auch wenn Judith Faller nicht ganz so einfach zu handhaben war – gnichel –, ihr Büchlein »Nachtgedanken«, das nun als Band 11 der Reihe »Außer der Reihe« meines Verlages p.machinery erscheinen wird, hat für alle kleinen Haken und Ösen, die es auf dem Weg zum Buch gab, voll und ganz entschädigt. Und – Judith hat mit Kerstin Broska eine Fotografin und Bildbearbeiterin gefunden, die die ursprüngliche, allerdings urheberrechtlich problematische Bildidee wunderbar neu umgesetzt und realisiert hat. Um es auf Bayerisch zu formulieren: I gfrei mi goar sakrisch!

Details zum Buch findet ihr hier.

Und wieder einmal ein Buch

In meinem Verlag p.machinery gibt es auch sogenannte Imprints. Ableger. Zwei davon sind inzwischen aktiv: die Zusammenarbeit mit Michael Weisser unter dem Titel »Die QR-Edition« sowie Sven Klöppings »sternwerk«. Klöpping will sich in seiner Edition vor allem auf E-Books spezialisieren und hat mit den sogenannten »9-Cent-Storys« auch schon vorgelegt, aber auch bei »sternwerk« wird es Printtitel geben.

Den ersten – die Geschichtensammlung »Der Durst der Stadt« mit Geschichten von Norbert Stöbe – habe ich inzwischen beim Schaltungsdienst Lange zum Druck ebenso platziert wie heute bei CreateSpace, um die Verfügbarkeit bei Amazon zu gewährleisten:

Norbert Stöbe
DER DURST DER STADT
sternwerk 1
Sven Klöppings sternwerk @ p.machinery, Murnau, Juli 2014, 296 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978 3 95765 000 9 – EUR 11,90 (DE)
als eBook: in Vorbereitung

Zehn SF-Storys von Norbert Stöbe – zehn gute Gründe, dieses Buch zu lesen. Mit den Gewinnerstorys »Der Durst der Stadt« (KLP 1995) und »Zehn Punkte« (DSFP 1992). Stöbe beschreibt in seinen Geschichten Skurriles, Phantastisches und entrückt das Alltägliche dabei stets der Ultima Ratio.

Details auch hier.

Das deutsche SF-Fandom präsentiert sich in London und Dublin

ANDROMEDA SF MAGAZIN 152: Science Fiction in Germany
Spezialausgabe zum LonCon 2014 über die SF-Szene in Deutschland
SFCD e.V., Murnau, Juli 2014, 64 Seiten  DIN A5, ISSN 0934-330X
EUR 5,90 incl. Versand (für SFCD-Mitglieder und Besucher des
LonCon 2014 sowie Shamrokon 2014 kostenlos)

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Erster Streich nach dem Urlaub

ANDROMEDA NACHRICHTEN 246, SFCD E.V., Murnau, April 2014, 112 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Maison d’Ailleurs: Der Superheld als Kunstobjekt – Oki Stanwer, der Mythos – – Löcher im Bauch: Interviews – Edgar Güttke – Merlin Thomas – Erik Hauser  – Achim Hildebrand – Nina Allan – Ralph Doege – Ulrike Jonack – Ralf Steinberg – Die Interviews führte Michael Schmidt – – Conventions – Jürgen Lautner: Sturm über Stade – Jürgen Lautner: Tinnitus coloniae – Jürgen Lautner: Science Fiction – gibt’s das noch? – – dsfp: Die Gewinner des DSFP 2014 – Karl E. Aulbach: Fantasy – Hermann Urbanek: LiteraTour – Jörg Krömer: Cinema – Gerd Frey: eGames – Ralf Boldt: Perry Rhodan – Robert Hector: Science – Armin Möhle & Co.: FanzineKurier – Michael Baumgartner & Co.: Reissswolf – – StoryFiles – Alexander Knörr: Zu spät! – – Das Titelbild stammt von Alexander Preuss.

Ich freue mich ganz besonders, dass Armin Möhle mit seinem »FanzineKurier« als erster Mitarbeiter des mit Ausgabe 300 eingestellten »Fandom Observer« zu uns »übergelaufen« ist! – Wir haben in den ANDROMEDA NACHRICHTEN Platz für jeden weiteren Mitarbeiter – ohne Zwang. Eine Mitgliedschaft im SFCD kann, muss aber nicht eingegangen werden!