Der zweite van Hengel zwischen den Stühlen

Willli van Hengel
HAUTLICHKEIT
Zwischen den Stühlen 20
Zwischen den Stühlen @ p.machinery, Winnert, April 2026, 184 Seiten
Paperback: ISBN 978 3 95765 509 7 – EUR 17,90 (DE)
E-Book-ISBN 978 3 95765 657 5 – EUR 5,99 (DE)

Nicolai ist ein Suchender. Einer, der denkt, fühlt, begehrt – oft zu viel, oft zu tief, zu nah, zu offen, zu ehrlich. Er schreibt, um sich zu finden. Er liebt, als gäbe es kein Danach. Und manchmal überschreitet er eine Grenze, weil er sie im Moment nicht spürt.
Nach einem Augenblick der Nähe, der kippt – nach Worten, Gesten, vielleicht einer Berührung, die zu viel war –, wird Nicolai in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Nicht wegen Böswilligkeit, sondern wegen einer Empfindsamkeit, die keinen Halt mehr findet. Was folgt, ist kein Rückzug aus der Welt, sondern ein innerer Gang durch sie hindurch. In Aufzeichnungen, Gesprächen und Erinnerungen versucht Nicolai zu begreifen, wie Begehren, Sprache und Wahrheit ineinandergreifen – und wo sie sich gegenseitig zerstören.
Hautlichkeit erzählt von der Zerbrechlichkeit menschlicher Nähe. Von Liebe, die sich selbst verfehlt. Von Gedanken, die Körper werden, und Körpern, die nach Worten suchen – zwischen Erinnerung und Gegenwart, Begehren und Zweifel, Haut und Selbstauflösung.
Ein intensiver, sinnlicher Roman über das Schreiben als letzte Form von Zärtlichkeit. Und über den Versuch, aus der eigenen Haut zu schlüpfen, ohne sich zu verlieren. Ein Buch für Leserinnen und Leser, die bereit sind, sich einzulassen: auf Gedanken, die schmerzen können, und auf eine Sprache, die nichts glättet – roh, poetisch, klar.

Willi van Hengel, geboren 1963 in Oberbruch an der niederländischen Grenze, hat Philosophie, Germanistik und Politische Wissenschaften in Bonn studiert. Nach dem Magisterabschluss über Friedrich Nietzsche und Jacques Derrida (»Dekonstruktion im Blick auf Nietzsche« – was sein Lebensthema blieb) begann er literarisch zu wirken und veröffentlichte 2006 seinen ersten Roman, den Briefroman »Lucile«. 2008 folgte der zweite Roman »Morbus vitalis« und schließlich der Gedichtband »Wunderblöcke« (2010). Zwischenzeitlich zog es ihn der Liebe wegen nach Berlin an den Weißensee, wo auch seine beiden Theaterstücke »De Janeiro – ein Punk ertrinkt in Weißensee« (2018) und »flanzendörfer« (2021) uraufgeführt wurden.
Im Jahr 2022 erschien sein Roman »Dieudedet oder Sowas wie eine Schneeflocke«. 2024 brachte er gemeinsam mit Magnus Tautz sein erstes Hörbuch heraus: »Wir werden über die Einfachheit unserer Liebe staunen«. 2025 erblickten gleich zwei Werke das Licht der Welt: der Roman »Entstellung des Gesichts« sowie sein sinfonisches Hörbuch (mit Magnus Tautz und Tobias Breyer) »Keiner Lippen Winter schweigt. Zweischneidiges Selbst: bin vollendet«.
Im Berufsleben ist van Hengel als Lektor für mehrere Verlage sowie im Deutschen Bundestag tätig.

van Hengel, Willi, HAUTLICHKEIT

 

Der Fürstenberger zwischen den Stühlen

Gerd Fürstenberger
UNGEHEURER ALLTAG
Ein Roman in Geschichten
Zwischen den Stühlen 19
Zwischen den Stühlen @ p.machinery, Winnert, April 2026, 184 Seiten
Paperback: ISBN 978 3 95765 508 0 – EUR 17,90 (DE)
E-Book-ISBN 978 3 95765 658 2 – EUR 5,99 (DE)

Wie lebt es sich mit einer Taube auf dem Kopf? Wie mit einem körperlosen Geliebten? Wie auf einer Reise ohne Ziel? Wie ist es, wenn der Alltag zu etwas Ungeheurem wird, voller Überraschungen und unvorhersehbaren, ja fantastischen Wendungen?
Wie sehr der Alltag selbst fantastisch ist: Das erfahren Sie in diesem Buch. In ihm verfolgen Sie den »ungeheuren Alltag« mehrerer Personen, die in Ihrer Nachbarschaft leben könnten. Sie lesen Geschichten von »Menschen wie du und ich«, voller Zufälle, Glück und Unglück, Liebe und Hass – Geschichten, die sich im Lauf der Lektüre immer mehr miteinander verflechten. Sie tauchen ein in ein Erzählwerk voller Leben, Kontraste, Farben und Formen, die sich wie ein Mosaik zu einem Ganzen fügen – eben zu einem kurzweiligen, packenden Roman.

Gerd Fürstenberger ist in Speyer am Rhein geboren und in Germersheim aufgewachsen. Nach Stationen in Heidelberg und Berlin lebt er heute in Nürnberg. Der M.A. der Philosophie und Vater verdient seine Brötchen als Journalist und Dozent. Seit frühester Jugend verfasst er erzählende Prosa und Lyrik, die er in Zeitschriften veröffentlichte und in mehreren Büchern gesammelt hat.
»Die Rheinpfalz« attestierte ihm »große, sensible Beobachtungs- und Gestaltungsfähigkeit, psychologisches Einfühlungsvermögen und feinsinnigen, versteckten, zuweilen gesellschaftskritischen Humor«. Und die »Nürnberger Zeitung« lobte: »Der Phantasie und dem Einfallsreichtum des Autors scheinen keine Grenzen gesetzt.«

Fürstenberger, Gerd, UNGEHEURER ALLTAG

 

Die 38 ist da

NOVA 38 ist fertig und inzwischen verschickt worden. Alle Details finden sich hier. Und unten.

Vierzehn fantastische, unheimliche und spannende Geschichten von neuen und erfahrenen Autoren. Sie lesen darin von …
• der (un)wirklichen Schwangerschaft;
• dem Krieg, den Blau verliert und gewinnt, ohne ihn wirklich zu führen;
• dem Massenmörder, der sich nach Jahrzehnten mit einem seiner Opfer unterhalten muss;
• dem sowjetischen Mondflug, von dem niemand je erfahren hat;
• dem umkämpften Gerichtsurteil in den Zeiten fortgeschrittenen Identitätsdiebstahls;
• dem Kampf gegen die Blendung der Menschen mittels Augmented Reality;
• dem Fotografen, der auf einer toten Raumstation dem Rätsel seiner Existenz auf die Spur kommt;
• der verlassenen Wetterstation in der sibirischen Arktis, die ein gefährliches Geheimnis birgt;
• der glücklichen Familie von Halb-Aliens mit ihrem traurigen Schicksal;
• dem Mädchen, dem sein Gehirn im Koma ein grausiges Gleichnis seiner Krankheit vorspielt;
• dem einsamen Mann im Bunker, der rastlos wird, als seine Katze stirbt;
• der KI-Weltregierung, die den Klimawandel besiegt – mit grausamen Konsequenzen;
• dem einfühlsamen Quantencomputer;
• der wundersamen Bar, in der Ted jedem Schlaffi den passenden Drink serviert.

Noch immer im Fokus

Noch immer im Fokus ist Dieter Riekens Werk »Zweimal langsamer wie du«. Beim Verlag ist es derzeit nicht auf Lager, aber im Internet flächendeckend ebenso zu bekommen, wie im lokalen Buchhandel, wenn dieser über Umbreit oder Zeitfracht bestellen kann.

Keine ganz leichte Geburt

Die von Achim Stößer und Stefan Junghanns gemeinsam herausgegebene Anthologie »Diesseits fremder Sterne« hatte einen etwas holprigen Start. Eigentlich schon für Januar 2026 fertiggestellt, verzögerte sich die Produktion: Achim Stößer hatte eine Story von Ray Bradbury neu übersetzt, aber die Rechteinhaber an den Werken Bradburys waren unwillig. Unser Angebot wollten sie nicht annehmen, ein eigenes Angebot wollten sie nicht machen. Ergo: Das war’s mit Bradbury in dieser Anthologie. — Aber nun ist sie da (d.h. — am 11. März erscheint sie dann auch physisch in dieser Welt):

Achim Stößer & Stefan Junghanns (Hrsg.)
DIESSEITS FREMDER STERNE
Eine Science-Fiction-Anthologie
AndroSF 229
p.machinery, Winnert, März 2026, 196 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 497 7 – EUR 17,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 664 3 – EUR 5,99 (DE)

Diese Sammlung umfasst Erzählungen von unserem und anderen Planeten, zukünftigen Gesellschaften und digitalen Wirklichkeiten. Doch im Zentrum steht stets das Menschliche: Verantwortung, Mitgefühl und der Umgang mit Macht, Technik und Umwelt. Mit jedem technologischen Fortschritt wachsen unsere Möglichkeiten, aber auch unsere Verantwortung: gegenüber Menschen, anderen Tieren, Maschinen und den fragilen Ökosystemen, von denen wir abhängen.
In manchen dieser Welten scheinen Hunger, Umweltzerstörung und Konflikte überwunden. Andere Geschichten zeichnen Zukunftsbilder, in denen sich unsere heutigen Probleme verschoben und verdichtet haben: Kontrolle wird delegiert, Mitgefühl verlernt, Verantwortung ausgelagert. Der Fortschritt ist allgegenwärtig – aber nicht für alle.
»Diesseits fremder Sterne« richtet den Blick nicht auf eine ferne Zukunft, sondern auf die Entscheidungen, die wir heute treffen. Vielleicht müssen wir die Sterne nicht erreichen, um etwas Wesentliches zu erkennen. Vielleicht genügt es, uns zu fragen, wer wir sein wollen – als Menschen unter fremden Sternen.

Mit Kurzgeschichten von Galax Acheronian, Axel Aldenhoven, Volker Dornemann, Joshua Friedrichs, C. Gerald Gerdsen, Parker Heimlich, Stefan Junghanns, C. A. Raaven, Nob Shepherd, Beatrice Sonntag, Achim Stößer, Wolfgang Weinberger und Maximilian Wust.

Niehaus, die fünfte

»Rabenschwarz« ist inzwischen der fünfte Band von meist kurzen und einigen längeren Geschichten, der bei p.machinery erscheint. Diesmal dreht sich alles um Tiere: im ersten Teil um die Erben der spleenigen Miss Vault, die ihren tierischen Gefährten – Hund, Katze, Schnappschildkröte und Papagei – ein ganz besonderes Haus hinterlässt. Und im zweiten Teil geht’s dann in Wald und Flur, in die Lüfte und ins Meer, und auch Geschöpfe mit deutlich mehr als vier Beinen haben ihren Auftritt.

Die Sammlung bietet eine Mischung aus Fantastik, klassischer SF, Horror, Märchenhaftem und gibt überdies fundierte psycho- und sexualtherapeutische Ratschläge für alles, was da kreucht und fleucht (m/w/d).

Niehaus, Monika, RABENSCHWARZ

 

Der Weigand wieder

Der Weigand, der Jörg, das ist so einer. Storys, Romane, Artikel — was er nicht alles kann. Nicht nur in Sachen SF, Fantastik. Diesmal hat er sich ein fast schon ausgefallenes Thema ausgesucht: die anspruchsvolle Literatur wohlbekannter Autoren im Heftroman. Das Buch ist quasi ein Nachschlagewerk, und es geht nicht um »Perry Rhodan« und andere SF-Serien, sondern um in der Tat anspruchsvolle Literatur, die heutzutage möglicherweise im Hardcover mit Luxusausstattung neu aufgelegt wird, vor vielen, vielen Jahren — und Jörg Weigand geht hier weit zurück — im Heftroman erschienen ist.
Nebst der insgesamt eher nüchternen Auflistung — darunter auch ein Spezialkapitel für die fantastische Literatur, um die große Sucherei zu ersparen — ist das Buch mit zahlreichen Abbildungen von klassischen Romanheft-Covern ausgestattet. De facto auf jeder zweiten Seite.
Für Menschen, die recherchieren wollen, ist das Buch gedacht.

Weigand, Jörg, SPANNEND AUF HOHEM NIVEAU

 

Der vorletzte Erler in der p.machinery

Ein Erler-Roman folgt noch zu einem späteren Zeitpunkt (jedenfalls 2026): »Zucker«. Bis dahin darf der gewillte Leser nebst den anderen schon veröffentlichten Titeln mit diesem Werk aushalten. Eine Besonderheit ist hier die zusätzliche Veröffentlichung eines Drehbuchs zu einem nicht produzierten Film mit dem Titel »Surabaya«.

Erler, Rainer, DIE LETZTEN FERIEN