Heimfahrt

Tagebuch eines Ostseeurlaubs, 14.10.2011

Ja. Heimfahrt. Zu Ende ist der Urlaub. Sniff. – S. geht noch mal mit Kim eine Runde, ein letztes Freilaufen in ostseeischen Gefilden. Derweil packe ich den Wagen. Mit weitgehend perfektem Timing starten wir um Viertel nach acht gen Heimat. – Die Fahrt läuft gut, reibungslos und zügig. Wir machen eine Frühstückspause bei McDonald’s, irgendwo in der Gegend von Potsdam. Ansonsten nur Pinkelpausen. Der Hund schläft friedlich hinten drin, in seinem Luxushundedomizil (unser Gepäck lagert auf der hinteren Sitzbank). Um kurz vor halb fünf Uhr sind wir daheim. – S. geht wieder mit Kim eine Runde, ich packe den Wagen aus, die Taschen ebenso, besorge die Post, kehre heim. – Später gehen wir im Griesbräu essen.

Wir sind wieder daheim.

Wolkenverhangener Radlagerwechsel

Tagebuch eines Ostseeurlaubs, 10.10.2011

Heute war frühes Aufstehen angesagt: sechs Uhr dreißig. Um acht Uhr waren wir mit dem Wagen in der Renault-Werkstatt in Gägelow – auf die Sekunde pünktlich. Den Austausch der Kupplung habe ich abgeblasen; vielleicht ist es doch ein Garantiefall, da wäre es dumm, das Corpus delicti beseitigen zu lassen.
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Unsichtbare Naturschutzgebiete

Tagebuch eines Ostseeurlaubs, 09.10.2011

Der Santower See ist überraschend – groß, und wenn man ihn dann tatsächlich doch noch zu Gesicht bekommt. Der See und sein Ufer sind ein Naturschutzgebiet, und bei diesem Naturschutzgebiet bekommt man vorgeführt, wovor die Natur geschützt werden muss – vor dem Menschen.

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Rundwindwanderung mit Sonnenlücken

Tagebuch eines Ostseeurlaubs, 08.10.2011

Boltenhagen, noch einmal. Diesmal eine Wanderung von Boltenhagen nach Steinbeck, oben auf der Steilküste, teilweise so an die vierzig Meter über dem Meer gelegen. Wir hatten Glück mit dem Wetter: Es ging zwar ein ordentlicher Wind, aber es gab nur die großen Wolkenschiffe, die schnell über die Himmel zogen, dazwischen immer wieder große Lücken für den Sonnenschein.


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Urlaubsroutine im Gespensterwald

Tagebuch eines Ostseeurlaubs, 07.10.2011

Fast scheint es, als würde sich Routine einschleichen. Urlaubsroutine. Aufstehen, Frühstück, raus und los.
Diesmal ins Ostseebad Nienhagen. Der kleine Ort ist eigentlich fast uninteressant. Ziemlich farblos, langweilig, steril. Die Ferienhäuser alle sauber, ordentlich, typisch deutsch (bitte Zeige- und Mittelfinger senkrecht unter die Nase halten), meist in Weiß oder Weiß und Blau, ordentliche Straßen, saubere Autos, nichts Auffälliges.
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Graupelschauerüberfall

Tagebuch eines Ostseeurlaubs, 06.10.2011

Ein kurzer Tag. Spät aufgestanden. Nach Zierow gefahren, über Fliemstorf gen Hoben gewandert. Hoben ist ein restauriertes Fischerdorf, wobei sich die Restauration auf die Häuser bezog, nicht auf die Bewohner und deren Profession; ich gehe davon aus, dass derjenige, der heute dort wohnt, über Geld verfügt, nicht nur, aber auch, weil die Instandhaltung der Häuser im Sinne der mecklenburg-vorpommerschen Erhaltungsvorschriften solches Baugut betreffend nicht sehr preisgünstig sein dürfte.
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Netter Versuch, Bastei-Lübbe, netter Versuch

Cody McFadyen
AUSGELÖSCHT
Originaltitel: ABANDONED, Bastei Lübbe, TB 16581, November 2011, Übersetzung aus dem Englischen: Angela Koonen, Dietmar Schmidt, Titelillustration: shutterstock/Gleb Semenjuk, Taschenbuch, 460 Seiten (plus Leseprobe aus einem weiteren Buch), ISBN 978 3 404 16581 0

VORBEMERKUNG
Das Taschenbuch, das ich im »Thalia« in Schwerin erwarb, um meine Urlaubsfreizeitbeschäftigung zu sichern, hat ein Klappcover. Dieses Klappcover ist voller Scheiße.
Vorne ist das Cover, nicht unansehnlich, gut. Dann gibt es innen Texte. Etwas über »Das Buch:«, was man noch akzeptieren kann, weil es in der Tat vom Buch handelt, aber nicht repräsentativ ist, nicht die Spur. Dazu Sprüche. Der »Stern« z. B. hat geschrieben: »Also, dieser Mcfadyen« (mit kleinem »f«) »muss irgendwie ganz hart drauf sein.« Und die »Bunte« meint: »Nicht lesen, wenn Sie alleine sind!« Hinten dann folgen Vermerke wie »Ein grausames Buch, spannend und bildreich geschrieben« (»Berliner Kurier«), »Das Grauen hat viele Namen. Cody Mcfadyen kennt die meisten.« (»Kölner Stadt-Anzeiger« … wer möchte schon vom Kölner Stadt-Anzeiger besprochen werden). Und noch ein wenig mehr.
Das ist alles Bullshit.

Recht hat nur 3sat.de: »AUSGELÖSCHT verliert seine Spannung auf keiner Seite – bis hin zum wahrhaft überraschenden Ende.«

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