- Carlos – Der Schakal: Mehrfach und lange vor mir hergeschoben, letztlich habe ich ihn dann doch angeschaut, aufgrund der Länge von rund drei Stunden allerdings in zwei Sitzungen. Ein wirkliches Urteil kann nicht abgeben. Im Vorspann wird schon festgestellt, dass der Film aufgrund der Tatsache, dass es im Wissen über den Terroristen Carlos mehr oder minder große Lücken gibt, zu einem nicht unerheblichen Teil einfach fiktiv ist. Dennoch haben sich die Macher darauf festgelegt, das Werk so dokumentarisch wie möglich wirken zu lassen und zu gestalten, und das geht letztlich – nicht zuletzt auch aufgrund der Länge – zu Lasten der Spannung. Wirklich interessant ist der Film wohl allenfalls für Leute, die sich für die Thematik weltweit aktiver Terroristen interessieren.
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Archiv der Kategorie: Filme & Fernsehen
Eine Familie im Chatroom, letzte Nacht
- Last Night. Es gibt natürlich mehr Schauspieler, die auftreten, aber eigentlich handelt es sich um ein Kammerstück für vier Personen: Keira Knightley und Sam Worthington als Paar, Eva Mendes und Guillaume Canet. Eigentlich glücklich verheiratet, brütet die Figur der Knightley ein Misstrauen aus, indem sie annimmt, ihr Mann könne an seiner Mitarbeiterin (Eva Mendes) Interesse haben. Was im Weiteren geschieht, geschieht sehr langsam, sehr ruhig, unaufregend und trotzdem überraschend spannend, denn es gibt viel »kleines Hin und Her«, viel Unentschiedenheit, um dann doch zum erwarteten Ende zu führen. Oder? Nein – das Ende ist ganz anders, als erwartet. – Für mich kein sensationeller Film, aber angenehm unseichte Unterhaltung, die man sich auch mal gönnen sollte.
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Rhea und der Teufel im Boot
- Nicht auflegen! Colin Farrell in der einzigen Rolle, in der er mir wirklich gefallen hat; ich mag den Mann nicht – meine Holde auch nicht –, und ich mag i. d. R. auch die Filme nicht, in denen er mitspielt. Aber gut – hier wird er in einer Telefonzelle angerufen und von – der Stimme! – Kiefer Sutherland(s – nur ganz am Ende kriegt man ihn zu sehen) gezwungen, am Telefon zu bleiben und Geständnisse zu machen. Auch wieder ein Kammerspiel, wenn man es genau nimmt: zwei Mann plus Drumherum, mehr nicht, ein Duell. Und trotz höchst eingeschränktem Schauplatz hyperspannend. Sehenswert.
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Prominente außer Kontrolle
- Unstoppable – Außer Kontrolle. Nein, das ist nicht der unglaublich miserable Streifen mit Wesley Snipes aus dem Jahre 2004. Das ist vielmehr der unglaublich spannende Streifen mit Denzel Washington und Chris »Tiberius« Pine aus dem Jahre 2010, in dem sich ein tierisch langer und mit tierisch gefährlicher Ladung bepackter Güterzug selbstständig macht und im Norden der USA für richtig Aufregung sorgt. Ein an sich wirklich simpler Film, der aber in jeder Beziehung 200 % besser funktioniert als manch anderer Streifen. Hinsetzen, Glotze anmachen und dann nur schauen, dass das Adrenalin nicht aus den Ohren schwappt. Ein perfekter Filmabend ist garantiert.
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Aufprall des toten Spinnenmanns
- SpiderMan 1. Tobey Maguire ist ein Schauspieler, den ich für ein wenig farblos halte. Kirsten Dunst ist nicht mein Typ Frau. Willem Dafoe immerhin ist ein Schauspieler, den ich sehr gerne sehe. Abgesehen von diesen rein subjektiven Befindlichkeiten ist der erste SpiderMan in meinen Augen ein toller Film, der damals vieles von dem hatte, was ein toller Film haben sollte, und das auch bis heute – er ist immerhin neun Jahre alt – vollumfänglich bewahren konnte. Abgesehen von Kultszenen wie der Kopfüberkussgeschichte ist der Film auch beim wiederholten Anschauen uneingeschränkt spannend und packend. Eine gute Komposition, die man sich jederzeit anschauen kann.
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Invasion der Jacken im Eishaus
- So spielt das Leben. Katherine Heigl und Josh Duhamel spielen ein Pärchen, das keines ist; sie haben nichts miteinander. Und dann stirbt ein befreundetes Pärchen bei einem Unfall und hinterlässt ihnen drei Kinder. Mehr erzähle ich hier nicht. Der Film ist eindeutig sehenswert, in höchstem Maße amüsant und trotz des scheinbar unspannenden Plots jederzeit in der Lage, den Zuseher ganz, ganz böse zu überraschen :) Sollte man sich unbedingt anschauen.
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Die Entführung des kalten Killers
- Kaltes Blut. Vollständig heißt der Film eigentlich »Kaltes Blut – Auf den Spuren von Truman Capote«, im Original »Infamous«. Das sollte man wissen, wenn man z. B. in der IMDb nach dem Streifen sucht. Ansonsten geht es um einen Kriminalfall, mit dem sich Capote auseinandersetzt, um ihn zu lösen. Die Schauspielerriege ist grandios. Aber den eigentlich besten Part liefert Toby »Capote« Jones, der den später oscar-prämiierten Philip Seymour Hoffman um Längen schlägt.
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Lebend begrabene Hochzeitspolka
- Beilight – Biss zum Abendbrot. Und auch den habe ich immer noch nicht gesehen. Hier spielen Zeitgründe eine Rolle. Wenn man sich die ersten zwei Szenen angesehen hat, weiß man genau, dass man sich auf den Film konzentrieren muss, weil der Streifen vor Anspielungen strotzt. Die kriegt man beim Nebenherschauen halt nicht mit. Also …
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Das Leben nach der Quest des Schakals
- Seinfeld. Inzwischen bin ich in der sechsten Season, und es ist immer noch gut. Ich weiß nicht sicher, ob das, was Jerry Seinfeld und seine Kumpane – und Cosmo Kramer ist immer noch der Hammer! – dort darstellen, echte Amerikaner sind. Aber wenn Amerikaner so sind wie Jerry, George, Cosmo und Elaine in dieser Serie, dann gibt es zwei Punkte, die mir wichtig sind: Zum einen, dass es schön ist, dass Amerikaner so sind. Zum anderen, dass es schön ist, dass ich kein Amerikaner bin (und auch nicht sein muss).
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Whirlpool ohne Schuld und Blutregen
- Hot Tub – Der Whirlpool … ist ’ne verdammte Zeitmaschine! Der Traum vieler Männer in einer Krise, der Albtraum mancher Männer, die Krisen mögen … Drei Freunde landen durch einen Whirlpool mit Zeitmaschineneignung in ihrer eigenen Vergangenheit. Im Film sehen sie so aus wie in der Jetztzeit, für alle anderen sind sie Teenager mit all den Problemen und Herausforderungen, die zu einem Teenagerleben dazu gehören. Netter Streifen, ein paar lustige Gags, insgesamt eher Massenware. Es gab und gibt auf jeden Fall bessere Streifen dieser Art und amerikanischer Provenienz. – Mein Motiv für die Sammlung: John Cusack.
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