Es gibt Terroristen. Topterroristen; die leben oft nicht lang. Und Tepporisten. Nicht nur, aber vor allem aus China. Teppichterroristen. So einer:

[Don't believe me | just watch]
Es gibt Terroristen. Topterroristen; die leben oft nicht lang. Und Tepporisten. Nicht nur, aber vor allem aus China. Teppichterroristen. So einer:

Das kommt dabei heraus, wenn man den Satz „Susi hat Freilaufverbot“ nicht versteht:
Susi
Naomi
Bei den mit X bezeichneten Stellen haben wir die Hunde aufgegriffen.
P.S.: Den Gassigang habe nicht ich gemacht.
Man fragt sich unweigerlich, wozu Montage gut sind. Nicht nur als angestellter Arbeitnehmer. Aber die meisten Montage sind dann doch harmlos. Die meisten. Nicht alle.
Ob Kim den Tag schön fand, weiß ich nicht. Er war sicher ruhig und entspannt (wie die Tage unserer Hunde in der Regel so sind). Und er ist gut gelaufen.
Morgens gab’s die Medizin, wie erwähnt, mit Banane. Passt.
Das Mittagsgassi war okay. Leinengang im Sonnenschein, dazu die VetConcept-Leckerlis. Alles gut.
Der Gassigang gegen 16 Uhr war auch gut. Freilauf für Kim und Naomi, alles wie gehabt. Im Freilauf läuft Kim am besten. (Und Susi lasse ich nicht von der Leine, weil das kleine Schlitzohr Naomi immer dazu verleitet, mit ihr abzuhauen. Was die zwei schon für Touren gemacht haben, habe ich ja schon dokumentiert – hier und hier.
Das Abendessen habe ich dann ein wenig mit Spannung erwartet, aber es lief problemlos. Kim, die derzeit mäkelig mit Leckerlis ist, ist offensichtlich eindeutig auf ihren Futternapf und den üblichen Futterplatz programmiert: Was es da gibt, kann gegessen werden. Und auch wenn die Möhrensuppe, die es wieder gab, nach wie vor nur mit ein, zwei Esslöffeln Leinöl Geschmack entwickelt – das gekochte Hühnchen war offensichtlich vom Feinsten. Jedenfalls ist nichts übrig geblieben.
Ich denke, diesen Teil des Tages wird Kim dann doch schön gefunden haben. Trotz allem.
Die Nacht vom 11. auf den 12. März war wie gehabt, gekennzeichnet von Schlafunterbrechungen, weil Kim nach draußen wollte. Dort ist sie herumgelaufen, ein wenig orientierungslos wirkend, unsicher, was sie wo machen will. Mehrfach versuchte sie Kot abzusetzen, aber es kam nicht viel. Woher auch?
Morgens verweigerte sie ihre Lieblingsleckerlis. Den Frischkäse mit Prednisolon-Viertelchen. Den Käse mit Pregabalin-Kapsel. Schwierig – die zwei Medikamente sind Mussgaben. Ich erinnere mich, dass Frauchen es schließlich geschafft hat, während ich mit Naomi und Susi allein eine Gassirunde drehte, um auf andere Gedanken zu kommen.
Gegen Mittag waren wir beim Tierarzt. Es gab eine Infusion zum Ausgleich der Austrocknung, dazu ein Antibiotikum und ein Schmerzmittel. Danach war Kim deutlich lebhafter und hat den mittäglichen Gassigang mit Bravour abgewickelt. An der üblichen Wendestelle auf der Freilaufstrecke über die Äcker machte sie sogar Anstalten, weiterlaufen zu wollen, statt wie üblich umzudrehen.
Nur die Morrosche Möhrensuppe wollte sie partout nicht nehmen. Die kleinen Leckerlis der Tierärztin nahm sie, auch die Stückchen Hähnchenbrustfilets waren kein Problem. Aber sonst …
Abend war ich unsicher, was ich tun sollte. Zunächst ließ ich alle drei Mädels hungern. Klar war, dass Kim kein normales Futter bekommen sollte. Aber ich wollte den anderen beiden nichts geben, solange Kim zuschauen musste. Schließlich versuchte ich es – Tipp von Frauchen –, indem ich Kim die Möhrensuppe mit Leinöl (als Geschmacksträger; die Möhrensuppe schmeckt nach nichts, wobei Naomi bewies, dass sie Grimassen ziehen kann) in ihrem normalen Fressnapf am normalen Platz gab – funktionierte. (Als Ausgleich zickte Susi rum. Sie war irgendwie nervös und in solchen Situationen lässt sie sich von mir nicht locken, zeigt Fluchtverhalten. Am Ende ging es dann doch, aber schön ist das nicht, vor allem, wenn man sowieso keinen normalen Ablauf vor Augen hat.)
Die Nacht immerhin war ruhig. Kim hat durchgeschlafen, ich auch. (Nur meine Huawei-App hat natürlich gemeckert, weil ich angeblich zwei Mal wach geworden war.)
Und heute morgen nahm Kim ihre Medizin mit … Banane.
Es ging schon in der Nacht los. Gestern Nachmittag bekam Kim Durchfall. Zunächst nicht sehr massiv. Sie setzte einen Haufen ab, direkt in der Einfahrt. Aber nachts … Sie musste acht Mal raus, und immer war ich derjenige, der sie hinauslassen und dann in der Kälte warten durfte, bis sie zurückkehrte. Und sie tat sich schwer. Es kam nichts wirklich Großes mehr, aber es zwickte offensichtlich doch so heftig, dass sie raus wollte. Viel geschlafen habe ich jedenfalls nicht.
Und dann sollten morgens die Handwerker kommen. Um sieben. Monatelang tat sich nichts, außer kruden Terminideen, falls das Wetter draußen nicht gut wäre (was es dieser Tage garantiert nicht ist), und auf einmal dann doch … Um sieben. Morgens. Es ging um einen Türdurchbruch, damit man von der Wohnung im Erdgeschoss in die ins Obergeschoss nicht mehr außen rum musste. Und natürlich hat der Erbauer des Vorbaus mit den beiden Haustüren Intelligenz in Hochform walten lassen – um die Stromleitungen zu verlegen, brauchten wir einen Elektriker, und ganz entgegen meiner bisherigen Erfahrungen ging das schnell. Es ging dann alles schnell. Die Tür ist nun eingebaut, ein bisschen ist noch nachzuarbeiten – natürlich, irgendwas bleibt ja immer offen –, aber jetzt haben wir eine Tür und müssen nicht mehr raus, um … Das heißt, meine Frau muss nicht mehr raus, um in ihre Praxis zu kommen. Ich habe da oben ja nichts mehr zu suchen.
Und das Auto. Morgens um sieben – ha! – gab ich meinen Passat in der Werkstatt ab und holte mir einen Leihwagen. Es bestand der Verdacht, dass rechts vorne das Radlager seinen Abschied nehmen wollte. Klassische Effekte – die ich schon von meinem Laguna kannte, der das auch mal hatte: An- und abschwellendes Brummen zwischen 95 und 110 km/h, ansonsten hörbares Brummen in Linkskurven, Stille in Rechtskurven. Am Ende war da nichts. Alles okay. Man vermutete Sägezahnbildung auf den Vorderreifen. Wie das zustande kommen sollte, erklärte man mir. Jetzt warten wir die Sommerreifen ab, wenn die auch so ein Geräusch liefern, wird noch mal geschaut.
Kim geht es den ganzen Tag nicht gut. Sie läuft schlecht, müde, matt. Sie schnappte nicht wie sonst nach den Leckerlis, nahm sie einfach nur, zögerlich. Der Dünnpfiff ist möglicherweise erledigt, nachdem sie vorher noch auf einem Teppich ein Malheur angerichtet hat. Nach dem Mittagsgassi, kurz nur wegen Kim, bot ich ihr Zwieback an – der soll ja bei Dünnpfiff helfen –, aber sie nahm ihn nicht, blickte mich nur unglücklich an. Das Würstchen nahm sie dann. Das Abendessen verspeiste sie auch nicht vollständig; ein Fünftel blieb übrig und sie war nicht davon zu überzeugen, sich noch einmal damit zu beschäftigen. Wenn sie gekonnt hätte, hätte sie das Gesicht verzogen, jedenfalls sah es so aus. Leider blieb auch die Pregabalin-Kapsel liegen, die ich ihr später auch mit einem Stückchen Lieblingskäse – der nun scheinbar keiner mehr ist – nicht verabreichen konnte. Das Ganze gefällt mir nicht, und zwischendurch musste ich meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Es wird wohl sowieso Zeit, mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass sie nicht mehr bei uns ist.
Und das alles an so einem Tag. Früher hätte ich mir vielleicht gedacht: »Was für ein Scheißtag.« Aber heute? Man wird halt abgeklärt. Immerhin haben alle dran gedacht. Hermann, meine Schwester, Mama, mein Bruder. Und meine Frau natürlich auch (wenn auch verspätet, gnihii).
Petrus ist ja bekanntlich fürs Wetter verantwortlich. Und Petrus muss ein Exkrementalausgang sein:
Ganz Schlesiwg-Holstein, nein, ganz Norddeutschland ist wolkenfrei. Glasklarer Himmel, vielleicht ein wenig Dunst. Und diese verfickte Dreckswolke, die genau über unseren Gassigang hinweggezogen ist. Und nicht nur mit Regen, neio — es durfte auch Graupel an der Grenze zum Hagel sein. Hunde stehen auf so was …
Susi, die Neue, macht alle Anstalten, Kims Rolle als Chefin im Rudel zu übernehmen. Was einige Unartigkeiten angeht, ist es wohl schon so weit. Allein ist Naomi nicht zu solchem Unfug aufgelegt, wie er stattfindet, seitdem Susi da ist.
Und gestern wieder …
Laut Frauchen ging es lange gut, sehr gut sogar. Sie hatte die Hunde unter Kontrolle – Kim sowieso, die läuft in ihrem Alter wohl nicht mehr weg, jedenfalls nicht sehr weit. Aber dann gab es doch eine Situation, wo sie ausbüxten – Susi und Naomi. Und diese Runde war noch größer als die letzte …

Auf dem großen Bogen im Norden der Runde lief Naomis Tracker im Normalbetrieb; der rot markierte Teil war dann »live« – da kann man dann die Bewegungen des Hundes quasi 1:1 verfolgen. Am südlichen Ende der roten Linie hatten wir die beiden Hunde dann eingefangen.

Susis Tracker wollte nicht so richtig; es ist nicht auszuschließen, dass er einen Defekt hat, denn seine Ausfälle treten häufiger auf. Nichtsdestoweniger war bei Susi vor allem von Vorteil, dass sie und Naomi in aller Regel gemeinsam laufen und nicht getrennter Wege gehen. Abweichungen gibt es natürlich, aber sie sind nie wirklich groß. Und auch hier markiert der rote Fleck im Süden von Susis Runde den Punkt, wo wir sie aufgabelten.
Schmutzig waren die zwei, wia d’Sau. Und daheim gab es natürlich kein Leckerli. Und die letzte Gassirunde für heute ist auch gestrichen. Natürlich. Demnächst steht ein Termin in der Hundeschule an. Denn bevor das Thema nicht eindeutig geregelt ist – sprich: Susi und Naomi lassen sich zuverlässig abrufen –, ist der Freilauf auch gestrichen.
P.S.: Problematisch an der Tour waren die vier Überquerungen von Fahrstraßen. Moorsiekweg, Ramhau und Moorchaussee waren so tragisch noch nicht, aber die Ostenfelder Straße, die sie zuerst überquerten, ist recht stark befahren, vor allem auch von großen Lkws.
Und dank der Verfolgung der beiden Racker mit dem Auto vor allem über Feldwege weiß ich jetzt wenigstens, warum mein eigentlich weißer VW Passat so dreckig ist.
Danke, Deichkind.
Auch dort. Wird gemordet. Holz, unschuldiges, ökologisch wichtiges Holz. Weil man das so macht. Damit zu den passenden Gelegenheiten der Sturmwind ordentlich übers Land pfeifen kann.
Erklären konnte das bislang noch niemand. Man macht das einfach so. Auch außerhalb von Winnert. Hier am Moorsiekweg Richtung Osterwinnert.
Dieser Knick genannte Wall war dicht bewachsen, ein ordentlicher Windschutz und im Sommer durchaus auch Schattenspender. Aber die Kettensäge muss sich ja amortisieren. Und ich weiß, dass es nichts ändert, dass ich das scheiße finde. Ich finde es trotzdem scheiße. Das mache ich so.