Es heißt nicht Linksspur. Gewalt gegen die deutsche Sprache, Rendsburg, 04.06.

Wenn man als Beifahrer mit einem Autofahrer unterwegs ist – was meist der Fall ist, anderenfalls man kaum Beifahrer wäre -, sollte man sich einer klaren und eindeutigen deutschen Sprache mit korrekten und nachvollziehbar eindeutigen Begriffen befleißigen. Wenn man beispielsweise in einer Stadt ein Objekt gefunden hat, das man suchte, heißt es nicht »da!«, sondern »links«, »rechts«, »du bist vorbeigefahren« oder »Idiot!«.

Lies weiter … →

Durchgefallen, Rendsburg, 04.06.

Hinterher – vorher erzählt mir ja niemand etwas – hat sich herausgestellt, dass Rendsburgs einzige Attraktion der Nordsee-Ostsee-Kanal (siehe hierzu auch vorher), die Eisenbahnhochbrücke und die darunter verkehrende Schwebefähre, die Schiffsbegrüßungsanlage und eine »ConventGarten« genannte Lokalität sein sollen (die Schreibweise ist mir angesichts des im Dumont Kunst-Reiseführer »Schleswig-Holstein« [Andreas Rumler, Ostfildern, 2011, 4. Aufl.] genannten Alters derselben eher suspekt). Letztere Lokalität haben wir nicht gefunden. Und auch die Schwebefähre hätten wir beinahe nicht gefunden.

Lies weiter … →

Mein Fahrstil kotzt Naomi an, zwischen Schülp und Rendsburg, 04.06.

Dabei fahre ich inzwischen wie auf rohen Eiern. Nein, nicht wie mit rohen Eiern, als Ladung zum Beispiel. Sondern so, als wären die Räder meines Passats rohe Eier. Vorsichtig anfahren, vorausschauend fahren, großen Abstand halten, vorsichtig bremsen, keine scharfen Kurven zu schnell fahren, insgesamt nicht zu schnell fahren. Wie auf Eiern eben.
Und trotzdem spuckt sie manchmal, vor allem, wenn sie vor einer Fahrt etwas zu sich genommen hat. Und vor allem, wenn die Fahrt eine halbe Stunde und länger dauert. Und vor allem, wenn die Fahrstrecke dann doch eine Reihe von Kurven aufzuweisen hat, was nicht nur in Bayern, sondern letztlich auch in Schleswig-Holstein unausweichlich der Fall ist.
Und wenn sie nicht spuckt, dann hechelt sie. Und sabbert. Aber richtig. Das Handtuch, das bei ihr liegt, ist richtig nass. Nicht feucht. Nass.
Und sie sieht unglücklich aus. Und man merkt ihr an, dass sie sich ungern in den Wagen heben lässt. (Während Kim am liebsten vor Öffnen der Heckklappe durch die Gummidichtung ins Wagenheck diffundieren würde, ist es uns bislang nicht gelungen, Naomi dazu zu bewegen, aus eigener Kraft in den Wagen zu klettern oder gar zu springen.)

Lies weiter … →

Du hast doch Urlaub, Schülp, 04.06.

»Soll ich mit den Hunden rausgehen?«, krächzte meine erkältete Gattin am Morgen. Ich verstand: »Wirst du mit den Hunden rausgehen?«
»Sicher«, sagte ich brav.
»Wieso ist das sicher?«, krächzte sie zurück.
Ich überlegte einen Augenblick. Dann: »Ich verstehe die Frage nicht.«
»Ich fragte, ob ich mit den Hunden rausgehen soll.«
Ach so, dachte ich.

Lies weiter … →

Gummigeruch. Warum Auslüften kein Allheilmittel ist, Schülp, 03.06.

Naomi mag Autofahren nicht. Noch nicht. Hoffentlich nur »noch nicht«. Anfangs hat sie gespuckt, inzwischen sabbert sie nur noch. Aber das Tuch unter ihr ist immer feucht, wenn wir irgendwo angekommen sind. Sie bekommt drei Mal täglich Cocculus-Globuli, was Homöopathisches, das offensichtlich gegen die Spuckerei wirkt. Insofern will ich nicht lästern. Aber wir haben inzwischen Zewa hinten im Auto, und das Handtuch, auf dem Naomi in ihrer Box liegt, muss dann schon einigermaßen regelmäßig gewechselt werden. Was ja auch kein Problem ist –

Lies weiter … →

Vom Fahren auf schleswig-holsteinischen Straßen, zwischen Schülp und Brunsbüttel, 03.06.

Ich mochte das Fahren auf norddeutschen Straßen schon, als ich zwischen 1978 und 1980 im Landkreis Rotenburg/Wümme beim Bund war. Da freilich erst ab 1979, nach der erfolgreichen Fahrprüfung. Und später immer wieder, wenn ich dort oben war. So zum Beispiel 2006 während meines zweiwöchigen Urlaubs in Mecklenburg-Vorpommern (zu dem es irgendwann vielleicht doch noch ein Reisetagebuch geben wird).
Und auch hier, in Schleswig-Holstein, ist das Fahren auf deutschen Straßen ein ganz anderes.

Lies weiter … →

Domzentriert, Meldorf, 03.06.

Meldorf konnte gefallen. Im Zentrum ein hübscher Ort mit einer großen, als »Dithmarscher Dom« bezeichneten Basilika – die leider teilweise in Renovierung befindlich war, durchgeführt von völlig unkirchlich lärmenden Handwerkern und zwei bis drei Ökotussis, wie es den Anschein hatte -, einem ebenso großen Marktplatz – leider auch hier wieder vorrangig als Parkplatz genutzt – und einem durchaus ansehnlichen »Hinterland« mit hübschen, kleinen Häusern, manche alt, manche nicht so alt, in typischer Klinkerbauweise, hübsch eben.

Am Anfang war ich gar nicht so angetan, was aber nicht am Ort, sondern eher an meiner Gattin lag. Aber das ist ein anderes Thema.

Schlussendlich blieb ein positiver Eindruck. Den auch die jammernden Hunde in der kleinen Mineralienausstellung im Keller eines Juweliers nicht schmälern konnten. Meldorf kommt jedenfalls mal mit auf die Positivliste.


Hier durften Hunde natürlich nicht rein …