Der Ort, in dem ich lebe und arbeite, heißt Westried. Murnau-Westried. Und wie in vielen Gegenden … Aber das hatten wir schon.
Archiv der Kategorie: Mein eigener Kram
Ein Brief an den Bürgermeister
Sehr geehrter Herr Dr. Rapp,
wann unternehmen Sie eigentlich etwas gegen die Raserei in der 60er Zone in Murnau-Westried?
Vollpfosten in Westried
Der Ort, in dem ich lebe und arbeite, heißt Westried. Murnau-Westried. Und wie in vielen Gegenden unseres mehr oder minder schönen Landes ist auch Murnau-Westried, in dem ansonsten nichts los ist, schön gleichmäßig von Vollpfosten durchseucht, die eigentlich jeder Beschreibung spotten. Was mich nicht hindert, es dennoch einmal zu versuchen …
Überraschende Einladung
Dieses Jahr wurde mir ein Wunsch erfüllt: Ich durfte mit auf das »Galaktische Forum« des Pabel-Moewig Verlags in Frankfurt, traditionall am Freitagabend der Buchmesse veranstaltet. Der Auslöser war nicht so erfreulich: jemand war krank geworden (und die ganze Geschichte dazu behalte ich für mich). Gefreut habe ich mich trotzdem. Es gab eine bestens aufgelegte … oder besser aufgedrehte Uschi Z., einen lange nicht gesehenen Udo K., einen erstmals kennengelernten Stefan P., und Autoren wie Thomas F., Marc A. H. u.v.a.m. Und für mich das Gefühl, zwar ein Verleger zu sein, aber halt doch nur eine kleine Nummer.
Die Handschrift auf dem Namensschild stammt von Klaus Bollhöfener.
Geil im Wald
Pünktlich zur Umstellung auf Winterzeit kam der Schnee nach Oberbayern. Er fiel reichlich in der Nacht, nass und schwer. Und in der Nacht danach noch mehr.
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A scheena Dog
06.30 aufstehen. 07.30 ins Büro rüber. Mim Hund. Bisschen arbeiten. 09.45 mim Hund raus. 10.05 Uhr retour. 10.15 in den Wagen. Erst nach Weilheim. Mim defekten Notebook. Dann nach Grasbrunn. Hinfahrt im Passat mit 200. Der Praktikant gesteht, er sei ein schlechter Beifahrer. Ach. Hausmesse eines Dienstleisters. Pflichtprogramm: Präsentationen. Geile Sachen. 70-Zoll-Touch-Display. Netzwerkscannersoftware mit featured Highlights. Mittagessen, italienisch. Weißbier satt. Lustige Gespräche mit unbekannten Menschen. Vielleicht ist eine neue Autorin für »ErlebnisWelten« dabei. Man wird sehen. Heimfahrt mit Praktikant und 200. Daheim dann Musik gehört. Nostalgisch. Jackson. Tränen. Level 42, Gigi d’Agostino. Deep Purple. Sting, Frank Zappa. Wann war dieses Leben? Ich weiß es nicht mehr –
Kollegensau
Telefonate, die man vermutlich nicht braucht. Kurz vor Feierabend kommt ein Kollege über die Muschel. »Können Sie mal eine Rundmail machen. Am Abzweig Grafenaschau stehen sie mit der Laserpistole …«
Erst wollte ich vorschlagen, dass er selbst eine Rundmail macht. Aber dann …
»Nö. Ich find es okay, wenn in unserer 60er Zone gelasert wird.«
»Ja, aber«, meint der Kollege, »der Kollege XY ist da schon reingerauscht.«
»Naja, er weiß ja …«
»Ja«, meint der Kollege, »aber die stehn da mit der Laserpistole …«
»Ja«, sage ich, »da stehen auch Schilder mit 60 drauf.«
Hunde nachm Zahnarzt
2012 ist mein Esszimmer eine einzige Baustelle. Fiasko. Die Zahnarzttermine zähle ich schon nicht mehr. Die Rechnungsbeträge auch nicht.
Wenn dein BB dich im Stich lässt
Meine Kleinfamilie besteht aus Blackberry-Nutzern. Torch. BB abgekürzt, Blödbeere bekosenannt. Das Nutzerverhalten ist unterschiedlich. Frau arbeitet sehr viel intensiver damit. Mails, SMS, Termine. Ich lese meist nur Emails. Und hasse es, wenn man mich auf dem Ding anruft.
Dummes Deutschland
Vollpfosten in Oberbayern
Krün, südliches Oberbayern. Hier gibt es einen Isar-Stausee, und passend dazu einen – recht neuen, teilweise noch in der Einrichtung befindlichen – Isar-Natur-Erlebnisweg, gut ausgeschildert, mit zahlreichenden Informationstafeln zum oberen Isartal zwischen Mittenwald und Sylvensteinspeicher versehen. Gut zu laufen, auch mit Steigungen und Gefällen, sehr informativ, eine schöne Einrichtung.
Weniger schön ist es, dass in Krün im südlichen Oberbayern Vollpfosten Steuergelder verschwenden dürfen. Denn auf diesem Rundweg liegt unter anderem eine Brücke über die (wilde) Isar, und die ist eine ganz besonders intelligente Konstruktion. Hier hat man nicht daran gedacht, natürliche Baustoffe wie z. B. Holz zu verwenden, um diese Brücke zu errichten – Holz findet sich nur in Form vierer rollenförmiger Hölzer von mehreren Metern Länge an den Seiten der Brücke, wozu auch immer die gut sind –, nein, hier hat man Hightech installiert, aus bestem deutschen Stahl (vermutlich; vielleicht ist er auch aus China), und – mit Lochgittern als Lauffläche!
An den beiden Enden finden sich darüber hinaus Gitter, wie man sie von Weiden kennt, auf denen verhindert werden soll, dass sich das Vieh verdünnisiert, die Wege jedoch zugänglich bleiben sollen. Für Fahrzeuge eh kein Problem – und für Fußgänger auch nicht, wenn ein Bauer ein solches Weidegatter errichtet, denn der kriegt von seinem Weib eins hinter die Löffel, wenn er die Schleuse (für Fußgänger z. B.) vergisst. Aber so einen Blödsinn macht ein Bauer eh nicht.
