Stadtbesuch

Tagebuch eines Ostseeurlaubs, 04.10.2011

Ein Tag in Wismar. Wir haben uns die drei Kirchen angeschaut: St. Nikolai, St. Georgen und St. Marien. (In St. Nikolai packte mich einen kurzen Augenblick wehmütige Erinnerung an meinen Wismar-Urlaub 2006.) Der Herrgott weiß meist, dass auch Tiere seine Geschöpfe sind; nur in St. Marien ist es – vermutlich ehemals der Alt-SED angehörigen Exparteisubsubunterfunktionären – wichtig, ein eigenmächtiges Verbot (es gibt nämlich keine Hinweisschilder) auszusprechen, ganz persönlich (ein Anwerbungsversuch der Stasi erfolgte allerdings nicht).
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Weißbiertherapie

Tagebuch eines Ostseeurlaubs, 02.10.2011

Am Morgen fühlte ich mich ein wenig gerädert (und erinnerte mich daran, dass ich gerne zu künstlichen Untertreibungen neige). S. pumpte mich ein wenig mit homöopathischen Arzneimitteln voll (von denen ich später sogar annahm, dass sie durchaus wirkten, obwohl ich als Ex-Pharmagroßhandelskaufmann da immer so meine Zweifel hatte). Ich zwang mich, etwas zu frühstücken, um den Magen zu beschäftigen; zwei Milchschnitten, immerhin.
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Staatsstraßenvorfall

Viermal am Tag kommt der Hund raus. Morgens um 6, mittags um 12.30, abends um 18 oder 18.30. Jetzt, wo es endlich einmal richtig heiß ist, gehe ich Strecken mit unserem schwarzbraunen Viecherl, die schattig sind; es ist ja nicht nötig, dass ich unseren Hund mit Hitze auftanke – die hechelt sie daheim nur wieder raus. Der beste Weg um 18.30 ist an der Staatsstraße 2061 zwischen Murnau und Bad Kohlgrub entlang, Gehrichtung Bad Kohlgrub.

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Polizeiliche Erfahrungen

Der deutsche Bürger im Allgemeinen und der Wutbürger im Speziellen denkt ja gerne, dass die Polizei nichts tauge. Sie benutze Tränengas und Wasserwerfer bei rechtschaffenen Demonstrationen gegen Monsterprojekte wie St. Uttgart 23. Sie prügle auf Castor-Gegner ein, die mit vollem Recht Gleisanlagen zerstören und Steuergelder verpulvern. Sie blitze an allen möglichen und unmöglichen Stellen Autofahrer, nur nicht dort, wo es sinnvoll wäre. (Tatsächlich macht das nicht die Polizei, sondern meist längst ein umfangreiches Gesocks aus Gewerblichen für irgendwelche Gemeinden; und genau deshalb wird auch an lukrativen, aber nicht an sinnvollen Verkehrspunkten geblitzt.) Sie komme mit einem korrupten Staatsanwalt vorbei und durchsuche deine Wohnung (das ist mir vor vielen Jahren passiert, wobei der Staatsanwalt eher doof denn korrupt gewesen sein dürfte). Und vieles mehr. Die Polizei hat keinen guten Ruf in diesem Land. Die meisten Polizisten machen ihren Job für ein letztlich eher klägliches Salär und lassen sich dafür verhauen, beleidigen, anpöbeln und dergleichen mehr.

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Ohne Fassung

Edit 29.06.2011: Das Foto stammt von Tillmann Uhrmachers Seite; wenn man darauf klickt, gelangt man dort hin. Ich habe mich eben ins Kondolenzbuch eingetragen. Das ursprüngliche Bild war inzwischen nicht mehr vorhanden, so daß ich den Eintrag eben aktualisiert habe. – Zu seinem Tod will ich hier nicht viel sagen. Ich habe ins Kondolenzbuch geschrieben:

Es ist der 29.06., und immer noch weiß ich nicht wirklich, was ich sagen soll. Ich war kein beinharter Uhrmacher-Fan, aber ich mochte die Musik, die Sendung auf Sunshine Live, und ich weiß manchmal nicht, wo das alles hinführen soll, wenn alle sterben, einfach so, außer ins Grab, wo wir ja alle eigentlich nicht hin wollen. Ich bin auch nicht mehr so jung, ich habe keine Angst vor dem Tod an sich, aber mich erschüttern die Lücken, die da bleiben, die Löcher, die keiner füllen kann, weil irgendwann einfach für all die Löcher nicht mehr genug Menschen da sind, um sie auszufüllen.