Kahlschlag

Überall in Nordfriesland wird abgeholzt. In jedem Winter. Gnadenlos. Vor allem sind es die Knicks zwischen Feldern und an Wegesrändern, die »gelichtet« werden. Dabei werden größere Bäume manchmal stehen gelassen – auch nicht immer; Richtung Husum sind besonderes aggressive Baummörder am Werk, seit Wochen –, meist werden nur Büsche und Sträucher gerodet. Wozu?

Manche Menschen – denen ich eher Ahnungslosigkeit unterstellen möchte – behaupten, das geschehe aus Sicherheitsgründen, damit bei Stürmen die Pflanzen nicht abknicken und aus dem Knick reißen würden, vor allem die Bäume … Die Bäume? … Ja, die Bäume, vor allem die kranken …

Spätestens dann bin ich bei »Arschgeige!«, denn die Bäume bleiben ja stehen. Nicht immer, aber oft genug. Und die Büsche und Sträucher sind eigentlich Windschutz, der bei den hiesigen Windverhältnissen letztlich auch der landwirtschaftlichen Aussaat zugute kommen kann. Könnte.

Was da passiert, ist letztlich unverständlich. Vor zwei Jahren hat man an der Landstraße nach Oldersbek auf einer Seite alles gerodet, was nicht bei drei aufm Baum war. Warum? Da sollte ein Fahrradweg gebaut werden. Das ist auch passiert. Aber nicht auf dem Knick, und die gerodete Bepflanzung hätte den Radweg überhaupt nicht behindert, sondern nebst Schatten den Radlfahrern bei den hiesigen Windverhältnissen …

Humor und Empathie

Antje Weber hat Tiny Strickers »London, Pop und frühe Liebe« für die Süddeutsche Zeitung besprochen. Im Netz hier zu finden.

Ihr Fazit:

Das alles liest sich, auch wenn man nicht in den Sechzigern sozialisiert wurde, sehr unterhaltsam. Was daran liegt, dass Tiny Stricker stilsicher und soghaft schreibt und einiges an Humor und Empathie für die Verhaltensauffälligkeiten pubertierender Jungs mitschwingen lässt. Seine Beschreibungen mancher Klassen-Nerds etwa sind wohl generationsübergreifend treffend; Henry bewundert zum Beispiel einen gewissen »Meyer«, der beim Skilager aus Protest in Cordsamthosen und Desert Boots auf die Skier steigt, Sigmund Freud liest und nur entlegenen Jazz goutiert.

Stricker, Tiny, LONDON, POP UND FRÜHE LIEBE

 

Sieben: Schnaps ohne Alkohol

Ich bin kein siebter Sohn eines siebten Sohnes, und der Einkauf war auch nicht mein siebter … hm, vielleicht mein siebentausendsiebenhundertsiebenundsiebzigster? … Keine Ahnung. Auf jeden Fall erinnere ich mich nicht, wann — und ob überhaupt — ich jemals eine Schnapszahl bei einem Einkauf zusammenbekommen habe.

Ich meinte, der Supermarkt sollte mal die Preise nicht erhöhen, ich wolle das wiederholen. Man wies mich darauf hin, dass ich dann auch den passenden Leergutbon bräuchte …

»Cliffsight« zu »SOUNDCASE«

Und das meint Adrian von der Band »Cliffsight« zu unserem SOUNDCASE:
»Es ist echt toll, durch das Buch zu blättern und sich musikalisch inspirieren zu lassen.
Das Vorwort liest sich auch toll und man merkt, dass das alles mit viel Herzblut gemacht und ausgewählt ist :)
Nochmals vielen Dank, dass wir Teil davon sein dürfen. Es ist schön, neben solchen tollen anderen Acts in drei Playlisten zu stehen.«

Kurth, Heribert & Friends, SOUNDCASE. The Playlist Book