In Burg sollte es eine der höchsten Erhebungen Schleswig-Holsteins geben. Oder Dithmarschens. Oder jedenfalls in der Gegend. Wirklich zu erkennen war sie nicht, was an dem üblichen Effekt liegen könnte: Die Erhebung steht nicht einfach wie ein Pickel in der Landschaft, soundso viel Meter über Normalnull heißen nicht automatisch, dass man, wenn man oben steht, auf Null runterschaut. Das ist das gleiche Problem mit dem Hohenpeißenberg. Wenn ich meine achthundertund-x Meter nicht auf Normalnull präsentiere, sondern von Normalnull aus gerechnet auf sechshundert Meter Höhe, dann rage ich halt nur zweihundert-x Meter aus dem Restland heraus.
Naja. Egal. Akademischer Klugscheißerscheiß.
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Und weiter hatschen, Hochdonn, 17.06.
Vorweg: »Hatschen« ist ein bayerisches Wort. Es beschreibt den schleppenden, kraftlosen, endzeitlichen Gang eines Menschen, der es nicht mehr weit schaffen dürfte – jedenfalls sieht es danach aus.
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Und sie ist doch neu!, Albersdorf, 17.06.
Sankt Remigius in Albersdorf ist keine aufregende Kirche, aber auch keine, die man ignorieren sollte. Sie ist hübsch, adrett, und ganz offensichtlich neu. Sagte ich und sage ich. Meine Gattin war anderer Ansicht, bezog sich auf dubiose Quellen – die freilich keine Beweise erbringen konnten – und andere ebenso zweifelhafte Informationen.
In der Steinzeit gab es das ja auch nicht, Steinzeitpark Albersdorf, 17.06.
Nicht nur aufgrund des Ausbildungsstands meiner holden Gattin war der Besuch des Steinzeitparks Albersdorf keine schlechte Idee. (Ich bitte um Verständnis, dass ich dem geneigten Leser hier nicht darlege, was der Ausbildungsstand meiner holden Gattin mit Steinzeit zu tun hat; er hat, das ist sicher; ich verstehe es nicht [oder merke es mir auch einfach nicht], das ist auch sicher.)
Recht haben und nicht recht haben, Friedrichstadt, 16.06.
Friedrichstadt lag in der Nähe und es war längst Essenszeit. Wir parkten wieder auf dem Altstadtparkplatz. Die Gattin wollte einen Weg wählen, zu dem ich eine fehlende Brücke am Ende zu beanstanden hatte. Auf einer Karte am Wegesanfang war nichts eingezeichnet, nicht mal die »Blaue Brüch«. Aber wozu diskutieren, wenn man eh immer unrecht hat?
Gespeist wurde dann in der »La Trattoria« – es gibt sie überall! – am Marktplatz, nachdem das übliche Spiel gespielt wurde, das schwierige Spiel der Entscheidungsfindung, das sich eigentlich nur um Entscheidungsvermeidung dreht. Das Wetter wurde ein wenig besser, und ich hatte einmal mehr unrecht: Die Bedienung im Außenbereich funktionierte.
Mein Mahl bestand aus »Lingua di Mare«, Seezungenfilets mit Nudeln in Gorgonzolasoße, dazu ein Salat und ein dunkles Erdinger Weißbier. Die Gattin erlaubte sich eine Verletzung ihres Vegetarismus und aß auch einen Fisch. Tsts.
Das wurde auch Zeit!, die Treene bei Fresendelf, 16.06.
Jetzt fahre ich meinen VW Passat 3C 2.0 TDI Bluemotion schon fast zwei Jahre und habe noch nicht ein Foto davon geschossen. Das wurde auch Zeit. (Man sieht zwar den Insektendreck von den zurückliegenden fast dreitausendfünfhundert Kilometern – inklusive der Fahrt von Bayern her -, die wir schon rumgegurkt sind, aber dafür nicht die kleinen Dullen des Hagelschadens, die den Kaufpreis um glatt sechstausend Euro haben günstiger ausfallen lassen – und die man eh nur sieht, wenn man nicht im Auto sitzt.)
Sehr aufgähnend, die Treene bei Fresendelf, 16.06.
In Bergenhusen blieben die Hunde im Auto; das ständige Rein und Raus tut Naomi am Ende auch nicht gut. (Ihre Abneigung gegen das Auto nimmt immer mehr zu; neuerdings legt sie sich in größerer Entfernung hin und lässt sich mit Worten nicht überzeugen, weiter zu kommen. Das macht mir Sorgen.) Deshalb war als Punkt 2 auf der Tagesordnung ein wenig Wanderung angesagt. Da wir eh schon in der Nähe waren, wurde die Treene – neben Eider und Sorge einer der wesentlichen Flüsse Schleswig-Holsteins – ausgewählt. Einen Abschnitt zu finden, an dem man auch entlangwandern konnte, war allerdings nicht ganz einfach.
Über allen Dächern, Bergenhusen, 16.06.
Bergenhusen heißt Bergenhusen, weil es tatsächlich auf einer Anhöhe liegt. So richtig mit Steigung. Igitt. Und Bergenhusen ist ein Storchenzentrum in Schleswig-Holstein. Über den Ort verteilt finden sich siebzehn Storchennester, nicht nur auf Hausdächern, sondern auch auf offensichtlich eigens aufgestellten Pfählen. Ich habe nicht alle Nester fotografiert, zumal auch nicht alle Nester besetzt waren. Aber wenn sie dann alle besetzt wären, wären das immerhin vierunddreißig Störche – plus die Jungen.
Langer Wege kurzes Ziel, Lunden, 15.06.
Der Weg zur letzten Station des Tages hätte gleichermaßen einfacher sein können. Andererseits kann es nicht schaden, im Leben auch einmal Alternativen auszuprobieren, selbst dann, wenn man weiß, dass sie in Sackgassen enden (und für Lkws über 5,5 Tonnen sowieso gesperrt sind).
Eiderdotter, Eidersperrwerk, 15.06.
Das Eidersperrwerk ist eine technische Errungenschaft, das kann man durchaus sagen. Das Sperrwerk kann die Eider gegenüber der Nordsee abriegeln, wenn es nötig ist. In normalen Zeiten kann der Wasseraustausch zwischen Nordsee und Eider reguliert werden. Vor allem aber bei Sturmfluten schützt das Sperrwerk das Hinterland vor schädlichen Wirkungen, weil es den Fluten nicht gelingen kann, über die Eider in das flache Hinterland einzudringen. Irgendwo habe ich die Zahlen gelesen, habe sie aber nicht mehr genau im Kopf, aber wenn ich mich recht entsinne, dann hat die Errichtung dieses Sperrwerks die Schaffung von mehr als vierzig Kilometern weiterer Deichanlagen eingespart.