Fortschritt im Abschied

Die Vorbereitungsarbeiten für das Layout der ANDROMEDA NACHRICHTEN 274 sind beendet.

Auf der »Schlachtplatte« finden sich einmal mehr zahlreiche Rezensionen zu Büchern meines Verlages. Fast könnte man annehmen, es gäbe nichts anderes mehr zu lesen. Vielleicht verschickt auch außer mir niemand mehr Rezensionsexemplare. Keine Ahnung. Die SFCD-Mitglieder werden ab der Ausgabe 275 sicherlich wohlwollend zur Kenntnis nehmen, dass die Zahl der p.machinery-Rezensionen angenehm gegen Null tendieren wird. Nehme ich jedenfalls an. Beides.

Ich erwähnte bereits die »Story:Files«. Es sind insgesamt sieben Geschichten, die in den ANDROMEDA NACHRICHTEN 274 zu finden sein werden. Nebst Kurzgeschichten von Michael Baumgartner, Clemens Nissen, Gard Spirlin, Peter Kiefer, Marianne Labisch und Ellen Norten – alles keine unbekannten Namen, denke ich – findet sich vor allem ein monumentales Epos von Jürgen Lautner, das mit großer Aufmerksamkeit und höchstmöglicher Sensibilität bezüglich der zahlreichen, fast zahllosen Anspielungen gelesen werden kann und sollte. Ein echtes Vergnügen. Vor allem für den, der erkennt, wer hier auf Korn und Schippe genommen wurde und wird.

Und ein Titelbild gibt es auch schon. Von Steve Mayer. Ein Pseudonym. Ich sag aber nicht, von wem.

Unwiderruflich

Gestern habe ich mit den Arbeiten an meiner unwiderruflich letzten – und gleichzeitig meiner hundertsten – Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN des SFCD, des »Science Fiction Club Deutschland« e.V. begonnen. Es ist nicht anzunehmen, dass der Verein bereit ist, mich für meine Dienstleistung zu bezahlen, sodass es keine Ausgabe 275 aus Winnert geben wird. Die 274, die wohl Anfang August an die Vereinsmitglieder verschickt wird, wird meine letzte Ausgabe gewesen sein.
Die Arbeiten beginnen mit Standardaufgaben. Texte sichten, zusammenstellen, einzelne Dateien (eine pro Themensparte) bauen, Korrekturlesungen, ein wenig Lektorat geht auch immer – und vor allem wird entgendert, denn einiges Material – allem voran: Pressetexte – ist heutzutage schlicht und ergreifend nicht mehr lesbar, sofern man einem Text nicht hilft, zur offiziellen deutschen Rechtschreibung zurückzukehren.

Gekommen bin ich gestern bis zum »Reissswolf«, Michael Baumgartners Rezensionssparte. Bei den Texten war auch eine Asimov-Kellerbar-Story von Klaus Marion, ein allerliebster Text, mit dem er sich bei Ralf Boldt und mir für unsere Dienste im SFCD bedankt.
Heute folgt noch die »Schlachtplatte« mit den Rezensionen, die nicht über Michael Baumgartners Tisch gelaufen sind, sowie die »Story:Files«, die in dieser Ausgabe sehr umfang- und zahlreich ausfallen werden.

»Vom seriösesten Hippie zum U-Bahn-Reiter«

Herzliche Einladung zum »Nordöstlichen Divan«

Tiny Stricker liest aus seinem jüngsten Buch und spricht mit dem Literaturkritiker und Publizisten Klaus Hübner

Niemand dachte im März 2020, als die Pandemie unser Kulturleben zum Erliegen brachte, dass wir uns heute noch mit öffentlichen Veranstaltungen schwertun würden. Der verursachte Schaden ist immens. Heute wissen wir, dass es noch lange dauern wird, bis wir ein vollbesetztes Theater oder einen Konzertsaal, eine Lesung mit Hunderten von Zuhörern erleben werden. Umso wichtiger ist es, nicht zu verzagen, sondern nach alternativen Lösungen zu suchen. Ich freue mich sehr, dass ich auf bereits Bewährtes zurückgreifen und meine im vergangenen Sommer schon begonnenen Lesungen im kleinen und »coronasicheren« Format nun fortsetzen kann!

Die Lesung findet am Freitag, 16. Juli 2021, um 19:30 Uhr in der Spilhofstraße 47, 81927 München* statt.
Sowohl auf meiner Terrasse – bei schönem Wetter – als auch im Wohnzimmer unter Einhaltung der Abstandsregeln 10 Personen bequem Platz.
Danach stehen auch mein Gärtlein und weitere Zimmer für Gespräche bei Wein und Knabberzeug zur Verfügung.

Ich freue mich sehr auf Dein / Ihr / Euer Kommen und bitte um verbindliche Anmeldung bis Ende Juni.

Mit herzlichen Grüßen
Esther Leue
0176 5145 6353 oder info@esther-leue.de

* in Oberföhring: Tram 16 / 17 Taimerhofstr., Buslinie 50 Regina-Ullmann-Str. oder S8 Johanneskirchen,
auch Parkplätze sind in der Nähe vorhanden

»… – niemals war U-Bahn-Fahren so aufregend wie bei Tiny Stricker«, schreibt Klaus Hübner auf literaturkritik.de (Februar 2021). Mit dem in der Münchner Maxvorstadt lebenden Tiny Stricker durch die Stadt schlendern, mit seinen Büchern kleine Reisen machen, heißt Neues entdecken und Bekanntes neu sehen – mit seinen, »mit anderen, an der Antike und der Klassik geschulten Augen«. Mitreisende und Passanten, ihre Gesten, Blicke, Stimmungen und Codes werden beobachtet – aufmerksam, mit Empathie, nie voyeuristisch. U-Bahn-Reiter ist eine kurzweilige, nachdenkliche und anregende Roadnovel. »Wer den seriösesten Hippie aller Zeiten aus anderen Büchern kennt – hier lernt er ihn neu kennen«, stellt Hübner fest. Und wer ihn noch nicht kennt, den erwartet in dieser Lesung eine bereichernde Entdeckung!

Der im Schwäbischen geborene Tiny Stricker studierte Anglistik / Amerikanistik und Germanistik und war als Lektor, Lehrer und Leiter verschiedener Auslands-Niederlassungen des Goethe-Instituts tätig. Er ist ein zurückhaltender, bescheidener Mann der leisen Töne, der immer wieder mit seinem enormen Wissen beeindruckt, durch die Vielfalt der Schauplätze seiner Bücher überrascht und mit Details seiner außergewöhnlichen Lebensgeschichte verblüfft. Über all das erfahren wir mehr durch sein Gespräch mit Klaus Hübner. Und natürlich erhalten wir eine Kostprobe aus Tiny Strickers U-Bahn-Reiter.

Tiny Stricker: U-Bahn-Reiter (= Werkausgabe Bd. 11).
Winnert 2020: verlag p.machinery.

Der Literaturkritiker und Publizist Klaus Hübner lebt ebenfalls in München. Er studierte Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaft in Erlangen und München und war nach seiner Promotion als DAAD-Lektor an der Universidad de Deusto (Bilbao / Spanien) tätig. Hübner war Alleinredakteur der Zeitschrift Fachdienst Germanistik und Sekretär des Adelbert-von-Chamisso-Preises der Robert Bosch Stiftung. Heute ist er Redakteur der Zeitschrift Literatur in Bayern und – als Mitarbeiter des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) – Redaktionsmitglied der Halbjahresschrift Spiegelungen. Vor kurzem veröffentlichte er eine Auswahl seiner Schriften aus den letzten zwanzig Jahren.

Klaus Hübner: Kein Twitter, kein Facebook.
Von Menschen, Büchern und Bildern, Bände 1–4,
Winnert 2020/2021:  verlag p.machinery.

https://www.pmachinery.de/adr3/khktkfflyer202104.pdf

Die DSFP-2021-Nominierungen sind da

Die Nominierungen zum Deutschen Science-Fiction-Preis 2021 wurden veröffentlicht. Mein Verlag ist auch wieder dabei: T. Ellings Story »Die letzte Jungfrau« aus NOVA 29 wurde als »beste deutschsprachige Kurzgeschichte« ebenso nominiert wie Gabriele Behrends Roman »Salzgras und Lavendel« als »bester deutschsprachiger Roman«. Die Konkurrenz ist groß, jetzt gilt es, Daumen zu drücken. Weitere Details: hier.

Behrend, Gabriele, Salzgras & Lavendel

 

Franke fürs Gehör

Genau, und zwar der Herbert W. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, wird der Bayerische Rundfunk in seinem 2. Programm (vulgo: Bayern 2) drei Hörspiele des deutschen SF-Altmeisters neu ausstrahlen. Die ersten beiden Termine stehen schon fest (siehe unten); 2022 soll noch ein drittes Hörspiel gesendet werden.
Vor den jeweiligen Sendeterminen werde ich diese Information noch einmal wiederholen.

NOVA 30 + Norbert Stöbe: RITA flies at 5 p.m.

»Einen Panda in freier Wildbahn sehen, das passiert mir vielleicht einmal im Leben«, sagte sie. »Nur fünf Minuten!« Die Angst, die sie während des Anmarsches verspürt hatte, war verflogen. Sie richtete sich auf und schlich hinter Hong her durch den Bambus. Es wurde immer heller, dann auf einmal hatte sie freie Sicht auf den Felsvorsprung. Sie kauerte sich neben Hong hinter einen Farn. Die Abschussvorrichtung mit der NH13 leuchtete in der Morgensonne wie ein Alienartefakt. Sie war ein Fremdkörper inmitten des grünen Bambuswalds. NH13 sei der kleinste Marschflugkörper der chinesischen Marine, hatte Kenshou erklärt, kaum zweieinhalb Meter lang. Die Reichweite betrage lediglich 120 Kilometer, doch für ihre Zwecke sei das mehr als genug …

NOVA 30 – das Jubiläum

Ein neues Baby ist im Haus

Nach einem Päuschen

Durch die beiden fotolastigen Bücher »DIE ZUKUNFT …« und »KINDERGEFÄNGNIS und andere verlassene Orte«, die zwar keine HALLER-Ausgaben darstellen, aber im Grunde aus dieser Werkstatt stammen, entstand eine Pause, bis nun der siebzehnte HALLER mit dem Thema »SPAM!« erschienen ist. Details findet man unter dem unten stehenden Link:

Es ist soweit! HALLER 17 „SPAM!“ erscheint jetzt!

Verkrampfte Puritaner

Ich dachte ja zuerst, dass Amazon wieder eine neue Macke entwickelt hat, als ich auf Bookwire ein Ticket vorfand, in dem die Entfernung des Titelbildes und der Innenillustrationen aus Bernhard Kempens E-Book »ARKADIA« verlangt wurde, anderenfalls man das E-Book im Shop nicht freigeben würde.
Wir waren seinerzeit durchaus vorsichtig mit der Werbung für das Buch. Auf meiner eigenen Website und in diversen Foren habe ich mich nicht zurückgehalten; ich denke, das ist in der heutigen Zeit nicht mehr notwendig (und einen Sexismusvorwurf kassiert man schon für einen von unten rot beleuchteten Frauenhintern auf einem Buchrücken, bei dem ansonsten nichts außer der hübschen Rundung zu sehen ist). Bei Facebook haben wir – Bernhard Kempen und ich – eine mit einem Banner entschärfte Version eingestellt, und Bernhard hat eine Variante mit den beiden ZDF-Fingern über Greedys Brüsten aufgenommen und zur Verfügung gestellt.
Nun erscheint Band 2 der Trilogie um die Arkadierin Greedy und den Sensationsreporter Adrian unter dem Titel »DARLING«, wobei das der Name der Computerseele eines eigentlich »Daoling« genannten Raumschiffs ist. Das Cover zeigt Greedy wiederum in traditioneller arkadischer Nichtbekleidung, und inhaltlich geht es nun weniger um die gesellschaftlichen Besonderheiten der arkadischen Zivilisation, als vielmehr um Darling – und natürlich um Greedy, die diesmal von einer nicht sehr angenehmen Erkrankung heimgesucht wird.
Der Roman liest sich gefällig und ausgesprochen unterhaltsam, und wem Band 1 gefallen hat, der muss sich hier nicht zurückhalten.

Ach ja, die Forderung, das E-Book »ARKADIA« zu verstümmeln, kam nicht von Amazon, sondern von den verkrampften Puritanern des E-Book-Shops »Apple Books«. Ich habe das E-Book ausgeblendet und werde »DARLING« von vornherein nicht an Apple Books ausliefern lassen. Ich möchte ja nicht, dass am Ende noch irgendein Ami beim Wichsen in Ohnmacht fällt …

Kempen, Bernhard, DARLING

Tiny Stricker in der Hörbahn on stage

Im Literaturradio »Hörbahn on stage« wird man Tiny Stricker am 14.07.2021 ab 18 Uhr hören können – und so die Seuche will, kann man ihn in der Georgenstraße 63 zu München sehen. Es geht vor allem um sein aktuelles Buch »U-Bahn-Reiter« und er wird über die Entstehung des Buches, sich selbst und seine Odyssee sprechen. Weitere Details zur Veranstaltung: hier. Weitere Informationen zum Buch: hier. Und zur Werkausgabe insgesamt: hier.